Gebete


wie sollte man beten sollte man eine Erwartungs haltung haben beim gebet.
oder sollte man das lieber nicht haben .Was bedeutet es für euch zu beten .
Ich bete täglich gehöre aber jetzt keiner bestimmten Religon an ich .Bete für mich und auch für andere .Manchmal habe ich eine erwartungs haltung Gott gegenüber und erwarte das er mir hilft .Es ist dan auch schwierig wenn es dan anders kommt wie ich erbetn habe .Ich weiss das das Falsch ist aber es ist nicht leicht das abzustellen .Ich denke beten ist für mich gespräch führen mirt gott sogesehn tue ich das den ganzen Tag über und es geht mir gut dabei .
Liebe Nanuk,

ich glaube das Wesentliche beim Gebet ist das Sich-Einüben in die Liebe, das bedeutet die Dinge immer mehr mit den "Augen Gottes" zu sehen, immer mehr zu werden wie Er, im christlichen Glauben gleichbedeutend mit immer mehr zu werden wie Jesus. Beten ist so gesehen der Akt, der unsere Natur gottähnlich macht. Es ist schön, dass dein Tag vom Gebet durchwirkt ist.

Es geht beim Fortschritt im Beten darum von dem Denkmuster: "Ich habe einen Wunsch - Gott soll ihn mir gleich erfüllen so wie ich das will, denn sonst bin ich traurig" wegzukommen.

Selbstverständlich ist es legitim und gut Alles vor Gott zu bringen - alle Anliegen und Wünsche. Was Gott aus diesen Bitten macht - die er alle kennt, bevor wir sie aussprechen - sollen wir vertrauensvoll ihm überlassen. Es ist wie bei einem guten Vater - er wird das Kind stark und selbstständig machen und uns immer Alles zur rechten Zeit geben so wie es am Besten für uns ist. Aber er weiß es eben besser. Er sieht eben mehr als wir.

Dieses Gebet, das der heilige Petrus zum auferstandenen Jesus spricht, fasst diese Haltung gut zusammen:
"Herr du weißt Alles von mir, du weißt auch, dass ich dich wirklich liebe!"
Gewinn bringt das Gebet zum Glück und Heile; Ein Panzer ist es für des Unglücks Pfeile. *Saadî (1209 - 1292)

http://www.geistigenahrung.org/ftopic71204.html


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http://azmuto.blogspot.de
Danke für eure antworten
Hi Nanuk, finde ich sehr interessant und sehr wichtig Deine Frage.
Leider hatte ich bisher noch keine Zeit, Ruhe und Konzentration um einen angemessenen Kommentar auf die Reihe zu kriegen. Beschäftigt mich aber schon seit ich es gelesen habe.

Alles Liebe
Linde
(Ich werde es bestimmt noch schaffen.)
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Beim Aufwachen heute früh hatte ich diesen Satz im Kopf:

"Wisse, dass Dir in diesem Leben nichts mehr nützt als Flehen und Rufen zu Gott"
ich glaube er stammt von 'Abdu'l-Baha.

Und zu Deiner Frage ob wir eine Erwartungshaltung haben dürfen, meine ich schon, dass wir diese haben sollen, liebe Nanuk. Allerdings sollten wir aber auch nicht enttäuscht sein wenn etwas nicht so eintritt wie von uns erwünscht, denn Er weiß auf alle Fälle besser was für uns gut ist als wir selbst.

Liebe Grüße und einen schönen Tag für Dich
und alle hier
Linde
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Bahá'u'lláh
Das Thema beschäftigt mich weiter.

Das ist mir gestern "zufällig" über den Weg gelaufen.

"Der Herr ist denen nahe, die zu Ihm beten - allen, die aufrichtig zu Ihm beten."
Psalm 145,18

Liebe Grüße
Linde
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Bahá'u'lláh
Danke linde das sind schöne antworten es ist schwer mit der erwartungs Haltung ich Weiss nicht soll man erwarten das Gott etwas so wie man möchte tut. Vielleicht darf man erwarten aber Gott entscheidet dann wie und was und zu welcher Zeit das wird das beste sein finde das Thema auch sehr interessant
Nanuk hat folgendes geschrieben:
Danke linde das sind schöne antworten es ist schwer mit der erwartungs Haltung ich Weiss nicht soll man erwarten das Gott etwas so wie man möchte tut. Vielleicht darf man erwarten aber Gott entscheidet dann wie und was und zu welcher Zeit das wird das beste sein finde das Thema auch sehr interessant


So sehe ich das auch Wir können Gott um alles bitten, aber wir haben keinen Anspruch darauf, es auch zu bekommen.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Hallo ihr Lieben,

Es gibt da etwas was ich nicht verstehe.
Gott verlangt doch völlige Loslösung von uns nicht wahr?
Ich bin da etwas verwirrt.

Linde sagt, man darf eine Erwartungshaltung haben.
Sören sagt das auch.
Aber der Bayan sagt ausdrücklich:

Bete so zu Gott, daß es deine Anbetung nicht änderte, führte sie dich auch ins Feuer, und ebensowenig, wäre das Paradies dein Lohn. So, und nur so, sollte die Verehrung sein, die dem einen, wahren Gott gebührt. Aus Furcht zu Ihm zu beten, wäre unschicklich am geweihten Hofe Seiner Gegenwart und könnte nicht als ein Dienst angenommen werden, den du der Einzigkeit Seines Wesens weihst. Wäre dein Blick aber auf das Paradies gerichtet und betetest du zu Ihm mit dieser Hoffnung im Herzen, so würdest du Gottes Schöpfung Ihm zum Gefährten machen, dessen ungeachtet, daß die Menschen das Paradies ersehnen.

Feuer und Paradies neigen sich demütig vor Gott. Seines Wesens würdig ist, Ihn um Seinetwillen zu verehren, ohne Angst vor dem Feuer und ohne Hoffnung auf das Paradies. Wohl wird der aufrichtig Betende vom Feuer erlöst und betritt das Paradies des Wohlgefallens Gottes, aber dies darf sein Handeln nicht bestimmen. Gottes Wohlgefallen und Gnade strömen beständig, wie es Seine unerforschliche Weisheit will.

Das annehmbarste Gebet ist das, welches in höchster, strahlender Geistigkeit dargebracht wird. Es lange hinzuziehen, war und ist nicht im Sinne Gottes. Je hingebungsvoller und reiner das Gebet ist, um so annehmbarer ist es in Gottes Gegenwart. (Der Bab, Persischer Bayan 7,19)


Dass man sich im Gebet keinen Ferrari wünschen soll oder an 72 Jungfrauen denken soll ist doch klar.(Weil es niedere Wünsche sind)
Darüberhinaus ist der Kopf auch beschäftigt mit dem Text, so dass kein Platz für weltliche Gedanken ist.(Jedenfalls bei mir)

Aber dass meint der Bayan nicht, denn das ganze Leben ist doch auch ein Gebet oder?
Der Bayan verlangt, dass wir religiös sind, ohne das Paradies zu wollen.
Sind wir denn nicht letztenendes alle religiös, um des Paradieses willen?

Ich begreife es nicht, ich kann ja nicht an nichts denken.
Wenn ich sage:"Ich bin nicht religiös wegen des Paradieses." Dann wäre es gelogen!

Das Paradies ist die Nähe zu Gott bzw. sein Wohlgefallen, aber genau das soll man nicht erstreben!
Gott verlangt ein Auslöschen unserer Wünsche.
"...Wende dich ab vin dir..." (Verborgene Worte)
Ich krieg das nicht hin und es ist mein derzeitiges Problem.

Diese Frage ist natürlich an die Bahai`s gerichtet, da es ja um den Text des Bayan geht.

Gruß,
JackCM
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