negative Gedanken


Hallo,
letze Woche raste Oma wild schimpfend, dass sie die Kinder nicht alleine haben dürfe und die beknackte Mutter daran Schuld wäre aus unserer Wohnung und knallte die Tür. Es war völlig unvermittelt und wir verwirrt.

Gestern fiel ein Kartenhaus zusammen und ich dachte, dass es ein gut gebautes Mauerhaus gewesen wäre
Meine Schwiegermutter, die ich gern habe und die offensichtlich große Probleme hat (Migräne, Psychologe, Gesundheit), ist total ausgerastet. Ich sei eine weitere Fehlwahl meines Schatzes! Das war die Essenz eines Telefonats und wir verstanden es nicht. Ich konnte es nicht fassen, da wir bis dahin "guten" Kontakt hatten und wir gingen zu ihr um zu reden.
Dort fiel mir nichts besseres ein als ihr am Ende zu sagen, dass ich mich freuen würde, wenn wir in Ruhe noch mal miteinander reden würden und sie sich bei mir melden könne. Ich war irgendwie ohnmächtig bei den Agressionen; bekam selbst schlechte Gedanken und Wut, die ich nicht annehmen wollte.

Das Folgeproblem (bestand auch davor schon!): Sie hat Enkelkinder (nicht von mir) und die sollten meiner Meinung nach ihre Oma haben dürfen. Was ich nicht gut finde (auch vor dem Eklat) war, dass sie ständig schlecht von Anderen redet. Das ganze Dorf, die ganze Familie ist unrecht.
Ich denke, dass es für die Kinder nicht gut ist, wenn sie die Agressionen ihrer Oma zu hören bekommen! Ständig werden von ihr alte Probleme rausgewühlt und Schuld zugewiesen.
Mehr oder weniger ist es auf meinem Mist gewachsen, dass sie überhaupt Kontakt zu ihren Enkeln aufnehmen konnte - nun werden die Forderungen immer weiter nach oben geschraubt. Seltsam ist, dass die Wahrnehmungen da sehr weit außeinander gehen, da ich als Konkurrenz gesehen werde.

Mein "Fehler":Ich hätte nicht mit ihrer Schwester reden dürfen - das war Zufall und ich ahnte die Folgen nicht. Ich grüßte ihre Schwester und trat bei einer Frage ins Fettnäpfchen, da ich gewisse Umstände nicht kannte. Mein Herz war berührt, da sie weinte und ich bat sie dann in unsere Wohnung. In meinen Augen war das vollkommen richtig. Ich würde das auch jetzt nicht anders machen. Unterm Strich bin ich in ein Wespennest getreten.
Der Vorwurf war ein anderer: Ich würde den Willen der Kinder nicht akzeptieren und sie nicht in Ruhe mit ihnen auf der Coach fernsehen lassen. (Wir waren der Meinung, dass der Sonnenschein genutzt werden sollte und hatten Outdoor geplant). Irgendwie wurde daraus ein Elefant gemacht. Es war auch die einzige Situation, die so benannt wurde.

Ein Nebenproblem, dass bis jetzt ungelöst ist: Sie macht den Kindern Angst. Traumfänger gegen böse Träume (die sie nicht haben) und der Kleine rastet total aus, weil er nie wieder ohne Traumfänger schlafen könne. Ein Kind tut sich weh und sie erzählt, dass er ins Krankenhaus müsse, wenn er mit dem Trampolin weitermache!

Nun bin ich dabei meine Gedanken zu sortieren und ihr zu verzeihen. Was aber können wir machen, um das ganze in geordnete Bahnen zu lenken?
Meine Idee war, dass wir als Voraussetzung von ihrem Erscheinen die Regel aufstellen, dass sie nicht mehr über andere schlecht/kritisierend reden darf. Die Regel wäre mir wichtig vor den Kindern und sollte auch umgekehrt für uns selbstverständlich sein.
Ein Haken an der Sache in meinen Gedanken: Kinder spüren ganz viel und ich weiß nicht, ob es ihnen wirklich gut tut, wenn die Erwachsenen keine Basis haben. Meine Basis wären momentan alleine die Kinder - bei ihm auch.
Die Oma sprach gestern tatsächlich abwertend von "die Kröten" - das war auch nur eine Wiederholung. Das "Kröten" fiel uns gemeinsam auf und war nicht schön. Immer wieder wird vorgeworfen, dass die Kinder nicht richtig erzogen seinen und die Schuld läge bei der Mutter. Die Sichtweise kann ich verzeihen und trotzdem hinterlässt es ein seltsames Gefühl und Ratlosigkeit. Wo ist da Liebe bei der Sicht?

Mein Partner hat das Problem, dass sie ihn als Versager deutet und alles besser weiß - sie hat sich im Kindergartenalter vom Vater getrennt und war für ihn verschollen. Nun meint er, dass sie Schuld an den Enkeln bereinigen wolle. Bisher habe ich es anders gesehen, aber irgendwie ist sie tatsächlich eine Überoma, die allein die richtigen Wege kennt.

Ich bitte darum, dass ihr mir Eure Meinungen unverblühmt und kritisierend sagt. Lasst uns bitte über die Kinder reden und vielleicht noch über ihren Papa - mein Anteil ist unwichtig... Ich möchte wirklich nur einen guten Weg für die Kinder (5 und 7 Jahre) einschlagen.
Liebe Kisses,

Ehrlichkeit ist immer zuerst wichtig. Also sich gegenüber den Kindern nicht "verstellen", durchaus zeigen, dass dich das trifft, dass die Oma so ist - und gleichzeitig nicht im emotionalen "hängenbleiben", sondern den Kindern gegenüber die Dinge auf einer "sachlichen Ebene" zurechtrücken - weil eben in nahen verwandtschaftlichen Beziehungen naturgemäß immer so eine Emotion drinnen ist mit hohen Chancen aber eben auch hohem Verletzungspotential.
Also z.B. wenn ein Kind erzählt: Die Oma hat gesagt die Frau Meier ist faul und lügt - stimmt das? Solltest du sagen: Ich weiß es nicht, ich glaube aber dass Frau Meier auch viele gute Seiten hat. Wisst ihr noch wie sie euch neulich zum Kakao eingeladen hat?

Wichtig ist einfach den Kindern offen zu zeigen, dass du selbst verletzt bist, dass "die Oma so ist" - es aber außerhalb deiner Macht steht sie zu ändern. Sieh deine Rolle am ehesten als "begleitender Beobachter", so eine Art "Anwalt", der das "Gegengewicht" bildet und mit den Kindern reflektiert. Den Kontakt verbieten hielte ich für schlecht. Wenn du ehrlich und offen mit den Kindern bist - dann werden sie von sich aus sagen, wenn sie sich bei der Oma nicht wohlfühlen. Und dann beginnt vielleicht die Oma nachzudenken - es besteht die Chance. Das fürbittende Gebet ist immer wichtig, gerade bei einer "Blindheit der Seele" wie sie hier gegeben scheint.
Keine Bedingungen aufstellen, dass sie hier nicht schlecht zu reden hat? Oder nicht mit unserer Tür zu knallen?
Ich sehe es als Schutz für die Kinder und solches Verhalten ist einfach kein Vorbild - in meinen Augen...

Das Verbieten mag auch kein Vorbild sein *grübel* und doch würde ich diesen Schritt gehen wollen - wegen der Kinder. Die Kinder ignorieren sehr viel, da sie es nicht anders gewohnt sind.
Lat. "negare" heißt nur "nein sagen", mehr nicht.
Der Gegensatz negativ - positiv ist künstlich konstruiert; dier Wirklichkeit wirkt anders.

Durch eine lebensblinde Pädagogik sind wir darauf dressiert, unsere Fehler nicht anzuschauen und zu erkennen, was fehlt, sondern wir müssen uns ein Alibi des Fleißes verschaffen und die Fehler perfektionieren.
Je größer die eigenen Seelennöte, desto größer der Perfektionsdrang.
Du kannst das u.a. an der Schwiegermutter gut studieren.
Wenn du mit ihr sprichst, sprichst du mit ihrem a) eitlen, b) beschränkten, cc) großteils fehlinformierten und d) für fast nichts zuständigen bewussten Verstand.
Alle wichtigen Lebensfunktionen werden nicht vom Verstand gesteuert sondern im Unbewussten.
Das ist dein Partner, wenn du etwas ändern willst.
Die feinsten Geistes- und Seelenkräfte liegen dort und Du kommunizierst ständig mit ihnen durch alles, was du denkst + fühlst + ausstrahlst.
Mach mal eine Bilanz, dann verstehst Du deine Wirkung und warum du das Problem genährt statt gelöst hast.
Du bist ein mächtiger Sender und deine Strahlen gehen überall durch.
Du solltest dein Sendeprogramm optimieren und ganz gezielt nur noch das ausstrahlen, was geeignet ist, die guten Kräfte in ihr - die sie selbst so sehr vernachlässigt hat - zu stärken und zuzm Wachsen zu bringen.
Wenn du ihren Kräften dadurch das Leben rettest, werden sie dich immer als Lebensretterin behandeln. Ich hab solche Ich-kann-Geschichten mit Kindern in großen Nöten gefunden und es gab immer eine geniale Lösung.
Unterscheide stets zwischen dem Menschen und seinen Kräften & Talenten und behandle seine Kräfte immer besser als er, dann erstarkt nicht nur die Güte in ihnen sondern sie mögen dich und folgen dir lieber als ihm. (Das war der IKS-Satz 2008).
Es gibt keine negativen Gedanken, alle Gedanken sind positiv; Du denkst damit immer deine Position. Dass bedeutet >positiv<.
Ich freue mich auf deinen Erfolg.
Franz Josef Neffe
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Gib jedem an seinem Tiefpunkt ein Zeichen Deiner Hochachtung! fjn
Hallo Kisses,

Ich habe auch so eine Person in der Familie. Heute würde ich sagen, man sollte den Kontakt gering halten, aber das war für uns damals nicht möglich. Eine ganze Familie kann unter einem einzigen Menschen leiden und sogar traumatisiert werden.

Wenn deine Schwiegermutter sich keine psychologische Hife suchen will, würde ich mich dem nicht mehr aussetzen. Vor allem wegen deiner Kinder. Was bringt es, wenn die Kinder eine Oma haben, die nur bösartig ist? Das ist nicht gut für eine Kinderseele...und auch nicht für die Erwachsenen.

Besonders, dass sie den Kindern Angst macht, finde ich sehr gefährlich. Vielleicht lässt du sie besser nicht bei der Oma allein.

Dein Mann sollte zu dir halten, vielleicht könnt ihr zusammen die Oma soweit beeinflussen, dass sie psychologische Hilfe in Anspruch nimmt. Hält er zu dir?

Alles Gute für dich