Wie fastet ihr?


Kisses hat folgendes geschrieben:
@PapaLoooo: Also mein BMI ist 21.
Diabetes wäre eine gute Frage, da der Arzt bei mir neulich meinte, dass ich nüchtern einen Punkt über dem Zuckerwert lag und er dies beobachten wolle.
Das Salzwasser sucht sich seine Bahn nicht durch die Harnröhre? *grübel*

Isotonisches Wasser natürlich nicht,
denn der osmotische Druck ist mit den Blut gleichwertig.
Daher wird es im Darm nicht resorbiert.
Wäre der Salzgehalt noch höher, so würde es den Körper entwässern,
von daher wie gesagt:
Isotonisch heißt einen gestrichenen Esslöffel auf einen Liter.
Es gibt aber in den Apotheken auch pulverförmige Mittel,
welche weniger schlecht schmecken,
und davon sollte man auch mindestens zwei Liter trinken.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Burkl hat folgendes geschrieben:

Wie du richtig erkannt hast geht es beim Fasten darum von "Ersatzbefriedigungen" freier zu werden. Alle innerweltlichen Genüsse - seien sie sinnlicher oder geistiger Natur - können den Blick auf das Wesentliche verstellen. Das Fasten ist die "sportliche Übung", um sich auf Gott bewusst besinnen zu können, sich in die Selbstüberwindung einzuüben, bewusst mehr Zeit nur mit ihm zu verbringen. Da hilft der Verzicht auf Essen natürlich mit - ist aber nicht die Hauptsache. Es kann jemand streng fasten und dabei geistig ungesund "völlern", indem er auf Andere herabblickt, die nicht soviel tun.

Stimmt! Das heißt, du musst nicht unbedingt mit Hungern fasten, es kann auch eine andere Ersatzbefriedigung sein, die du sonst gerne tust und jetzt nicht.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Nach dem Adventsfasten im Weihnachtsfestkreis beginnt für den Christgläubigen am Aschermittwoch, den 18. Februar 2015 die Fastenzeit im Osterfestkreis. Sie ist geprägt von Buße und Almosen. Was das Fasten betrifft, so ist eine Sättigung am Tage erlaubt; bis zu zwei kleine, fleischlose und nichtsättigende Stärkungen dürfen zudem eingenommen werden. Zwischen den Mahlzeiten ist es gestattet, einfache Flüssigkeiten, vorzugsweise Wasser, zu sich zu nehmen. Die Fastenzeit endet dieses Jahr am 4. April.
Ich werde zum Beispiel voraussichtlich mit Selbstbefriedigung und Pommesessen bis auf Weiteres verzichten.
Damasus hat folgendes geschrieben:
Nach dem Adventsfasten im Weihnachtsfestkreis beginnt für den Christgläubigen am Aschermittwoch, den 18. Februar 2015 die Fastenzeit im Osterfestkreis. Sie ist geprägt von Buße und Almosen. Was das Fasten betrifft, so ist eine Sättigung am Tage erlaubt; bis zu zwei kleine, fleischlose und nichtsättigende Stärkungen dürfen zudem eingenommen werden. Zwischen den Mahlzeiten ist es gestattet, einfache Flüssigkeiten, vorzugsweise Wasser, zu sich zu nehmen. Die Fastenzeit endet dieses Jahr am 4. April.


Hallo Damasus,

Buße einmal im Jahr? Dabei fällt mir der Bibelvers ein, der davon spricht, dass die Kranken des Arztes bedürfen, nicht die Gesunden. Wenn ein Mensch es braucht, vorgeschrieben zu bekommen, dass er überhaupt Buße tun muss und dafür ein kollektives Erleben braucht -- gut dann braucht er das und kann es ruhig tun. Aber schon die Pythagoreer gingen jeden Abend in sich, um ihr Handeln des zu Ende gehenden Tages zu prüfen. Das ist doch eigentlich viel sinnvoller, zumal man jeden Tag sterben kann. Almosen kann man auch jeden Tag geben.

Was ist erlaubt, was nicht? Nun ja, dient dieses einschränkende Fasten am Ende nicht lediglich dem guten Gefühl etwas "für Gott" geleistet zu haben? Einem frommen Gewissen? Was hat man damit wirklich bewirkt?

Es gibt doch ein Fasten als Grundhaltung meinen Mitwesen gegenüber und ein echtes Fasten in Bezug auf Nahrung, nämlich dem totalen Verzicht auf Lieblingsspeisen- und Gewohnheiten und nicht nur ein teilweise Verzicht.
Interessant am echten Fasten, ist das künstliche Auslösen eines lebensbedrohlichen Zustandes. In diesem Zustand scheint man bewusstseinserweiternde Erfahrungen machen zu können, worauf die Tradition des Fastens wohl auch zurückgeht. Eine Gotteserfahrung durch "Todesnähe. Sich darauf einzulassen erfordert schon einiges und ist meiner Meinung nach auch das einzig "wahre" Fasten.

Ich kenne einen einzigen Menschen, der das einmal 40 Tage lang durchgezogen und auch eine Gotteserfahrung gemacht hat. Er sah nach dieser Fastenzeit wirklich tief erfüllt und tatsächlich strahlend aus. Ein anderes Wort fällt mir nicht ein. Er hat danach einen sehr spirituellen Weg eingeschlagen.

LG
Aria
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
@all!

Wer in Balance lebt, braucht auch nicht zu fasten.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
So erheben wir die Tassen
auf die Kunst sich kurz zu fassen.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Hallo Aria, hallo Damasus,

die Fasten- und Bußzeit vor Ostern, dem zunächst einzigen Fest der christlichen Urgemeinde betrug nur 2 Tage. Bald wurde diese Zeit verlängert als Vorbereitungs- und Prüfungszeit für neu hinzukommende Gläubige, deren Taufe nur einmal im Jahr in der Osternacht erfolgte. Diese wurde durch Untertauchen des Täuflings vollzogen, was den "Tod" seines alten und die Auferstehung in einem neuen Leben symbolisierte.
(Alle Erweiterungen und Abwandlungen erfolgten später durch die zunehmend institutionalisierte Kirche.)

Fasten als "Abbüßen" von Schuld widerspricht der frohen und einfachen Botschaft Jesu, der sagte, es genügt zu bereuen und umzukehren. Im Gegenteil, wer dem himmlischen Vater wirklich vertraut und seine Zusage annimmt, versucht nicht mehr Wiedergutmachungsleistungen zu erbringen.

Wo Barmherzigkeit und die Verbindung zu Gott vor allen körperlichen Bedürfnissen zur Lebenshaltung des Gläubigen geworden sind, braucht es keiner bestimmten "Fasten- Zeiten" im Jahr, um sich dieses Verhaltens wieder zu erinnern.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:

Es gibt doch ein Fasten als Grundhaltung meinen Mitwesen gegenüber und ein echtes Fasten in Bezug auf Nahrung, nämlich dem totalen Verzicht auf Lieblingsspeisen- und Gewohnheiten und nicht nur ein teilweise Verzicht.
Interessant am echten Fasten, ist das künstliche Auslösen eines lebensbedrohlichen Zustandes. In diesem Zustand scheint man bewusstseinserweiternde Erfahrungen machen zu können, worauf die Tradition des Fastens wohl auch zurückgeht. Eine Gotteserfahrung durch "Todesnähe. Sich darauf einzulassen erfordert schon einiges und ist meiner Meinung nach auch das einzig "wahre" Fasten.
Du schreibst vom totalen Verzicht auf Lieblingsspeisen- u. Gewohnheiten und bezeichnest dies als "echtes Fasten".... und dieses könne einen lebensbedrohlichen Zustand auslösen? - Habe ich da was falsch verstanden?

Zitat:
Ich kenne einen einzigen Menschen, der das einmal 40 Tage lang durchgezogen und auch eine Gotteserfahrung gemacht hat. Er sah nach dieser Fastenzeit wirklich tief erfüllt und tatsächlich strahlend aus. Ein anderes Wort fällt mir nicht ein. Er hat danach einen sehr spirituellen Weg eingeschlagen.
Interessant! Wie hat derjenige denn genau gefastet und wo bzw. in welchem Rahmen hat er das durchgeführt?


LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara Devi hat folgendes geschrieben:
Fasten als "Abbüßen" von Schuld widerspricht der frohen und einfachen Botschaft Jesu, der sagte, es genügt zu bereuen und umzukehren. Im Gegenteil, wer dem himmlischen Vater wirklich vertraut und seine Zusage annimmt, versucht nicht mehr Wiedergutmachungsleistungen zu erbringen.


Liebe Mara,

hat nicht Jesus die Vollmacht zur Sündenvergebung nur an die Apostel weitergegeben?
Zitat:
„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: ‚Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.‘ Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: ‚Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.‘“ (Johannes 20,21–23)


Lieben Gruß,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Mara,
du konntest mich gar nicht verstehen, da ich beim Umformulieren meines Textes einen Fehler gemacht habe. Es muss natürlich heißen: der totale Verzicht auf alle feste Nahrung und nicht nur auf Lieblingsspeisen oder Gewohnheiten, also nicht nur ein partieller Verzicht.

das "richtige" Fasten hat derjenige für sich ganz alleine durchgeführt. 40 Tage nur Wasser und Brühe. Er hat ziemlich gekämpft und in diesem Zustand viel erlebt. Er hat dann von einem technischen Beruf umgesattelt und wurde Pastor.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)