Tafel der Liebe von 'Abdu'l-Bahá


Zitat:
Wenn in und durch Jesus Gott, der die Liebe ist, sich für uns hingegeben hat - und das ist unser Glaube - dann ist das, was am Kreuz erkennbar ist, der universelle Maßstab der Liebe.


schrieb Burkl.

'Abdu'l-Bahá sagte:

Wisse, dass die ganze Schöpfung in großer Trauer weinte, als der Menschensohn Seinen Geist zu Gott aufgab. Doch indem Er sich selbst opferte, wurde allem Erschaffenen eine neue Fähigkeit eingehaucht.

Die tiefste Weisheit, welche die Weisen zum Ausdruck bringen, die gründlichste Gelehrsamkeit, die Menschengeist entfaltet, die Künste, welche die fähigsten Hände gestalten, der Einfluß, den die mächtigsten Herrscher üben, sind nur Offenbarungen der belebenden Macht, die Sein überragender, Sein alldurchdringender und strahlender Geist entfesselt hat.

Wir bezeugen, dass Er, als Er in die Welt trat, den Glanz Seiner Herrlichkeit über alles Erschaffene ergoß.


Diese Aussage ist für mich so gewaltig. Dieses Opfer, damit etwas Neues entstehen kann. So wunderbar!
Wie ein Samenkorn sich opfert, damit aus ihm ein neuer Baum hervorgeht und neue Früchte entstehen.

Schöne Grüße
Linde

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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Zitat:
Diese Aussage ist für mich so gewaltig. Dieses Opfer, damit etwas Neues entstehen kann. So wunderbar!


Ja - genau genommen ist diese Aussage alles. Denn das Neue, das durch dieses Opfer hervorgebracht wurde ist der neue Mensch. Das ist ja das Wunderbare - der alte Mensch, der sich und Andere dem Tod weiht ist am Karfreitag am Kreuz gestorben. Und aus dem Grab kommt zwei Tage später am Ostersonntag der neue unzerstörbare Mensch. Was hier geschehen ist, ist die Neuerschaffung des Menschen - und jeder kann in diese Neuschöpfung eintreten. Der usprüngliche Plan Gottes mit den Menschen wurde wiederhergestellt. Wir können alle wieder so werden, wie wir von Gott ursprünglich gemeint waren - weil Einer stellvertretend für Alle so wurde, der Preis dafür: Die Selbsthingabe aus Liebe. Still wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt - ohne jede kleinste böse Regung, ohne Vorwürfe, ohne Anklage, ohne Groll, auch im unglaublichen ungerechten Schmerz, in der Schmähung, im Bespucktwerden voller reinster Liebe gegen Alle. Das konnte nur Gott tun, kein Mensch war dazu fähig das gesamte konzentrierte Böse zu "absorbieren", alles Übel in sich aufzunehmen, und dadurch, dass er keinen Millimeter daran Anteil hatte an diesem Bösen und es trug, es gleichsam von "Innen heraus zu sprengen". Der Tod ist tot, das Leben hat gesiegt. Der Mensch ist wieder der Ewigkeit, der Liebe und Gott näher als dem Tod, dank des Opfers von Jesus Christus. Gott sei Dank!
Burkl hat folgendes geschrieben:
Es ist eben ein wesentlicher Unterschied, ob Liebe persönlich und unmittelbar gelebt wird, oder ob Gesandte "dazwischengeschaltet" sind, so wie bei dem Beispiel mit der Überbringung von Blumen an die geliebte Frau.


Die Gesandten Gottes, zu denen ich auch Jesus, den Christus zähle, sind für mich nicht "dazwischengeschaltet", sondern sie sind in ihrem Wesen gleich Gott, daher bezeichnet man sie auch als Spiegel, die Gottes Wesen offenbaren, aber auch ganz Mensch, was die irdischen Bedingungen betrifft.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Lieber Burkl,

ich sehe ehrlich gesagt keinen wesentlichen Unterschied zu Deinem und dem Bahá'i Glauben. Wie Bahá'u'lláh es auch gelehrt hat wünscht Du Dir einen Gott, der der Menschheit nahe sein möchte. Die Liebe durch die "Gottessohnschaft" und die "Manifestation Seiner Selbst" sind äquivalente Anschhauungen.

Ein Vater und das Kind haben eindeutig ähnliche Gene und doch ist das Kind nicht gleich der Vater. Es macht wohl sonst keinen Sinn, dass Jesus im Neuen Testament zu Seinem "Vater" betet. Betet sich hier Gott selbst an ? Das wäre wohl mehr als absurd.

Die einzige wirklich plausible Erklärung ist, dass sich Gott und Jesus zwar wesensähnlich sind wie etwa eben die Sonne und der Spiegel, der das Wesen der Sonne reflektiert. Sieht man in den Spiegel, sieht man die Sonne.

Ich verstehe bei allen Deinen Beiträgen und bei allem logischen Verständnis noch nicht, was jetzt in diesem Punkt "Liebe Gottes" der Unterschied zwischen der Bahá'i Lehre und dem Christentum ist.

Liebe Grüße,
Rahiym
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"Live long and prosper!"
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Es ist eben ein wesentlicher Unterschied, ob Liebe persönlich und unmittelbar gelebt wird, oder ob Gesandte "dazwischengeschaltet" sind, so wie bei dem Beispiel mit der Überbringung von Blumen an die geliebte Frau.


Die Gesandten Gottes, zu denen ich auch Jesus, den Christus zähle, sind für mich nicht "dazwischengeschaltet", sondern sie sind in ihrem Wesen gleich Gott, daher bezeichnet man sie auch als Spiegel, die Gottes Wesen offenbaren, aber auuch ganz Mensch, was die irdischen Bedingungen betrifft.


Wenn du jemanden über Alles liebst. Hast du dann den tiefen Wunsch dem geliebten Menschen selbst nahe zu sein? Oder wäre es dasselbe ihm etwas zu geben, dass dich versinnbildlicht, dich sehr getreu repräsentiert, aber nicht du selbst bist?

Napoleon ließ sich einmal bei seiner Hochzeit vertreten, von einem mit allen Würden, Vollmachten und Vorrechten ausgestatteten Repräsentanten. Ein getreues Abbild des Herrschers. Meinst du für die Braut war das dieselbe Nähe und Wertschätzung, wie wenn ihr Bräutigam persönlich zur Hochzeit gekommen wäre?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Wenn du jemanden über Alles liebst. Hast du dann den tiefen Wunsch dem geliebten Menschen selbst nahe zu sein? Oder wäre es dasselbe ihm etwas zu geben, dass dich versinnbildlicht, dich sehr getreu repräsentiert, aber nicht du selbst bist?


Eben als Mensch könnte m.E. Gott nicht jedem Menschen nahe sein. Er konnte das nur für die Menschen in seiner Nähe. Uns aber ist er geistig nahe, jedem Einzelnen von uns. Die Menschen in Baha'u'llahs Nähe hatten auch das Gefühl, Gott selbst nahe zu sein, weil eben Sein Wesen die Göttlichkeit widerspiegelte. Er war daher in diesem Sinne, genau wie Jesus, wahrer Gott, aber bezogen auf das Irdische, wahrer Mensch. Das ist z.B. auch ein Grund, warum wir das menschliche Bild der Manifestation nicht verehren sollen, sondern eben die geistige Göttlichkeit in ihm. Durch ihn sprach Gott zu uns, daher ist er kein 'Vertreter' Gottes, sondern in seinem Wesen Gott selbst.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Wenn du jemanden über Alles liebst. Hast du dann den tiefen Wunsch dem geliebten Menschen selbst nahe zu sein? Oder wäre es dasselbe ihm etwas zu geben, dass dich versinnbildlicht, dich sehr getreu repräsentiert, aber nicht du selbst bist?


Eben als Mensch könnte m.E. Gott nicht jedem Menschen nahe sein. Er konnte das nur für die Menschen in seiner Nähe. Uns aber ist er geistig nahe, jedem Einzelnen von uns. Die Menschen in Baha'u'llahs Nähe hatten auch das Gefühl, Gott selbst nahe zu sein, weil eben Sein Wesen die Göttlichkeit widerspiegelte. Er war daher in diesem Sinne, genau wie Jesus, wahrer Gott, aber bezogen auf das Irdische, wahrer Mensch. Das ist z.B. auch ein Grund, warum wir das menschliche Bild der Manifestation nicht verehren sollen, sondern eben die geistige Göttlichkeit in ihm. Durch ihn sprach Gott zu uns, daher ist er kein 'Vertreter' Gottes, sondern in seinem Wesen Gott selbst.


Aber dieser Mensch - Jesus - ist eben auch Gott, und zwar persönlich in seiner ganzen Fülle. So schafft der allmächtige Gott Alles zu realisieren, was er für uns tun kann: Maximale Nähe, geistig und leiblich. Nach seinem Scheiden aus dieser Welt besteht die leibliche Anwesenheit und Nähe Christi in der Kirche fort, die sein Leib ist und diesen austeilt. Wenn du in eine katholische Kirche gehst, dann ist vorne im Tabernakel, wo das ewige Licht brennt, Christus leiblich anwesend.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Wenn du in eine katholische Kirche gehst, dann ist vorne im Tabernakel, wo das ewige Licht brennt, Christus leiblich anwesend.


Das klingt natürlich sehr schön und beruhigend. Aber woher weiß man das?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Liebe Minou,

die Frage ist ziemlich überflüssig.
Das glaubt man, wie alles im Bereich von Religionen.


Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Wenn du in eine katholische Kirche gehst, dann ist vorne im Tabernakel, wo das ewige Licht brennt, Christus leiblich anwesend.


Das klingt natürlich sehr schön und beruhigend. Aber woher weiß man das?


Zunächst weil Jeses es gesagt hat: Das is mein Leib, das ist mein Blut - Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt. Dann deckt sich diese Erfahrung des Naheseinwollens und der unzerbrechlichen Treue mit dem Wesen der Liebe, das jedem Menschen ins Herz eingeschrieben ist. Weiters lehrt es auch die Kirche so, von der Jesus gesagt hat: Wer euch hört, hört mich. Und als letztes und wichtigstes Argument: Das eigene Herz, das im Gespräch mit Jesus vor dem Tabernakel erkennt: Hier ist das Licht Gottes ganz nah und durchscheint mich.

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