Gebete welche sind die wichtigsten eurer Meinung nach


Was für Gebete sind für euch die wichtigsten Gebete und wie oft betet ihr die. Ich bete so oft es geht es ist aber eher ein sprechen mit Gott kein bestimmtes Gebet. Wie ist das bei euch[/b]
Also ich habe so ein Set von Lieblingsgebeten, die ich immer mal wieder spreche.

Dazu gehört zuallererst das Pflichtgebet. Ich mag dabei das Mittlere Pflichtgebet besonders gern, weil es die mir wichtigen Punkte kurz und prägnant abdeckt:

Baha'u'llah hat folgendes geschrieben:
DAS MITTLERE PFLICHTGEBET
TÄGLICH MORGENS, MITTAGS UND ABENDS ZU SPRECHEN

Wer zu beten wünscht, wasche seine Hände und spreche beim Waschen:

Stärke meine Hand, o mein Gott, und laß sie Dein Buch mit solcher Standhaftigkeit ergreifen, daß die Scharen der Welt keine Macht über sie haben. Schütze sie sodann, damit sie sich nicht mit Dingen befaßt, die ihr nicht zustehen.

Du bist wahrlich der Allmächtige, der Allgewaltige.

Und beim Waschen des Gesichtes spreche er:

Dir wende ich mein Angesicht zu, o mein Herr! Erleuchte es mit dem Licht Deines Antlitzes. Bewahre es sodann, damit es sich niemandem außer Dir zuwende.

Dann erhebe er sich und spreche der Qi'blih zugewandt:

Gott bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm. Sein sind die Reiche der Offenbarung und der Schöpfung. Er hat wahrlich Ihn enthüllt, der der Morgen der Offenbarung ist, der auf dem Sinai redete, durch den der Höchste Horizont erstrahlte und der Lotosbaum sprach, über den hinaus keiner gehen kann, und durch den der Ruf verkündet ward an alle, die im Himmel und auf Erden sind: »Sehet, der Allbesitzende ist gekommen! Erde und Himmel, Ruhm und Herrschaft sind Gottes, des Herrn aller Menschen, des Besitzers des Thrones in der Höhe und auf der Erde hienieden!«

Dann beuge er sich nieder, lasse die Hände auf den Knien ruhen und spreche:

Erhaben bist Du über meinen Lobpreis und den Lobpreis jedes anderen außer mir und über die Beschreibung aller, die im Himmel und auf Erden sind!

Dann spreche er stehend mit geöffneten Händen, die Handflächen aufwärts gerichtet und dem Gesicht zugewendet:

Enttäusche nicht den, o mein Gott, der sich mit flehenden Fingern an den Saum Deiner Barmherzigkeit und Gnade klammert, o Du, der Du von den Barmherzigen der Allbarmherzige bist!

Dann setze er sich und spreche:

Ich bezeuge Deine Einheit und Deine Einzigkeit, daß Du Gott bist und es keinen Gott gibt außer Dir. Du hast wahrlich Deine Sache offenbart, Deinen Bund erfüllt und weit das Tor Deiner Gnade aufgetan vor allen, die im Himmel und auf Erden wohnen. Segen und Friede, Gruß und Herrlichkeit ruhen auf Deinen Geliebten, die Wandel und Wechsel der Welt nicht davon abhalten, sich Dir zuzuwenden, und die alles hingegeben in der Hoffnung, das zu erlangen, was bei Dir ist. Du bist in Wahrheit der Immervergebende, der Allgütige.

Wenn jemand statt des langen Verses lieber die Worte sprechen möchte:

"Gott bezeugt, daß es keinen anderen Gott gibt als Ihn, den Helfer in Gefahr, den Selbstbestehenden"

so wird dies genügen. Und ebenso wird es genügen, wenn er vorzieht, sitzend die Worte zu sprechen:

"Ich bezeuge Deine Einheit und Deine Einzigkeit und daß Du Gott bist und daß es keinen Gott gibt außer Dir."


Daneben gibt es ein Gebet, das ich gerne bei Andachten spreche, oder auch zuhause, das insbesondere für die Baha'i im Westen gedacht ist:

Abdu'l-Baha hat folgendes geschrieben:
O Du unser Versorger! Du hast über die Freunde im Westen des Heiligen Geistes Düfte gehaucht und den Himmel im Westen mit dem Lichte göttlicher Führung erleuchtet. Du hast zu Dir hingezogen, die einstmals fern von Dir waren. Fremde hast Du in liebreiche Freunde verwandelt, die Schlafenden erweckt und die Nachlässigen achtsam gemacht.

O Du unser Versorger! Steh diesen edlen Freunden bei, Dein Wohlgefallen zu gewinnen und Fremden wie Freunden wohlgesonnen zu sein. Geleite sie in die ewige Welt, laß sie himmlischer Gnade teilhaftig sein und wirkliche Bahá'í werden, aufrichtig vor Gott. Bewahre sie vor Äußerlichkeit, gründe sie fest in der Wahrheit. Mache sie zu Zeichen und Beweisen für Dein Reich, zu funkelnden Sternen hoch über den Niederungen dieses Lebens. Laß sie Hilfe und Trost für die Menschheit, Stifter des Weltfriedens sein. Entzücke sie mit dem Wein Deines Ratschlusses und gib, daß sie alle auf dem Pfade Deiner Gebote wandeln.

O Du unser Versorger! Es ist dieses Dieners Herzenswunsch an Deiner Schwelle, die Freunde des Westens und des Ostens in fester Umarmung zu schauen; alle Glieder der menschlichen Gesellschaft voll Liebe in einer großen Gemeinde vereint zu sehen, wie die in einem mächtigen Meere versammelten Tropfen, wie die Vögel eines einzigen Rosengartens, die Perlen eines Ozeans, die Blätter eines Baumes, die Strahlen einer Sonne.

Du bist der Mächtige, der Gewaltige, und Du bist der Gott der Stärke, der Allmächtige, der Allsehende.


Dann gibt es noch ein Gebet, das ich besonders gerne spreche, wenn es mir mal richtig mies geht:

Abdu'l-Baha hat folgendes geschrieben:
O Gott! Erquicke und erfreue meinen Geist. Läutere mein Herz. Entflamme meine Kraft. Alles lege ich in Deine Hand. Du bist mein Führer und meine Zuflucht. Ich will nicht mehr traurig und bekümmert, sondern glücklich und fröhlich sein. O Gott, Angst soll mich nicht länger plagen und Sorge mich nicht quälen. Ich will nicht bei den Widrigkeiten dieses Lebens verharren.

O Gott! Du meinst es besser mit mir als ich selbst. Ich weihe mich Dir, o Herr.


Und wenn ich mal richtig meditativ werden will, dann nehme ich dieses hier:

Der Bab hat folgendes geschrieben:
Ruhm sei Dir, o Gott! Du bist der Gott, der vor allem war, der nach allem sein wird und alles überdauert. Du bist der Gott, der alles kennt und über alles erhaben ist. Du bist der Gott, der gnädig ist zu allem, der zwischen allem richtet und Dessen Schau alles umfaßt. Du bist Gott, Du bist mein Herr, Du kennst meine Lage und siehst mein inneres wie mein äußeres Sein.

Vergib mir und den Gläubigen, die auf Deinen Ruf antworten. Sei Du mein allgenügender Helfer vor dem Unheil derer, die Kummer auf mich laden möchten oder mir übel wollen. Wahrlich, Du bist der Herr alles Erschaffenen. Du genügst jedem, doch keiner ist sich selbst genug ohne Dich.


Zwei weitere Alltime-Favourites:

Baha'u'llah hat folgendes geschrieben:
Ruhm sei Dir, o Gott, für Deine Offenbarung der Liebe zur Menschheit. O Du, der Du unser Leben bist und unser Licht, führe Deine Diener auf Deinen Pfad, mache uns reich in Dir und frei von allem außer Dir.

O Gott, lehre uns Deine Einzigkeit und laß uns Deine Einheit erkennen, so daß wir niemanden schauen außer Dir. Du bist der Barmherzige, der Spender reicher Gaben.

O Gott, entzünde in den Herzen Deiner Geliebten das Feuer Deiner Liebe, auf daß es die Gedanken an alles außer Dir verzehre.

Offenbare uns, o Gott, Deine erhabene Ewigkeit - daß Du immer warst und immer sein wirst und daß es keinen Gott gibt außer Dir. Wahrlich, in Dir werden wir Trost und Kraft finden.


Abdu'l-Baha hat folgendes geschrieben:
O Du mitleidvoller Gott! Dank sei Dir, denn Du erwecktest mich und schenktest mir Bewußtsein. Du gabst mir Augen zu sehen und Ohren zu hören, Du führtest mich in Dein Reich und lenktest mich auf Deinen Pfad. Du wiesest mir den rechten Weg und ließest mich die Arche der Rettung betreten. O Gott! Gib, daß ich standhaft bleibe, mache mich fest und unerschütterlich. Behüte mich vor heftigen Prüfungen, bewahre und beschütze mich im festen Bollwerk Deines Bunds und Testaments. Du bist der Gewaltige. Du bist der Sehende. Du bist der Hörende. O Du mitleidvoller Gott! Schenke mir ein Herz, das wie ein Glas erleuchtet werde mit Deiner Liebe Licht, und verleihe mir Gedanken, die diese Welt durch die Ausgießungen himmlischer Gnade in einen Rosengarten verwandeln.

Du bist der Mitleidvolle, der Barmherzige. Du bist der große wohltätige Gott.


Und natürlich die biblischen Klassiker:

David hat folgendes geschrieben:
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.


David hat folgendes geschrieben:
Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler.

Der HERR schafft Gerechtigkeit und Recht allen, die Unrecht leiden. Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun. Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.

Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten. So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein.

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten. Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind.

Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr.

Die Gnade aber des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, dass sie danach tun.

Der HERR hat seinen Thron im Himmel errichtet, und sein Reich herrscht über alles.

Lobet den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, dass man höre auf die Stimme seines Wortes!

Lobet den HERRN, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut!

Lobet den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft!

Lobe den HERRN, meine Seele!

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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Liebe Nanuk,

wir Christen glauben, dass Gott Vater ist, was heißt, dass Er uns durch die Menschwerdung in Jesus Christus extrem nahe steht, nicht anonym und kein gesichtsloser „kosmischer Gott“ ist. Das Wort "Vater" ist daher ein Schlüssel zum "Beten auf christlich", wie das Papst Franziskus einmal ausgedrückt hat.

Ich glaube damit ist schon viel ausgesagt. Mit Gott im Gebet so vertraut und offen umzugehen wie mit einem Vater ist das wesentliche. Ihm Alles erzählen, was einen beschäftigt: Sorgen, Nöte, Niederlagen, aber auch die schönen Dinge: Erfolge, Freude, Glück - kurz: Alles mit ihm teilen.
Es ist auch niemals so, dass Gott eine Bitte ignoriert oder nicht hört. Es kann zwei Dinge bedeuten, wenn sich (scheinbar) "nichts tut". Entweder ist unser Herz noch nicht genug am Herzen Jesu ausgerichtet und wir haben um das Falsche gebeten - diesfalls kann das beharrliche Weiterbeten aber Licht bringen und du siehst dann genauer, um was du bitten sollst. Oder die andere Möglichkeit ist, dass er die Bitte anders erfüllt und nicht sofort - dann aber immer besser als wir uns das erwartet hätten.

Beim Beten geht es um das "Sehen" - in einem übernatürlichen Sinn. Es geht darum sich selbst und die Welt mit den Augen Gottes anzuschauen. Dafür bedarf es des Lichts, das nur Gott schenken kann.

Es geht beim Beten darum "sehend" im umfassenden Sinne zu werden. Darum ist ein sehr gutes und wesentliches Stoßgebet das, welches der blinde Bartimäus an Jesus gerichtet hat:

"Herr, ich will sehen!"
Danke für eure antworten und ansichten sehr intressant
@all!

Ein gewaltiges Mantra ist das Glaubensbekenntnis der Christen, welches das dritte Auge Chakra stärkt, da dort der Sitz des Vergebens ist.

Ebenfalls ein gewaltiges Mantra sind die muslimischen Worte "Allah Hu Akhbar ( Gott ist gross )", die das Kehlchakra stärken.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!