2 moralische Fragen....


@all!

Wir Sahaja Yogis handeln nach der inneren Religion. Wir haben deshalb die 10 Gebote verinnerlicht. Nicht zu lügen, wie ihr ja wisst, ist eines dieser 10 Gebote. Allerdings ist eine Lüge, die einen Menschen zum positiven Handeln und Unterlassen hinführt, ein gangbarer Weg, der auch von uns Zuspruch findet. Trotzdem ist es uns ein Anliegen ehrlich zu sein und die Wahrheit zu sprechen.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
leuthner hat folgendes geschrieben:
Allerdings ist eine Lüge, die einen Menschen zum positiven Handeln und Unterlassen hinführt, ein gangbarer Weg, der auch von uns Zuspruch findet.


Hast du ein Beispiel dafür?
Ich denke nicht, dass eine plumpe Lüge jemand zum wirklich positiven Handeln bewegt.
Das Leben basiert auf unpersönlichen Gesetzen und alle Handlungen haben die Folgen, die den Ursachen entsprechen.

Betrug und Diebstahl sind negative Grenzüberschreitungen, die negative Folgen haben.

Du darfst jede "Sünde" begehen, die es gibt, aber du musst auch dann jede Folge dafür bezahlen.

Also besser nicht tun.
luschn hat folgendes geschrieben:
leuthner hat folgendes geschrieben:
Allerdings ist eine Lüge, die einen Menschen zum positiven Handeln und Unterlassen hinführt, ein gangbarer Weg, der auch von uns Zuspruch findet.


Hast du ein Beispiel dafür?


Lieber luschn!

Um einen Selbstmörder davon abzuhalten in die Tiefe zu springen, würde ich folgende Worte verwenden: " Wenn du springst, springe ich auch! " Und das obwohl ich selbst niemals springen würde.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Leuthner hat folgendes geschrieben:
Um einen Selbstmörder davon abzuhalten in die Tiefe zu springen, würde ich folgende Worte verwenden: " Wenn du springst, springe ich auch! " Und das obwohl ich selbst niemals springen würde.


Ich denke, so eine Lüge würde den Selbstmörder auch nicht von seinem Vorhaben abhalten ... also, besser andere Argumente finden, die der Wahrheit entsprechen.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Demetrius,

du schreibst

Zitat:
Es gibt immer einen persönlichen (Ego) Grund, warum jemand lügt! Das ist immer sein Begehren (was Er –Sie erreichen oder bewirken will) – selbst wenn das Begehren eine gute Tat betrifft – so denkt der Mensch doch immer: “ICH tue Gutes“, (mit einer Lüge) oder „ICH habe geholfen“ (durch eine Lüge).


Es gibt ein "Lügen" ohne persönlichen Grund , auch nicht weil ein "Ich" etwas Gutes tun will.
Der Beweggrund hierfür ist "selbstlose Liebe", also ein unpersönlicher Grund.

Als Beispiel fällt mir eine Situation nach einem Verkehrsunfall ein.
Da fragte das schwer traumatisierte Kind nach seiner Mutter, wollte unbedingt zu ihr.
Die Schwester sagte: Du kannst jetzt nicht zu ihr!
Als das Kind ängstlich weiter fragte: "Warum nicht, was ist mir ihr?",
antwortete die Schwester spontan: "Du kannst jetzt nicht zu ihr, sie schläft. Du musst dich jetzt auch erst mal ausruhen!"

Die Wahrheit: Die Mutter war tot.


LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Wobei die Aussage, sie schläft, auch nicht völlig falsch ist, nur halt in Bezug auf diese Welt wird sie als diese erkennbare Person nicht mehr aufwachen.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Hallo Demetrius,

du schreibst

Zitat:
Es gibt immer einen persönlichen (Ego) Grund, warum jemand lügt! Das ist immer sein Begehren (was Er –Sie erreichen oder bewirken will) – selbst wenn das Begehren eine gute Tat betrifft – so denkt der Mensch doch immer: “ICH tue Gutes“, (mit einer Lüge) oder „ICH habe geholfen“ (durch eine Lüge).


Es gibt ein "Lügen" ohne persönlichen Grund , auch nicht weil ein "Ich" etwas Gutes tun will.
Der Beweggrund hierfür ist "selbstlose Liebe", also ein unpersönlicher Grund.

Als Beispiel fällt mir eine Situation nach einem Verkehrsunfall ein.
Da fragte das schwer traumatisierte Kind nach seiner Mutter, wollte unbedingt zu ihr.
Die Schwester sagte: Du kannst jetzt nicht zu ihr!
Als das Kind ängstlich weiter fragte: "Warum nicht, was ist mir ihr?",
antwortete die Schwester spontan: "Du kannst jetzt nicht zu ihr, sie schläft. Du musst dich jetzt auch erst mal ausruhen!"

Die Wahrheit: Die Mutter war tot.

LG
Mara

Hallo Mara-Devi,

Dein Beispiel ist vom Prinzip sehr gut und auch richtig!

Trotzdem bleibt bei all diesen guten Handlungen die Frage immer offen, ob sich der Mensch der Gutes tut, sICH (als Person) nicht doch für gut hält!
Denn alleine der Gedanke genügt: „ICH habe etwas Gutes getan“ und schon wird mit dem ICH die Person benannt.
Ob das so ist oder auch nicht, kann nur der Mensch SELBST erkennen – wenn er ehrlich zu sich selbst ist. Ein Außenstehender kann das nicht feststellen.
Andere denken bei ihrem – Gutes tun – an den Lohn, der ihnen im „Himmel“ versprochen wurde … usw.
Es gibt viele Möglichkeiten, (Fallen) wie der Geist des Menschen (unmerklich) auf das „Glatteis“ geführt wird.
So leicht ist es nicht, den Geist zu beherrschen, und das persönliche und körperliche ICH-Denken abzulegen. Denn das bedeutet ja bei Jesus den „TOD“!
Die persönliche ICH-Vorstellung muß sterben, damit die wahre – universelle - Selbstvorstellung entstehen kann. Nur über dieses göttliche Selbst, werden wir im Geiste Eins mit Allem.

LG,
Demetrius

Bibel: (frei zitiert) „Wenn ihr das Gute tut, dann soll die rechte Hand nicht wissen, was die linke tut“!
Das ist dann Selbstlos!
Ist mir noch eingefallen!
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Hallo Demetrius,

du schreibst:
Zitat:
Trotzdem bleibt bei all diesen guten Handlungen die Frage immer offen, ob sich der Mensch der Gutes tut, sICH (als Person) nicht doch für gut hält!
Denn alleine der Gedanke genügt: „ICH habe etwas Gutes getan“ und schon wird mit dem ICH die Person benannt.
Ob das so ist oder auch nicht, kann nur der Mensch SELBST erkennen – wenn er ehrlich zu sich selbst ist. Ein Außenstehender kann das nicht feststellen.
Andere denken bei ihrem – Gutes tun – an den Lohn, der ihnen im „Himmel“ versprochen wurde … usw.
Es gibt viele Möglichkeiten, (Fallen) wie der Geist des Menschen (unmerklich) auf das „Glatteis“ geführt wird.


Die größte Falle für den Geist ist die, sich solche Frage zu stellen und sich dann vorzunehmen absichtlos zu handeln. -

Da gibt es so eine Untersuchung, vielleicht kennt das jemand genauer, da wird einem gesagt: Du darfst an alles denken, nur nicht an "xy" und was passiert? - derjenige denkt ständig gerade an "xy".

Zitat:
So leicht ist es nicht, den Geist zu beherrschen, und das persönliche und körperliche ICH-Denken abzulegen. Denn das bedeutet ja bei Jesus den „TOD“!

Wer versucht den Geist zu beherrschen, versucht etwas zu erreichen und wird Jesus so nicht nachfolgen können.
Um durch den "Tod" zu gehen, musst du den Geist "loslassen".
Wie kann das gelingen?

Zum Beispiel üben wir in der Meditation nicht, die Gedanken zu beherrschen, sondern sie loszulassen, indem wir sie vorüberziehen lassen ohne zu bewerten. Wir kehren mit den Gedanken einfach immer wieder zu unserem Atmen, zu einem Mantra-Gebet o.ä. zurück - irgendwann wirst du dabei leer, das "Kopfkino" lässt nach und hört auf. -

Die Worte Jesu: "Dein Wille geschehe" sind ein hilfreiches Mantra, das wir bei der täglichen Arbeit meditativ beten können.

Vielleicht fallen euch noch andere Wege ein, wie der Mensch sich selbst (sein Ego) vergessen kann.

Je mehr sich ein Mensch in Hingabe übt, desto eher wird in aktuellen Situtation ein spontanes selbstloses Handeln geschehen.


LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.