Bringt Religion für LGBTI-Menschen Schaden oder Nutzen?


Tobias hat folgendes geschrieben:
Ich halte die Idee Inzest legalisieren zu wollen ist - und das auch objektiv - ein offensichtlicher biologischer und zivilisatorischer Rückschritt.


Durch die Legalisierung würde Inzest nicht sein Stigma verlieren, also immer ruhig Blut.

Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Auf biologischer Ebene ist es für die Evolution total uninteressant, weil sich angebliche "Fehlentwicklungen" auf Dauer von selbst entfernen.


Das tun sie nicht. Evolution bedeutet nicht nur an die Umwelt angepasst zu sein, sondern auch die eigenen Fehler zu überleben. Optimal angepasst bedeutet nicht gut, sondern gerade gut genug angepasst.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
Da sich Umweltbedingungen aber immer ändern, muss die Anpassung immer neu vonstatten gehen.
Hallo Busshari,


Zitat:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Ich halte die Idee Inzest legalisieren zu wollen ist - und das auch objektiv - ein offensichtlicher biologischer und zivilisatorischer Rückschritt.


Durch die Legalisierung würde Inzest nicht sein Stigma verlieren, also immer ruhig Blut.


Sehe ich ähnlich. Da die meisten Geschwister durch ihre Konditionierung sowieso eine "Geschwisterliebe" ablehnen, bleiben solche Paarungen immer Ausnahmen, die zudem noch von den meisten Menschen eher stigmatisiert als toleriert werden. Meines Erachtens kann man aber keine Ethik darauf aufbauen, weil von der Vernunft her kann man gegen ein solches Verhalten nur eugenische Gründe ins Feld führen. Dies würde aber gleichzeitig bedeuten, daß man anderen Paarungen, die miteinander genetisch unverträglich sind, auch verbieten müßte.
Außerdem sind sämtliche Religionen und staatlichen Gesetze, die versucht haben, für alle Menschen die gleichen sexuellen Maßstäbe als verbindlich zu schaffen, gescheitert. Das einzige, was sie erreicht haben, daß bestimmte Gruppen nicht mehr öffentlich gehandelt haben. Gefühle lassen sich nun mal schlecht steuern.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Anbei eine wissenschaftliche Veröffentlichung, die sich dem Thema von Homosexualität sowie der Situation LesBiSchwuler in der Bahai-Religion widmet:

I don't want to be Tahirih
Homosexuality in the Baha'i Religion in Theology and Practice

von Hanna A. Langer
Kurzlink: http://www.amazon.de/dp/3732316548

Beste Grüße,
Yahia
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https://youtu.be/XJ9E4sbnW-k