Wie fastet ihr?


Minou hat folgendes geschrieben:

Liebe Mara,

habe da nochmals nachgedacht und sehe den Auftrag trotzdem als gültig an, egal, ob er am Anfang steht oder nicht.
Ich denke, die katholische Kirche beruft sich auch darauf.


Dass nur Priester oder Apostel im Namen Jesu bestimmte Handlungen vollziehen dürfen, ist die Lehre einer später institutionalisierten Kirche und widerspricht der Botschaft Jesu, wie sie in der Bibel dokumentiert ist.

In der Parallelstelle bei Matthäus hat Jesus bei einem Streit der Jünger, wer unter ihnen der "Größte" sei, zunächst die Verhältnisse umgekehrt. Danach werden alle Jünger gleichermaßen bevollmächtigt und schließlich erfolgt eine Erweiterung der Wirksamkeit Jesu, wo "2 oder 3 in seinem Namen zusammen sind". (Kapitel 18 )

Im Missionsauftrag (Matth.28, 16-20 ) spricht der Auferstandene die 11 Jünger an und beauftragt sie, wieder andere zu "Jüngern" zu machen:
"18 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker... "
Jesus will, dass seine Vollmacht an die weitergegeben wird, die an ihn glauben und hier gibt es keinerlei Staffelung.

Später in den Ortsgemeinden wurden die Aufgaben nach den Gaben verteilt die durch den Heiligen Geist gewirkt und von der ganzen Gemeinde erkannt und anerkannt waren. Nirgends ist die Rede von einer "Machtabstufung", nirgends müssen Apostel kommen, weil nur sie bestimmte Handlungen vollziehen oder Einweihungen vornehmen dürfen.

LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Damasus hat folgendes geschrieben:
Jesus ist gestorben, um das gefallene Menschengeschlecht zu erlösen, indem Er es durch sein unendlich kostbares Opfer mit Gott versöhnte. Jesus ist nicht gestorben, damit jeder tun und lassen kann, was er gerade für richtig hält, sondern damit jeder in Seine heilige Kirche eintrete und Glied Seines mystischen Leibes werde und nach den Lehren und Gesetzen der Kirche lebe.

Du setzt hier den mystischen Leib Jesu, zu dem jeder aufgrund seines Glaubens hinzugetan wird, gleich mit der Institution der kath. Kirche, in die man bereits hinein geboren ist oder der man beitreten soll.

Wo bleiben denn all die Christen, die ihren Weg nicht in und mit dieser Institution gehen?

Als persönlich entschiedene/r Christ/in wird man/frau zum mystischen Leib Jesu hinzugetan, der wie schon der Name sagt, keine irdische Begrenzung hat. Außerdem tut erfahrungsgemäß niemand, was er gerade für richtig hält, sondern jeder versucht, die unendliche Liebe, die er/sie erlebt hat zu erwidern.

Der Zöllner Zachäus beispielsweise, den der jüd. Rabbi Jesus ohne Vorleistung angenommen hatte, ist hinterher nicht der jüdischen Kirche beigetreten und hat versucht deren Regeln und Gesetze zu erfüllen, sondern er hat aus dem Herzen heraus gehandelt und die erfahrene Liebe direkt und praktisch weitergegeben und sein Leben komplett geändert.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Als persönlich entschiedener Christ/in wird man/frau zum mystischen Leib Jesu hinzugetan, der wie schon der Name sagt, keine irdische Begrenzung hat. Außerdem tut erfahrungsgemäß niemand, was er gerade für richtig hält, sondern jeder versucht, die unendliche Liebe, die er/sie erlebt hat zu erwidern.


Liebe Mara,

danke für Deine Antwort.
Wenn ich dazu Deine Signatur lese, stellt sich mir die Frage, ob Du als Christin nur Christen als erlöst siehst oder alle Menschen egal welcher Konfession?
Da Du an die Reinkarnation glaubst, möchte ich Dich noch fragen, ob Du Dich als eine Art Urchristin siehst?

Liebe Grüße,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:

Wenn ich dazu Deine Signatur lese, stellt sich mir die Frage, ob Du als Christin nur Christen als erlöst siehst oder alle Menschen egal welcher Konfession?
Meine Signatur ist ein uraltes Sanskritgebet und es schließt alle Wesen ein. Wenn ich es bete denke ich unter anderem zum Beispiel sowohl an Opfer als auch an die Täter.

LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Das ist durchaus das, was ich lobenswert finde, eine solche Gebetseinstellung! Ich meine, viele religiöse Menschen denken genauso.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Du setzt hier den mystischen Leib Jesu, zu dem jeder aufgrund seines Glaubens hinzugetan wird, gleich mit der Institution der kath. Kirche, in die man bereits hinein geboren ist oder der man beitreten soll.

Nach katholischem Verständnis ist der mystische Leib Jesu die Kirche, welche Jesus Christus zum Heil der Menschen begründet hat. Gemeinde Gottes, Volk Gottes, Israel, der Neue Bund, Kirche, mystischer Leib des Herrn - das alles sind Synonyme. Wer nicht katholisch ist, ist demnach kein Glied der Kirche, des mystischen Leibes Christi.

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Wo bleiben denn all die Christen, die ihren Weg nicht in und mit dieser Institution gehen?

Wenn sie sich bis zu ihrem Tode nicht bekehren, gehen sie verloren. Es sind nach katholischem Glauben keineswegs echte Christen, sondern Häretiker/Irrgläubige, die sich ihre unzähligen Religion selbst zusammenstellen anstatt der Autorität Gottes, welche nur die katholische Kirche empfing, zu folgen.
Damasus hat folgendes geschrieben:
Wenn sie sich bis zu ihrem Tode nicht bekehren, gehen sie verloren. Es sind nach katholischem Glauben keineswegs echte Christen, sondern Häretiker/Irrgläubige, die sich ihre unzähligen Religion selbst zusammenstellen anstatt der Autorität Gottes, welche nur die katholische Kirche empfing, zu folgen.


Bist Du sicher, dass die Katholische Kirche das heute auch noch so sieht?

Inwiefern hat die Katholische Kirche die Autorität Gottes? So viel ich weiß, brauchte es fünf Jahrhunderte ehe das heutige Glaubensbekenntnis feststand nach vielen Synoden und Konzilen.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Ich denke, dass sicher nicht mehr alle Mitglieder der römisch-katholischen Kirche das so sehen.
Damasus hat folgendes geschrieben:

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Wo bleiben denn all die Christen, die ihren Weg nicht in und mit dieser Institution gehen?

Wenn sie sich bis zu ihrem Tode nicht bekehren, gehen sie verloren.
Es sind nach katholischem Glauben keineswegs echte Christen, sondern Häretiker/Irrgläubige, die sich ihre unzähligen Religion selbst zusammenstellen anstatt der Autorität Gottes, welche nur die katholische Kirche empfing, zu folgen.

Ich weiß nicht aus welcher Ecke der röm. kath. Kirche du kommst, aber ich bin mir sicher, dass viele Katholiken und auch der derzeitige Papst sich nicht anmaßen würde so über andere Christen zu richten.


Weißt du, dass die meisten urchristlichen Gemeinden von Paulus (nicht Petrus) gegründet und betreut wurden? Falls du eine Bibel besitzt, ließ doch mal selber in der Apostelgeschichte.


Wer wird gerettet?
In der Bibel findet sich immer wieder eine ganz eindeutige Antwort:

"30 Dann führte er die beiden hinaus und fragte sie: "Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden?"
31 "Glaube an den Herrn Jesus, dann werden du und alle, die in deinem Haus leben, gerettet", erwiderten Paulus und Silas.
32 Sie verkündeten ihm und allen in seinem Haus die rettende Botschaft Gottes.
33 Der Gefängnisaufseher kümmerte sich noch in derselben Stunde um Paulus und Silas, er reinigte ihre Wunden und ließ sich mit allen, die zu ihm gehörten, taufen.
34 Dann führte er sie hinauf in sein Haus und bewirtete sie. Er freute sich zusammen mit allen, die bei ihm lebten, dass sie zum Glauben an Gott gefunden hatten." (Apostelgeschichte 16)


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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Damasus hat folgendes geschrieben:

Wenn sie sich bis zu ihrem Tode nicht bekehren, gehen sie verloren. Es sind nach katholischem Glauben keineswegs echte Christen, sondern Häretiker/Irrgläubige, die sich ihre unzähligen Religion selbst zusammenstellen anstatt der Autorität Gottes, welche nur die katholische Kirche empfing, zu folgen.


Wie fühlt es sich an, wenn der eigenen Glaubensauffassung nach die überwiegende Mehrheit der Menschen als verloren betrachtet werden muss?