Fragen an Bahai


Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:


Nenne mir mal ein paar Wissenschaften, die die Evolutionstheorie nicht unterstützem.
Paläontologie, Verhaltensforschung, vergleichende Anatomie, Virologie und Prionenforschung, Genetik, Geologie, Klimaforschung, Vulkanologie und wahrscheinlich noch einige mehr stehen mit ihren Hauptergebnissen im Einklang mit der Evolutionstheorie.
Eigentlich sind es nur noch Teile der montheistischen Religionsanhänger, die ihr widersprechen.

Pjotr Kala


Das ist ein sinnloses Anliegen, ich habe mich nie im Widerspruch zur Evolutionstheorie geäußert.
Sondern lediglich darauf hingewiesen, dass sie nichts dazu aussagt, ob menschliches oder vergleichbares Leben nur auf der Erde entstanden ist. Und darauf hingewiesen, dass es berechtigte Gründe gibt von anderen Annahmen auszugehen.
Hallo ziraki,

du hattest geschrieben:
Zitat:
Man muss die Evolutionstheorie nicht in Frage stellen, um zu einem Schöpfungsglauben zu kommen.
Man muss bloß Biologie nicht als die einzige Wissenschaft begreifen.


gg, ich will hier keine Antwort auf die Evolutionstherorie, sondern welche Wissenschaft du für den "Schöpfungsglauben" anführen willst. Für die Evolutionstheorie sprechen genügend Wissenschaften, für den Schöpfungsglauben meines Erachtens außerhalb der Religionen überhaupt keine. Alle Wissenschaften können ihre Modelle ohne einen Schöpfer begründen. Allerdings können sie nicht beweisen, daß es keinen Schöpfer gibt, genau so wenig, wie Religionen das Gegenteil beweisen können.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
@ Pjotr

Nein, einen Beweis werde ich nicht bringen können. Das ist ja schon in der Definition des Begriffs Glauben enthalten. Zudem habe ich schon früher geschrieben, dass es auch andere Erklärungsmodelle gibt.

Aber bisher war doch deine Position die, dass man wissenschaftliche Erkenntnisse, insbesondere die durch die Evolutionstheorie gesicherten, ausblenden muss, um an Schöpfung zu glauben. Da habe ich dagegen argumentiert.
Hallo ziraki,

vielleicht ist es der Ungenauigkeit der Ausdrucksweise zuzuschreiben, das wir uns so oft mißverstehen.
Um zu glauben, muß man natürlich gar nichts ausblenden. Das beweisen schon die vielen Sekten und Gurus.
Keine wissenschaftliche Forschung bestätigt meines Wissens ernstlich den Schöpfungsglauben. Aber darum geht es mir gar nicht. Hier geht es um den Anspruch der Bahai, auf der einen Seite die echten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zu akzeptieren (ob sie nun bei den harten oder weichen Wissenschaften erzielt werden), auf der anderen Seite aber an die vom Offenbarer propagierten Glaubenssätze festzuhalten, auch wenn sie den Forschungsergebnissen widersprechen. Dies gilt insbesondere für den Menschen als der Krone der Schöpfung zumindest hier auf Erden oder für eine teilweise antiquierte Sexualmoral, die keinesfalls mehr in Teilen einer modernen Sexualforschung entspricht.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Richtig. Und deswegen ist die Bahai-Religion auch verzichtbar. Sicher sind Bahai-Mitglieder da anderer Meinung, sollen sie. Wer Lust auf Bahai hat, der soll Bahai werden oder bleiben. Wer nicht, soll den bahai fern bleiben oder wieder austreten.
@ Templer

Deine Meinung kann ich ganz gut akzeptieren. Mir ist zwar nicht ganz klar, was Pjotr mit 'Krone der Schöpfung', eine Redewendung, die nicht aus Bahai-Schriften stammt, wirklich sagen möchte.
Aber wenn man den Menschen nur als weiterentwickeltes Tier sieht, ist Religion natürlich überflüssig.
Deine früher im Thread geäußerte Bezugnahme auf den guten Vater im Himmel kann ich aber dann nicht einordnen.
ziraki hat folgendes geschrieben:
@ Templer Aber wenn man den Menschen nur als weiterentwickeltes Tier sieht, ist Religion natürlich überflüssig. .

Warum?
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Ziraki, die Wissenschaft sagt uns, dass der Mensch ein weiterentwickeltes Tier ist, und nicht wenig deutet darauf hin, dass dem so ist. Andererseits ist es aber auch nicht ganz unmöglich, wenn auch deutlich unwahrscheinlicher, dass der Mensch eine Sonderschöpfung ist. Beides schließt aber nicht aus, dass unser guter Vater die ganze Sache in Gang gebracht hat und weiter präsent und aktiv ist.
Hallo Templer,
ich habe noch queerbeet ein paar Gedanken zu "Wissenschaft" und "verzichtbar".

1. Mit Wissenschaft habe ich mich u.a. in meinem Chemie-Studium beschäftigt. Ein Modell beschreibt nur bestimmte Eigenschaften und muss immer wieder neu angepasst werden. Spätestens bei den Eigenschaften von Elektronen wurde es kunterbunt. Welle und/Teilchen. Tunneleffekt...
Die Wissenschaften schreiben sich immer wieder neu.
"Glaube keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast."

2. Zu Religionen hatte ich früher selbst sehr viel Abstand. Mittlerweile denke ich, dass man super an sich selbst arbeiten kann, wenn man sich Gedanken über "Gebote" macht. Die Fragen, die ich mir immer wieder stelle ist: Welchen Vorteil hätte es und wo steckt darin "Liebe".
Erst so bekommt es für mich einen Sinn.
Wie schnell ist beispielsweise das Vater Unser gesprochen - doch warum soll ich vergeben!
Alleine deshalb möchte ich auf den Input der Schriften nicht mehr verzichten.

3. Mich fasziniert aktuell die Kombination aus Bahai-Einstellungen und Psychologie in Form der positiven Psychologie (Peseschkian)
Ich entdecke tolle Parallelen zwischen den Schriften und den Fähigkeiten der Menschen.
Sehe ich auch so. Evolution wie auch Urknall sind Theorien und werden ja auch ganz offiziell als solche bezeichnet. Soll heißen, sie gelten solange, bis etwas Neues an ihre Stelle tritt. Zu glauben, wir wären am Ende wissenschaftlicher Erkenntnis, ist geradezu unwissenschaftlich. Templer untersuchen die Evangelien ohne Dogma und versuchen, den oder die eigentlichen Kerne der Lehre des Rabbi Jeschua herauszuschälen, jeder Templer für sich, im Austausch untereinander und unter Berücksichtigung historischer und theologischer Forschung und anderer Wissenschaften. Nebenbei gesagt: Vergeben zu können ist psychologisch äußerst gesund.

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