Ponderal-Index (PI) vs. Body-Mass-Index (BMI)


Ich habe mich schon seit Längerem zeitweise etwas einhergehender mit Statur und Körperproportionen im Verhältnis zur definierten Körpergröße befasst. Als ich wissen wollte, wie zum Beispiel das geometrische Körperschema eines 1,72 m großen Mannes mit 77 kg 1.1 auf einen 1,93 m großen Mann exakt übertragen sich auf den realen Massezuwachs auswirkt, kam ich selbst teils durch Recherche zum Schluss, dass der BMI (Body-Mass-Index) da unzureichend ist, da dieser nur 2 Dimensionen einer 3-dimensionalen geometrischen Figur (menschlicher Körper) in ein Verhältnis miteinander setzt. Daher eignet sich der BMI (kg/m/m) nur als Annäherungswert im Vergleich von Menschen mittlerer Körpergröße. Eher kleinere Menschen werden da unterbewertet und sehr große Menschen überbewertet. Nehmen wir ein Beispiel her: Ein Mann mit 1,63m Körpergröße und 68 kg Masse hat einen BMI (68/1,63/1,63=25,6). Das bedeutet, dass dieser relativ kleine Mann einen statistischen Wert hat, der nur geringfügig oberhalb des durchschnittlichen Normbereiches (20-25) liegt. Ein anderes Beispiel: Ein Mann mit 1,98 m Körpergröße und 105 kg Masse hat hier folgenden Wert (105/1,98/1,98=26,. Das heißt, dass der Wert des 2. Kandidaten im Vergleich zum 1. Kandidaten um mehr als 1 höher liegt. Kommen wir nun zum PI (Ponderal-Index). Dieser teilt die Körpermasse durch die 3. Potenz der Körpergröße (kg/m/m/m). Das heißt im Klartext, während der BMI nur die Relation 2er Dimensionen berücksichtigt, werden beim PI sämtliche 3 Dimensionen der geometrischen Figur (menschlicher Körper) adäquat bewertet. Kommen wir nun auf die 2 fiktiven Männer zurück, die wir zuerst anhand des populären BMI miteinander verglichen haben, um sie nun mittels des PI miteinander zu vergleichen: Kandidat 1 (68/1,63/1,63/1,63=15,7). Dieser Wert liegt hier deutlich über der statistischen Norm. Kandidat 2 (105/1,68/1,68/1,68=13,5). Da hier Werte zwischen 11 und 14 innerhalb der durchschnittlichen Norm liegen, liegt auch hier die relative Masse dieses Mannes innerhalb der Norm. Kandidat 2 hat hier einen PI der um mehr als 2 geringer als bei Kandidat 1 ausfällt, während die Bewertung mittels BMI fast genau das Gegenteil aussagt. Kandidat 2 müsste 122 kg wiegen, um im 3-dimensionalen Raum verhältnismäßig gleich stämmig wie sein wesentlich kleinerer Kollege zu sein. Sein BMI beträgt dann: (122/1,98/1,98=31,1). Er wäre demnach schwer übergewichtig/adipös! Jetzt komme ich zur eigentlichen Frage: Warum wird die individuelle Körpermasse international so vielfach mit dem BMI bewertet, wenn doch der PI offensichtlich objektiv exakter die Relation der Dimensionen zueinander in der physischen 3-Dimensionalität bewertet? Ob es eventuell wohl daran liegt, dass die kleineren Menschen tendentiell eher verhältnismäßig stämmiger/kerniger als die Größeren sind!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!