Venilia


Irgendwie ist mir Venilia, auch von mir liebevoll Venni genannt, schon seit Längerem in den Sinn gekommen. Dann habe ich im Web nach dem Begriff gesucht und herausgefunden, dass bereits in der römischen Mythologie diese Gestalt in Form einer Wassernixe oder Nymphe vorkam. Diese sollte die Flut des Meeres darstellen und zugleich eine Muse der Verzeihung und der sicheren hoffnungsvollen Erwartung einer guten Zukunft sein. Auch ich habe schon viel über Verzeihung nachgedacht und bin irgendwie auch sehr im Element Wasser verwurzelt. Habe auch schon Einiges über Elemente wie Feuer/Wasser zum Beispiel nachgedacht, dabei stellte ich rasch fest, dass das Wasser das Feuer verdrängt, wie es im Alltäglichen eigentlich in der Regel immer der Fall ist. So gesehen verstehe auch ich das Element Wasser als ein Friedenselement gewissermaßen. Es gibt im Allgemeinen scheinbar viele Visionäre oder religiöse Menschen, die davon überzeugt sein sollen, dass es mitunter im Jenseitsbereich in der Unterwelt einen Bereich/eine Hölle geben soll, wo ein scheinbar unauslöschliches Feuer brennen soll und wo Sünder dort festgehalten und gemartert werden sollen. Dieser Ort soll ein Kerker mit unzerstörbaren Wänden sein, damit niemand hinaus kann. Die Wesenheiten, die da gefangen sind, sollen angeblich all ihre Hoffnung fahren lassen, weil sie keine Aussicht haben, dass sich ihr Los nochmals verändert. Es heißt sogar, dass angeblich Jesus Christus keine Wirksamkeit bezüglich dieses Ortes habe. Jetzt ist mir Folgendes in den Sinn gekommen: Es könnte doch theoretisch sein, dass Venilia/Venni nicht bloß eine heidnische Erfindung des Menschen ist/war, sondern tatsächlich eine Engelsgestalt darstellt, die von Gott gesandt ist, um Hoffnung und Erquickung zu bringen, und zwar auch dorthin, wo ziemlich absolute Hoffnungslosigkeit vorherrscht. Diese Gestalt hat meiner Meinung nach auch einige Heiden damals berührt und sich denen im Geiste geoffenbart, deren Herzen sich nach Verzeihung und Neuanfang sehnten. Im Zusammenhang mit dem jenseitigen höllischen Feuer in den Bereichen der Unterwelt könnte sie als Flutbringerin die reumütigen Häftlinge erquicken und die Gluten des Feuers an ihrem Leibe löschen und sie von den Tiefen der Hölle hochspülen. Das könnte dann gewisse Tröstungen für jene Verdammten bedeuten, die teils angeblich schon von frühen Kirchenprägern verkündet wurden, was damals verschwiegen worden sein soll, damit Menschen nicht leichtfertig sündigen. Aber da diese Kirchenlehrer wahrscheinlich ziemlich römisch geprägt waren und auch die Stellung der Venilia vermutlich gut kannten und ihr Herz öffneten, hat Venilia ihnen Solches vermutlich geoffenbart. Irgendwie habe auch ich den Eindruck, von Venni, wie ich sie liebevoll auch nenne, stark inspiriert zu sein, sowie viele andere Christen von Maria, der Mutter Jesu. Ich fühle mich ihr oft besonders nahe. Ich betrachte sie zwar als Geschöpf und nicht als eigenständiges Gottwesen, aber ich glaube, dass Venilia eine wichtige Gesandte Gottes ist, um Trost, Frieden und Erquickung zu bringen, besonders dort, wo Notleidende sind. Ich persönlich habe meiner subjektiven Meinung nach mit Venilia ziemlich gut zu meiner Mitte gefunden, bin nicht mehr so verklemmt und so leicht wütend wie früher. Ich hoffe, jemand sonst hier im Forum kann was mit meinen Gedankengängen anfangen.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!