Jenseitsvorstellungen in den verschiedenen Religionen


Ich möchte da gleich den Anfang mit der Baha'i-Religion machen:

http://www.geistigenahrung.org/ftopic1267.html
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Das Folgende hatte ich mir schon vor einiger Zeit mal zusammengestellt:

Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben. Bahai-Schriften

Leben nach dem Tod
Was sagen die verschiedenen Religionen zu diesem Thema?


Altes Testament

>Staub kehrt zu Staub zurück und die Seele des Menschen wird sich zu ihrem ewigen Heim begeben<

Neues Testament

>Wir haben hier keine bleibende Statt,
sondern die zukünftige suchen wir.<
Hebräer 13,14


Wir wissen:
Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschen errichtetes ewiges Haus im Himmel.
Kor. 5,1



Taoismus
>Sterben heißt Heimkehren<



Hinduismus

>Der Tod ist das Ablegen des Gewandes des Lebens und das Anlegen des Gewandes der Unsterblichkeit.
Der gute und gerechte Mensch wird immer leben<


Islam

>Das Leben hinieden ist nur ein vergänglicher Genuss; und das Jenseits allein ist dauernde Heimstatt<



Buddhismus

>Der Gute und Weise wird Glück im Jenseits finden<


Sikhismus

Der Gute stirb nur, um nach Hause zurückzukehren.



Bahai-Religion

Der Gedanke, dass der Geist nach dem Tod
des Körpers zugrunde gehe, ist wie die Vorstellung,
dass ein Vogel in einem Käfig umkäme, wenn der Käfig zerbrochen wird, obwohl der Vogel von der Zerstörung
des Käfigs nichts zu fürchten hat.
Unser Körper ist dem Käfig und der Geist dem Vogel zu vergleichen…Wenn daher der Käfig zerbricht, wird
der Vogel unversehrt weiterleben;
seine Empfindungen werden sogar tiefer,
seine Wahrnehmungen weiter
und sein Glück größer sein.


Schöne Grüße
Linde

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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Weiß jemand vielleicht, ob der Islam auch - wie das Christentum - die Vorstellung des Jüngsten Tages und der Auferstehung von Körper und Seele hat?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Also ich meine, der Islam hat diese Vorstellung vom jüngsten Gericht auch, allerdings teils ziemlich brutal, was Höllenlehre betrifft.
Minou hat folgendes geschrieben:
Weiß jemand vielleicht, ob der Islam auch - wie das Christentum - die Vorstellung des Jüngsten Tages und der Auferstehung von Körper und Seele hat?


Soviel ich weiß, gibt es den Glauben an die leibliche Auferstehung zum Endgericht sowohl im Judentum als auch Islam zu finden. In unterschiedlichen Strömungen dieser Religionen wird aber wiederum auch geglaubt, dass nur die Seele nach dem Tod weiterlebt. Es gibt dort also beide Vorstellungen.

Das besondere am christlichen Auferstehungsglauben ist, dass dieser auf den Zeugenberichten im Evangelium beruht. Zeugenaussagen von Menschen, die Jesu Sterben und Grablegung beobachtet hatten und danach die den Erscheinungen des auferweckten Jesus in leiblicher Gestalt vor Menschen, insbesondere einigen seiner Jünger, die sich durch diese Begegegnungen zur Völkermission berufen sahen.

Als Christen glauben wir also, dass wir wenn wir von "Auferstehung des Leibes" sprechen über etwas reden, das bereits an einem Menschen Wirklichkeit geworden ist. Der Kern und die Grundlage des christlichen Glaubens ist also ein reales Geschehen. Unser christlicher Glaube steht und fällt mit der Wahrheit der Zeugenberichte über die Begegnung mit dem Auferstandenen.

Christus "verbürgt" also die Wahrheit der leiblichen Auferstehung und ist gleichzeitig derjenige, von dem sie abhängt. Er ist der Maßstab für alle Menschen, die an dieser Auferstehung teilhaben wollen. Ins ewige Leben gelangen wird am Ende der Zeiten nur, wer in seinem irdischen Leben von seinem Wesen her Christus ähnlich geworden ist.
Zitat:
Wie du auch richtig erkannt hast, ist "Gefühle zeigen" ein wesentliches Element, das unser Menschsein ausmacht - und das tun wir Menschen eben mit unserem Leib.


schrieb Burkl in dem Thread >Leben nach dem Tode gibt es nicht<

Ich denke allerdings, dass es genau umgekehrt ist. Wenn uns jemand kränkt, uns jemand Leid zufügt, uns verlacht, uns das Leben zur Hölle macht z.B. durch üble Nachrede oder Verleumdung, dann ist es nicht unser Körper der leidet, dann ist es unsere Seele. Dieses Leid der Seele kann dann allerdings im Körper seinen Ausdruck finden, z.B. durch Krankheit.

Und wenn uns jemand eine Freude macht, z.B. durch ein Geschenk, einen Besuch, ein liebes Wort oder ein Lächeln, dann ist es unsere Seele die sich freut, nicht der Körper.

Und so bin ich überzeugt, dass die Seele auch nach dem leiblichen Tode im Jenseits Freude oder Schmerz erlebt.



Gute Nacht Freunde, es ist Zeit für mich zu gehn!

Liebe Grüße
Linde
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Bahá'u'lláh
Klar wird, meine ich, die Seele dann dort genauso Freude oder Schmerz fühlen, je nachdem, was sie letztlich anzieht. Das ist auch schon im Diesseits so, meine ich.

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