Leben nach dem Tot gibt es nicht!


Also ich bin peer zufall auf die seite gestoßen ...(Rechtschreibfehler könnt ihr behalten)Aber alle leute die an ein leben nach dem Tot glauben oder an Gott selbst ,die leben in einer Traumwelt!Nehmen wir mal an ein Leben nach dem Tot gibt es ,wie würde das aussehen ,im Himmel oder auf einen anderen Planeten würden wir als Geist umherschweben ohne die Möglichkeit mit unseren Hinterbliebenen kontakt aufzunehmen ,...Als schwebender Geist ,keine aufgaben zu haben ...nur der Geist alleine kann nicht Arbeiten oder irgnd was erschaffen oder Gefühle zeigen!Nehem mir mal an man würde nach dem Tot neu geboren und in einem neuen Körper heranwachsen?Wie traurig währe es zu wissen das liebe zweier Menschen kein eigenes Leben erschafen können ,sondern nur dazu dient ,einen Körper vorzubereiten um darin eine fremde unbekannte Selle zu reanimieren ,etwas eigenes zu erschaffen ,würde es dan nicht mehr geben!Nehmen wir jetzt mal an Gott gibt es tatsächlich?Dan währe es auch realistisch das Gott die Dinosaurier erschaffen hat ,und er hat 1000 von Lebewesen vernichtet damit es uns gibt?Was ist wenn Gott wider etwas neues will und uns vernichtet?Fakt ist wenn es Leben nach dem Tot gibt ,dan ist unser Leben viel weniger wert als wir glauben!
Erst einmal herzlich willkommen im Forum!

Ich glaube wenn man solche Vorstellungen vom Leben nach dem Tod hat, dann kann es tatsächlich sehr schwierig werden, so etwas zu glauben. Dabei wird aber zum Beispiel die Wiedergeburt im Buddhismus nicht als Wiederkehr der Seelen betrachtet, sondern als Weiterleben der Lebensenergie, um es mal so verständlich wie möglich auszudrücken.

Auch das rumwabern als Geist, der zu jeglicher Interaktion unfähig ist, ist eine merkwürdige Vorstellung. Da gebe ich dir vollkommen recht. Trotzdem leidet nicht jeder religiöse Mensch an Wahnvorstellungen, denn nicht jeder religiöse Mensch glaubt das, was du ihm unterstellst
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
derkluge hat folgendes geschrieben:
.Als schwebender Geist ,keine aufgaben zu haben ...nur der Geist alleine kann nicht Arbeiten oder irgnd was erschaffen oder Gefühle zeigen!


Das hast du schon Recht - die Vorstellung nur als rein geistig-seelisches Wesen in Ewigkeit weiterzuleben zu müssen hätte wirklich etwas Unbefriedigendes. Wie du auch richtig erkannt hast, ist "Gefühle zeigen" ein wesentliches Element, das unser Menschsein ausmacht - und das tun wir Menschen eben mit unserem Leib. Durch Mimik, Gestik, Berührungen und Zärtlichkeiten, Blicke, die Sprache. Die Seele braucht also den Leib um sich überhaupt "ausdrücken" zu können, um in Interaktion zu treten, um im vollsten Sinne wirken zu können.

Nach christlicher Ansicht werden wir nach dem Tod weder zu einem rein geistig-seelischen Leben gelangen, noch werden wir erneut in einen biologischen Körper auf dieser Welt hineingeboren werden. Wir Christen glauben, dass wir nach unserem Tod einen neuen Leib erhalten werden - einen sogeannten "verklärten" Leib. Du kannst dir diesen neuen Leib vielleicht am ehesten vorstellen wie eine "Evolutionsstufe" über diesem Leib, den wir jetzt haben. Der neue Leib wird unzerstörbar sein und nicht mehr Tod und Krankheit unterliegen. Wir werden nach wie vor wir selbst sein, mit Körper, Geist und Seele - nur eben auf einer viel höheren Daseinsebene.

Du warst ja auch einmal mitsamt deinem Leib im Mutterleib - und jetzt bist du hier ohne deinen Leib verloren zu haben. Und doch war deine Geburt sozusagen ein "Sprung" in eine viel höhere Daseinsebene. Überlege was du durch deine Geburt an Wahrnehmungen und Handlungsmöglichkeiten dazugewonnen hast - wie stark alle Dimensionen des Lebens zugenommen haben durch das Verlassen des Mutterleibes. So ein Sprung wird auch der Übergang ins neue Leben sein:

Das neue Leben leitet sich von diesem Leben hier ab - so wie es auch dieses Leben ohne das Vorstadium im Mutterleib nicht geben könnte. Und das neue Leben, das ewige Leben, wird im Vergleich zu diesem Leben noch viel größer sein als dieses Leben im Vergleich zur Existenz im Mutterleib. Wir werden durch den Tod sozusagen in das neue Leben "hineingeboren". Das jetzige Leben ist der "Mutterleib" für das neue und viel größere Leben. Auch eine Geburt ist schmerzvoll - so ist auch das Sterben oftmals ein schmerzvoller Prozess - aber wie groß ist die Freude, wenn der Schmerz überstanden ist und das neue Leben da ist!

"Wenn die Frau gebären soll, ist sie bekümmert, weil ihre Stunde da ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist.
So seid auch ihr jetzt bekümmert, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude.
An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen." (Joh 16,21-23)
derkluge hat folgendes geschrieben:
Nehem mir mal an man würde nach dem Tot neu geboren und in einem neuen Körper heranwachsen?Wie traurig währe es zu wissen das liebe zweier Menschen kein eigenes Leben erschafen können ,sondern nur dazu dient ,einen Körper vorzubereiten um darin eine fremde unbekannte Selle zu reanimieren ,etwas eigenes zu erschaffen ,würde es dan nicht mehr geben!

Wir können niemals Seelen oder generell Lebewesen erschaffen! Wer das ernsthaft denkt, neigt meiner Meinung nach ziemlich zu Größenwahn. Das, was bei einer Kindeszeugung oder grundsätzlich bei jeder Zeugung eines jungen Lebewesens geschieht, ist immer etwas rein Körperliches/Biologisches. Genau genommen sind wir nicht einmal in der Lage, einen Körper vorzubereiten, damit jemand leben kann, sondern das biologische System ist so konzipiert, dass wir nur daran beteiligt sind. Aber im Grunde genommen geschehen da die wesentlichen Dinge von selbst.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Burkl hat folgendes geschrieben:

Nach christlicher Ansicht werden wir nach dem Tod weder zu einem rein geistig-seelischen Leben gelangen, noch werden wir erneut in einen biologischen Körper auf dieser Welt hineingeboren werden. Wir Christen glauben, dass wir nach unserem Tod einen neuen Leib erhalten werden - einen sogeannten "verklärten" Leib. Du kannst dir diesen neuen Leib vielleicht am ehesten vorstellen wie eine "Evolutionsstufe" über diesem Leib, den wir jetzt haben. Der neue Leib wird unzerstörbar sein und nicht mehr Tod und Krankheit unterliegen. Wir werden nach wie vor wir selbst sein, mit Körper, Geist und Seele - nur eben auf einer viel höheren Daseinsebene.

Ich glaube in diesem Zusammenhang, dass das niemals in unserer Jetztrealität stattfindet, sondern in einem anderen dimensionalen Gefüge, oder wie auch immer es beschreibbar wäre. Und es ist nicht einfach wie eine biologische darwinsche Evolutionsstufe Unterschied im Vergleich zu dem jetzigen Leben, sondern unter Umständen sowas wie eine auf unserer Alltagsrealität niemals verwirklichbare Vollendung/Unzerstörbarkeit des möglichen Potentials, das wir zur Lebensgestaltung zur Verfügung haben.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Burkl hat folgendes geschrieben:
aber wie groß ist die Freude, wenn der Schmerz überstanden ist und das neue Leben da ist!


Und was soll daran Freude bereiten? Ewiges Leben? Zu welchem Zweck?
Zitat:
Und was soll daran Freude bereiten? Ewiges Leben? Zu welchem Zweck?

schrieb luschn.

Dieselbe Frage könnte auch der Embryo im Mutterleib stellen in Bezug auf dieses Leben hier auf der Erde.

Man könnte es ihm erklären aber er wäre noch nicht fähig es zu begreifen. Er wird es erfahren. Dann, wenn er sein Leben im Mutterleib beendet, in dem er sich erstmal wohl gefühlt hat und wohl nicht einsehen kann warum er diesen Ort verlassen soll.

Die Aufgabe des Embryo im Mutterleib ist die, all das zu entwickeln was er hier auf dieser Welt benötigt (was bei ihm natürlich ohne sein bewusstes Zutun geschieht) und die Aufgabe auf dieser Welt ist es, all das zu entwickeln, was wir danach im geistigen Leben brauchen. Das können wir ganz bewusst entscheiden.

Schöne Woche
und liebe Grüß Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
linde hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Und was soll daran Freude bereiten? Ewiges Leben? Zu welchem Zweck?

schrieb luschn.

Dieselbe Frage könnte auch der Embryo im Mutterleib stellen in Bezug auf dieses Leben hier auf der Erde.
Man könnte es ihm erklären aber er wäre noch nicht fähig es zu begreifen, er wird es erfahren.

Schöne Woche
und liebe Grüß Linde


Wobei das Leben auf der Erde um ein vielfaches komplexer erscheint als das ewige Leben. Dem Embryo kannst du nichtmal garantieren, dass es die Geburt erlebt bzw. überlebt. Ob es die ersten Monate übersteht, eine Kindheit hat oder jemals als Erwachsener lebensweisende Entscheidungen trifft. In der Vorstellung des ewigen Lebens, entfallen diese einschneidenden Ereignisse komplett, genauso wie alle Grau und Schwarzzonen.
Zitat:
Wobei das Leben auf der Erde um ein vielfaches komplexer erscheint als das ewige Leben.


Schau mer moi, lieber luschn. Das ist so eine alte Vorstellung die ich als früherer Christ auch hatte, dass dann irgendwie nur noch Friede, Freude Eierkuchen herrscht. Ziemlich langweilig.
Nach meinem heutigen Verständnis glaube ich aber, dass es nach dem Ablegen des Körpers erst so richtig los geht. Ebenso wie es im Vergleich zum Leben im Mutterleib auch hier auf der Erde erst richtig los geht. Und darauf sollten wir vorbereitet sein. Andernfalls könnte es uns dann so gehen wie dem Kind, das im Mutterleib nicht alles so entwickelt hat wie es hier benötigt wird. Da hab ich meinen Sohn als Beispiel, der kann zwar auch hier leben, aber ohne diese Mängel wäre es für ihn wesentlich einfacher.

Zitat:
Dem Embryo kannst du nichtmal garantieren, dass es die Geburt erlebt bzw. überlebt. Ob es die ersten Monate übersteht, eine Kindheit hat oder jemals als Erwachsener lebensweisende Entscheidungen trifft.

Völlig richtig, trotzdem ist der Sinn des Lebens im Mutterleib generell die Vorbereitung auf das künftige Leben auf dieser Erde. Alle die hier rumkrauchen und jemals hier waren haben sich erst dort im Mutterleib entwickelt.
Zitat:
In der Vorstellung des ewigen Lebens, entfallen diese einschneidenden Ereignisse komplett, genauso wie alle Grau und
Schwarzzonen.

In Deinen Vorstellungen. Ich hab noch keine genaueren. Weiß nur was ich entwickeln soll und was ich dort brauche.

Alles Liebe
Linde
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Da hat "derkluge" doch Recht - Wer an ein Leben nach dem Tod glaubt hat nur Angst vor dem NICHTS...
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