Noch nie einen Sinn im Leben gesehen


Naja, nur soll das ganze Leben niemals Arbeit im kommerziellen Sinn sein!
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Naja, nur soll das ganze Leben niemals Arbeit im kommerziellen Sinn sein!


Das ist ganz, ganz dick zu unterstreichen. Arbeit hat zuerst eine zutiefst menschliche Dimension. Sie gehört zu unserer Bestimmung ganz wesentlich dazu - und das weit vor jeder kommerzieller oder sonstiger "Verzweckung", heute oft auch "Vergötzung". Und sie soll wesentliches "Medium" sein, um zu Gott zu gelangen.
Lieber Burkl,

wie meinst du das? Es ist natürlich menschlich, dass der Mensch sich Beschäftigung sucht und sozusagen göttlich, dass er dabei gerne kreativ ist, zumindest aber selbstbestimmt.
Nun ist es aber (leider) auch so, dass er seine Beschäftigung darauf ausrichten muss, was gebraucht wird. Selbst wenn wir in einem nicht kommerziellen Wirtschaftssystem leben würden, müssten wir der Tätigkeit nachgehen, die uns die Möglichkeit gibt, mit anderen gegen das Produkt ihrer Arbeit zu tauschen, das wir selber benötigen. Der Idealfall wäre und ist, der Arbeit nachzugehen, die einem "lieb" ist, aber das wäre ja dann auch Selbstzweck und deiner Definition nach Vergötzung?

Oder mal ganz dumm gefragt: Wie genau gelangst du durch deinen Beruf zu Gott?
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Wissender, das Leben hat den Sinn, den Du ihm gibst.


Ja,
ich frage mich auch gelegentlich was es eigentlich für einen Sinn hat ...
ist doch eh alles vergänglich ...
man kann da auch niemandem einen sinnvollen Rat geben, weil ja jeder in seiner 'eigenen Welt' lebt ...
jedoch sehe ich in den Dingen und Aktivitäten 'meinerseits' (also das was ich tue) einen Sinn - für mich und für die Umwelt

sonnige Grüße
Rose
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Rosenrot hat folgendes geschrieben:

jedoch sehe ich in den Dingen und Aktivitäten 'meinerseits' (also das was ich tue) einen Sinn - für mich und für die Umwelt


Hallo Rosenrot,
super beschrieben. Derzeit bin ich auf der Schiene, dass ich die Umwelt lieben sollte und ihr "dienen" (weil es mir gut tut!).

Wenn ich mich mit Leuten zoffe, dann geht es mir nicht gut und so versuche ich es abzustellen OHNE meine Werte zu leugnen.
Abstellen nicht im Sinne von kuschen, sondern im Sinne von Toleranz und Akzeptanz. Man hält sich auch nicht mehr so lange bei Lästereien auf - solche Gespräche werden unattraktiv. Positiv verändern oder so lassen, aber doch nicht als Zeitfüller *g*

Mich warnte neulich Jemand, man könne mich ausnutzen. Ich lachte und antwortete mit "nein". Ich verschenke und wer mein Geschenk gedanklich "ausnutzt" merkt nicht, dass es ein echtes Geschenk war. Na und wenn dann irgendwann mehr verlangt wird und es passt nicht - dann lasse ich es einfach sein. Wahre Geschenke können schlecht/nicht eingefordert werden.

Der Sinn des Lebens beginnt für mich beim Lächeln eines Menschen, beim Kuscheln mit einem Tier, die Welt mit offenen Armen zu empfangen.

Ich denke, dass eine Sache in uns Allen geschrieben steht:
Wir sollten uns damit beschäftigen was uns und anderen gut tut. Wir sollten nichts gegen unsere innere Überzeugung tun "weil wir müssen/sollen". Das will alles in Einklang gebracht werden.

Wobei Eltern mit Schulausbildung etc. oft einen größeren Weitblick haben. Ältere Menschen sind oft gute Berater... Offen und ehrlich reden macht Sinn.
@all

Reine Liebe macht für mich Sinn. Reine Liebe zu allen Menschen, ganz egal wieviele Fehler sie haben. Gott hat uns dabei ein wichtiges Instrument geschenkt, nämlich das Instrument des Verzeihens. Doch die wenigsten wenden es an und kommen um vor lauter Groll.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Stimmt auf jeden Fall! Das Verzeihen ist 1 der allerwichtigsten Dinge im menschlichen Bereich!
Dieser Mann hatte auch keinen Sinn im Leben gehabt,
ein gutes Zeugnis.



http://www.youtube.com/watch?v=y0anpf5hBiY

Preis dem Hehren
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Lieber Burkl,

wie meinst du das? Es ist natürlich menschlich, dass der Mensch sich Beschäftigung sucht und sozusagen göttlich, dass er dabei gerne kreativ ist, zumindest aber selbstbestimmt.
Nun ist es aber (leider) auch so, dass er seine Beschäftigung darauf ausrichten muss, was gebraucht wird. Selbst wenn wir in einem nicht kommerziellen Wirtschaftssystem leben würden, müssten wir der Tätigkeit nachgehen, die uns die Möglichkeit gibt, mit anderen gegen das Produkt ihrer Arbeit zu tauschen, das wir selber benötigen. Der Idealfall wäre und ist, der Arbeit nachzugehen, die einem "lieb" ist, aber das wäre ja dann auch Selbstzweck und deiner Definition nach Vergötzung?

Oder mal ganz dumm gefragt: Wie genau gelangst du durch deinen Beruf zu Gott?


Liebe Aria,

das Thema ist weit wie ein Ozean.

Grundlegend kann man sagen, dass es die "Trias" der Heiligkeit ist, auf die es ankommt:

"Die Arbeit heiligen, sich in der Arbeit heiligen, die anderen durch die Arbeit heiligen."

Diese drei Elemente hängen eng zusammen.
Wesentlich ist zunächst einmal, dass Arbeit im Grunde etwas in sich Gutes ist. In der Genesis wird geschildert, dass der Mensch - vor dem Sündenfall! - von Gott den mit seiner Erschaffung einhergehen Auftrag erhielt, diese Welt durch Arbeit zu gestalten. Nach dem Sündenfall verschob und verfremdete sich das Verhältnis des Menschen zur Arbeit: Er musste fortan "im Schweiße seines Angesichts" arbeiten und der Boden brachte "Dornen und Disteln" hervor. Die Leichtigkeit, Selbstverständlichkeit und Unbeschwertheit der Arbeit ging verloren.

Es geht also zunächst darum, sich bewusst zu machen, dass die Arbeit etwas Grundgutes ist und uns von Gott aufgetragen ist - und uns wesentlich als Menschen ausmacht (kein Tier "arbeitet"). Dann werden wir unsere Einstellungen anpassen - und vielleicht nicht mehr wie oft gehört "arbeiten, um zu leben" sondern uns bewusst machen, dass die Arbeit unser Leben wesentlich ausmacht und ein großes Geschenk ist. Wenn ich hier von Arbeit spreche meine ich jede ehrbare menschliche Tätigkeit im weitesten Sinne - nicht nur bezahlte Erwerbstätigkeit.

Wenn wir also die Arbeit als etwas Heiliges erkannt haben, dann ändert sich auch unsere Einstellung ihr gegenüber - wie sehen sie zuerst als "Gottesdienst", den er uns aufgetragen hat - und wir wollen Gott, das ist im Menschen als Bedürfnis tief drinnen, etwas Gutes, das wir erarbeitet haben, zum Dank als Opfer darbringen. Das ist eben heutzutage im Regelfall nicht mehr ein einjähriges makelloses Lamm oder ein Bund Garben an Erstlingsfrüchten, sondern sei es ein geistiges Werk wie ein fachlich gutes und gerechtes Urteil bei einem Richter oder ein makelloser Tisch bei einem Schreiner oder der besonders liebevoll abgehaltene "Morgenkreis" einer Kindergartenpädagogin.

Wenn wir die Arbeit so sehen und leben - als Opfergabe, die Gott wohlgefallen soll - dann heiligt das sowohl uns als auch unser berufliches Umfeld. Wir sind dann im wahrsten Sinne "berufen" zu unserem Beruf. Und das ist "Sauerteig" für unseren Lebenssinn aber auch für den der Mitmenschen.
Lieber Burkl!

Wenn wir in allem Tun, das kann auch Arbeit sein, Freude empfinden, dann ist Gott mit uns und in uns. Deshalb sollte Freude und Glücklichsein immer unsere Zielsetzung sein und unser Wesen berühren.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!