Gott und Homosexualität


Ich denke auch, dass das damals menschliche Gesetze und Urteile waren, in gewissen Zusammenhängen, wie wir es heutzutage nicht mehr haben.
Zitat:
Ich bin nicht 100% Bibel bewandert, aber ich denke, dass das alles Gesetze aus dem Jüdischen Bund sind. Ich glaube, das dieser Bund abgelöst wurde, also nein.


Du zitierst doch ebenfalls aus den alten Gesetzen aus dem Buch Leviticus. Entweder sind sie alle veraltet oder keins.

Zitat:
Ich vertrete die Meinung, dass wir keine Werturteile über frühere Gesetze Gottes machen sollten, da wir uns nicht im geringsten in die damalige Zeit hineinversetzen können.


Und ich denke das viele von dieses Gesetzen ziemlich dumm sind, egal zu welcher Zeit sie geschrieben worden sind. Manche Sachen sind zeitlos dämlich.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
RaphaelHop hat folgendes geschrieben:
Was jemand hinter verschlossenen Türen im Bett macht, ist sogar im Islam, seine Sache.


Ich glaube das du da auf das islamische Recht eine Trennung zwischen (höchst) Privatem und der Öffentlichkeit projektierst die dort so nicht existiert.

RaphaelHop hat folgendes geschrieben:
Haben die Homosexuellen ein Recht darauf, Religion zu kritisieren, weil sie ihre Neigung verbietet? Haben Raucher oder Drogensüchtige ein Recht darauf, weil es verboten ist, und der Drang nicht mehr kontrollierbar ist?
Haben Menschen, die eine Neigung dazu haben, sich selbst zu verletzen ein Recht, das Gesetz zu kritisieren? Oder sollte ein Mörder sagen, dass Gott ungerecht ist, weil er Töten verbietet? Wo soll das aufhören?


Erst einmal hat man in einer liberalen Demokratie das Recht an alles und jedem Kritik zu üben, besonders an rechtlichen Vorkehrungen. Bedingung ist nur das man damit nicht gezielt Gewalt provoziert oder die liberale Demokratie selbst untergräbt.

Und ja: selbst ein Mörder könnte sich dafür einsetzen die Strafe für Mord rechtlich verändern zu lassen. Er selbst hätte davon aber keinen Vor- oder Nachteil, da er ja noch nach dem alten Recht verurteilt wurde.

Aber dein Problem ist ja hier eher ein theologisches als ein rechtliches. Woran deine Argumentation aber völlig scheitert ist, dass du hier verschiedenste Sachen in einen Topf wirfst die äußerst verschiedener Natur sind.
Paul i hat folgendes geschrieben:
Sex Sünde? Wenn erwachsene Menschen Sex miteinander haben was soll daran Sünde sein.
Solange beide es freiwillig machen. Wenn es sie glücklich macht .
Hetrosexual oder auch Homosexuell.
Ich dachte eigentlich immer Gott liebt alle Menschen.
Mit ihren Stärken aber auch ihren Schwächen.


Also wäre einvernehmlicher Ehebruch oder Inzest deiner Meinung nach auch kein Problem?
Sören hat folgendes geschrieben:
Die Zeiten, in denen AIDS als "Schwulenseuche" klassifiziert wurde, sind -zum Glück- seit Langem vorbei. Homosexualität und AIDS haben nichts miteinander zu tun. Beides zu vermischen und Homosexualität am besten gleich noch mit zur ansteckenden Krankheit zu machen, ist wissenschaftlich unzulässig.


Prinzipiell hast du zwar recht, gleichwohl ist es eindeutig das homosexuelle Männer bei weitem am gefährdetsten Sind sich mit HIV zu infizieren. Das liegt schlicht an den Sexualpraktiken und der Sexualsitten der dazugehörigen Szene.

Sören hat folgendes geschrieben:
Imn Übrigen gibt es nicht nur Schwule, sondern auch Lesben, die ebenso ein recht haben, in der Diskussion aufzutauchen.


Die bedrohen aber das Selbstbild patriarchaler Sexualität nicht so.
Sören hat folgendes geschrieben:
RaphaelHop hat folgendes geschrieben:
Ich bin aber auch Raucher. Religionen verbieten es mir zu rauchen, obwohl ich ganz klar den Drang danach verspüre. Ich darf meinen Drang nicht ausleben.


Das wäre mir neu. Weder das Judentum noch die christlichen Kirchen noch der Islam oder die Baha'i-Religion verbieten das Rauchen.


Einige christliche Sekten und Denominationen verbieten das Rauchen tatsächlich oder aber verpönen es zumindest. Diese Verpönung gilt ja zumindest auch im Baha'itum (man siehe Schaefers Ausführungen dazu und natürlich die Tafel von 'Abdulbaha'). Im Islam ist es durchaus umstritten ob das Rauchen erlaubt, toleriert oder gar verboten ist. Gerade z.B. in Südostasien (eine Gegend die sonst nicht für ihren engen oder fanatischen Islam bekannt ist) haben diverse islamische Institutionen dazu entschieden das Rauchen für Verboten zu erklären, woraufhin oft die weltlichen Regierungen folgten.
Zitat:
Aber dein Problem ist ja hier eher ein theologisches als ein rechtliches. Woran deine Argumentation aber völlig scheitert ist, dass du hier verschiedenste Sachen in einen Topf wirfst die äußerst verschiedener Natur sind.

Ich finde, dass es gerade theologisch gesehen ähnlich ist. Jede Sünde ist das gleiche. Jede Sünde entfernt einen Menschen von Gott. Ich kann mir kein Urteil darüber erlauben, ob Mord oder Homosexueller Sex oder Rauchen schlechter ist. Darum finde ich, dass man Menschen auf Grund welcher Sünde auch nicht verteufeln sollte.
Ich wollte ja vor allem wissen, warum homosexuelle sich in Religionen nicht willkommen fühlen, und was ihr darüber denkt. Meine Meinung ist, dass niemand in abrahamischen Religionen willkommen wäre, wenn homosexuelle nicht willkommen wäre.
Denn jeder Mensch macht im Grunde den gleichen Fehler: Sünde.
Egal ob Mörder, Raucher, Alkoholiker, Dieb oder homosexueller. Ich werfe diese Menschen nicht in einen Topf ala "Alle sind gleich schlecht". Ich werfe sie in einen Topf weil alle Sündigen.

Zitat:
Du zitierst doch ebenfalls aus den alten Gesetzen aus dem Buch Leviticus. Entweder sind sie alle veraltet oder keins.

Ich zitierte die gängigen Gesetze an die Juden, Christen, Muslime und Bahai Glauben. Vor allem, um zu zeigen, dass nicht ich mir das ausgedacht habe, sondern es ein Gesetz ist, dass bei vielen Menschen Zustimmung findet.
Hallo Raphaelhop,



Zitat:
Ich zitierte die gängigen Gesetze an die Juden, Christen, Muslime und Bahai Glauben. Vor allem, um zu zeigen, dass nicht ich mir das ausgedacht habe, sondern es ein Gesetz ist, dass bei vielen Menschen Zustimmung findet.


Natürlich findet das bei vielen Menschen (vor allem bei konservativ patriarcharischen) Zustimmung. Nur wer bestimmt, welche Vorschriften oder Vorstellungen man als "überholt" gelten lassen kann und an welchen man festhalten soll? Schließlich hat jede Religion unterschiedlichste Auslegungen, die sich dann auch noch widersprechen.
Ist es da nicht logischer, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit in die Interpretation einzubeziehen, auch wenn dabei so mancher angeblich "unfehlbarer" Satz nicht mehr aktuell ist?

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Tobias hat folgendes geschrieben:
Paul i hat folgendes geschrieben:
Sex Sünde? Wenn erwachsene Menschen Sex miteinander haben was soll daran Sünde sein.
Solange beide es freiwillig machen. Wenn es sie glücklich macht .
Hetrosexual oder auch Homosexuell.
Ich dachte eigentlich immer Gott liebt alle Menschen.
Mit ihren Stärken aber auch ihren Schwächen.


Also wäre einvernehmlicher Ehebruch oder Inzest deiner Meinung nach auch kein Problem?



Einvernehmlicher Ehebruch wenn beide damit einverstanden sind,also das Ganze freiwillig ist.
Inzest wenn es freiwillig ist auch kein Problem. Übrigends wie war das mit Adam und Eva? Fortpflanzung auch durch Inzest? Ja oder nein.
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Natürlich findet das bei vielen Menschen (vor allem bei konservativ patriarcharischen) Zustimmung. Nur wer bestimmt, welche Vorschriften oder Vorstellungen man als "überholt" gelten lassen kann und an welchen man festhalten soll? Schließlich hat jede Religion unterschiedlichste Auslegungen, die sich dann auch noch widersprechen.
Ist es da nicht logischer, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit in die Interpretation einzubeziehen, auch wenn dabei so mancher angeblich "unfehlbarer" Satz nicht mehr aktuell ist?

Pjotr Kala


Logischer ja aber da müsste die Bibel neu geschrieben werden.

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