Bahai zum Thema Rauchen/Drogen


Hallo,
irgendwie macht es bei mir noch nicht hunderprozent Klick.
Ich denke, ich will aufhören, aber Podcasts, Bücher, Argumente etc ignoriere ich dann doch nach ein paar Tagen.
Momentan rauche ich einen Tag nicht, dann wieder einen Tag und dann einen Tag nicht. Das funktioniert momentan und ist für mich verpflichtend! Nun soll natürlich der eine Tag ausgebaut werden in dauerhaft nicht rauchen!
Ich hätte gerne ein Thema, wieso Gott es nicht will und gerne auch aus Bahai Sicht.
Wahrscheinlich ist ein Problemchen, dass ich ohne Tabak etwas depressiv werde und kaum mehr Antrieb habe bzw extrem mit Müdigkeit kämpfe. Also suche ich hier "alternative" Motivation und Menschen, die mit mir aus religiöser Sicht darüber schreiben.
Ich hoffe, dass mein Wille den fehlenden kleinen Schubbs findet


Zitat:
Es gibt aber andere verbotene Dinge, die keinen sofortigen Schaden verursachen und deren verderbliche Wirkungen erst allmählich zutage treten. Auch diese Taten werden vom Herrn verabscheut, getadelt und zurückgewiesen.
Ihre absolute Gesetzwidrigkeit ist jedoch in den Heiligen Schriften nicht niedergelegt, obwohl Reinheit und Makellosigkeit, der Schutz der Gesundheit und die Freiheit von Sucht erfordern, daß man sie meidet.

129.7
Zu diesen letzteren zählt das Tabakrauchen, das schmutzig, übelriechend und anstößig ist - ein übler Brauch, dessen Schädlichkeit allmählich allen offenkundig wird. Jeder fähige Arzt bestätigt - und Versuche zeigen -, daß einer der Bestandteile des Tabaks ein tödliches Gift ist und daß sich der Raucher vielerlei Krankheiten aussetzt. Deshalb wird das Rauchen vom hygienischen Standpunkt aus für rundum verabscheuungswürdig erklärt.

129.8
Der Báb verbot den Tabak zu Beginn Seiner Sendung ausdrücklich, und die Freunde hörten allesamt auf zu rauchen. Da es aber zu jener Zeit gestattet war, den Glauben zu verbergen, und jeder, der nicht rauchte, geplagt, mißhandelt und sogar zu Tode gebracht werden konnte, haben die Freunde wiederum geraucht, um ihren Glauben nicht allgemein kundzutun. Später wurde der Kitáb-i-Aqdas offenbart, und weil dort das Tabakrauchen nicht ausdrücklich verboten war, gaben die Freunde es nicht auf. Doch die Gesegnete Schönheit zeigte immer eine Abneigung dagegen; obwohl Er früher aus bestimmten Gründen ein wenig geraucht hatte, stellte Er es später gänzlich ein, und die reinen Seelen, die in allem Seinem Vorbild folgten, gaben es ebenfalls auf.

129.9
Nach meinem Urteil ist das Tabakrauchen in den Augen Gottes verwerflich, anstößig und äußerst schmutzig; es richtet langsam, aber sicher die Gesundheit zugrunde. Außerdem ist es eine Geld- und Zeitvergeudung und läßt den Raucher einer schädlichen Sucht zum Opfer fallen. Diese Gewohnheit wird von den im Bündnis Standhaften aus Gründen der Vernunft und der Erfahrung für tadelnswert erachtet. Sie aufzugeben, wird allen Menschen Erleichterung und inneren Frieden bringen. Sie werden überdies den Mund frisch, die Finger sauber und die Haare frei von abstoßendem Gestank halten. Sicherlich werden die Freunde Gottes, sobald dieses Sendschreiben sie erreicht, diese schädliche Gewohnheit unter allen Umständen, wenn auch Schritt für Schritt, aufgeben. Dies ist meine Hoffnung.
(Abdu'l-Baha, BRIEFE UND BOTSCHAFTEN)


Zitat:
Was die sogenannten »geistigen« Wirkungen der Drogen angeht, ... geistige Anregung sollte der Hinwendung des Herzens zu Bahá'u'lláh entspringen, nicht materiellen Mitteln wie Drogen und Suchtstoffen. Aus der Beschreibung in Ihrem Brief wird deutlich, daß sinnestäuschende Wirkstoffe zu den Rauschmitteln gehören. Da von den Freunden, auch von der Jugend, verlangt wird, sich strikt aller Arten von Rauschmitteln zu enthalten, und da außerdem von ihnen erwartet wird, daß sie die bürgerlichen Gesetze ihres Landes gewissenhaft befolgen, ist ganz klar, daß sie diese Drogen nicht nehmen sollten.
(Compilations, Ein keusches, heiliges Leben)


Zitat:
Solch ein keusches und heiliges Leben mit seinen Kennzeichen der Bescheidenheit, Reinheit, Enthaltsamkeit, Anständigkeit und inneren Sauberkeit bedingt nichts weniger als Mäßigung in allem, was zu Kleidung, Sprache, Vergnügen sowie allen künstlerischen und literarischen Zerstreuungen gehört. Es verlangt tägliche Wachsamkeit in der Beherrschung der fleischlichen Wünsche und verderbten Neigungen. Es fordert die Aufgabe leichtfertigen Verhaltens mit seiner übertriebenen Verhaftung an nichtssagende und oft mißgeleitete Freuden. Es verlangt völlige Enthaltung von allen alkoholischen Getränken, von Opium und ähnlichen Drogen, die zur Gewohnheit werden können. Es verurteilt die erniedrigende Verwendung von Kunst und Literatur, Nacktkultur und Kameradschaftsehe, eheliche Untreue und alle Arten des zwanglosen geschlechtlichen Verkehrs, leichtfertige Vertraulichkeit und geschlechtliche Laster. Es kann keinen Kompromiß dulden mit den Lehren, Maßstäben, Gewohnheiten und Übertreibungen eines verfallenden Zeitalters. Nein, es sucht vielmehr durch die anfeuernde Kraft seines Beispiels den schädlichen Charakter solcher Lehren, die Falschheit solcher Maßstäbe, die Hohlheit solcher Ansprüche, die Entartung solcher Gewohnheiten und die Schändlichkeit solcher Übertreibungen zu beweisen.
(Shoghi Effendi, Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit)
Hallo Kisses,

deshalb: http://www.nichtraucherbund.de/Text42.htm
http://www.sueddeutsche.de/gesundhe.....suechtig-machen-1.1736153
ist es so schwierig mit dem Rauchen aufzuhören. Ein nicht zu verachtender Aspekt ist die Herstellung der "Verknüpfungen" in dem unser Hirn Meister ist - und das weiß die >WerbeIndustrie!

Ich rauche zum Glück schon an die 20 Jahre nicht mehr, es war nicht immer leicht, wirklich nicht! Ich habe zum Glück einen regelrechten Ekel gegen den Tabak entwickelt, das hat mir geholfen. Vielleicht lag das aber auch an den tschechischen Zigaretten die ich zuletzt rauchte und die nicht so viele Suchtstoffe enthielten.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg
l.G.Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Danke Rose. Vielleicht ist es wirklich schwerer als ich wissen will. Immerhin ist der Deal ungebrochen, dass ich einen Tag nach einem Päckchen nicht rauche. Das ist ein toller Erfolg! Jetzt darf mein Wissen und die Vernunft mit dem Drang zum Rauchen diskutieren.

Glücklicher Raucher werde ich jedenfalls nicht mehr!
Deal Nr. 2 lautet jetzt spontan: ein Tag nicht rauchen und dann die Erlaubnis in der Apotheke Nikotinkaugummis zu kaufen. Frühestens Tag 3 darf geraucht werden (das überlege ich mir zu gekommener Zeit).

Mal sehen wie viele Umwege ich gehe, hauptsache ich gehe... Frustration hin oder her.
Hallo,
ich bin nun seit 19 Tagen rauchfrei und habe in den ersten 4 Tagen nur insgesamt 4 Nikotinkaugummis gekaut (in Vierteln).

Plötzlich ging alles viel einfacher - ich hatte Zorn auf die Zigaretten und freute mich auf meine Unabhängigkeit.

Jetzt kommt ein paar mal am Tag ein Gedanke ans Rauchen oder ein leichtes Suchtgefühl. Es ist okay, wenn es da ist - es darf da sein und es scheint mir auch normal, dass es da ist.

Ich bin so glücklich Frei und wieder ein Stückchen mehr in Harmonie

P.S.: Falls ein Raucher unter den Lesern gerne Tipps zum Aufhören haben möchte - ich teile mein Wissen gerne.
Hallo Kisses,

ich freu mich wirklich sehr für Dich

Ich hab das Glück, daß ich das Rauchen nie angefangen habe und deshalb brauche ich für mich selber keine Tips dazu, aber ich kenne Jemanden dem ich vielleicht mit Deinen Erfahrungen und Ratschlägen helfen könnte, darum freu ich mich wenn Du uns davon berichtest.

Danke und herzliche Grüße
Tim
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„Laßt jeden Morgen besser sein als den Abend davor und jeden neuen Tag reicher werden als den gestrigen. Des Menschen Vorzug liegt im Dienst und in der Tugend, nicht im Prunk des Wohllebens und des Reichtums...“ Bahá'u'lláh
Liebe(r) Kisses!

Ich habe 16 Jahre lang geraucht, und zu Pfingsten werden es sechzehn Jahre, dass ich Nichtraucher bin. Beim Aufhören hat mir Meditation geholfen, denn durch das in Meditation sein bekam ich einen richtigen Ekel auf Rauchwaren und den blauen Dunst.

Aus Sahaja Yoga - Sicht ist das Rauchen schädlich für das menschliche Energiesystem und stellt eine Blockade im menschlichen Energiesystem dar und zwar im mittleren Kehlchakra, was dazu führt, dass die erweckte Kundalini nur sehr, sehr schwer das Kehlchakra durchdringen kann.

Ähnlich verhält es sich mit Drogen- und Alkoholkonsum, wobei die Blockaden im Unter- und Oberbauch auftreten.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Hallo

@ Tim: Vielleicht einfach "Nichtraucher in 3 Stunden" als Podcast googeln (manche Links gehen nicht mehr), auf Stick oder CD schubsen und einfach in die Hand Deines Bekannten drücken.
Ich persönlich fand auch Allen Carr einen tollen Buchautor. Infos wie "Rauchen ist ungesund" sind für die Füße *g*

Wichtig beim Aufhören ist, dass die Person das Gefühl von Freiheit gewinnt. Ich hatte bei dem erfolgreichen Absprung einen Rappel mit Agression gegenüber den Zigaretten und zerdrückte Alle.
Ich hatte zuvor immer wieder Probleme mit Müdigkeit und depressiven Zügen. Ich wollte z.B. nicht aufstehen. Kurz vor dem Absprung habe ich mich darüber unterhalten, dass ich diese tiefe Trauer/Müdigkeit nicht aushalten könne - plötzlich merkte ich eine Parallele zu meinem Aufhören vor 5 Jahren: Es gab immer wieder Streit, Probleme und ich "musste" voller Wut in mir zur Zigarette greifen. Damals merkte ich irgendwann, dass ich extra Streite suchte und fabrizierte.
Was war jetzt passiert! Ich wusste auch unterbewusst, dass Streit nicht als Ausrede dienen könnte. Also wurde ich traurig und müde, damit ich rauchen durfte. Durchschaut war das Thema dann durch und plötzlich gelang es im Vergleich zu den Vorübungen sehr simpel.

Durchaus Empfehlenswert finde ich es ja, dass man immer wieder neu startet, wenn es nicht klappt - den Neustart ermöglicht etwas tolles.

Einen Tag rauchen und den nächsten nicht im Wechsel fand ich auch ganz gut - da überlegte ich, dass es sinnvoller sei ganz aufzuhören, damit man nicht 50% des Lebens dauersuchtet

@ Erich:
Zitat:
im mittleren Kehlchakra, was dazu führt, dass die erweckte Kundalini nur sehr, sehr schwer das Kehlchakra durchdringen kann.

Ich kenne mich damit nicht aus - kannst Du das ein kleinwenig ausführen?

Ekel gegen den blauen Dunst bräuchte ich noch. Bisher will meine Nase den Dunstwolken noch folgen und auch der Gedanke an den Dunst ist toll. Auch im Fernsehen wird ja ständig gequalmt! Das fiel mir nie so auf, aber kein Wunder, wenn die Jugendlichen rauchen wollen...
Tabak rieche ich auch gerne.
Immerhin hab ich die Zigaretten voller Wut zerböselt.

Ich werde mich mal hinsetzen und über den blauen Dunst meditieren. Tipps nehme ich gerne an
Hallo Kisses,
zuerst mal Gratulation zu deinem starken Willen - wo ein Wille ist da ist auch ein Weg !
Das schwierige jetzt dürfte sein nicht wieder in alte Gewohnheiten zurück zu fallen. Ich bin zwar Nichtraucher, rieche aber den Tabakqualm ganz gern.
Kann mir also in etwa vorstellen wie schwierig es ist wirklich für immer damit aufzuhören.
Ich würde dir den Rat geben das du dich über die Schädlichkeit des Rauchens informierst. (Wissen ist Macht)
zum Beispiel über Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=q3rpk0HyjK8

oder das hier, das ist auch gut:
https://www.youtube.com/watch?v=XDA0xytSWXs

Du könntest ja darüber "Meditieren" wie schädlich das der Qualm für deinen Körper und deine Psyche ist. Quasi ein Bewusstsein gegen das Rauchen aufbauen.
Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.
und last but not least...
Das Gebet ist immer ein Garant für den Erfolg.
Wenn wir von ganzem Herzen Gott um Hilfe bitten wird Er uns helfen. Wichtig hier und das ist meine eigene Erfahrung, das man regelmässig betet.

liebe Grüsse
Kisses hat folgendes geschrieben:
Hallo

@ Tim: Vielleicht einfach "Nichtraucher in 3 Stunden" als Podcast googeln (manche Links gehen nicht mehr), auf Stick oder CD schubsen und einfach in die Hand Deines Bekannten drücken.
Ich persönlich fand auch Allen Carr einen tollen Buchautor. Infos wie "Rauchen ist ungesund" sind für die Füße *g*

Wichtig beim Aufhören ist, dass die Person das Gefühl von Freiheit gewinnt. Ich hatte bei dem erfolgreichen Absprung einen Rappel mit Agression gegenüber den Zigaretten und zerdrückte Alle.
Ich hatte zuvor immer wieder Probleme mit Müdigkeit und depressiven Zügen. Ich wollte z.B. nicht aufstehen. Kurz vor dem Absprung habe ich mich darüber unterhalten, dass ich diese tiefe Trauer/Müdigkeit nicht aushalten könne - plötzlich merkte ich eine Parallele zu meinem Aufhören vor 5 Jahren: Es gab immer wieder Streit, Probleme und ich "musste" voller Wut in mir zur Zigarette greifen. Damals merkte ich irgendwann, dass ich extra Streite suchte und fabrizierte.
Was war jetzt passiert! Ich wusste auch unterbewusst, dass Streit nicht als Ausrede dienen könnte. Also wurde ich traurig und müde, damit ich rauchen durfte. Durchschaut war das Thema dann durch und plötzlich gelang es im Vergleich zu den Vorübungen sehr simpel.

Durchaus Empfehlenswert finde ich es ja, dass man immer wieder neu startet, wenn es nicht klappt - den Neustart ermöglicht etwas tolles.

Einen Tag rauchen und den nächsten nicht im Wechsel fand ich auch ganz gut - da überlegte ich, dass es sinnvoller sei ganz aufzuhören, damit man nicht 50% des Lebens dauersuchtet

@ Erich:
Zitat:
im mittleren Kehlchakra, was dazu führt, dass die erweckte Kundalini nur sehr, sehr schwer das Kehlchakra durchdringen kann.

Ich kenne mich damit nicht aus - kannst Du das ein kleinwenig ausführen?

Ekel gegen den blauen Dunst bräuchte ich noch. Bisher will meine Nase den Dunstwolken noch folgen und auch der Gedanke an den Dunst ist toll. Auch im Fernsehen wird ja ständig gequalmt! Das fiel mir nie so auf, aber kein Wunder, wenn die Jugendlichen rauchen wollen...
Tabak rieche ich auch gerne.
Immerhin hab ich die Zigaretten voller Wut zerböselt.

Ich werde mich mal hinsetzen und über den blauen Dunst meditieren. Tipps nehme ich gerne an


Lieber Kisses!

Jeder Mensch hat sieben Hauptenergiezentren, sprich Chakren und drei Energiekanäle, den linken, den rechten und den mittleren Kanal, wobei beim nicht erleuchteten Menschen der mittlere Kanal nicht aktiviert ist, und die Kundalini ( Sanskritbezeichnung für den heiligen Geist ) im Kreuzbein, oberhalb des untersten Chakras, in dreieinhalb Windungen ruht. Ist die Kundalini erweckt, steigt sie im mittleren Energiekanal spiralförmig in der Wirbelsäule auf, durchdringt dabei alle Chakren bis auf das unterste und verlässt den menschlichen Körper bei der Fontanelle ( weiche offene Stelle bei einem Säugling im obersten Chakra auf dem Kopf ). Wird diese Kundalini bei einem Menschen erweckt, so tut sie sich zunächst beim Aufstieg schwer, da der normale Mensch nicht rein ist und in den einzelnen Chakren Blockaden auftreten. Eine dieser Blockaden wird durch das Rauchen verursacht, wobei der Sitz dieser Blockade im mittleren Kehlchakra liegt.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!