Wie fastet ihr?


Minou hat folgendes geschrieben:

hat nicht Jesus die Vollmacht zur Sündenvergebung nur an die Apostel weitergegeben?

„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: ‚Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.‘ Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: ‚Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.‘“ (Johannes 20,21–23)

Liebe Minou,

an dieser Stelle geht es ja darum, dass Jesus sich als Auferstandener den verängstigten Jüngern zeigt, deren Glauben gestärkt wird und die beauftragt und bevollmächtigt werden. Wenig später wird klar, dass es sich hier nur um den Anfang der Verbreitung der frohen Botschaft handelt.

"30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch.
31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen."
(Johannes 20)

Bei Matthäus wird die Bevollmächtigung aller zur Gemeinde Christi Gehörenden besonders deutlich.
Zuvor geht es um den Rangstreit der Jünger, dann um die Ermahnung durch die Gemeinde, als letzte Instanz und schließlich heißt es:

"18 Wahrlich ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein.
19 Weiter sage ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, daß sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. 20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
(Matthäus 18 )

Dass Gottes Vergebung für jeden Menschen, der bereut und umkehrt, direkt und ohne Vermittler erfahrbar ist, macht das ganze Kapitel 15 bei Lukas deutlich und hier besonders das Gleichnis "Vom verlorenen Sohn".

LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Vielen Dank, liebe Mara! Das hatte ich bis jetzt nicht so verstanden.

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn finde ich auch recht erbaulich.
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Buße einmal im Jahr?

Nein, davon war nicht die Rede. Es wird während der Fastenzeit allerdings ein besonders hohes Gewicht darauf gelegt.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Wenn ein Mensch es braucht, vorgeschrieben zu bekommen, dass er überhaupt Buße tun muss und dafür ein kollektives Erleben braucht -- gut dann braucht er das und kann es ruhig tun.

Kollektives Erleben? Diese Aussage scheint sinnlos zu sein. Im Übrigen betreffen die kirchlichen Vorschriften nur Katholiken, nicht jedoch andere Menschen.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Almosen kann man auch jeden Tag geben.

Unbestritten. Wer dies aber nicht einmal zur Fastenzeit tut, obwohl er es könnte, ist kein guter Christ, ganz einfach. Das gilt auch in der Fastenzeit vor Weihnachten.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:

Was ist erlaubt, was nicht? Nun ja, dient dieses einschränkende Fasten am Ende nicht lediglich dem guten Gefühl etwas "für Gott" geleistet zu haben? Einem frommen Gewissen? Was hat man damit wirklich bewirkt?

Das Fasten hat verschiedene positive Auswirkungen. In erster Linie geht es dabei aber um das Nachfolgen des Herrn Jesus Christus und die Anteilnahme an Seinem Leiden.

Das Fasten, wie es heute vorgegeben ist, ist extrem mild und berücksichtigt weise die Umstände des modernen Menschen. Jeder ist imstande, sie zu erfüllen, doch der moderne Mensch benötigt sogar für diese milden Vorschriften bisweilen große Überwindung. Wer mehr zu leisen vermag, also imstande ist, mehr zu leiden resp. größere Opfer zu bringen, der tue es. Die genannten Vorschriften sind das Mindeste, was ein Christ einhalten muss.
Baha'i fasten 19 Tage, an denen sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Liebe Minou,

an dieser Stelle geht es ja darum, dass Jesus sich als Auferstandener den verängstigten Jüngern zeigt, deren Glauben gestärkt wird und die beauftragt und bevollmächtigt werden. Wenig später wird klar, dass es sich hier nur um den Anfang der Verbreitung der frohen Botschaft handelt.


Liebe Mara,

habe da nochmals nachgedacht und sehe den Auftrag trotzdem als gültig an, egal, ob er am Anfang steht oder nicht.
Ich denke, die katholische Kirche beruft sich auch darauf.

Lieben Gruß,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Damasus hat folgendes geschrieben:

Das Fasten, wie es heute vorgegeben ist, ist extrem mild und berücksichtigt weise die Umstände des modernen Menschen. Jeder ist imstande, sie zu erfüllen, doch der moderne Mensch benötigt sogar für diese milden Vorschriften bisweilen große Überwindung.

Von wem ist das "Fasten heute vorgegeben"?

Zitat:
Wer mehr zu leisen vermag, also imstande ist, mehr zu leiden resp. größere Opfer zu bringen, der tue es. Die genannten Vorschriften sind das Mindeste, was ein Christ einhalten muss.

Von welchen "Vorschriften" redest du?

Wenn ein Christ bestimmte Vorschriften einhalten muss, ist Jesus dann nicht umsonst gestorben?


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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Von wem ist das "Fasten heute vorgegeben"?

Das Fasten wird dem Katholiken durch die Katholische Kirche geboten, was sicherlich auch klar sein dürfte. Da es sich um ein Kirchengebot handelt, ist es somit nach katholischem Verständnis durch Gott vorgeschrieben, von dem die katholische Kirche ihre Autorität erhält.

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Von welchen "Vorschriften" redest du?

Wenn ein Christ bestimmte Vorschriften einhalten muss, ist Jesus dann nicht umsonst gestorben?

Ich sprach vom Fastengebot.
Jesus ist gestorben, um das gefallene Menschengeschlecht zu erlösen, indem Er es durch sein unendlich kostbares Opfer mit Gott versöhnte. Jesus ist nicht gestorben, damit jeder tun und lassen kann, was er gerade für richtig hält, sondern damit jeder in Seine heilige Kirche eintrete und Glied Seines mystischen Leibes werde und nach den Lehren und Gesetzen der Kirche lebe.
Das heißt dem gemäß also, dass es keine Befreiung von Schuld außerhalb der römisch-katholischen Kirche gibt!
Ich weiß nicht, ob das heute wirklich noch die Meinung der Katholischen Kirche ist.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten