...nicht Sinn suchen. sondern ehrliches Verstehen bereisen.


Wächter_DS hat folgendes geschrieben:

Aber danke für den Versuch von Nettigkeit.


Nö, es war ein Versuch in Beziehung zu treten. Ich bin etwas enttäuscht, dass du es ablehnst.
Zitat:
und...nein, ich suche nicht den Sinn des Lebens.
den hat man, wenn man ihn nicht hat.
tausend nichtssagende metaphern haben ihn schon ehrlich ausgedrückt.
es hat ihn nur kaum einer verstanden.


Echt? Und du weißt/verstehst ihn?
Bitte versuch doch es mir zu erklären.
Wenn du eine Form von Sinn suchst, die Ziel oder Grund angibt, wende dich doch bitte an die Religion oder Lebensart deines Vertrauens.

Zudem schließt die Form deiner Frage jede andere Möglichkeit von Antwort aus.

Es ist ok, dass du enttäuscht bist. War wohl zu erwarten.
Also ich meine, du meinst durchaus, dass es so viele Aspekte von Sein und Kausalität sowie Abwesenheit eines bestimmten Seins gibt, dass das menschliche Gehirn das niemals im Gesamtzusammenhang verstehen kann. Das sehe ich genauso! Damit kann ich aber umgehen, dass ich um scheinbare Paradoxien nicht drum herumkomme.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Also ich meine, du meinst durchaus, dass es so viele Aspekte von Sein und Kausalität sowie Abwesenheit eines bestimmten Seins gibt, dass das menschliche Gehirn das niemals im Gesamtzusammenhang verstehen kann. Das sehe ich genauso! Damit kann ich aber umgehen, dass ich um scheinbare Paradoxien nicht drum herumkomme.


Je nach Sprachebene finden wir im Ausdruck eine andere - als unabhängig vorausgesetzte - Realität.
Im Grunde ist Dein Verständnis eine Annäherung.
Doch Du beschränkst auf die Kapazität eines Gehirns und die Möglichkeit, alle Möglichkeiten zu verstehen.
Die Beschränkung mag unter der Voraussetzung so sein. Doch wäre die Konsequenz die Limitierung von Wahrnehmung - und letztendlich nur die Aussage:
-Ich weiss, dass ich nichts weiss.-
Soweit war die menschliche Wahrnehmung schon vor 2500 Jahren.
Und Obgleich diese Erkenntnis sicher der Schlüssel zu mehr ist, scheitern die an ihm, die ihn finden.
Es ist nicht das paradoxe Ende der Reise von Wahrnehmung.

Was fehlt, ist ein Kommunikationssystem, welches die nötigen Begriffe zur Beschreibung komplexer Schnittmengen in oszillierenden, sich gegenseitig bedingenden Bedingungen darstellt.

Eine Sprachebene, die so bisher nicht erreicht werden konnte, da sie dem alltagstauglichen Verständnis der Welt nicht entspricht.
Eine Welt, in welcher wir immer von Bewertungen, linearen Gründen und Wirkungen, Anfang und Ende ausgehen können, da es funktioniert.
Wir operieren hier mit Richtig und Falsch...manchmal mit besser und schlechter. Und es funktioniert natürlich.

Doch ist es möglich, wesentlich komplexere Perspektiven zu erfassen, die anders funktionieren. Es ist möglich, zu erkennen, dass es die Welt gibt, nicht gibt, anders gibt, geben wird und gab, ohne sich für eins entscheiden zu müssen und dennoch mit dem unbestimmten Wert weiter zu operieren und Verständnis zu generieren.

Durch die Gemeinsamkeit aller Möglichkeiten, die der Unbestimmtheit zugrunde liegt und nicht unbestimmt ist.

Danke Peter.
Für den ersten Versuch, mal wirklich was zu sagen.
Fast schneller als erwartet.
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Es gibt Erkenntnis.
Nur hat noch keiner verstanden, wie man sie ehrlich deutet.
Lieber Wächter_DS!

Gross, der suchet, grösser, der gefunden!

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Dir geht es um Größe?
Irrelevant.
Um das Größte vielleicht, wenn es das Kleinste beinhaltet.

Um Weise anmutende Sprüche?
Irrelevant.
Die Kommunikationsform, in der ein Satz alles beschreibt, gibt es noch nicht. Nur individuell perspektivische Interpretationen mit versteckter, irrtümlich unhinterfragt als unabhängig angenommener Wahrheit.

Keine Bewertung aus linear kausaler, deterministischer Sicht ist relevant.

Ich suche jene, die fähig sind, mehrebig oszillierend zu verstehen.
Ich danke aber weiterhin für jeden, der durch sein Kommentieren zeigt, was nicht funktioniert.
Wächter_DS hat folgendes geschrieben:

Ich suche jene, die fähig sind, mehrebig oszillierend zu verstehen.

Ich hoffe sehr du findest sie.
Frage mich aber auch, woran du sie in einer Diskussion erkennen würdest, denn du meinst ja:
Zitat:
Was fehlt, ist ein Kommunikationssystem, welches die nötigen Begriffe zur Beschreibung komplexer Schnittmengen in oszillierenden, sich gegenseitig bedingenden Bedingungen darstellt.

Eine Sprachebene, die so bisher nicht erreicht werden konnte, da sie dem alltagstauglichen Verständnis der Welt nicht entspricht.


Wünsche dir noch eine schönen Abend!
Wächter_DS hat folgendes geschrieben:

Je nach Sprachebene finden wir im Ausdruck eine andere - als unabhängig vorausgesetzte - Realität.
Im Grunde ist Dein Verständnis eine Annäherung.
Doch Du beschränkst auf die Kapazität eines Gehirns und die Möglichkeit, alle Möglichkeiten zu verstehen.
Die Beschränkung mag unter der Voraussetzung so sein. Doch wäre die Konsequenz die Limitierung von Wahrnehmung - und letztendlich nur die Aussage:
-Ich weiss, dass ich nichts weiss.-

Es ist durchaus richtig, dass wir unterschiedliche Bezeichnungen oder Definitionen für eventuell dieselben Dinge oder Zusammenhänge haben. Daher kann es auch viele Missverständnisse geben. Das ist ein Grund, warum ich mittlerweile nimmer so vorschnell urteile, sondern versuche, vielseitig zu denken und zu verstehen. Natürlich ist mir klar, dass das menschliche Gehirn niemals unbedingt alle Möglichkeiten in Betracht ziehen kann, die in Bezug auf Realitätszusammenhänge gegeben sind. Zwar kann ich mit rationalem Denken so einige Grundprinzipien nachvollziehen und Zusammenhänge begreifen, aber ich würde zum Beispiel nie jemandem irgendeine Erkenntnis fix absprechen, nur, weil ich es nicht nachvollziehen kann. Ich glaube, dass eventuell einige Menschen gewisse Dinge erkennen, die nicht unbedingt naturwissenschaftlich belegbar sind.
_________________
Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
ziraki hat folgendes geschrieben:

Frage mich aber auch, woran du sie in einer Diskussion erkennen würdest

Ich danke Dir für diese Frage.

Was tun Menschen, die folgende Erkenntnisse finden?

-Kausalität funktioniert im Wahrnehmungsbereich von Existenz, bestätigt Wahrheit und Realität des Individuums
-Kausalität funktioniert nicht in Wahrnehmungsbereichen, die Existenz erklären sollen, scheitert an den unauffindbaren Größen von Wahrheit und Realität

-Kommunikation funktioniert beim Beschreiben des Wahrnehmungsbereichs von Existenz
-Kommunikation funktioniert nicht in Wahrnehmungsbereichen, die Existenz beschreiben sollen

-Bewertungsbasierende Entscheidungen im eigenen Existenzbereich nutzen ein funktionierendes "richtig und falsch/besser und schlechter"
-Grundsätzliche Bewertungsmuster, die auf alle Existenzbereiche übertragbar sind, scheitern an Individualität

-Alle wollen doch das Gleiche
-Alle tun doch was Anderes

-Alle tun doch das Gleiche
-Alle wollen doch was Anderes

Nun.
Ich denke, vielleicht hat dazu jeder das Potential, dies im Grunde zu erkennen.
Doch jeder würde es auf seine Weise ausdrücken und auf seine Weise damit umgehen.

Wie?
Ab diesem magischen Moment, in welchem diese Form des Verstehens einem wahrnehmenden Wesen zu paradox wird, gibt es mehrere Möglichkeiten.
Ich werde sie als überspitzte Extreme darstellen. Das, was jeder tatsächlich tut, bewegt sich meist irgendwo dazwischen, natürlich auch vermischt.

-Die, die daran verzweifeln, vergehen. Suizid. Oder in Psychiatrien vollgepumpt, zurechtgerückt oder abgestellt.
Sie funktionieren nicht wie die Mehrheit. Die Mehrheit kennt "Richtig und Falsch." Sie nicht. Nicht für sich. Nichts ist richtig genug.
Sie verzweifeln an der Unerklärbarkeit und daran, dass Niemand wirklich zuhört.
Denn aus ihrer Sicht scheinen sich alle zu belügen und es nicht zu sehen.

-Die, die früh genug merken, dass diese Erkenntnis wohl zu nichts führt, lenken ihre Aufmerksamkeit auf das, was funktioniert.
Integriert folgen sie der wahrnehmbaren Kausalität von Zeit durch ihr Leben, streben nach dem Erreichbaren.

-Die, die merken, dass diese Erkenntnis wohl zu nichts führt, die aber einen übergeordneten Sinn brauchen, um das eigene Sein zu rechtfertigen, haben zwei Möglichkeiten.
-Einige werden es mystifizieren.
Und so der Leere eine Füllung oder Begründung zu geben, die aber letztendlich nur Illusion ist.
Glauben.
Religion, Wertesysteme. Um dem eigenen Sein eine Rechtfertigung zu erteilen - es gilt ja für alle.
-Andere werden versuchen Sinn zu finden, indem sie forschen.
Physik, Biologie, Astronomie etc.
Wissenschaften, die für unterschiedlich individuelle Wahrnehmungen reproduzierbare Ergebnisse hervorbringen. Und somit den Versuch betreiben, allgemeingültige Wahrheit zu generieren.

Sie alle tun das Gleiche. Sie suchen Sinn.

Du fragst mich, wie ich jemanden finden will, der das sehen kann?
Alle sehen es.

Ich suche die, die es ertragen können.
Es sind die Leisen.
Die, die akzeptieren, dass es keine Antwort gibt.
Sie diskutieren nicht. Denn sie brauchen keinen Standpunkt, den sie verteidigen müssen.
Sie sind frei. Freien Geistes.
Haltlos.
In ihrem Innersten.
Sie funktionieren in der Welt. Sie lachen, sie weinen.
Sie haben ein Leben.
Sie haben eine Geschichte.

Sie haben zum Teil einen der Wege gewählt, die ich oben beschrieb.
Aber sie haben sich etwas erhalten.
Ehrlichkeit. Mut.
Weiter zu suchen. Nicht nach Sinn. Nach Verstehen.
Denn der andere Teil von ihnen ist eingetaucht in diese Leere.
Die Leere, die allen Menschen Angst macht, fürchten sie nicht.
Sie durchfliegen das Paradoxe, verstehen Formen, blicken zurück durch das Auge und sehen sich selbst.

Nein. Ich werde sie nicht in einer Diskussion erkennen.
Wenn sie erkannt werden wollen, werden sie mich erkennen.

Deswegen bin ich hier.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:

Es ist durchaus richtig, dass wir unterschiedliche Bezeichnungen oder Definitionen für eventuell dieselben Dinge oder Zusammenhänge haben. Daher kann es auch viele Missverständnisse geben. Das ist ein Grund, warum ich mittlerweile nimmer so vorschnell urteile, sondern versuche, vielseitig zu denken und zu verstehen. Natürlich ist mir klar, dass das menschliche Gehirn niemals unbedingt alle Möglichkeiten in Betracht ziehen kann, die in Bezug auf Realitätszusammenhänge gegeben sind. Zwar kann ich mit rationalem Denken so einige Grundprinzipien nachvollziehen und Zusammenhänge begreifen, aber ich würde zum Beispiel nie jemandem irgendeine Erkenntnis fix absprechen, nur, weil ich es nicht nachvollziehen kann. Ich glaube, dass eventuell einige Menschen gewisse Dinge erkennen, die nicht unbedingt naturwissenschaftlich belegbar sind.


mystifiziert aber ehrlich.
wäre jeder Gläubige stets dieser Weise, gäbe es vermutlich wesentlich weniger Schmerz auf der Welt
Aber Verstehen gäbe es nicht.
_________________
Es gibt Erkenntnis.
Nur hat noch keiner verstanden, wie man sie ehrlich deutet.