Gründung einer Anti-Homo-Union


Burkl hat folgendes geschrieben:

Schlecht wird das Ganze wenn nur die Lust - ohne höheren Sinn dahinter - isoliert gesucht wird.

Wenn also jemand ein Festmahl isst und dabei Lust empfindet und Genuss ist das gut. Isst er aus reiner Lust viel mehr als er braucht und verträgt dann wird dieser Vorgang zu etwas Schlechtem.


Das mit dem Festmahl verstehe ich. Vor allem dann wenn es oft geschieht und dazu die übermässige Energiezufuhr nicht mit entsprechender Aktivität ausgeglichen wird. Es entsteht Adipositas mit den üblichen Folgeerkrankungen. Womit man sich selbst schädigt und durch vermehrter Inanspruchnahme der Krankenkassen der Gesellschaft unnötig beachtlich Geld kostet. Wobei ich sehr viele Katholiken kenne die gerade diesen Punkt offensichtlich missachten. Ich habe allerdings noch nie mitbekommen, dass diese Menschen dann in der Art und Weise behandelt werden wie Homosexuelle. Ich habe auch noch nie davon gelesen, dass jemand von einem konfessioneller Träger gekündigt wurde, weil er zu gerne isst.

Dein Vergleich hinkt aber....

....denn was nun daran schlecht ist explizit "nur" sexuelle Lust zu suchen. Das verstehe ich nun nicht. Erkläre mir das mal bitte.

Liebe Grüße
Nadja
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GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
http://www.lsvd.de
Humanistischer Pressedienst
Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
RoseGarden hat folgendes geschrieben:
Ich frage mich, wieso für uns immer noch der Bedarf besteht, Sexualtät in "richtig" oder "falsch" einzuordnen. Es kann doch einfach alles zwischen erwachsenen Menschen geben. Solange alles freiwillig geschieht und in gegenseitigem Einvernehmen.

Das frage ich mich allerdings auch....


Liebe Grüße
Nadja
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Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
RoseGarden hat folgendes geschrieben:
Ich frage mich, wieso für uns immer noch der Bedarf besteht, Sexualtät in "richtig" oder "falsch" einzuordnen. Es kann doch einfach alles zwischen erwachsenen Menschen geben. Solange alles freiwillig geschieht und in gegenseitigem Einvernehmen.


Monotheistische Religionen haben nun mal eine Vorliebe alles zu reglementieren. Geschlechtsverkehr, Speisevorschriften, Ehe, Kleidung etc.

Zitat:
Es gibt garantiert Forschung dazu, wie die Buchreligionen darauf kamen, Sex sei nur zur Fortpflanzung da...
Vielleicht gab es mal eine Überbevölkerung und man hat dann gesagt "Leute, bitte weniger Sex..." Oder Krankheiten...müsste man mal nachlesen.


Eher das Gegenteil. Weil die Leute werden ja angehalten sich fortzupflanzen (Gehet hin und mehret euch). Deswegen wird ja alles verpönt das nicht der Fortpflanzung dient: Homosexualität und Onanie.

Das Leben war damals nicht einfach, die Lebenserwartung gering, die Kindersterblichkeit hoch etc. Wenn das Volk schrumpft wird es vom Feind überrannt, daher ist eine größtmögliche Population erwünscht.
Long Road hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Photo Kala hat folgendes geschrieben:
Ganz einfach, weil wir Vollkommenheit" gar nicht allgemein verbindlich definieren können


Abstrakt definierbar ist "Vollkomenheit" nicht, aber sie ist konkret "personifizierbar" - am Wesen eines Menschen "exemplarisch darstellbar", weil eben die Liebe ihr Wesen nur im konkret gelebten menschlichen Beispiel offenbart. Und wer wirklich liebt, der ist am Weg zur Vollkommenheit. Das "Vollbild" des ganz rein liebenden - und dadurch vollkommenen - Menschen ist Jesus Christus.

"Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist." (Mt 5,48 )

"Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben." (Joh 13,34)


Das spricht aber gegen den Geschlechtsakt an sich, gegen die Fortpflanzung und gegen die Ehe.

Jesus war nicht verheiratet, hatte keine Nachkommen und war zum Zeitpunkt seines Todes "Jungfrau". Zumindest findet man nichts Gegenteiliges im Evangelium.


Lieber Longroad,

Jesus ist das Beispiel überhaupt, dass vollkommen gelebte Liebe nicht der gelebten Sexualität bedarf. Überhaupt die ganze heilige Familie verkörpert die reine Agape als höchste Form der Liebe.

Das spricht dafür, dass die Sexualität der höheren Form der Liebe untergeordnet sein soll. Dann ist sie etwas Wunderschönes - aber eben nicht das Schönste und Wichtigste.
hallo Burkl,
Zitat:
Jesus ist das Beispiel überhaupt, dass vollkommen gelebte Liebe nicht der gelebten Sexualität bedarf. Überhaupt die ganze heilige Familie verkörpert die reine Agape als höchste Form der Liebe.

Das spricht dafür, dass die Sexualität der höheren Form der Liebe untergeordnet sein soll. Dann ist sie etwas Wunderschönes - aber eben nicht das Schönste und Wichtigste.


Da du ja so wahnsinnig gläubig bist, warum hast du dann für dich nicht die höchste Form der Liebe angestrebt, sondern begibst dich in die "Niederungen der Sexualität"?

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Nadal B. hat folgendes geschrieben:
...denn was nun daran schlecht ist explizit "nur" sexuelle Lust zu suchen.


Die selbstbezogene und isolierte Suche nach Lust, die den Bezug auf den höheren Sinn des Lustgewinnes nicht mitumfasst, hinterlässt Spuren in der Seele. Was dadurch letztlich verloren geht, ist die "Reinheit des Herzens" - also die Eigenschaft der Seele von der Jesus sagt sie sei notwendig um "Gott zu schauen". Wenn die Lust sich ins Zentrum drängt, wird die Silhouette Gottes immer unschärfer, bis wir ihn ganz aus dem Blick verlieren und dann primär um unsere Bedürfnisse kreisen. Das beeinflusst unser ganzes Wesen. Es wird immer "gottblinder".
Long Road hat folgendes geschrieben:

Monotheistische Religionen haben nun mal eine Vorliebe alles zu reglementieren. Geschlechtsverkehr, Speisevorschriften, Ehe, Kleidung etc.

Ich denke, heutzutage sind die Menschen im europäischen Raum schon eher vielseitiger geprägt, was das betrifft, als zu manchen früheren Zeiten.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Long Road hat folgendes geschrieben:
Weil die Leute werden ja angehalten sich fortzupflanzen (Gehet hin und mehret euch). Deswegen wird ja alles verpönt das nicht der Fortpflanzung dient: Homosexualität und Onanie.
Das Leben war damals nicht einfach, die Lebenserwartung gering, die Kindersterblichkeit hoch etc. Wenn das Volk schrumpft wird es vom Feind überrannt, daher ist eine größtmögliche Population erwünscht.

Und heute ist die Welt ziemlich überbevölkert und ein Zuviel an Fortpflanzung macht das Leben summa summarum in Zeiten wie diesen nur noch schwieriger.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Hiermit sperre ich den Thread. Und wenn ich mal einen Thread sperre, dann heißt das was -denn ich mach das vielleicht 1 oder 2 x im Jahr.

1) Ich werde nicht eine Plattform bieten für eine sogenannte "Anti-Homo-Union", die Homosexuelle als "Feinde" der Religionen abstempelt.

2) Wer sich halbwegs in den Schriften der großen Religionen auskennt, weiß, dass jeder andere Mensch mit Güte und Liebe behandelt werden soll - egal welche Hautfarbe, Religion oder sexuelle Neigung hat.

Gerade in einem Bahá'í-Forum kann ich so etwas nicht dulden und erlaube mir hier auf das virtuelle Hausrecht zu verweisen.

Liebe Grüße,
Deas