Besinnung und Ruhe in der Vorweihnachtszeit


Der Irrsinn geht schon los.. Glühwein, Lebkuchen und diverser Geschenkschnickschnack wird schon zum Konsum angeboten. Mit der Einkehr und der Besinnung auf sich selbst, die Familie und liebe Freunde hat das kaum mehr etwas zu tun.

Ich habe mich entschlossen zumindest ein Wochenende "entkommen" zu wollen. Gemeinsam mit meiner Familie möchte ich gerne ein ruhiges, entspannendes Wochenende in der Therme geniessen.

Da wir alle gerade bei Heizungsluft zu sehr trockener Haut neigen, würden wir eine Therme mit Salz- und Solebecken suchen. Wenn ich da eine empfehlenswerte kennt, würde ich mich über einen Tip freuen

Ansonste würde mich auch interessieren, wie es euch gelingt während der Vorweihnachtszeit nicht durchzudrehen und sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist!
hallo buntspecht,
um dir einen Rat zu geben, hast du zu wenig Grundinformationen geliefert.
(kleine Kinder, große Kinder, Wochenende mit Übernachtung, Spaßbad, in der Nähe vom Wohnort oder auch weiter weg usw.)
Außerdem muß man den ganzen Weihnachtskram ja nicht mitmachen. Aber manchmal machts halt doch auch Freude.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Lieber Buntspecht!

Ich habe meinen inneren Frieden gefunden. Deshalb bringt mich Trubel generell nicht so leicht aus der Ruhe. Wenn es einmal zuviel von Aussen werden sollte gehe ich kurz in mich oder verlasse das Geschehen.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Hallo Buntspecht,
wir haben mal Weihnachtsbaumkerzenhalter im Hochsommer gekauft

Zunächst freue ich mich, dass ich Lebkuchen jetzt schon essen kann. Nach Weihnachten haben wir mal Christstollen günstig eingekauft und dann noch lange davon gegessen und genossen.

Also zunächst habe ich eine große Geschenkeschublade, die spontan immer mal gefüttert wird. So entgehe ich dem "ich muss noch kaufen". Für mich macht es Sinn Geschenke nicht erst kurz vor Weihnachten im Trubel kaufen zu müssen. Ich sehe etwas, denke dass es für unsere Kinder schön wäre und bunker Sinnvolles.
Das Weihnachtsessen ist bei uns eher schlicht, die Kinder schmücken den Baum (weil es ihnen Spaß macht und sie sich groß fühlen).

Das einzige Problem an Weihnachten ist eigentlich, dass in den Köpfen ein perfektes Programm runtergespult werden soll. Man kann davor flüchten (Urlaub) oder überlegen worauf es wirklich ankommt. Ist es wirklich wichtig, dass die Hausfrau das komplizierteste Essen des Jahres kocht? Muss der Baumschmuck wie jedes Jahr hängen?
Letztes Jahr haben die Kinder einen Charakterbaum ausgesucht mit zwei Spitzen Es war "unser" besonderer Baum.

Wir backen eigentlich immer wieder Plätzchen. Jeder darf seine Lieblingssorte aussuchen - den Standard gibt es somit selten.
Generell sollte man sich bei der Besinnung auf Familie und Freunde dann mal von ihren Wünschen leiten lassen.

Wofür bin ich dankbar wäre eine Besinnung. An Weihnachten wünsche ich mir Harmonie und dafür kann ich viel tun - nur sollte ich es nicht zwanghaft von Anderen erwarten - das lief immer wieder schief. Andere sind im Stress und ich sollte mich nicht anstecken lassen. Lieber Andere beruhigen und sie schätzen. Nach dem Motto: Es ist schön, dass Du da bist

Ein Hardcoretraining zur Findung der Ruhe: Geh extra am 24. im Supermarkt einkaufen!
30 Minuten in der Kassenschlange und Du die Hast/Gereiztheit der Anderen in Ruhe hinnehmen kannst, Dir nicht gehetzt vorkommst und einen anderen Menschen zum lächeln bringen kannst, dann hast Du die Ruhe weg. Ein nörgelndes fremdes Kind und Du fängst an mit ihm "Ich sehe was, was Du nicht siehst" zu spielen? In der Schlange hat man jedenfalls Zeit

Ein Weihnachten werde ich nie vergessen: Mein Sohn war 3 Jahre, lief zum Baum meiner Großeltern, zog den Stecker "Strom kostet Geld".
Zitat:
Wofür bin ich dankbar wäre eine Besinnung. An Weihnachten wünsche ich mir Harmonie und dafür kann ich viel tun - nur sollte ich es nicht zwanghaft von Anderen erwarten - das lief immer wieder schief. Andere sind im Stress und ich sollte mich nicht anstecken lassen. Lieber Andere beruhigen und sie schätzen. Nach dem Motto: Es ist schön, dass Du da bist

Ja, das stimmt! Aber zumindest mir fällt es noch immer oft schwer tief durchzuatmen und die Anspannung einfach von mir abzuschütteln. Harmonie, auch und gerade für sich selbst, zu erreichen, ist gar keine so einfache Aufgabe. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben

Zitat:
um dir einen Rat zu geben, hast du zu wenig Grundinformationen geliefert.
(kleine Kinder, große Kinder, Wochenende mit Übernachtung, Spaßbad, in der Nähe vom Wohnort oder auch weiter weg usw.)

Ja, das stimmt! Die Kinder würden sich mit 9 und 13 Jahren selbst nicht mehr als klein bezeichnen, aber sie sind noch jung genug um Hummeln im Hintern zu haben Spaßbad muss es allerdings keines sein. Nach ein paar Stunden toben in der Natur können die beiden auch ruhig in Thermalbecken entspannen!

Generell sind wir automobil, aber optimal wäre eine Therme in (Ober-)Österreich und vielleicht noch Süddeutschland.
Also gegen Glühwein und Lebkuchen ist ja an sich nichts einzuwenden. Ich genieße die Vorweihnachtszeit immer, da sie dem dunklen Winter doch einen gewissen Ganz verleiht Und die kleinen Buden und die leckeren Gerüche in der Stadt nach gebrannten Mandeln und Gewürzen

Man kann es sich ja auch zu Hause besinnlich machen...mit den Kindern Kekse backen, basteln, dabei Weihnachtsmusik hören, Geschichten erzählen, im Dunkeln spazieren gehen (mit Laterne), das Haus schmücken...das ist doch eine ganz besondere Zeit
Auf das Spazieren gehen mit der Laterne freuen wir uns alle schon sehr, das ist wirklich schön!

Aber Weihnachtsbuden Mitte November finde ich persönlich (noch) nicht so großartig. Ich bin diese Woche erst ungeplant über einen schon eröffneten Weihnachtsmarkt spaziert und durfte mir schon Weihnachtslieder- und sogar Happy-New-Year-Gedudel anhören
Zitat:
Ansonste würde mich auch interessieren, wie es euch gelingt während der Vorweihnachtszeit nicht durchzudrehen und sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist!


Lieber buntspecht,

Mein Rezept: Das, was "Mainstream" ist als gezielte Ausnahme und dafür das, was heute Ausnahme ist - also z.B. der Besuch der Rorate-Messen - im Gegenzug regelmäßig. Das ist dann wirklich sehr besinnlich und erzeugt Freude auf das Fest. Ohne religiöse Dimension ist diese Zeit wirklich mühsam und letztlich ein "übersentimentaler Brocken", der nicht selten auf Grund enttäuschter überzogener Erwartungen in der Familienfehde endet.
Zitat:
"übersentimentaler Brocken", der nicht selten auf Grund enttäuschter überzogener Erwartungen in der Familienfehde endet.


Oh oh oh, ein selbstkritisches, erleichterndes Lachen mit Lachtränchen. Das hast Du wunderschön formuliert!

Vorletztes Jahr verabschiedete ich mich von der traditionellen Weihnachtsliedersingpflicht vor dem Baum- Keiner hatte Lust darauf und wozu dann die Tradition durchkloppen? Ich selbst hatte das als Kind nur den Anderen zu Liebe gemacht und kapituliert.

Als Kontrastprogramm waren wir mal an den Heiligen Drei Königen in Spanien. Wie Faschingsumzüge mit Kamelen und den Königen geht es da fröhlich durch die Straßen. Zur Geburt am 24. gibt es keine Geschenke - am 6. Januar wird gefeiert.

Was ich immer toll fand in Kirchen waren Weihnachtskrippen. Hier fand ich wirklich Ruhe und den Sinn von Weihnachten Kann ich nur empfehlen.

Innere Ruhe finde ich am besten, wenn ich mich auch mit anderen Menschen freue und ihre Augen anschaue. Ich übe auch noch
Hinnehmen, vergeben und motivieren.
Teilweise ist das Familienchaos auch echt zuverlässig wie Dinner for One. Es gehört irgendwie dazu und als Kind fand ich es trotzdem schön - warum dann jetzt nicht kindlich genießen

Wenn jetzt schon Menschen lachen an "Weihnachtsständen", dann ist das auch etwas Schönes. Freu Dich mit ihnen/für sie.

Ich wette noch, dass Tedi noch vor dem 6.1. Osterküken stehen hat Die wollen uns doch nur die Chance geben, dass wir Ostern nicht mit leeren Händen da stehen *g*
Ich habe Weihnachten und die Vorweihnachtszeit gerne. Wir feiern nur bescheiden in der Familie und das Zusammensein ist schön.

Ich genieße diese Zeit mit all ihren Düften und Beleuchtungen. Streß muss man sich nicht unbedingt machen.

Man braucht ja nicht übertreiben beim Weihnachtskarten schreiben, Weihnachtskekse backen, Päckchen verschicken, Weihnachtsputz, ....

Beim Einkaufen muss man einfach schlauer sein als die anderen und früh aufstehen und als Erster vor der Supermarkttür stehen, dann ist das Einkaufen relativ angenehm und man braucht in keiner langen Schlange zu stehen.

Wer keine Weihnachtsmärkte, Punschstände, .... mag - einfach ignorieren. Keiner zwingt einen da hinzugehen.

Dafür ab und zu einen Spaziergang im Wald oder morgens eine Roratemesse besuchen. Das ist sehr schön und bringt Besinnung in die Vorweihnachtszeit.