Fragen an Bahai


Hallo Kisses, sorry, aber mit dem Zitat kann ich im Moment auch nicht weiterhelfen.

Kisses schrieb:
Zitat:
Ja mit liebevollen Augen gelesen erkenne ich den Schweinehund in mir.
Es ist so logisch und klar Oft mit dem Wort "menschlich" beschrieben.


Ich denke unvollkommen sind wir alle. Als ich mit der Bahai-Religion in Verbindung kam war mir dann wichtig nicht mehr so sehr auf meine Unvollkommenheiten zu schaun, wenngleich das immer wieder hoch kommt, weil ich es ja so gut gelernt hatte.

Heute bin ich bemüht, das Gute an und in mir zu erkennen und darauf aufzubauen. Gelingt mal besser mal schlechter.

Bahá'u'llah sagte ja:

"Edel erschuf Ich dich"
"Erhebe dich zu dem wozu du erschaffen wurdest."
"Von Herzen wünschte Ich dich zu erschaffen, also erschuf Ich dich."

"Ich legte in dich Mein strahlendes Leuchten."

"Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen ziehen kann."


Wenn ich mich dabei aufhalte geht es mir wesentlich besser. Wenn ich selbst nicht so erzogen bin wie es gut gewesen wäre (wer ist das schon?) dann muss eben die Selbsterziehung bzw. die göttliche Erziehung einsetzen.

Mit diesen obigen Aussagen hab ich eine gute Vorlage.

Liebe Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
@Kisses

Zitat:
Das hört man schon unter 1. etwas raus: Wenn meine Maßstäbe fix werden und das in einer Gruppe, so kann richtig schlimmes passieren, wenn die Gruppe an Einfluss gewinnt.


Klare theologische Maßstäbe bedeuten nicht automatisch Intoleranz.

Zitat:
Es mag schön sein, wenn viele Menschen dem Bahai-Glauben folgen, aber bleiben sie bei den Idealen der Liebe und der Einsicht, wenn sie die Mehrheit bilden? Es mag sich bescheuert anhören, wenn ich mir tatsächlich den Gedanken mache, was passiert, wenn nur noch 100000 Nicht-Bahai auf der Welt verstreut sind.


Wenn sie wirklich der Bahai-Lehre folgen müssen sie auch die Rechte von Andersgläubigen respektieren. Dies ist in der Offenbarung Bahaullahs klar festgehalten. Shoghi Effendi stellte sogar eindeutig heraus, dass selbst Bundesbrecher - sozusagen das Schlimmste was es theologisch aus Bahai-Sicht geben kann - volle bürgerliche Rechte genießen müssen.

Zitat:
Auch der Bahai-Glauben ist nicht das Ende und es wird mehr Erkenntnis geben.


Das Bahaullah eine weitere Manifestation Gottes folgen wird geht ja ebenfalls aus seiner Lehre hervor.
@Kisses

Zitat:
Könnten wir überhaupt laut Bahai-Glauben heiraten? Nach seiner Scheidung...


Ja!

Eine Bahai-Ehe könnt ihr schließen:

- wenn ihr beide aus freien Stücken der Ehe zustimmt
- wenn eure lebenden Elternteile keinen Protest gegen die Ehe anmelden
- wenn niemand von euch bereits verheiratet ist (eine oder mehrere geschiedene Ehen zählen nicht)
- wenn ihr eure Ehe auch staatlich schließt bzw. anerkennen lasst
- wenn ihr den minimalen Bahai-Ritus einhaltet (andere, z.B. christliche, Riten können ergänzt werden, sofern sie nicht gegen Bahai-Gebote verstoßen)

Ehen die vor der Konversion zum Bahaitum geschlossen wurden werden übernommen.

Die Scheidung wird im Bahaitum zwar als etwas schlechtes betrachtet, aber sie ist nicht verboten. Sie soll nur lediglich als letzter Ausweg verwendet werden, wenn ein deutlicher und anhaltender Wiederwille bei mindestens einem Ehepartner vorliegt.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Eine Bahai-Ehe könnt ihr schließen:

- wenn mindestens einer von euch Bahai ist (erklärtes Mitglied der Gemeinde)


Gaaanz theoretisch könnten sogar zwei Nicht-Baha'i eine Baha'i-Ehe schließen. Dummerweise kann ich das Zitat hier nicht posten, weil es auf Englisch ist. Finde ich bisweilen misslich.

Lights of Guidance #1290
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Sören hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Eine Bahai-Ehe könnt ihr schließen:

- wenn mindestens einer von euch Bahai ist (erklärtes Mitglied der Gemeinde)


Gaaanz theoretisch könnten sogar zwei Nicht-Baha'i eine Baha'i-Ehe schließen. Dummerweise kann ich das Zitat hier nicht posten, weil es auf Englisch ist. Finde ich bisweilen misslich.

Lights of Guidance #1290


Hier ein Link dazu:

http://en.bahaitext.org/Lights_of_G.....Bah.C3.A1.E2.80.99.C3.ADs

Du hast völlig recht. Ich habe meine Fehlinformation entfernt.

Besagte Stelle wirft natürlich eine Fragen auf. Gelten die Bedingungen der Bahai-Ehe dann auch für sie? Wie etwa das kein Elternteil Wiedersprechen darf? Das keine Polygamie erlaubt ist? Etc.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Besagte Stelle wirft natürlich eine Fragen auf. Gelten die Bedingungen der Bahai-Ehe dann auch für sie? Wie etwa das kein Elternteil Wiedersprechen darf? Das keine Polygamie erlaubt ist? Etc.


Naja, in dem Fall würde ich meinen ja, denn für einen Nicht-Baha'i, der einen Baha'i heiratet, gelten die Bestimmungen ja ebenso. Es geht dabei auch in gewisser Weise um eine religiöse Segenshandlung, die an feste Bedingungen geknüpft ist, die unabhängig von der Person sind und somit nicht in die eigentliche Kategorie 'Baha'i-Gesetz' fallen. Man will ja was vom Rat, und der diktiert die Bedingungen.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Hallo,
es wird ja sehr interessant, wie Nicht-Bahai eine Baha'i-Heirat vollziehen.
Ich würde es auch so sehen, dass dann auch die Bestimmungen gelten müssten.
Anderenfalls würde es ja sehr merkwürdig. Die elterliche Zustimmung soll hat ja einen Hintergrund.
Ob man wirklich etwas vom Rat will ist die Frage - will man nicht etwas von Gott? Der Rat wiederum sollte auf Gott hören. Wenn Baha'u'llah vom Rat anerkannt ist, dann sollten seine Worte wohl gelten.
Der Rat wird es wissen
Kisses hat folgendes geschrieben:
Ob man wirklich etwas vom Rat will ist die Frage - will man nicht etwas von Gott?


Da gebe ich Dir recht, liebe Kisses, es war wohl so gemeint, dass der Rat es ja umsetzen muss - und - er drängt Euch diese Hochzeit ja nicht auf - zumal ich es so verstanden habe, dass es Dir vordringlich um die Hochzeit geht und erst in zweiter Linie um einen eventuellen Beitritt.

Übrigens auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Lieben Gruß,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Minou,
die Heirat ist in weiter Ferne. Alte Erfahrungen "hindern" meinen Partner.
Trotzdem habe ich einen Weg gefunden und den Weg beschritten.
Nun denke ich einfach, dass die Liebe zwischen uns echt ist und früher der "Sinn" der Ehe einfach missverstanden war.
Ich kann die Vergangenheit nicht ändern... Das ist auch nicht meine Aufgabe.
Innerlich habe ich geheiratet und dem diene steht nun ein Gebot entgegen, das ich bewundere, verstehe und trotzdem nicht erfülle.
Nun könnte ich mir/ihm theoretisch eine Frist setzen, Druck aufbauen und das würde zu Angst führen können - nein danke...
Lieber würde ich mich nicht registrieren, wenn dies gefordert würde:
Mich erst registrieren und dann austreten wäre auch mehr als seltsam.
Eine Hochzeit schließe ich nicht aus - aber eben nur/erst, wenn es in Schönheit glänzt und nicht als Gefahr oder in Ketten gelegt empfunden wird.
Ich hoffe, dass es jetzt klarer wurde.
Liebe Grüße
Kisses
Kisses hat folgendes geschrieben:
Die Hoffnung an eine Ehe ist seinerseits kaputt. [...] Nach zweieinhalb Jahren zu sagen "Ich will keinen Sex mehr vor der Ehe" - wäre auch der Hammer. Irgendwie habe ich ihm innerlich etwas versprochen das ich durchaus Ehe nennen würde. Derzeit wäre es einfach aufgesetzt und nicht reinen Herzens, wenn ich mich trennen würde.


1) Zuerst sollte er ja nicht irgendwen heiraten, sondern dich. Es geht also um eine ehe zwischen ihm und dir.

2) Natürlich ist eine so grundlegende Veränderung der Beziehung wie die Entziehung der sexuellen Komponente nach so langer Zeit ein Schock. Hier gibt es letztlich ja nur zwei Möglichkeiten:

a) Ihn diskursiv davon zu überzeugen zu heiraten.
b) Ihm die 'Pistole' auf die Brust zu setzen. Der Entzug von Sexualität soll ja auf daran interessierte Partner eine starke Überzeugungskraft auswirken.

Was du machst musst du aber selbst wissen. Sich jetzt so von außen in eine Beziehung einzumischen ist ohnehin etwas vermessen.