Probleme mit psychisch kranker Chefin...


Hallo ihr Lieben,

ich habe ein Problem und brauche bitte eure Hilfe. Ich bin seit ca. vier Monaten in einem kleinen Betrieb (Praxis), in welchem ich die einzige Angestellte bin. Ich leite den Laden sozusagen. Seit drei Monaten bin ich nun dort. Meine Chefin teilt sich die Praxis mit ihrem Lebensgefährten. Mit ihm habe ich nichts zu tun, er "hat mir nichts zu sagen". Sie trennen Beziehung und Arbeit strikt, jedenfalls laut Ansage. In der Realität sieht es ansers aus.Ich habe festgestellt, dass beide psychisch nicht gesund sind. Ich werde massiv kontrolliert, meine Chefin ist sehr sprunghaft und zwanghaft. Ihr Lebensgefährte ein Choleriker und behandelt seine Angstellten wie Dreck, wortwörtlich. Er trinkt wohl Alkohol und ist aggressiv, letztens habe ich auch Psychopharmaka (Nichts gegen Psychopharmaka ich habe selbst schon viele genommen...) von ihm auf der Toilette gefunden. Ich habe schon angst vor ihm. Es ist wirklich ganz schlimm. Ich war hochmotiverit und mache meine Arbeit super, dass weiß ich. Doch ich werde so sehr bis ins kleinste Detail kontrolliert, dass ich nicht mehr entspannt arbeiten kann. Ich bin unter großen Druck und habe Angst fehler zu machen. Ich habe schon angedeutet, dass ich als einizge Angestellte der anfallenden Arbeit nicht gerecht werde. Auch die Sprechstunde mache ich alleine. Wir haben wirklich sehr anspruchsvolle Kunden/Patienten-> plastische Chirurgie. Ich bin zuständig für alles. Meine Chefin hat wie ich gemerkt habe ein großes Problem und ist emotional sehr gestört. Selbst wenn ich telefoniere und sie ruft an und muss in der Warteleitung sein, werde ich gefragt wer das gerade war. Ich werde sogar auf Fussel auf dem Boden angesprochen und muss mittlerweile arbeiten übernehmen, die nicht meinem Beruf entsprechen. (Pat. Toiletten reinigen, jeden Tag Staubsaugen etc. Das war so nie vereinbart). Sie ist zudem sehr geizig und spart wo sie kann, folglich auch am Personal. Ich habe auch schon mehrfach sagen müssen wie teuer ich doch bin, dabei verdiene ich ein ganz normales unterdurchschnittliches Gehalt, wie es in Med. Berufen nunmal leider so ist. Ich fühle mich degradiert, da ich es ihr nie recht machen kann, egal wie gut ich alles mache. Ich kann einfach nicht mehr. Zudem bekomme ich die ganze negative Energie von ihrem Partner ab, ich kann so nicht arbeiten. Ständig werde ich ausgefragt von ihr in Bezug auf das Personal von ihrem Partner und muss zwischen den beiden stehen. Letzens hieß es am Tel., ich soll im doch die negative Nachricht (das sie keine Zeit hat um mit ihm zu operieren) doch bitte so diplomatisch hinbekommen, dass sie zuhause nicht wieder die Hölle auf Erden hat. Es ist aber nicht meine Aufgabe! Einmal hat sie aus versehen auf unserem AB mit aufgenommen, wie sie und ihr Partner über uns herziehen zuhause. Richtig gelästert. Von wegen die AB Ansage meiner Arbeitskollegin klingt wie aus dem tiefsten Kasachstan. Zudem bin ich ihr emotionaler Punchingball, je nachdem wie sie Laune hat. Eig, bin ich in einer totalen Machtposition, denn wenn ich gehe, hat sie ein riesen Problem. Ich habe sie schon drauf angesprochen dass es nicht in Ordnung ist. Sie denkt auch ich merke diese subtilen Botschaften nicht, die sie mir immer wieder übermittelt. Das ist Psychoterror. Massiv. Es wird immer schlimmer. Ich glaube manchmal sie passt in die "Kategorie" Borderline. Sie hat es auch mal durchschimmern lassen... mich gefragt ob ich das kenne etc. Da ich selbst "Züge" habe es aber für eine Diagnose längst nicht ausreicht, habe ich mich damals ausgiebig damit beschäftigt und sie kommt mir vor als würde sie alles widerspegeln was diese Störung beinhaltet.

Ich habe das Gefühl, sie kommt damit nicht klar, dass ich alles fehlerfrei mache und alles super läuft. Ich habe das Gefühl sie sucht richtig nach Fehlern und ich weiß nicht wieso. Es ist schwer die Situation zu erklären. Aber ich kann nicht mehr. Ich habe mich jetzt anderweitig beworben, ich weiß nur nicht wie ich es anstellen soll! Ich habe keine Kraft mich jeden Tag solchen Psychospielchen zu stellen. Ich habe eigene Sorgen und kann einfach nicht mehr.

Ich selbst habe ein Prblem denn ich muss es allen immer Recht machen und mache alles perfektionistisch. Deswegen trifft es mich umso mehr wenn jemand mir das Gefühl vermittelt nicht vertrauenswürdig zu sein oder seine Arbeit schlecht zu machen.

Jetzt ist es passiert...am Freitag ist ihr Lebensgefährte durchgedreht, vor Patienten. Es gab eine Situation die mich sehr getriggert hat aufgrund von Kindheitstruamen und ich habe angefangen zu zittern, bin auf Toilette und habe geweint. Ich kann so nicht arbeiten.

Das ganze WE ging es mir schlecht, Sonntag war ganz schlimm. Ich leide set Jahren an Depressionen und stehe immer wieder auf und lande auf den Beinen. Der Job war ein Hoffnungsschimmer, jetzt ist alle anders als am Anfang. Es ist ein Käfig aus Psychospielchen und ich mitten drin. Ich kann nicht mehr.

Ich habe mich Montag krank gemeldet. Meine Chefin hat jetzt Panik. Sie hat mich dann angerufen und gefragt was ich habe und mir dann ausgerechent wie lange ich damit höchstens krank bin. Mir hat alles auf den Magen und den Darm geschlagen. Vonwegen wann ich denn wieder da bin. Am Anfang schien es so als glaube sie mir nicht. Dann war sie relativ nett. Ich sagte ihr, dass ich Dienstag (also heute) auf jeden Fall auch noch zuhause bleiben werde, da ich mich am übergeben bin etc.

Heute morgen dann der Schock, der nächste emotionale Ausbruch von ihr. Sie ruft mich heute morgen um 9 Uhr an und fragt mich "Und kommen sie heute? Sie sagte mir dass meinetwegen alles stillsteht und war völlig hetzig und aggressiv und sprunhaft und völlig durch den Wind. Genau wie ich sie kenne, von einer auf die andere Sekunde. Sie hat mir Vorwürfe gemacht und gedrängelt. Ich sagte ihr "Was soll ich denn machen?" und auch dass ich es ihr doch gestern shcon gesagt habe dass ich heute nicht komme...

Der Anruf hat mich fertig gemacht. Ich habe Angst selbst wieder krank zu werden, Ich war gerade erst vor 6 Monaten wieder stat. in der Klinik. Ich bin dann heute morgen in die Klinik zu meiner Ärztin sie war entsetzt... ch bin jetzt bis auf Weiteres krank geschrieben.

Ich habe angst wie ich ihr das sagen soll. Ich kann mir gut vorstellen dss sie Psychoterror machen wird. Bin ich in der Verpflichtung zu sagen dass ich nicht vorhabe wieder zu kommen? Denn das kann und will ich nicht mehr. Oder soll ich nichts sagen? Was ist der richtige Weg? Ich habe angst etwas faslches zu sagen. Ich will auch nicht unfair sein, denn sie muss sich schließlich jemand neues suchen. Oder ist das nicht meine Baustelle?

Sry für die Tippfehler etc.. ich bin ein wenig aufgeregt.

Vielen Dank für jede Hilfe.

PansyShell
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"Wo sind die Menschen"?, fuhr der kleine Prinz endlich fort. "Man ist ein bisschen einsam in der Wüste". "Man ist auch bei den Menschen einsam", sagte die Schlange.
Ich denke, du solltest eventuell dort kündigen und eine neue Arbeitsstelle suchen.
Hallo PanyShell,

ich würde die empfehlen, dass du dort so schnell wie möglich raus kommst. Du schreibst, du littest sowieso schon an Depressionen und zeigst selbst andeutungsweise Borderline Symptome. Du machst dich da kaput und das ist keine Arbeitsstelle wert.

Da habe ich auch kein Mitleid mit deinen Arbeitgebern und deren eventuelle psychischen Probleme. Ich beschäftige selbst ein paar Angstellte und meine: Wer Angestellte beschäftigt übernimmt damit auch eine Verantwortung. Wer dieser Verantwortung nicht nachkommen kann, kann dann eben niemanden anstellen.

PansyShell hat folgendes geschrieben:

Ich habe das Gefühl, sie kommt damit nicht klar, dass ich alles fehlerfrei mache und alles super läuft. Ich habe das Gefühl sie sucht richtig nach Fehlern und ich weiß nicht wieso. Es ist schwer die Situation zu erklären. Aber ich kann nicht mehr. Ich habe mich jetzt anderweitig beworben, ich weiß nur nicht wie ich es anstellen soll! Ich habe keine Kraft mich jeden Tag solchen Psychospielchen zu stellen. Ich habe eigene Sorgen und kann einfach nicht mehr.

Das Arbeitgeber nicht mit sehr guten Angestellten auskommen, habe ich schon öfter erlebt. Warum das bei deiner Arbeitgeberin mit ihren psychischen Problemen ist kann ich nicht sagen. Meistens kam es mir vor wie ein Egoproblem.

Sehr gut - du bewirbst dich schon. Ein Tip: Wenn man nicht sofort etwas anderes findet, kann man auch sehr gut bis man eine Stelle in seinem gewünschten Beruf findet, zur Überbrückung etwas anderes machen. Ich habe z.B. in der Vergangenheit zur Überbrückung schon an Kassen gesessen oder im Cafe gearbeitet.
Mit deiner alten Arbeitgeberin kannst du den verbleibenen Kontakt minimieren:
Du hast ja schon wegen dem Stress körperliche Symptome. Dazu hattest du Depressionen. Also bist du krank. Wenn du deine Krankmeldung verlängerst, brauchst du nichtmal anrufen, wenn du sicherstellst, dass die neue Krankmeldung am letzten Tag deiner aktuellen Krankmeldung bei deiner Chefin vorliegt. Am besten noch früher. Also rechtzeitig schicken. Krankmeldungen würde ich generel immer per Einschreiben mit Rückschein versenden. Damit kannst du später nachweisen, das und wann die Krankmeldung eingegangen ist.
Du hättest deiner Chefin übrigens garnicht sagen zu brauchen, was du für eine Krankheit hast. Das geht ihr nichts an. Wenn man ein normales oder gutes Betriebsklima herrscht kann man das machen und dann kann es auch sinnvoll sein. In deiner Situation war es für dich nachteilig. Sie rechnet dir aus, wie lange du damit krank bist. Gerade auch, um so etwas zu vermeiden, wird dem Arbeitnehmer vom Gesetzgeber dieses Recht eingeräumt. Deine Chefin kann rumrechnen was sie will. Was dein Arzt sagt gilt.

Wenn die Praxis Chefin ohne dich nicht still steht, ist das nicht dein Problem. Da hat sie auch nicht bei dir anzurufen und von dir zu verlangen, dass du trotz Krankheit arbeitest. Wer auf Angstellte angewiesen ist, sollte mit einkalkulieren, dass Angstellte auch mal Krank werden und dem entsprechend für Aushilfe oder andere Lösungen sorgen können. Das ist schlicht betriebswirtschaftliche Schlamperei. Wenn sie weiterhin anruft, sag ihr einfach: "Da kann ich ihnen leider nicht helfen. Ich muss jetzt leider auflegen, um mich hinzulegen"

Du brauchst übrigens nicht anzukündigen, dass du vor hast zu kündigen. Denk aber daran, dass du wenn du kündigst, schriftlich kündigen und dabei die Kündigungsfrist einhalten musst. Pass auf, dass du eine neue Stelle nicht antrittst, bevor du wirklich samt Kündigungsfrist aus dem alten Arbeitsvertrag raus bist.

Viel Glück beim Finden einer neuen besseren Stelle.

Liebe Grüße
Nadja
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GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
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Humanistischer Pressedienst
Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort Nadja. Meine Chefin hat mir jetzt eine SMS gesendet und diese ist urplötzlich super freundlich. Ich traue dem Braten nicht...sie ist ja nicht doof und mittlerweile kann ich sie gut einschätzen. Ich glaube einfach sie bekommt gerade Angst dass ich ihr weglaufen könnte. Sie schrieb "Liebe ***, vielen Dank für die Info! Ich habe das Gefühl dass etwas gravierend nicht stimmt? Wollen sie darüber sprechen? Wollen Sie eig. wieder kommen? GLG und gute Besserung Ihre **** "

Ich weiß durch die vorherige Angestellte dass meine Chefin, sobald die Angestellte gesagt hat dass so nicht weiter zusammen gearbeitet werden kann, mit einmal völlig freundich wurde und sie so lange eingelullt hat, bis sie sie überzeugt hat zu bleiben. Und ich glaube diese SMS ist einfach nciht ehrlich und berechnend. Ich weiß jetzt nicht wie ich mich verhalten soll.

Ich habe ein schlechtes Gewissen und weiß nicht ob und was ich darauf antworten soll. Ich habe leider nicht die Möglichkeit selbst zu kündigen, erst sobald ich eine neue Stelle habe. Ich könnte mir eine Sperre beim Arbeitsamt absolut nicht erlauben. Und da ich schon immer Probleme mit dem Amt hatte, und auch ätzliche Atteste nicht helfen würden, müsste ich die Sperre in Kauf nehmen. Andererseits tut sie mir leid. Ich weiß nicht ob sie dies vlt erreichen wollte mit der SMS, dass sie sich quasi in die Opferrolle setzt. Aber ich kann doch nichts dafür dass sie am Personal spart. Sie ist plast. Chirurgin, sie verdient wirklich sehr viel Geld.

Eigentlich wollte ich nahtlos eine neue Stelle finden. Ich wollte proffesoionel handeln, zur Arbeit gehen und nebenbei was neues suchen. Das hat auch ein paar Tage geklappt...bis es an diesem Freitag eskaliert ist. Es hat etwas in mir ausgelöst in BEzug auf meine Kindheit, es war schlimm für mich, ich hatte nurnoch den Fluchtinstinkt und habe dort mit größter Mühe noch meine zwei Stunden abgesessen. Seitdem ist alles aus den Fugen geraten...ich hatte niemals vor mich länger krank schreiben zu lassen. Aber mein Körper hat sich gesträubt dort wieder zu erscheinen.

Abgesehen davon schleppe ich mich seit über 10 Jahren durch diesen Beruf, der zudem auch noch schlecht bezahlt ist. Ich bin unglücklich. Ich komme nicht aus diesem Teufelskreis. Ich weiß nicht was ich will im Leben. ICh habe kein Geld für eine neue Ausbildung oder ähnliches, das Arbeitsamt hat mir damals keine Umschulung genehmigt. Ich habe so gekämpft. Gutachten etc. Ich musste mir anhören dass man kaum glauben könnte dass ich psych. Krank bin denn ich sehe ja schließlich gut aus! Das hat mir so unendlich weh getan.... Die andere BEgrundüng war ich habe zu gute Referenzen und es gibt genug Stellen. Aber es ging um meine Gesundheit, die ist denen aber egal, ich bin eine Nummer. Das man schon zwei Suizidversuche hinter sich hat und 4 stat. Aufenthalte interessiert sie nicht. Man sagte mir hätte ich keine Ausbildung gemacht damals (die ich mit ach und krach durchgezogen habe...ich habe es damals schon schrecklich gefunden mir blieb aber nichts anderes übrig...)
dann wäre ich jetzt besser dran und würde Untertüzung bekommen.


Ich glaube es steht mir ganricht zu, ein schlechtes GEwissen haben zu müssen oder? Es ist doch ihre Verantwortung. Und wie soll ich jetzt reagieren? Das beste wäre wenn sie mich kündigt aber ich kann ja nicht darum bitten Andererseits möchte ich sie nicht im dunkeln lassen dass ich garnicht vorhabe wieder zu kommen irgendwie...oder wie soll ich mich richtig verhalten? Ich bin verzweifelt

Ich weiß ich springe gerade von einem zum anderen, aber ich bin so verzweifelt und sitze hier und weiß nicht vor un zurück. Ich bin so leer und kraftlos, ich mag nicht mehr kämpfen. Monate krank, wieder rausgekämpft, Bewerbungen, neuer Job, wieder krank, wieder käpfen und das seit Jahren. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr.
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"Wo sind die Menschen"?, fuhr der kleine Prinz endlich fort. "Man ist ein bisschen einsam in der Wüste". "Man ist auch bei den Menschen einsam", sagte die Schlange.
Hallo PansyShell,

PansyShell hat folgendes geschrieben:
Meine Chefin hat mir jetzt eine SMS gesendet und diese ist urplötzlich super freundlich. Ich traue dem Braten nicht...sie ist ja nicht doof und mittlerweile kann ich sie gut einschätzen. Ich glaube einfach sie bekommt gerade Angst dass ich ihr weglaufen könnte. Sie schrieb "Liebe ***, vielen Dank für die Info! Ich habe das Gefühl dass etwas gravierend nicht stimmt? Wollen sie darüber sprechen? Wollen Sie eig. wieder kommen? GLG und gute Besserung Ihre **** "

Ich weiß durch die vorherige Angestellte dass meine Chefin, sobald die Angestellte gesagt hat dass so nicht weiter zusammen gearbeitet werden kann, mit einmal völlig freundich wurde und sie so lange eingelullt hat, bis sie sie überzeugt hat zu bleiben. Und ich glaube diese SMS ist einfach nciht ehrlich und berechnend. Ich weiß jetzt nicht wie ich mich verhalten soll.

Das kommt dir jetzt bestimmt seltsam vor. Aber ich muss grad echt grinsen. Du sitzt allem anscheinen nach am längeren Hebel. Das ist so gemein, weil dir das nicht viel hilft.
Im Grunde könntest du sogar einfordern. Sie lässt durchscheinen auf dich angewiesen zu sein und dir wäre es sogar egal bzw sogar erwünscht wenn du gekündigt wirst. Ich würd die sowas von Gewehr bei Fuss laufen lassen aber ich bin auch ein böser Mensch naja wenn ich etwas als ungerecht empfinde.

PansyShell hat folgendes geschrieben:

Ich habe ein schlechtes Gewissen und weiß nicht ob und was ich darauf antworten soll.

Ein schlechtes Gewissen brauchst du nicht haben. Wofür? Dafür das du krank bist oder weil du dir wegen dem schlechten Arbeitsklima eine bessere Stelle suchen willst? Das ist doch Unsinn.


PansyShell hat folgendes geschrieben:

Ich habe leider nicht die Möglichkeit selbst zu kündigen, erst sobald ich eine neue Stelle habe. Ich könnte mir eine Sperre beim Arbeitsamt absolut nicht erlauben. Und da ich schon immer Probleme mit dem Amt hatte, und auch ätzliche Atteste nicht helfen würden, müsste ich die Sperre in Kauf nehmen.

Dann kündige nicht bzw kündige erst, wenn du eine neue Stelle gefunden hast und dann so, dass du nahtlos in die neue Stelle gehst. Dann hat das Arbeitsamt da garnichts mit zu tun.

PansyShell hat folgendes geschrieben:

Andererseits tut sie mir leid. Ich weiß nicht ob sie dies vlt erreichen wollte mit der SMS, dass sie sich quasi in die Opferrolle setzt. Aber ich kann doch nichts dafür dass sie am Personal spart.

Ja ich finde auch. Es wirkt sehr berechnent. Sie braucht dir nicht leid zu tun. Also mir tut sie so garnicht leid. Ich bin da ganz anders wie du. Ich schätze mit normalerweise als sehr mitfühlend und sehr umgänglich ein. Aber wenn ich Ungerechtigkeit erlebe oder das jemand oder sogar ich, in welcher Weise auch immer, angegriffen wird, kann ich ziemlcih ekelig werden.

PansyShell hat folgendes geschrieben:

Sie ist plast. Chirurgin, sie verdient wirklich sehr viel Geld.

Was eine plastische Chirugin verdient hab ich keine Ahnung von und interessiert mich auch nicht. Aber wegem ihrem Beruf habe ich noch eine andere Frage. Du schriebst im ersten Beitrag von Alkohol und Psychopharmaka, was ihr Mann nehmen würde. Nimmt sie selbst auch sowas? Wenn dem so wäre, finde ich, man müsste das der zuständigen Ärztekammer melden. Schließlich schnippelt die an Menschen rum.

PansyShell hat folgendes geschrieben:

Eigentlich wollte ich nahtlos eine neue Stelle finden. Ich wollte proffesoionel handeln, zur Arbeit gehen und nebenbei was neues suchen. Das hat auch ein paar Tage geklappt...bis es an diesem Freitag eskaliert ist. Es hat etwas in mir ausgelöst in BEzug auf meine Kindheit, es war schlimm für mich, ich hatte nurnoch den Fluchtinstinkt und habe dort mit größter Mühe noch meine zwei Stunden abgesessen. Seitdem ist alles aus den Fugen geraten...ich hatte niemals vor mich länger krank schreiben zu lassen. Aber mein Körper hat sich gesträubt dort wieder zu erscheinen.

Solange dein Arzt sagt, dass du krank bist, bekommst du 6 Wochen lang volles Gehalt vom Arbeitgeber. Danach springt die Krankenkasse ein und zahlt Krankengeld. Das sind meine ich 70% des Bruttogehalts. Um es genau zu sagen müsste ich aber nachschauen.
Man darf sich auch während man Krank geschrieben ist Bewerben und auch Bewerbungsgespräche führen. Dabei muss man aber etwas beachten. Man darf ken Verhalten an den Tag legen, was die Genesung gefährdet. Man kann sich also durchaus mit einem Gipsbein auf eine Bürostelle bewerben. Wenn man jedoch zB als Koch mit einer Hautkrankheit Probe arbeitet und sich dort wieder in die Küche stellt. Kann der Arbeitgeber eine Kündigung aussprechen.
Wie das bei psychischen Erkrankungen ist, kann ich leider nicht sagen. Eine Kündigung würde für dich aber bedeuten, dass du die Stelle los bist ohne vom Amt gesperrt zu werden. Das wolltest du ja sowieso. Wobei ich auch schon sehr harte Geschichten vom Arbeitsamt kenne. Wer weiss, ob die dann aus einem Vorsatz einen Grund für eine Sperre konstruieren. Das weiss ich nicht. Zutrauen würde ich es ihnen.

Achso: Bist du eigentlich aus der Probezeit raus? Dann kann deine Chefin dich im normalfall während einer Krankmeldung garnicht kündigen. Ausser du lieferst so einen Grund. Also wenn du deine Genesung gefährdet.

PansyShell hat folgendes geschrieben:

Abgesehen davon schleppe ich mich seit über 10 Jahren durch diesen Beruf, der zudem auch noch schlecht bezahlt ist. Ich bin unglücklich. Ich komme nicht aus diesem Teufelskreis. Ich weiß nicht was ich will im Leben.

Ein Grund mal etwas anderes zu probieren. Vielleicht gefällt dir etwas anderes ja besser.


PansyShell hat folgendes geschrieben:

ICh habe kein Geld für eine neue Ausbildung oder ähnliches,
das Arbeitsamt hat mir damals keine Umschulung genehmigt.

Das schränkt die Auswahl alternativer Berufe natürlcih stark ein. Aber es gibt Möglichkeiten.
Beim Arbeitsamt muss ich auch oft mit dem Kopf schütteln:
Ein Freund von mir ist gelernter Informatiker und wurde vom Arbeitsamt nach 2 Wochen arbeitslosigkeit in einen Schnellkurs zum LKW-Fahrer gesteckt. Kosten: 15000€! Er hat danach recht schnell wieder einen Job als Informatiker gefunden und den Führerschein bisher nur einmal benutzt und das privat für einen Umzug. Er erzählte mir damals während des Kurses, dass dort einer säße, der schon einen Arbeitsvertrag hat und sich das Geld zusammenleihen musste für den Kurs. Das Arbeitsamt wollte ihm das nicht bezahlen. Manchmal Frage ich mich ob sowas Dummheit oder Zynismus ist.

PansyShell hat folgendes geschrieben:

Ich habe so gekämpft. Gutachten etc. Ich musste mir anhören dass man kaum glauben könnte dass ich psych. Krank bin denn ich sehe ja schließlich gut aus! Das hat mir so unendlich weh getan....
Die andere BEgrundüng war ich habe zu gute Referenzen und es gibt genug Stellen. Aber es ging um meine Gesundheit, die ist denen aber egal, ich bin eine Nummer. Das man schon zwei Suizidversuche hinter sich hat und 4 stat. Aufenthalte interessiert sie nicht. Man sagte mir hätte ich keine Ausbildung gemacht damals (die ich mit ach und krach durchgezogen habe...ich habe es damals schon schrecklich gefunden mir blieb aber nichts anderes übrig...)
dann wäre ich jetzt besser dran und würde Untertüzung bekommen.

Trenn das - Das ist natürlich ärgerlich und macht dir das Leben schwer, aber persönlich würde ich Wertungen von solchen Vollpfeifen nicht nehmen.

PansyShell hat folgendes geschrieben:

Ich glaube es steht mir ganricht zu, ein schlechtes GEwissen haben zu müssen oder? Es ist doch ihre Verantwortung. Und wie soll ich jetzt reagieren? Das beste wäre wenn sie mich kündigt aber ich kann ja nicht darum bitten Andererseits möchte ich sie nicht im dunkeln lassen dass ich garnicht vorhabe wieder zu kommen irgendwie...oder wie soll ich mich richtig verhalten? Ich bin verzweifelt

Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben. Die kann froh sein, dass du für sie arbeitest und nicht ich. Ich wäre richtig boshaft wenn sie mich so behandelt hätte.

Dir würde ich glaube ich raten, dich möglichst wenig dazu zu äußern. Solange du krank bist, bist du auch krank. Dafür musst du dich nicht rechtfertigen. Such dir einen neuen Job. Mach dir um die nicht so einen Kopf und die. Die hätte auch ordentlich mit dir Umgehen können.

PansyShell hat folgendes geschrieben:

Ich weiß ich springe gerade von einem zum anderen, aber ich bin so verzweifelt und sitze hier und weiß nicht vor un zurück. Ich bin so leer und kraftlos, ich mag nicht mehr kämpfen. Monate krank, wieder rausgekämpft, Bewerbungen, neuer Job, wieder krank, wieder käpfen und das seit Jahren. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr.

Kann ich mir gut vorstellen, dass das schlaucht. Aber lass dich nicht unterkriegen. Das schaffst du

Liebe Grüße
Nadja
_________________
GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
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