Endzeit und Neuanfang


Ich meine, der Begriff "Eigene Meisterschaft" kann eh passend sein.
Demetrius hat folgendes geschrieben:

Der Mensch unterliegt einer FALSCHEN geistigen Vorstellung. Er hält sICH für Körper und Person.
In Wahrheit ist er aber EINS mit ALLEM.
Es geht also im Leben darum, eine FALSCHE geistige Vorstellung vom ICH BIN zu LÖSCHEN, und dann die RICHTIGE Vorstellung vom ICH BIN eins mit ALLEM aufzubauen.

Der Mensch ist zwar im Hier und Jetzt eine Person mit Körper, allerdings ist letztendlich alles Eins.
_________________
Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Hallo Demetrius und alle anderen,
eine große Frage ist bei dieser "Ich-Illussion" offen geblieben.
Es gibt kein "ICH" (es ist eine Kette von Erfahrungen und hierdurch Wahrnehmungen, die Erfahrungen sind auch von den "ICH"-Vorfahren).
So, aber da ist ja irgendetwas!
Also kam mein Gefühl auf ein "Wir". "Alle Menschen, die ganze Welt". Etwas nicht abgrenzbares. Ja und dann kam ich auf Gott.
Jetzt bekam ich allerdings an dem Punkt gesagt, dass ich Gott nicht erleben könne! Zudem gäbe es kein "Wir", wenn es keine "ICHs" gäbe.
Da kam ich nicht mit.
Übergeordnet gäbe es nur die "Ich-Illussion". Es gibt in meiner Wahrnehmung durchaus gut und weniger gut. Umweltschutz z.B. sollte alle Menschen angehen - weil wir auf der gleichen Welt sitzen.

Mir kam es einfach so vor, dass eine perfekte Desillussion mich zum Fakir machen könnte, da es sinnlos wird und niemand eine Aufgabe habe! Meine persönliche Aufgabe ist zu lieben und das auf die ganze Welt bezogen. Woher kommt diese Aufgabe - aus mir heraus, aus Gott heraus oder als Illussion! Streiche ich die Liebe heraus, so kommt wieder der Fakir als "Alternative".
Als Gegenmodell bekam ich dann heraus, dass ich wohl nicht so an bestimmtes Schicksal glaube, wie Andere.
Für mich gibt es so etwas wie Wille und Entscheidungsmöglichkeit.

Danke für die anderen Ansichten oder die Erklärungen für Doofies
Hallo Kisses,


Zitat:
Meine persönliche Aufgabe ist zu lieben und das auf die ganze Welt bezogen. Woher kommt diese Aufgabe - aus mir heraus, aus Gott heraus oder als Illussion! Streiche ich die Liebe heraus, so kommt wieder der Fakir als "Alternative".
Als Gegenmodell bekam ich dann heraus, dass ich wohl nicht so an bestimmtes Schicksal glaube, wie Andere.
Für mich gibt es so etwas wie Wille und Entscheidungsmöglichkeit.


Nö, eine Illusion ist das nicht.
Für mich ist es einfach eine Folge der Evolution. Um die immer größer werdenden menschlichen Gruppen zusammenzuhalten und andere Gruppen nicht gleich als Nahrungsmittel- oder Gebietskonkurrenten anzusehen, mußten sich moralische Vorstellungen entwickeln. Was bot sich da besser an, als Naturerscheinungen zur Unterstützung dieser moralischen Werte heranzuziehen und bei Nichtbeachtung dieser Werte gleich ein "heiliges Donnerwetter" als Strafe vom Himmel herabzurufen.
Die sich daraus entwickelten Religionen haben allerdings leider sehr oft den "Pferdefuß", daß sie sich auch gut zum Machtmißbrauch eignen.

Du kannst die Welt nur durch deine Augen sehen! Wer dir was anderes erzählt, der lügt! Und deine Sicht auf die Welt ist abhängig von deinen Genen und von deiner Erfahrung und damit sind auch die Grenzen für deine "freie Entscheidung" gezogen.
Das schließt natürlich nicht aus, daß es moralische Werte gibt, die von der Mehrheit der jetzt lebenden Menschen als gültig oder zumindest vertretbar angesehen werden. (Sie stimmen aber nicht unbedingt voll mit den "Gottes-Gesetzen" überein).
An ein fatalistisches Schicksal glaube ich auch nicht. Aber es gibt von mir nicht steuerbare Einflüsse auf mein Schicksal, aus denen ich dann nur noch "das Beste" machen kann.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Pjotr Kala,
den Liebesauftrag als Evolution zu betrachten ist eine sehr interessante Ansicht, die ich sehr gut nachvollziehen kann. Man kann sein Umfeld zerstören, aber das bringt ja wenig und führt zu Gefahren.

Auch den von Dir erwähnten Machtmissbrauch kann ich "sehen": Jede Form von Abgrenzung ist für mich dieser Missbrauch und Gruppen bekommen schnell ein Elitebewusstsein, was dieser Missbrauchmöglichkeit die Türen öffnet.

Die Welt nur "durch meine Augen sehen" da kommt bei mir ein nachdenkliches Fragezeichen. Da wäre bei mir ein "ICH", das ich evtl durchschaut habe. Dieses "ICH" grenzt sich ab.
Der, der mir anderes erzählt, der hat vielleicht gemerkt, dass seine Betrachtungsweise nicht absolut ist. Ich kann mich sehr wohl sogar in entgegengesetzte Meinungen reindenken. Man kann Menschen Fragen, wieso sie anders denken und sich überzeugen lassen (wenn man etwas erkennt).
"Meine" Erfahrung würde stark bei Seite gewischt. Es gibt nicht "meine Erfahrung", wenn ich mir den Ursprung der Erfahrung anschaue. Für mich ist dies genau die Illussion .
Ich bin sozusagen beim ersten Menschen gelandet, der "meine Erfahrung" geprägt hat. Wenn ich dies durchschaue, dann sehe ich, dass mein Denken "manipuliert" ist von dem Umfeld und ihren Vorfahren.
Das einzige, was blieb war dann "Liebe", da keiner oder alle schuldig ist/sind.
Meine Gene? Durch die fühle ich mich nicht bestimmt...
"Meine" Erfahrung? Gibt es nicht oder ist nicht maßgeblich
"freie Entscheidung" Die sehe ich stärker denn je, aber eingegrenzt in Liebe.
Für mich gibt es nur noch eine Art Bewusstsein, dass alle Ferne von Harmonie darin begreift, dass sich Menschen abgrenzen und verurteilen. Jeder Streit, den ich betrachte ist so aufgebaut. "Du musst das so und nur so ist richtig" - das steht dahinter und damit ein abgegrenztes "ICH" in dem es tobt, wenn der andere widerspricht und seine Sicht als eigene Sicht hat.
Der Streit führt wieder zu Folgen und oft zu einer Entfernung... Das interessante ist der innerliche "Krieg", den ich an den einzelnen Streithähnen beobachte - es geht ihnen meist nicht gut oder nur vordergründig. Illussion von Sieg oder Niederlage kommen dann noch auf.
Hallo Kisses,

Zitat:
"Meine" Erfahrung würde stark bei Seite gewischt. Es gibt nicht "meine Erfahrung", wenn ich mir den Ursprung der Erfahrung anschaue. Für mich ist dies genau die Illussion .
Ich bin sozusagen beim ersten Menschen gelandet, der "meine Erfahrung" geprägt hat. Wenn ich dies durchschaue, dann sehe ich, dass mein Denken "manipuliert" ist von dem Umfeld und ihren Vorfahren.


Wenn du so willst, haben sich die Erfahrungen der Urmenschen und aller nachfolgenden Generationen auch teilweise in den menschlichen Genen niedergeschlagen. Gerade die Erforschung und die Unterscheidung von ererbten und erlernten Verhalten ist ja eine spannende Sache in der Verhaltensforschung.

Zitat:
Meine Gene? Durch die fühle ich mich nicht bestimmt...
"Meine" Erfahrung? Gibt es nicht oder ist nicht maßgeblich
"freie Entscheidung" Die sehe ich stärker denn je, aber eingegrenzt in Liebe.


gg, ohne die Herrschaft deiner Gene und dem erlernten Wissen (= Erfahrung) hättest du gar nicht die Möglichkeit, hier zu schreiben.
Und glaubst du wirklich, du könntest irgendeine Entscheidung treffen, in der nicht deine bis dato gemachten Erfahrungen (und sei es auch nur das "Bibellesen) einen wichtigen Beurteilungsfaktor bilden?

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Du kannst die Welt nur durch deine Augen sehen! Wer dir was anderes erzählt, der lügt! Und deine Sicht auf die Welt ist abhängig von deinen Genen und von deiner Erfahrung und damit sind auch die Grenzen für deine "freie Entscheidung" gezogen.
Das schließt natürlich nicht aus, daß es moralische Werte gibt, die von der Mehrheit der jetzt lebenden Menschen als gültig oder zumindest vertretbar angesehen werden. (Sie stimmen aber nicht unbedingt voll mit den "Gottes-Gesetzen" überein).

Stimmt! Weil sie nicht immer so mit Gottes Gesetz übereinstimmen, ist das Leben auf dieser Welt unterm Strich nicht unbedingt immer so toll.
_________________
Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Kisses,
Wenn du so willst, haben sich die Erfahrungen der Urmenschen und aller nachfolgenden Generationen auch teilweise in den menschlichen Genen niedergeschlagen. Gerade die Erforschung und die Unterscheidung von ererbten und erlernten Verhalten ist ja eine spannende Sache in der Verhaltensforschung.

Irgendwie kann ich mir nicht so richtig Vorstellen, dass sich Erfahrungen in Genen niederschlagen. Ja, Verhaltensforschung ist sehr interessant.
Die Gene sind selektiert worden nach Überlebens- und Vermehrungsvorteil. Somit ist Angst in den Genen durchaus von Vorteil gewesen. Man rennt halt nicht unbedingt euphorisch und allein einem Säbelzahntiger entgegen Die Erfahrung ist da für mich weniger in den Genen als die einfache Selektion von Vorteilen.

Zitat:
Meine Gene? Durch die fühle ich mich nicht bestimmt...
"Meine" Erfahrung? Gibt es nicht oder ist nicht maßgeblich
"freie Entscheidung" Die sehe ich stärker denn je, aber eingegrenzt in Liebe.


Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

gg, ohne die Herrschaft deiner Gene und dem erlernten Wissen (= Erfahrung) hättest du gar nicht die Möglichkeit, hier zu schreiben.
Und glaubst du wirklich, du könntest irgendeine Entscheidung treffen, in der nicht deine bis dato gemachten Erfahrungen (und sei es auch nur das "Bibellesen) einen wichtigen Beurteilungsfaktor bilden?
Pjotr Kala

"Herrschaft" meiner Gene -hmmm- sind meine Gene vielleicht nur ein Potential und nur zu einem winzigen Teil genutzt? Sie beherrschen mich nicht, sondern werden genutzt? Begrenzen können sie mich vielleicht... Angst z.B. kann ja aktiv bearbeitet werden - mit den Armen fliegen ohne Hilfmittel ist nicht drin... Aber ich nutze doch nur einen geringen Bruchteil meiner Fähigkeiten/meines Gehirns.

Erfahrung unterliegt wahrscheinlich noch einer Definition - wir erleben zunächst nur Reize aufgrund unserer Sinneswahrnehmungen. Dann gibt es Erinnerungen an Reize:
Es beginnt dann aktives Erkennen: Ein erscheinender Reiz führt zur Reizidentifikation, wird im Kontext gespeicherter Erinnerungen, bewertet und katalogisiert.
Die Interpretation eines Reizes für zu einer definierten Vorstellung also einem Begriff - also aus der Erfahrung heraus.
Dann kommen weitere Reize und Wiederholungen: die werden dann mit den aktiv erkannten "verstrickt" und es kommt zu einem Charakter als verfestigte Strukturen.

Man sieht zum Beispiel nicht "Baum" mit den Augen. Man sieht Farbunterschiede, aber nicht "grün", Formen, Licht...
So gesehen hat mein "Ich" dann in den Wiederholungen gekramt und die Interpretation Baum hervorgekramt.
Wenn jetzt eine Person etwas sagt, dann haben meine Ohren ein Reiz, aber diese werden nicht bewerten. Was bewertet dann?
"Meine" Erfahrung, die mir zum Großteil anerzogen ist von meinem Umfeld. Diese Erfahrung ist nicht absolut oder maßgeblich und nicht von "mir" gestaltet. Trotzdem nennen die meisten Menschen dann so etwas "ICH" und sehen sich selbst schnell auf die Füße getreten, wenn ein anderes "ICH" auftaucht.
Nur mit "meinen" Augen sehen ist irgendwie seltsam, da es hier wohl nicht nur um Farben, Formen und Licht geht. Jede ICH ist so ein Konstrukt - wobei ich halt denke, dass er ein Wir im Übergeordneten gibt und da taucht dann meine Frage auf. Ein Wir ohne ICHs?
Vielleicht habe ich die Illussion "anders" durchschaut und komme an den Punkt von ICH-Haftigkeit näher als von wirklicher ICH-Losigkeit.
Irgendwas hapert bei meinem Denken über diese Desillussion.