Huhu :-D Das bin ich und das Suche ich...


Burkl hat folgendes geschrieben:

Schau dir große Kirchenreformer an, wie die Heilige Katharina von Siena.

Und nicht zu vergessen: Einer der bedeutendsten Kirchenreformer war natürlich Martin Luther!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Schau dir große Kirchenreformer an, wie die Heilige Katharina von Siena.

Und nicht zu vergessen: Einer der bedeutendsten Kirchenreformer war natürlich Martin Luther!


Reform der Kirche ist nicht etwas, das mit dem Kopf erdacht und auf Papier niedergeschrieben geschehen kann sondern in Fleisch und Blut. Die echten Reformen geschehen durch Menschen, die selbst christusförmig "reformiert" werden. Reform ist etwas ganz real Personales, nichts abstrakt Theoretisches.

Die Kirche reformiert sich, indem sie Heilige hervorbringt. Von diesen geht wahre Reformation aus.
Um zu "mir" zu kommen, musste ich von mir wegkommen.

So paradox das auch klingt.
Erste Lektion, um zu einem selber zu kommen:
Mache das, was Du "einsiehst". Nicht weil man das macht. Versuche zu verstehen "wozu es dient". Ein lachendes Gesicht dient durchaus auch anderen...
Bestimmte Emotionen dienen uns, obwohl sie immer wieder als "schlecht" empfunden werden vom Egoismus (Ich habe Wut - wieso, was, wozu?, das kann man sich anschauen und nützlich machen. Was bringt es mir und der ganzen Welt?).
Meine Erkenntnis ist "Höre auf zu verurteilen, wenn Du lieben willst" - lieben ist etwas, was sehr schön ist, weg von Dir. Liebe bedeutet, dass man loslässt. Teils kann man hier "vergeben" und teils wird man realisieren, dass es nichts zu vergeben gibt (am ehesten bei sich selbst muss Vergebung platziert werden).

Das einfachste wird es vielleicht sein, wenn Du Dich tatsächlich querbeet informierst. Such nach parallelen zwischen Religionen. Am einfachsten wird es Dir gelingen, wenn Du aus Liebe zu Gott Dich informierst (keine Angst, nichts tun, was nicht passend ist und nicht aus Liebe geschieht).
Aus Liebe zu Gott beschäftigt man sich irgendwann dann auch mit den Sachen, die einen anstoßen - bei manchen versteht man es auf einmal - bei manchen nicht.
Schau Dir mal an welche Prinzipien hinter Zarathustra stehen:
gute Gedanken
gute Worte
gute Taten
Was könnte das bewirken? Sieh Dir einfach diese Kette an und ich denke, dass die Reihenfolge eine Rolle spielt.
Der gute Gedanke muss in bezug auf Dein Handeln schon da sein und dein Handeln soll von Worten begleitet sein.
Die guten Gedanken können kaum Hass, Neid, Gier oder Ähnliches sein.
Zumindest haben ich da noch keine guten Worte oder Taten draus folgen sehen. Angst kann in zwei Richtungen wirken.

Ja und wenn dann die Frage auftaucht welches ist die "gesuchte" Religion?
Ganz simpel: Die wo Dein Verstand liebevoll gegenüber der Welt sein kann? Die Religion in der Du vielleicht verstehst, dass Jeder anders ist und sein darf?
Meditieren ist auch etwas schönes und begleitendes.
Mittlerweile denke ich, dass ich ein liebevolles Vorbild sein sollte. Klar wird man an den "Früchten" erkennen. Die Frage ist, ob man sich selber hinsetzen sollte und eine "Frucht" der Literatur werden sollte.
Der Islam wird schlecht geredet, wer redet nicht schlecht?
Da wirst Du ganz viele Gläubige diverser Religionen finden. Es gibt Personen, die sehr nahe sind an ihren Idealen. Als Christ hat man immerhin die schon Anweisung "Liebe Deinen Feind".
Es geht da vielleicht um eine innere Distanz und darum, dass man sich nicht verführen lassen soll; zu verurteilen. Da steht ja nicht, dass man seinen Feind hassen soll, sich abgrenzen oder ähnliches...
Jeder Mensch hat etwas, was ich "bewundern" kann. Wenn man das sucht, dann klappts auch mit der Liebe.
Dich stört Abgrenzung (las ich in Deinem Text so "politisch" raus) und dann grenzt Du Dich ab. Das ist völlig okay - die Frage ist nur, ob es Dich weiterbringt. Was lernst Du daraus und geht es "Dir" dabei wirklich perfekt? Es ist gut, wenn man Andere in bestimmten Gebieten nicht als Vorbild für sich sieht, aber das macht sie nicht schlechter. Sie haben durchaus vorbildhafte Eigenschaften (in anderen Gebieten).

Religionen werden vom Egoismus gerne missbraucht und eigentlich verbieten die Schriften der großen religionen dies?
Ob Jemand, der der Meinung ist, dass er mehr besitzen will glücklich ist?
Hmmmm mehr Gläubige in "meiner" Religion - wir sind die einzig "Wahren"? Es geht darum der Menschheit zu helfen - wo "ich" meine Hilfe in den Schriften finde, da bin ich für den Moment jedenfalls komplett richtig. Aber das heißt doch nicht, dass ich mit Liebe andere Offenbarungen nicht besser verstehen könnte!

Am meisten finde ich diese menschliche Toleranz in einer Gruppe bei Baha'i Das sind auch "nur" Menschen, so wie ich. Sie arbeiten für die Einheit der Menschheit. Klang für mich eher "irre", aber es ist ein Weg zu "mir". Super Empfehlenswert ist die Dauerfrage "Wer bist DU?"
Da habe ich am meisten gelernt zum Thema Egoismus. "Ich Illusion durchschauen" bringt bei Google viele Antworten und auch das Angebot in Foren mit Betreuung zu durchschauen. Ob ich's durchschaut habe? Laut Anleiter nicht, aber dazugelernt jede Menge
Kisses hat folgendes geschrieben:

Jeder Mensch hat etwas, was ich "bewundern" kann. Wenn man das sucht, dann klappts auch mit der Liebe.


Ja - Liebe ist letztlich nur am menschlichen Beispiel erkennbar. Und was wäre wenn es den vollkommenen Menschen gäbe? Müsste ich mich seinem Beispiel voll anvertrauen, ihn immer besser kennenlernen, ja ihn mir "einverleiben", Alles dafür tun, um in mich aufzunehmen? Wäre es - abseits aller religiösen dogmatischen Meinungsverschiedenheiten - nicht wunderbar wenn es dieses zuverlässige vollkommene menschliche Beispiel gäbe?

Als Christen dürfen wir Gott sei Dank heilfroh sein den Einen gefunden zu haben auf den es wirklich ankommt - Jesus Christus, der vollkommene Mensch, dessen Wesen die reine Liebe ist.
Zitat:
Und was wäre wenn es den vollkommenen Menschen gäbe?


Schön und doch käme ich mir so winzig klein und unbedeutend vor. Immerhin glaube ich, dass der vollkomene Mensch mich unvollkommen lieben würde. Also kann ich versuchen "in die Nähe von Vollkommen" zu kommen. Na und Jesus bewunder ich dafür, dass er "Liebe Deinen Feind" zum Motto machte.

Bewunderung kann durchaus auch bei "schlechten" Dingen entstehen und doch ist da ein Kern, den ich "gut" finde.
Also zB Jemand betrügt (Wertung von Moral) und dahinter steckt Geiz (extrem Sparsam - Frage bin ich Verschender?), er erreicht seine Ziele ohne dabei Probleme (mein Konflikt?) zu haben, er kann hat Willensstärke als positive Fähigkeit.
Willenstärke wird von mir auf jeden Fall bewundert - ich könnte von ihm lernen und ihn auch dafür lieben. Vielleicht sieht er bei mir sogar real ein Schwäche Na und wenn wir gut befreundet sind, so könnte es sein, dass er meine Philosophie "Liebe Deinen Feind" interessant und bewundernswert findet und selber merkt, dass er nicht betrügen will. Er ist auch nicht nur "Betrüger" und doch kann es sein, dass er und Andere wenig vertrauen haben.
Kisses hat folgendes geschrieben:
Na und Jesus bewunder ich dafür, dass er "Liebe Deinen Feind" zum Motto machte.


Was ist daran bewundernswert, sich Feinde zu schaffen um sie dann lieben zu können?
Burkl hat folgendes geschrieben:

Schau dir große Kirchenreformer an, wie die Heilige Katharina von Siena. Ihr Leben war es sich in die Kirche "einzumischen" - sie war sozusagen fleischgewordene Reform (wie alle großen Heiligen) dadurch bewirkte sie Enormes. Außerhalb der Kirche - oder gar gegen sie - wäre ihr Leben und Wirken fruchtlos geblieben. Die eigentliche Reformation und Veränderung der Kirche findet durch die Heiligen und voller Liebe zur Kirche statt, und zwar von Innen - sonst gibt es nichts, was etwas bewirken könnte.

Die Aufforderung ging jetzt nicht an mich, aber trotzdem habe ich mich kundig gemacht über das Leben von Katharina von Siena.
Sie wird sehr häufig im Zusammenhang mit Magersucht erwähnt. Sie starb im Alter von 33 Jahren, vermutlich aufgrund dieser Störung.
Ich bewundere sie trotzdem, natürlich hätte sie in der damaligen Zeit nichts bewirkt, wenn sie die Kirche von Außen angegriffen hätte. Und ihre Ratschläge, für einen weiteren Kreuzzug sind wahrscheinlich auch nur in dem Kontext der damaligen Zeit und der damaligen Macht der katholischen Kirche zu verstehen.
Na Feinde "schaffe" ich mir sinnbildlich bei fast allen Aktivitäten. Also mein Freund fährt im Wald Mountainbike. Einige Spaziergänger motzen und werden "unverschämt". Welcher Biker bekommt da keinen Groll und wenn es auch nur für eine Nanosekunde ist?
Vielleicht ein Geübter, der gar keine Feinde mehr sehen kann. Vielleicht gibt es gar keine Feinde?
Wenn Jesus gesagt hätte "Du hast keine Feinde - das bildest Du Dir ein". Wie hätten das denn bitte Menschen begreifen sollen?

Na und wenn ich für Frieden werben würde, so würde die Waffenlobby jubeln? Hmmm manchmal geht Liebe zur Schöpfung dann über die Interessen einzelner! Das heißt aber doch nicht, dass diese Waffenlobby keine Menschen wären und die keine positiven Gefühle/Eigenschaften haben.
Manchmal kann dann wohl auch "mein" Interesse unter dem Gesamtwerk stehen und sich unterordnen.

Wo steht in der Bibel bitte, dass ich mir Feinde schaffen soll? Beweise mir das im neuen Testament und ich werde seeeeehr nachdenklich...
Kisses hat folgendes geschrieben:
Na Feinde "schaffe" ich mir sinnbildlich bei fast allen Aktivitäten. Also mein Freund fährt im Wald Mountainbike. Einige Spaziergänger motzen und werden "unverschämt". Welcher Biker bekommt da keinen Groll und wenn es auch nur für eine Nanosekunde ist?
Vielleicht ein Geübter, der gar keine Feinde mehr sehen kann. Vielleicht gibt es gar keine Feinde?

Weil ein böses Wort fällt, den anderen als Feind abzustempeln, ist mir etwas zu heftig. Meinst du nicht auch?

Kisses hat folgendes geschrieben:

Wenn Jesus gesagt hätte "Du hast keine Feinde - das bildest Du Dir ein". Wie hätten das denn bitte Menschen begreifen sollen?

Ich schätze, dass ein vollkommener Mensch der gleichzeitig auch Gott ist, schon seine Mittel hat uns Unvollkommenen etwas seiner Weisheit mit auf den Weg zu geben.

Kisses hat folgendes geschrieben:

Na und wenn ich für Frieden werben würde, so würde die Waffenlobby jubeln? Hmmm manchmal geht Liebe zur Schöpfung dann über die Interessen einzelner! Das heißt aber doch nicht, dass diese Waffenlobby keine Menschen wären und die keine positiven Gefühle/Eigenschaften haben.
Manchmal kann dann wohl auch "mein" Interesse unter dem Gesamtwerk stehen und sich unterordnen.

Was willst du mir damit sagen? Ich verstehe es leider nicht.

Kisses hat folgendes geschrieben:

Wo steht in der Bibel bitte, dass ich mir Feinde schaffen soll? Beweise mir das im neuen Testament und ich werde seeeeehr nachdenklich...

Irgendwoher müssen die Feinde, welche wir lieben sollen, wohl kommen. Dann verstehe es als indirekte Aufforderung.