Umgang mit einem Tief


Hallo zusammen,
eigentlich bin ich ein recht optimistischer und lebensfroher Mensch, aber dann gibt es wieder Phasen in dem ich am Boden zerstört bin, depressiv, zynisch und emotional auf dem Zahnfleisch, sicherlich geht es vielen von euch manchmal auch so, wie geht ihr damit um? Was lässt euch wieder lächeln und an das gute an das Gute auf dieser Welt glauben?

Vielleicht ein kurzer Hintergrund warum ich im Moment so fertig bin. Ich stehe im Moment wahnsinnig und stress, weil bei meiner Umschulung die Abschlussprüfungen an stehen. Dann endete meine Beziehung nach 4 Jahren und nun wohne ich wegen ihr in einer Stadt, ohne Freunde und Familie....
Hallo Arthorius,
so blöd wie es klingt, aber der beste Rat, den ich dir geben kann, ist - einfach durchhalten!
Krisen sind (wenn sie nicht das Leben kosten) genau so wenig beständig wie das Glück. Und das läßt hoffen.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
... und Krise heißt von der griechischen Wortwurzel her "Veränderung", und zwar im neutralen Sinn. Also - es kann auch der Start für einen richtigen Aufschwung sein.
Hallo Arthorius,
erstmal ganz herzlich willkommen hier im Forum.

Ja, ich glaube solche Sachen treffen uns im Leben immer mal wieder. Wenn man drin steckt ist es alles andere als leicht, doch ich kann von mir sagen, dass ich jedesmal wieder stärker daraus hervorging und ich im Nachhinein erkennen konnte, dass es zwar hart war, mich aber auch weitergebracht hat.

Ich denke das Leben ist ein Wechsel von "Krise und Sieg."

Wünsch Dir alles Gute und
schöne Grüße
Linde
_________________
******************************************
Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Hallo Arthorius,
Zitat:
Was lässt euch wieder lächeln und an das gute an das Gute auf dieser Welt glauben?

Wenn ich den Blick auf das Gute verschiebe. Selbst in solchen Situationen finde ich Sachen für die ich dankbar sein kann. Ich neige dazu "perfekt" haben zu wollen "Alles" doof gibt es nicht - es ist ein Gedanke und man begrenzt die Sicht auf etwas Negatives.

Was ich bei Depression tat? Es tat mir unheimlich gut Schuld zu vergeben und mich frei von solchen Schuldzuweisungen zu machen. Nun glaube ich, dass unser "Herz" sich nichts weiter wünscht als Liebe; keine Wut-, Rache-, Neid-Gefühle o.ä..
Liebe zu einem Partner bedeutet für mich, dass man der anderen Person das Beste wünscht und sie im Extremfall ziehen lässt, wenn sie nicht glücklich ist.

Du bist in ein Baha'i-Forum getappst (bin keiner, aber suche da auch Antworten)- leider finde ich das Zitat gerade nicht wortwörtlich.
Baha'u'llah sagt, dass wenn es einem schlecht geht, man sich um andere Menschen kümmern soll. Es macht durchaus Sinn in einer solchen Lage Jemanden zu helfen und eine Freude zu machen. Ich denke, dass hierbei auch die kleinen Dinge zählen und wir sie genießen sollten. Eine Tür für bepackte Menschen aufhalten, im Supermarkt Jemanden vor lassen, der es eilig zu haben scheint... Was uns gerade begegnet.

Momentan wünschte ich aber gefühlt Hundertschaften, die sich hier klingeln und sich erfreuen lassen wollen

Meine Erfahrung sagt mir, dass am Tunnelende wieder ganz viel Licht kommt - Zeit und Geduld wünsche ich Dir. Eine Taschenlampe im Tunnel könnte das Erkennen von Deiner restlichen Umwelt sein; vielleicht findest Du so auch einen anderen Ausgang - wenn nicht, dann gibt es das Tunnelende - optimistisch und objektiv formuliert
Hast Du mal wieder schön gesagt, liebe Kisses.

Und hier das Zitat:

Sei nicht Sklave, sondern Herr deiner Stimmungen. Bist du aber so verärgert, so gedrückt, so wund, dass dein Geist selbst im Gebet nicht Erlösung und Ruhe findet, so gehe eilends hin und bereite einem Bekümmerten, einem schuldigen oder unschuldig Leidenden - eine Freude! Opfere dich, Deine Gabe, deine Zeit, deine Ruhe einem anderen, einem, dem mehr auferlegt ist - und deine unglückliche Stimmung löst sich auf in gottselige, gottzufriedene Ergebung.

Liebe Grüße
Linde
_________________
******************************************
Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Ich hatte in den letzten 20 Jahren wahrlich kein einfaches Leben. Trotz aller Misere bin ich dennoch in den Zeiten, wo ich in Meditation gewesen bin, ein glücklicher Mensch, der Frieden und Freude ausgestrahlt hat, gewesen. Allerdings gab es auch Zeiten, wo ich nicht meditierte. In diesen Zeiten bin ich dem Suff verfallen und war ständig niedergeschlagen. Ergo hat mir die tägliche Meditation die Kraft gegeben, die ich benötigt habe, alle Probleme zu meistern. Nun sind es bereits sieben aufeinanderfolgende Jahre, in denen ich ohne Unterbrechung jeden Tag meditiere, und jeder dieser Tage ist ein glücklicher Tag gewesen.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Daaaanke Linde Das Zitat war es!
Ach, wie schön ist es dies wieder vollständig zu lesen.
Also ich meine, du wirst in der Stadt schon einige neue Freunde auch finden!
Hallo Arthorius,
wie geht es dir inzwischen? Dein Beitrag ist ja schon einige Zeit her...