Gebete


JackCM hat folgendes geschrieben:
Linde sagt, man darf eine Erwartungshaltung haben.
Sören sagt das auch. Aber der Bayan sagt ausdrücklich:


Was ich gesagt habe ist, dass man durchaus etwas erbitten kann, aber eben nicht den Anspruch darauf hat, dass alle Wünsche erfüllt werden. Eine Erwartungshaltung drückt sich aber genau darin aus, dass man von Gott etwas erwartet.

Im Übrigen finde ich es etwas unglücklich, den Bayan gegen unsere Kopmmentare in Stellung zu bringen, denn letztendlich ist es nicht der Bab, der uns widerspricht, sondern deine Interpretation seiner Aussagen.

Der Bab hat folgendes geschrieben:
Bete so zu Gott, daß es deine Anbetung nicht änderte, führte sie dich auch ins Feuer, und ebensowenig, wäre das Paradies dein Lohn. So, und nur so, sollte die Verehrung sein, die dem einen, wahren Gott gebührt. Aus Furcht zu Ihm zu beten, wäre unschicklich am geweihten Hofe Seiner Gegenwart und könnte nicht als ein Dienst angenommen werden, den du der Einzigkeit Seines Wesens weihst. Wäre dein Blick aber auf das Paradies gerichtet und betetest du zu Ihm mit dieser Hoffnung im Herzen, so würdest du Gottes Schöpfung Ihm zum Gefährten machen, dessen ungeachtet, daß die Menschen das Paradies ersehnen.

Feuer und Paradies neigen sich demütig vor Gott. Seines Wesens würdig ist, Ihn um Seinetwillen zu verehren, ohne Angst vor dem Feuer und ohne Hoffnung auf das Paradies. Wohl wird der aufrichtig Betende vom Feuer erlöst und betritt das Paradies des Wohlgefallens Gottes, aber dies darf sein Handeln nicht bestimmen. Gottes Wohlgefallen und Gnade strömen beständig, wie es Seine unerforschliche Weisheit will.

Das annehmbarste Gebet ist das, welches in höchster, strahlender Geistigkeit dargebracht wird. Es lange hinzuziehen, war und ist nicht im Sinne Gottes. Je hingebungsvoller und reiner das Gebet ist, um so annehmbarer ist es in Gottes Gegenwart.


Ich würde diesen Text eher als generelle Warnung davor interpretieren, in die erwartung zu verfallen, dass weil ich irgendetwas tue automatisch Gott verpflichtet ist, dafür eine Gegenleistung zu gewähren. Das wichtige ist nicht, dass man sich nichts wünscht oder keine Bedürfnisse hat, sondern dass man anerkennt, dass Gott kein Kaugummiautomat ist, der gegen Münzen Kugeln ausspuckt.

Eine gewisse Demut vor Gott sollte im Gebet immer vorhanden sein, weil man ihn sonst tatsächlich wie eine Wunschmaschine oder wie das Sams oder einen Flaschengeist hemmungslos für seinen eigenen Vorteil missbrauchen könnte. Gott lässt sich aber von einem Menschen nicht vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat.

Das ist die entscheidende Aussage, die ich in diesem Text sehe.

JackCM hat folgendes geschrieben:
Der Bayan verlangt, dass wir religiös sind, ohne das Paradies zu wollen. Sind wir denn nicht letztenendes alle religiös, um des Paradieses willen?


Ich weiß nicht einmal mit Sicherheit, ob es ein Leben nach dem Tod geben wird. Möglich, dass ich mein Leben lang umsont versucht habe Gutes zu tun und mir dadurch viele spektakuläre Erlebnisse entgangen sind. Da ich keine Gewissheit habe, sondern nur auf Verdacht glauben kann, kann ich auch nicht für eine Gewissheit auf das Paradies hinarbeiten. Ich richte mich nach den Lehren, weil ich aus tiefstem Herzen davon überzeugt bin, dass sie mir und der Menschheit Gutes wollen.

JackCM hat folgendes geschrieben:
Das Paradies ist die Nähe zu Gott bzw. sein Wohlgefallen, aber genau das soll man nicht erstreben!
Gott verlangt ein Auslöschen unserer Wünsche.
"...Wende dich ab von dir..." (Verborgene Worte)
Ich krieg das nicht hin und es ist mein derzeitiges Problem.


Ich glaube, du bist an dieser Stelle päpstlicher als der Papst. Ich würde jetzt mal kontern mit: "Noch nie hat Gott eine Seele über ihr Fassungsvermögen belastet"

Gott ist doch kein finsterer Tyrann, der nur darauf wartet, dass wir beim Beten blinzeln! Außerdem wäre das ziemlich unfair, wenn man schon in jungen Jahren für den ersten Fehltritt verdammt werden würde. Wozu dann 80 Jahre auf dieser Welt?

Im Gegenteil vergibt Gott sogar die schwersten Sünden, wie z.B. laut Aqdas den Anspruch, ein Gottesoffenbarer zu sein -sofern man sich seiner Schuld bewusst ist, und aufrichtig bereut natürlich.

Sei also nicht so streng mit dir selbst
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Hallo Sören,

Sören hat folgendes geschrieben:
Im Übrigen finde ich es etwas unglücklich, den Bayan gegen unsere Kopmmentare in Stellung zu bringen, denn letztendlich ist es nicht der Bab, der uns widerspricht, sondern deine Interpretation seiner Aussagen.
Tut mir leid, dass es wie ein Angriff rüberkam, ich sagte ja dass ICH verwirrt war, es ging eigentlich von vorn herein um meine Interpretation.
In Wirklichkeit wollte ich eine Bestätigung, dass ich falsch lag, dann kann ich mich sicherer fühlen.
Denn die Pflichtgebete zeugen doch von einer art "Wunschhaltung".
Ich habe geahnt, dass irgendwas faul war und Du meinst dass ich es zu streng ausgelegt habe.
Sonst gibt es niemand, mit dem ich über diese Religion sprechen kann außer hier im Forum.

Bei den Buddhisten soll man nicht nur seine eigenen Wümsche abstellen sondern jeden Wunsch nach einer jenseitigen Existenz, da ja aus Bahai Sicht diese Lehre ja auch von Gott war, bin ich von einer gleichen Strenge ausgegangen.

Es gibt da einen Satz aus dem Buch der Gewissheit, der meine strenge auslegung erst ermöglichte:
"Er muß sein Herz so läutern, daß kein Rest von Liebe oder Haß darin verbleibt."
Das man sein Leben nicht aus Liebe zu Geld und Reichtum leben soll weiß ich ja, aber hier ist vom restlosem tilgen der Liebe(also alle eigenen wünsche?) aus dem Herzen die Rede.(außer der Liebe zu Gott) Was meint Bahhaullah immer mit "Völlige Loslösung"?(kommt immer wieder in den Heiligen Texten vor)
Kannst Du(oder ein anderer Bahai) mir das deuten?

Es gibt da einen Beitrag von mir, auf den niemand eingegangen ist:
http://www.geistigenahrung.org/ftopic72267-370.html
(der 2. Von oben)
Der Beitrag stammt aus der Zeit, wo ich den Text aus dem Bayan zum ersten mal sah und ich nichts mehr verstand.(wenn Du die Beiträge davor ansiehst)
Kannst Du(oder jeder andere) mir sagen, ob es in Ordnung ist so zu leben wie die 3 Bäume?

Gruß,
JackCM
_________________
http://www.exometa.de/vr.htm
http://youtu.be/_h0ozLvUTb0
http://youtu.be/jWUAI_gywfM
JackCM hat folgendes geschrieben:
Tut mir leid, dass es wie ein Angriff rüberkam, ich sagte ja dass ICH verwirrt war, es ging eigentlich von vorn herein um meine Interpretation.
In Wirklichkeit wollte ich eine Bestätigung, dass ich falsch lag, dann kann ich mich sicherer fühlen.


Okay, dann war ich jetzt derjenige, der sich missverständlich ausgedrückt hat. Ist auch immer blöd übers Internet, da kommt vieles falsch an. Ich fand nur die Wortwahl unglücklich, hab mich aber nicht angegriffen gefühlt.

Den Text, auf den du noch einmal hingewiesen hast, kopiere ich hier nochmal rein:

JackCM hat folgendes geschrieben:
Danke für Deine Worte Minou,

Ich finde dieses Thema eben sehr wichtig, denn jeder Mensch hegt Hoffnungen und Träume, sie schwirren einfach im Kopf herum.
Vielleicht nicht mehr bei euch, weil ihr euch davon losgelöst habt?

Es gibt da eine schöne Geschichte über 3 Bäume.
http://www.geistigenahrung.org/ftopic327.html
Diese 3 Bäume haben "ihr Leben lang" Träume nachgejagt.
Sie bitten Gott sogar darum, ihnen diese Träume zu erfüllen.
Gott erfüllt den 3 Bäumen sogar ihre Wünsche, jedoch auf eine volkommene Art und weise.(Nachdem sie gefällt wurden, d.h. nach ihrem "Tod")

Natürlich ist es nur ein Gleichnis, aber so wie die 3 Bäume gelebt haben, soll man als Gläubiger eben NICHT leben oder?
Gott würde solche Wünsche nicht erfüllen, schon garnicht in einer volkommeneren weise im Jenseits, sondern man wird eher als Götzendiener verstoßen.
Habe ich das jetzt richtig verstanden?
Ich frag halt nochmal zum Verständnis.
Wenn ja, ist das Gleichnis von den 3 Bäumen sehr gefährlich.(finde ich)

LG,
JackCM


Also zuerst einmal wird niemand verstoßen, erst recht nicht, weil er denkt. Auch mit Götzendienst hat es nichts zu tun, Wünsche und Träume zu haben.

Ich sehe das sogar völlig gegenteilig, denn wer keine Träume und Visionen hat, der kommt im Leben nicht voran und hat kein Ziel, auf das er sein Leben ausrichten kann. Selbstverständlich kann und soll der Mensch Ziele haben -das Universale Haus der Gerechtigkeit formuliert regelmäßig seine Ziele für die Gemeinde in Fünfjahresplänen- das einzige, was man nicht erwarten sollte, ist dass alles auch genau so funktioiert, wie man es geplant hat. Denn derjenige, der am Ende über Glück und Unglück entscheidet, ist Gott -und niemand anderes.

Wenn wir uns dessen bewusst sind, dass letztendlich Gott am besten Weiß, was gut für uns ist, und nicht nach unseren Wünschen, sondern nach seinem Willen verteilt, dann haben wir eine demütige Gebetshaltung erreicht. Und die äußert sich dann auch insbesondere darin, dass wir uns eben nicht beschweren, wenn wir am Ende nicht oder im Gegenteil völlig anders belohnt werden, als wir uns das vorgestellt hatten. Die drei Bäume wollten auch etwas völlig anderes, als sie am Ende bekommen haben. Das ist nur ein weiterer Beweis dafür, dass Gottes Wege unergründlich sind: "Eure Wege sind nicht meine Wege" (Jes. 55,

Ich möchte dich noch einmal grundsätzlich darum bitten, dich zu fragen, an was für einem Gottesbild du im Kern hängst, denn aktuell habe ich das Gefühl, dass das der Kern all deiner Probleme und Zweifel ist, nicht die Religion als solche.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
JackCM hat folgendes geschrieben:
Es gibt da einen Satz aus dem Buch der Gewissheit, der meine strenge auslegung erst ermöglichte:
"Er muß sein Herz so läutern, daß kein Rest von Liebe oder Haß darin verbleibt."
Das man sein Leben nicht aus Liebe zu Geld und Reichtum leben soll weiß ich ja, aber hier ist vom restlosem tilgen der Liebe(also alle eigenen wünsche?) aus dem Herzen die Rede.(außer der Liebe zu Gott)
Kannst Du(oder ein anderer Bahai) mir das deuten?


Dieser Satz stammt aus einem Teil des Buches der Gewissheit, der im Stil der Sufi-Mystik gehalten ist. Ähnliche Stellen und einen ähnlichen Stil findest du auch in den Sieben Tälern und den Vier Tälern. Bei der Sufi-Mystik muss man aufpassen, denn nichts, was geschrieben steht, darf man in der offensichtlichen Radikalität wahrnehmen. Das höchste Ziel der Sufis ist das völlige Verlöschen, das gänzliche Aufgehen in Gott und die Auslöschung der Individualität der Seele, da sie sich selbst als mit Gott verbunden sehen und daher auch die Existenz einer davon unabhängigen Seele ablehnen.

Man muss also diese Stellen erst einmal paraphrasieren und dann in den generellen Kontext der anderen Schriften stellen. Es ist nicht möglich und auch nicht wünschenswert, jede Form von Liebe auszulöschen oder gar als Individuum seine eigene Existenz zu verleugnen. Im Gegenteil wird an anderen Stellen gesagt, dass die Liebe der Urgrund der Schöpfung und das ordnende Prinzip des Universums ist.

Was damit also in meinen Augen eigentlich gemeint ist, ist jede Selbstliebe und jeder Egozentrismus. Nun ist aber das Bitten um Notwendiges nicht egoistisch, im Gegenteil zeugt es von Demut, darum zu bitten, statt es sich einfach zu nehmen. Und genau da liegt dann auch die Unterscheidung zwischen falsch verstandener Liebe, die mir und anderen schadet, und richtig verstandener Liebe, die sich auf andere als mich selbst richtet.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Hallo lieber Sören,

Danke für Deinen Beitrag, mir fehlt dieses Hintergrundwissen, welche Texte in welchem Stil geschrieben ist.
In der Online-Version steht nichts davon in welchem Stil es geschrieben ist, meine ich.

Sören hat folgendes geschrieben:
Ich möchte dich noch einmal grundsätzlich darum bitten, dich zu fragen, an was für einem Gottesbild du im Kern hängst, denn aktuell habe ich das Gefühl, dass das der Kern all deiner Probleme und Zweifel ist, nicht die Religion als solche.
Das ist ja gerade mein Problem, ich kann mein Gottesbild ja nicht ausdenken, ich suche nach dem Gottesbild, das die Schrift von uns verlangt, nicht was ich schöner finde. Aber die zitierten Texte haben von mir immer ein sehr strenges Gottesbild verlangt.

Es gibt da noch eine Stelle aus der Ährenlese:
Wäre das Auge der Einsicht geöffnet, so würde es erkennen, daß sie sich in diesem Zustand als völlig ausgelöscht und nicht existent betrachten vor dem Antlitz dessen, der der Alldurchdringende, der Unbestechliche ist. Mich dünkt, sie haben sich ganz als ein Nichts angesehen und ihre Erwähnung an jenem heiligen Hof als einen Akt der Gotteslästerung erachtet. Denn die leisesten Einflüsterungen des Selbstes sind an einem solchen Hof ein Beweis für Geltungsbedürfnis und unabhängiges Sein. In den Augen derer, die an diesen Hof gelangen, ist eine solche Regung schon ein schweres Vergehen. Wieviel schwerer wäre es, würde in dieser Gegenwart etwas anderes erwähnt, wären des Menschen Herz, Zunge, Gemüt oder Seele von etwas anderem eingenommen als von dem Vielgeliebten, betrachteten seine Augen ein anderes Antlitz als Seine Schönheit, neigte sich sein Ohr einer anderen Melodie als Seiner Stim­me und gingen des Menschen Füße einen anderen Pfad als Seinen Pfad...

Dies gilt zwar für die Manifestationen Gottes, aber der Text zeigt mir indirekt, dass es Gott besser gefallen würde, sich auch als "normaler Diener" in dieser (strengen)Richtung zu bewegen.
Wie betrachtest Du diese Worte aus der Ährenlese?
(Wie gesagt, ich möchte nicht sagen: "So legt man die Schrift richtig aus!" Sondern ich frage mich: "warum sehe ich nur einen Strengen Gott in der Schrift? Und wie liest man die Schrift richtig?")

Gruß,
JackCM
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http://youtu.be/_h0ozLvUTb0
http://youtu.be/jWUAI_gywfM
Das geht mir aber auch so wie leist man die verschieden schrieften richtig .wo kann man den einblick in die schrieften der Bahai bekommen gibt es da eine onlin seite ich habe einen Koran zuhause und eine Biebel und auch noch andere schrieften doch von den Bahai würde ich gerne mal was lesen würde mich intressieren sehr sogar
JackCM hat folgendes geschrieben:
Das ist ja gerade mein Problem, ich kann mein Gottesbild ja nicht ausdenken, ich suche nach dem Gottesbild, das die Schrift von uns verlangt, nicht was ich schöner finde. Aber die zitierten Texte haben von mir immer ein sehr strenges Gottesbild verlangt.


Ein Gottesbild lässt sich aber nicht andemonstrieren. Zumal ein Gottesbild immer eines bleibt: Ein Bild, eine Annäherung. Wie oft steht in den Schriften, dass Gott unerkennbar und unbegreiflich ist! Ich weiß nur, dass wenn ich ein so strenges Welt- und Gottesbild hätte, meine Eltern gütiger, barmherziger und liebevoller wären als Gott, der ja eigentlich der Inbegriff der Liebe sein soll.

Wenn man Beschreibungen Gottes wörtlich nimmt oder verabsolutiert, dann huldigt man dem Wort, nicht dem Sinn der Texte.

JackCM hat folgendes geschrieben:
Es gibt da noch eine Stelle aus der Ährenlese:
Wäre das Auge der Einsicht geöffnet, so würde es erkennen, daß sie sich in diesem Zustand als völlig ausgelöscht und nicht existent betrachten vor dem Antlitz dessen, der der Alldurchdringende, der Unbestechliche ist. Mich dünkt, sie haben sich ganz als ein Nichts angesehen und ihre Erwähnung an jenem heiligen Hof als einen Akt der Gotteslästerung erachtet. Denn die leisesten Einflüsterungen des Selbstes sind an einem solchen Hof ein Beweis für Geltungsbedürfnis und unabhängiges Sein. In den Augen derer, die an diesen Hof gelangen, ist eine solche Regung schon ein schweres Vergehen. Wieviel schwerer wäre es, würde in dieser Gegenwart etwas anderes erwähnt, wären des Menschen Herz, Zunge, Gemüt oder Seele von etwas anderem eingenommen als von dem Vielgeliebten, betrachteten seine Augen ein anderes Antlitz als Seine Schönheit, neigte sich sein Ohr einer anderen Melodie als Seiner Stim­me und gingen des Menschen Füße einen anderen Pfad als Seinen Pfad...

Dies gilt zwar für die Manifestationen Gottes, aber der Text zeigt mir indirekt, dass es Gott besser gefallen würde, sich auch als "normaler Diener" in dieser (strengen)Richtung zu bewegen.
Wie betrachtest Du diese Worte aus der Ährenlese?


In diesem Fall kann man glaub ich wirklich deutlich trennen zwischen den Manifestationen und den einfachen Menschen. Denn die Manifestationen können nur dann Gott offenbaren, wenn Gott in ihnen auch Platz hat Wenn die Manifestationen Ruhm für sich selbst haben wollten oder sich selbst darstellen würden, dann würde ihnen niemand folgen.

Übertragen auf den einfachen Menschen hieße das, sich nicht von seiner Individualität zu lösen, sondern von dem Drang, sich selbst darzustellen. Da ist dann wieder Demut das Stichwort.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
hallo Nanuk,

Nanuk hat folgendes geschrieben:
Das geht mir aber auch so wie leist man die verschieden schrieften richtig .wo kann man den einblick in die schrieften der Bahai bekommen gibt es da eine onlin seite ich habe einen Koran zuhause und eine Biebel und auch noch andere schrieften doch von den Bahai würde ich gerne mal was lesen würde mich intressieren sehr sogar
Da gibt es mehrere Möglichkeiten Online zu lesen.

http://bahairesearch.com/
Denk daran oben rechts die Sprache auszuwählen.
Im oberen Bereich der Seite findest Du ein kleines Hilfsvideo zu der Seite.
Dazu musst Du auf "Helpvideo" klicken(im oberen Bereich der Seite links neben dem "Sprachen-Button", leider englisch)
Beim lesen stört die Komplette Übersicht aller Bücher auf der linken Seite.
Zwischen dem Inhalt was Du liest und die Bücher-übersicht auf der linken Seite ist eine "Trennwand", die kannst du mit gedrückter Maustaste verschieben -geht aber nicht ganz nach links.
Wenn Du die volle Bildbreite haben willst, dann musst Du auf der "Trennwand" auf mittlerer höhe, dort wo es gepunktet ist draufklicken, dann springt die "Trennwand" ganz nach links.

Hier findest Du die Schriften von Bahaullah im Vollbildmodus(die wichtigsten Bahai-Schriften)
http://bahairesearch.com/german/Bah.....27llah/Kitab-i-Aqdas.aspx (In diesem Fall das heiligste Buch)
Eigentlich gehört dies auch zu "bahairesearch.com" aber ich weiß nicht warum es hier anders aussieht.
Wenn Du hier nach ganz unten gehst und die Sprache "German" klickst, dann kommst Du hier hin:
http://bahairesearch.com/German/Table_of_contents.aspx
Hier ist so ziemlich alles was auf Deutsch ist.(Keine ahnung warum das jetzt unsortiert ist)

Dann gibts noch folgendes:
http://www.holy-writings.com/

Du musst halt wissen, wo Du am besten lesen kannst.

Hier ist noch eine schöne Seite über den Koran mit 4 verschiedenen Übersetzungen.
http://www.koransuren.de/koran/surenvergleich/sure1.html
(Kann nützlich sein, da man durch Vergleich von Übersetzungen kritischer nachdenkt)

Wenn Du an einen Vers denkst, aber nicht lange suchen willst, kannst Du die Suchfunktionen nutzen oder:
STRG und F gleichzeitig drücken und den Suchbegriff eingeben.(Falls Du die Funktion nicht kennst)

@Sören
Danke füe Deine Auslegung der Schrift!
Ich hoffe, dass das die Auslegung ist, die Gott auch meint.
Ich denke jetzt kann ich mich erstmal wieder entspannen.
Du hast Recht, Hoffnung Träume und Wünsche bzw. dass was diese Welt mit ihren Naturgesetzen nicht bieten kann, sind erst der Grund gewesen warum ich überhaupt religiös wurde.
Umso wichtiger war es ja für mich, das Thema zu besprechen.

Gruß,
JackCM
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http://www.exometa.de/vr.htm
http://youtu.be/_h0ozLvUTb0
http://youtu.be/jWUAI_gywfM
JackCM hat folgendes geschrieben:
@Sören
Danke füe Deine Auslegung der Schrift!
Ich hoffe, dass das die Auslegung ist, die Gott auch meint.


Ich hielte es jedenfalls für unfair, uns schwach und hilfsbedürftig zu erschaffen, um uns dann aus unserer Schwäche und Hilfsbedürftigkeit einen Strick zu drehen.

JackCM hat folgendes geschrieben:
Ich denke jetzt kann ich mich erstmal wieder entspannen.
Du hast Recht, Hoffnung Träume und Wünsche bzw. dass was diese Welt mit ihren Naturgesetzen nicht bieten kann, sind erst der Grund gewesen warum ich überhaupt religiös wurde.
Umso wichtiger war es ja für mich, das Thema zu besprechen.


Ich glaube, dass ein Glaube, der die Menschen nicht zu innerer Ruhe, sondern zu ständiger Angst führt, nicht richtig sein kann. Das belastet einen Menschen psychisch und physisch bis zum völligen Burnout. Kein liebender Gott kann das wollen.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Danke JackCM schau ich mir mal an die seite

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