Psychisch krank wenn man am Sinn des Lebens zweifelt


Ich zweifle am Sinn des Lebens weil wir meiner Meinung alle mit gemischten Karten auf die Welt kommen sei es ob Reich oder Arm
oder wie klug bin ich eurer Meinung nach psychisch krank.
Es heißt ja immer wir haben alle die gleichen CHANCEN
auf Bildung was ja nicht stimmt weil ja alle nicht studieren gehen können
bzw jeder kann ja nicht das gleiche lernen.
Hallo Wissender...
Wie langweilig wäre doch das Leben, wenn wir alle gleich wären...
Die einen Erben, die anderen kommen mit dem wenigen Geld nicht aus das ihnen zur verfügung steht...
Die einen sind mutiger und draufgängerischer, die anderen versagen und kommen auf keinen grünen Zweig...

Ich habe schon genug erlebt und gesehen wie es vielen am willen und energie fehlt, die ganze Zeit am jammern sind, doch ihren Hintern trotzdem nicht aus dem Sofa heben können...

Wie soll denn nach Deiner Meinung der "Sinn des Lebens" aussehen...?

Nein, es können nicht alle das gleiche lernen, die einen studieren, die anderen erlernen einen handwerklichen Beruf, oder erlernen einen Beruf in der dienstleistung... usw...

Andere kommen reich auf die Welt und gründen nach einem Hochschulabschluss eine eigene Firma...
Andere kommen arm auf die Welt und sind froh über tägliche Wasser und Reis portionen...

Die einen sind nunmal die starken, die anderen die schwachen, das ist in der Natur auch nicht anders - die schwachen werden von den starken gefressen...

Das Leben ist ein kampf, egal auf welcher Ebene Du ihn führst...
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw
@ Wissender

Nur weil man am Sinn des Lebens zweifelt, ist man nicht psychisch krank, es kann(!) allerdings ein Symptom einer Depression sein. Ich bin glücklich ganz ohne Sinn.

@ Gralsbote

Zitat:

Die einen sind nunmal die starken, die anderen die schwachen, das ist in der Natur auch nicht anders - die schwachen werden von den starken gefressen...


Das ist unwissenschaftlicher, dümmlicher NS-Sozialdarwinismus.

Zitat:

Das Leben ist ein kampf, egal auf welcher Ebene Du ihn führst...


Für mich nicht.
ich habe mal einen Spruch gehört der Sinn des Lebens ist die Sinnlosigkeit zu akzeptieren.
Wer spirituell bzw. gläubig ist, hat meistens eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Ja, wir kommen alle nicht mit den gleichen Voraussetzungen auf die Welt.

Nein, das Leben ist nicht gerecht, auch wenn eine soziale Gesellschaft darauf hinarbeiten sollte, die Chancengleichheit in etwa herzustellen.

Das alles hat wenig mit dem SINN des Lebens zu tun.
Manche brauchen keinen, oder haben ihn, finden ihn in was auch immer - das ist sehr befriedigend.

Manche finden ihn nicht, sind auf der Suche, hatten ihn vielleicht und haben ihn wieder verloren - das ist ein gefühltes Defizit, das manchmal in Depression münden kann.
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Moment! Ich muss mich erstmal kurz reinsteigern!
Ich bin davon überzeugt, dass der Sinn des Lebens folgender ist:

Was war der Sinn meines Lebens im Mutterleib? War das sinnlos?

So wie es der Sinn meines Lebens im Mutterleib war, mich soweit zu entwickeln, dass ich fähig bin hier zu leben, also Augen, Ohren, innere Organe, Gliedmaßen etc. zu entwickeln, die ich hier brauche

so ist es der Sinn meines Lebens hier auf dieser Erde alle geistigen "Organe", die ich nach dem Ablegen meines Körpers in der Geistigen Welt brauche, hier auf dieser Welt zu entwickeln.

Diese geistigen Organe sind z.B. Eigenschaften wie Liebe zu meinen Mitmenschen, Geduld, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Liebe zu Gott etc.

Diese geistigen "Organe" werde ich dort so nötig brauchen wie hier meine materiellen.

Und nur im Austausch und der "Reibung" mit meinem Umfeld kann ich hier so weit kommen und diese entwickeln.

Ich habe keine Seele, ich bin Seele und habe eine zeitlang einen Körper.

Schöne Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
linde hat folgendes geschrieben:
Ich habe keine Seele, ich bin Seele und habe eine zeitlang einen Körper.


Liebe linde,

du bist auch dein Leib. Ich glaube du irrst dich sehr, wenn du deinem Körper einen geringen Stellenwert einräumst - wenn du deinen Körper sozusagen als zeitweilige "Hülle" für die Seele siehst, die nach dem Tod funktionslos wird und zerfällt. Die körperliche Ebene macht dich genauso aus wie die seelische. Die Seele ist das Band, das den ganzen Leib sozusagen "durchwebt" und alles zusammenhält, das Gesamtkonzert dirigiert - ihr Sitz ist nicht exakt auszumachen, weil sie eben den ganzen Leib "beseelt". Ohne Leib ist die Seele nicht kommunikationsfähig. Sie hat sozusagen keine "Ausdrucksmöglichkeit" - kein Zuhause.

Die Seele alleine kann ohne Leib nicht in die eigentliche Interaktion mit dem Du treten - Berührungen, Blicke. Die Seele ist in den Augen, oder in der Hand, die den geliebten Menschen berührt. Die Seele kann zwar den Körper verlassen - sie muss es nach dem Tod - die Sehnsucht ihn wieder zurückerhalten wird sie jedoch immer haben. Denn nur dort hat sie wirklich Heimat, in unserem Leib. Nur dort sind wir die ganze Person, die Gott erschaffen hat - mit Körper, Geist und Seele. Nur mit unserem Leib sind wir ganz vollständig, ganz "Ich".

"Aber Gott hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringeren Glied besondere Ehre gab, damit keine Spaltung sei im Leibe, sondern die Glieder einträchtig für einander sorgen. Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit."

1 Kor 25,26
Also ich sehe das folgendermaßen: Der Sinn des Lebens ist niemals allgemein, sondern individuell bedingt. Eine Person macht gewisse Erfahrungen entsprechend der frei gewählten Lebenseinstellung und Lebensgestaltung. Der liebe Gott lässt also jedes Schicksal individuell so kommen, wie es den Konsequenzen unserer frei gewählten Lebensgestaltung letztendlich entspricht. Bei Bedarf muss ich mich halt fragen, falls ich unglücklich bin, inwieweit ich mich selbst in eine falsche Lebenseinstellung und damit verbunden Gedanken, Emotionen oder Worte oder Taten verstrickt habe. Dies gilt es dann zu ändern, denn dazu haben wir ja einen freien Willen. Was unseren biologischen Organismus betrifft, der durch unsere Seele belebt wird, sehe ich das so: Es ist ein Fahrzeug, das wir zeitweilig benutzen und irgendwann einmal wie Alles hier auf unserer Alltagsrealität wird es schrottreif und wir müssen es bei Bedarf dann umtauschen.
Zitat:
Ich glaube du irrst dich sehr, wenn du deinem Körper einen geringen Stellenwert einräumst - wenn du deinen Körper sozusagen als zeitweilige "Hülle" für die Seele siehst, die nach dem Tod funktionslos wird und zerfällt.


Lieber Burkl, Deine Meinung zu diesem Thema ist mir bekannt, ich respektiere sie, auch wenn ich sie nicht teile.

Während dieses Erdenlebens hat auch der Körper einen hohen Stellenwert und die Seele ist auf ihn angewiesen, von daher sollen wir unseren Körper auch gut behandeln.

Nach dem Tod wird sie, die Seele, aber nicht mehr auf ihn angewiesen sein.

So wie sie heute Nacht auch wieder ohne den Körper unterwegs war, während der sich ausruhen musste und ganz brav im Bett lag, wird sie es auch nach dem körperlichen Tod tun.

Ich bin überzeugt, dass die Seele nicht im Körper ist wie ein Gegenstand in einem Gefäß, sondern wie das Licht im Spiegel.

"Wenn sie jedoch den Leib verlässt, wird sie solche Überlegenheit beweisen, solchen Einfluß entfalten, dass keine Macht der Erde dem gleichkommen kann."
Baha'u'llah, Ährenlese

Wünsche noch einem schönen Tag allerseits!

Liebe Grüße Linde
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Bahá'u'lláh