Andere herabsetzen


Ich denke daher, ich werde mich überhaupt nicht über meinen Bruder erheben!
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:


Ich denke daher, ich werde mich überhaupt nicht über meinen Bruder erheben!


Da gratuliere ich Dir zu Deinem Entschluss
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Ich habe mich eben gefragt, warum man, wenn man seinen Frieden in seiner Religion gefunden hat, andere Religionen herabzusetzt, indem man immer wieder nach Fehlern bei den anderen sucht oder immer wieder betont, dass nur die eigene Religion die einzig richtige ist und alle andern falsch sind.



Liebe Grüße
und einen wunderschönen Tag
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
@all!

Zu wissen, was im Sinne Gottes richtig und falsch ist, ist für mich keine Bürde, denn das Richtige liebe ich, und dem Falschen verzeihe ich.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Eine These, wieso man andere Personen herabsetzt:

Es wird oft ein gemeinsamer Feind gesucht. Das schweißt zusammen. Dies teilte mir meine Mutter oftmals bezüglich der Politik mit.
Wenn es im eigenen Land Probleme gibt, dann kann man einen Feind suchen und im Extremfall gegen ihn Krieg führen. Angst wird auch gerne angewendet.

Ich glaube, dass wir hierdurch Abgrenzung erlernen und es zur Normalität des Lästerns kommt. Man lotet aus, was das Gegenüber denkt, warnt und gibt/nimmt Nähe.

Probleme geben auch viel Gesprächsstoff her.

Wer positiv redet, der kommt womöglich noch in die Lage, dass er Neid auf sich zieht oder unglaubwürdig ist.
Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
Abgrenzung kann schnell zur Ausgrenzung führen und im schlimmsten Fall sind die Ausgegrenzten dann die Sündenböcke für alles Mögliche.

Und viele haben sich nach kurzer Zeit lehren lassen müssen, daß der Feind meines Feindes auch mein Feind werden kann.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
linde hat folgendes geschrieben:
Hallo Leute, ich habe mir gerade mal wieder Gedanken darüber gemacht wie es kommt, dass der Mensch manchmal das Bedürfnis hat andere Menschen herabzusetzen. [...]
Schöne Grüße
Linde

Etliche Faktoren spielen hier mit. Das weibliche Geschlecht unterliegt diesen Faktoren nur bedingt, sie sind in ihrer Psyche deratigem gegenüber erheblich resistenter als Männer.

Das beginnt sicherlich wie Linde es bereits anriss.
Auch spielt natürlich die individuelle Anlage, welche auch bei Männern sehr unterscheidlich ausgeprägt sein kann, mit.
Die Lebenserfahrung in jungen Jahren kann über das individuelle Umfeld ebenso prägend wirken. Dabei lässen sich natürlich weniger häufig als man meint die Elternhäuser festmachen.

Vieles beginnt auch in den Schulen wenn Dinge wie gegenseitiges Mobben dort nicht bzw an nur an ganz wenigen Schulen Thematisierung finden.

All das sowie alles andere liegt an nun an uns es grundlegend zu verbessern, denn die Ursachen -gleich was- bekommen wir leicht auf dem Tisch.
Wer mit dieser Antwort was anfangen kann, kriegt ein Fleißbienchen.
Mir kamen beim Erwachen noch ein paar Gedanken.

Ich würde diese Herabsetzungen spätestens in die Kindergartenzeit legen.
Passend zu Friededemland. Wir lernen die ersten grundlegenden Schimpfwörter und es wird zum Alltag durch einige Kinder (mit mehr Erfahrung oder größeren Geschwistern).

Vielleicht "verteidigen" wir hiermit unsere (anerkannten) Familien-Regeln. Wir haben Ideen, wie jemand zu uns sein darf und wenn nicht, dann bekommt er ein Wort an den Kopf. Wir passen uns auch den Gruppenregeln an und es kommt zu Außenseitern, die unserem Image "schaden" können.

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob man Jungs da als benachteiligt betrachten sollte. Ich denke, dass Jungs ein anderes Rollenbild verpasst bekommen und sich dem fügen.
"Es sind Jungs, lass sie doch". Jungs bekommen tendenziell keine Puppen in die Hände. Man gehe mal 'pazifistisch' durch die Jugendabteilung oder schaue sich die Mädchensachen an. Ich würde jetzt vermuten, dass die Industrie sich an das gesellschaftliche Jungenbild anpasst.
Es ist für mich eine 'unbewusste' Entscheidung, dass ein Junge eine Teddy bekommen darf, aber meist keine Puppe.
Spätestens ältere Jungs werden die Rolle schon klar machen...

Vor vielen Jahren habe ich entschieden, dass mein Sohn statt Drogenfiguren auf den Shirts, nette Comicfiguren tragen darf. Camouflage und olivgrün habe ich gemieden. Das war die Mode für 4/5-Jährige! Ich müsste auf Flohmärkte, weil es hauptsächlich diesen Einheitspreis gab.

Ich war sehr glücklich, dass er sich in der Grundschule mit neuen Mitschülern beschäftigte, obwohl der Rest der Klasse diese ignorierte. Er hatte tatsächlich von sich aus die Perspektive übernommen.
Ich glaube, dass man Jungs bewusst zum Querdenken erziehen kann.

Aber meine Erfahrung wäre, das Frauen mehr lästern