Gründung einer Anti-Homo-Union


Burkl hat folgendes geschrieben:
Zum Einen: Ich "erkenne nichts ab". Ich heiße es aus meiner Sicht als Handlung nicht gut, homosexuelle Handlungen vorzunehmen oder an sich zuzulassen. Und zum Anderen: "Trieb" ist nicht wesensnotwendig gleichbedeutend mit "Liebe".


Wir können jetzt darüber diskutieren ob die Liebe ein Trieb ist. Ich behaupte ja, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Anerkennung bedeutet etwas gutzuheißen. Wie willst du einen Homosexuellen anerkennen? Es funktioniert nicht, da du seine Handlungen nicht für gut empfindest. Ich bringe Homosexuellen Anerkennung entgegen, da sie für mich ganz normal sind. Sie leben ihr Leben und können hoffentlich trotz homophoben Persönlichkeiten auf dieser Welt ihre Würde bewahren und ihr ganz persönliches Glück finden. Du hingegen versteckst dich hinter deiner christlichen Nächstenliebe, Homosexuelle als Teil der Welt zu akzeptieren um im gleichen Atemzug sie als abnormal zu bezeichnen. In meiner Welt nennt man so etwas feinste Heuchelei.
@Yahia

Soweit mir bekannt ist eine homosexuelle Orientierung kein Grund für den Entzug der administrativen Rechte.

Der Brief spricht von der Neigung, nicht vom Menschen.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Der Brief spricht von der Neigung, nicht vom Menschen.


Und das macht es besser?
Tobias, ich finde auch, dass deine Heterosexualität eine Perversion menschlicher Natur ist, aber in meiner Güte muss ich dir eingestehen,dass ich dich trotzdem wertschätze. Bitte handle nur nicht deiner Sexualität entsprechend; sprich, liebe niemals, gehe niemals eine Partnerschaft ein, lebe allein, führe einen Kampf gegen deine Sexualität und dich selbst, da dieser Teil von dir ja pervers ist. Aber ansonsten liebe und schätze ich dich voll und ganz.

*Sarkasmus Ende*
Zitat:
Bitte handle nur nicht deiner Sexualität entsprechend; sprich, liebe niemals, gehe niemals eine Partnerschaft ein,


Lieber Yahia,

verzeih, dass ich noch einmal "dazwischenfunke". Liebe muss sich nicht leiblich in sexuellen Handlungen ausdrücken, um Liebe zu sein. Die höchste Form der Liebe - die "Agape", also das uneigennützige und aufopferungsvolle Annehmen des Anderen um seiner selbst willen braucht den "Eros" gar nicht, um volle und wahre Liebe zu sein. Was dich als homosexueller Mensch für eine besondere Aufgabe trifft ist mit deiner Sexualität umgehen zu lernen. Das betrifft aber alle Menschen. Auch der Heterosexuelle hat keinerlei "Freibrief" zu tun und zu lassen, was er will - selbst wenn es sein inneres Empfinden so verlangt. Und auch beim Heterosexuellen ist die Agape die höchste Form der Liebe, die auch den Eros übertrifft - in sich aufnehmen kann.

Ich gebe dir den Rat: Sieh deine sexuelle Disposition als besondere (Auf-)gabe, die dir Gott aus Liebe zukommen hat lassen. Er will, dass du dadurch an Liebe zunimmt. Und: Das bedeutet keineswegs "gegen deine Sexualität" anzukämpfen! Im Gegenteil: Sieh sie als großen Schatz, als enorme Energieressource. Nur bitte stelle sie in den Dienst der höheren Liebe - der Agape. Nur das wird dich in diesem Lebensbereich wirklich ganz wahrhaftig zum Glück führen - Und dann kannst du auch insgesamt in deine Mitte kommen und Ruhe und Gelassenheit finden. Ich wünsche dir das und werde dafür beten.
Hallo Burkl,


Zitat:
Zum Einen: Ich "erkenne nichts ab". Ich heiße es aus meiner Sicht als Handlung nicht gut, homosexuelle Handlungen vorzunehmen oder an sich zuzulassen. Und zum Anderen: "Trieb" ist nicht wesensnotwendig gleichbedeutend mit "Liebe".


Zum einen: Grundvoraussetzung für die Entwicklung der Empfindung "Liebe"
war der Geschlechtstrieb. Dieser wurde erforderlich als sich aus der eingeschlechtlichen Vermehrung die zweigeschlechtliche Vermehrung als evolutionär erfolgreicher herausgestellt hat. Und damit es auch wirklich klappt, hat die Evolution die sexuelle Vereinigung mit Lustgefühlen ausgestattet. In der weiteren Entwicklung werden schon im Tierreich Ansätze von "Liebesempfindungen" bei der Sozialisation komplexerer Tierarten gefunden. Der Mensch hat sie allerdings noch stärker entwickelt und sie teilweise auch vom Geschlechtstrieb getrennt. Hier schreiben wir aber hauptsächlich über die an dem Geschlechtstrieb gebundene Liebe.

Bis jetzt hast du noch keinen plausiblen Grund genannt, warum die kath. Kirche in der Vergangenheit Homosexualität so verdammt hat, und du diese Meinung so unkritisch übernommen hast. Soweit ich informiert bin, gibt es von Jesus keine einzige Aussage dazu.

Noch mal zu diesem Zitat:
Zitat:
In Falle der Sexualität ist der erkennbare Sinn der anatomisch perfekt aufeinander abgestimmten Geschlechtsorgane von Frau und Mann die Weitergabe des Lebens, die in der Vereinigung der primären Geschlechtsorgane von Mann und Frau stattfindet. Jede andere Benutzung dieser Organe ist dann sozusagen eine "unverständliche", "unlogische" Körpersprache.

Komisch, daß jeder Arzt dir bestätigen wird, daß es beim Menschen kaum "perfekte Geschlechtsorgane" gibt, geschweige denn, daß diese Geschlechtsorgane immer harmonisch zueinander passen.
Und im Tierreich gibt es wesentlich perfektere (das heißt komplexere Geschlechtsorgane), die auf einen wesentlich komplexeren Geschlechtsakt
abgestimmt sind, für das aber überhaupt nicht das Gefühl "Liebe" erforderlich ist.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Burkl,

Zitat:
Ich gebe dir den Rat: Sieh deine sexuelle Disposition als besondere (Auf-)gabe, die dir Gott aus Liebe zukommen hat lassen. Er will, dass du dadurch an Liebe zunimmt. Und: Das bedeutet keineswegs "gegen deine Sexualität" anzukämpfen! Im Gegenteil: Sieh sie als großen Schatz, als enorme Energieressource. Nur bitte stelle sie in den Dienst der höheren Liebe - der Agape. Nur das wird dich in diesem Lebensbereich wirklich ganz wahrhaftig zum Glück führen -



gggg, also Yahia, stelle dein sexuelles Verlangen zurück (Burkl tut das natürlich nicht, der ist ja heterosexuell, der darf das), und übe "Agape" aus. Am besten natürlich in der kath. Kirche, damit sie den meisten Nutzen davon hat.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Wie sieht da bei Katholiken aus, wenn Sie ihre Familienplanung abgeschlossen haben? Leben Sie dann keusch bis ans Lebensende und bündeln ihren sexuellen Drang zu einer höheren Form, der übergeordneten Liebe?
Liebe Leute,
ich kenne diese Argumente. Sie sind nicht neu und vor allem sind sie aus der Perspektive eines Heterosexuellen, der sich nicht in die Lebenswelt eines Homosexuellen versetzen kann, natürlich schlüssig: es ist doch nur ein Verhalten, es ist doch nur der Sex. Anscheinend gibt es viele Menschen, die aufgrund religiöser oder weltanschaulicher Prägung niemals in der Lage sein werden, Homosexualität als etwas anderes als Verhalten zu sehen und Heterosexualitöt die Norm, die eigentlich allen Menschen inneliegt. Nur Heterosexuelle dürfen lieben (was neben der "Agape" natürlich auch die körperliche Liebe beinhaltet) während Homosexuelle dies nicht dürfen.

Sex ist nicht nur Lust. Es ist ein Geben und Nehmen, ein Prozess der inneren und äußeren Verschmelzung. Ein Mensch kann niemals einem anderen Menschen so nahe sein, wie er seinem Partner, mit dem er sich spirituell, emotional, intellektuell und körperlich vereint, nahe ist. Freunde, Eltern, Familie haben eine starke Bindung, man kann sich für sie aufopfern. Doch es ist nicht das gleiche wie es bei es bei einem Lebensgefährten ist. Diese Liebe ist anders, denn sie hilft einem jeden Menschen, zum Besten des eigenen Ichs zu werden. Man lernt in einer Beziehung, sich aufzuopfern. Mehr als man es in anderen Bindungen tut.

Auf der einen Seite werden Ehe und Familie eine so besonders hohe und wertvolle Stellung eingeräumt, weil sie eine besondere Bindung darstellen. Auf der anderen Seite wird Homosexuellen jedoch gesagt, dass eine solche Bindung natürlich nicht so wichtig ist.
Zitat:
Sex ist nicht nur Lust. Es ist ein Geben und Nehmen, ein Prozess der inneren und äußeren Verschmelzung


Lieber Yahia,

und das ist eben der ganz objektive Irrtum wenn jedwede Form sexueller Handlungen unterschiedlichen bewertet wird, wenn angeblich jeder einvernehmliche Sex auch gleichzeitig Liebe sein soll. Die eigentliche "Verschmelzung" - nämlich die, die neues Leben hervorbringt, ist dem homosexuellen Akt wesensfremd. Bei dieser Art sexueller Betätigung fehlt daher das letzte und tiefste innere Wesen - die Offenheit für neues Leben. Und genau diese Offenheit des Aktes ordnet den Eros wirklich der höheren Liebe unter - weil der Selbstbezogenheit der sexuellen Lust ein höherer übergeordneter und selbstloser Zweck hinzugefügt wird. Sexualität ist auf die Weitergabe des Lebens hingeordnet - wo immer ihr das wesensfremd ist, ist sie nicht mehr in sich gut, ist sie nicht mehr im wahrsten Sinne "fruchtbar". Aber Gott sei Dank sind wir unserem sexuellem Begehren nicht hilflos als Getriebene ausgeliefert - sondern können Herren über uns werden. Und das verleiht Kraft, Tapferkeit und große Energiereserven, die in die höhere und bleibende Liebe verwandelt werden können. Das ist die einzig wahre "Befriedigung" - sich ganz der Liebe als höchstem Ziel unterzuordnen. Diesen Frieden mit der eigenen Sexualität zu schließen wünsche ich unterschiedslos allen Menschen.