Getrennter Katholik - wie mit der Einsamkeit umgehen


Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Indem die Gläubigen am einzigen Mittler zwischen Gott und Mensch in den Sakramenten der Kirche Anteil haben. Jedes Glied der Kirche ist dazu berufen ein "anderer Christus" zu werden - vor Allem durch die Eucharistie, in der Christus im wahrsten Sinne "einverleibt" wird. Im Vorhof des Heiligtums zu stehen bringt auch Anteil am Heil. Größer und schöner ist es im Heiligtum selbst sein zu dürfen - und dort will ja Jesus jeden Menschen haben.


Ich denke, ich weiß jetzt, was Du meinst. Trotzdem sind "Die Anderen", nicht direkt Erwählten von der unmittelbaren Gnade Gottes ausgeschlossen.
Kann es wirklich sein, dass die Texte des NT das so hergeben?


Niemand ist durch die Erwählung im christlichen Verständnis "ausgeschlossen" - sondern alle Menschen sind Ziel des "Einschlusses" in das Gottesvolk.

"Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat." (1 Petr 2,9)
Burkl hat folgendes geschrieben:
"Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat." (1 Petr 2,9)


Das klingt natürlich wieder ganz anders als die vorherigen Aussagen. Da besteht schon ein gewisser Widerspruch.
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Es besteht ein gravierender Widerspruch. Vorne wird geschrieben, dass die Gottgläubigen auserwählt werden, der Rest eben nicht, jetzt sind wieder alle im Töpfchen.

Bin ich jetzt Atheist weil Gott mich ausgeschlossen hat oder habe ich mich freiwillig dazu entschieden?
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
"Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat." (1 Petr 2,9)


Das klingt natürlich wieder ganz anders als die vorherigen Aussagen. Da besteht schon ein gewisser Widerspruch.


Sagen wir "Spannungsfeld". Die Erwählung des Gottesvolkes ist im Neuen Bund eine "inklusivistische", das heißt von ihrem Wesen her sind alle Menschen guten Willens mitumfasst.

Die Erwählten selbst sind nicht "besser", sie sind sich nur mehr bewusst wer Gott ist und wer sie sind. Aber eben nicht aus eigener "Leistung", sondern als unverdientes Geschenk.
luschn hat folgendes geschrieben:

Bin ich jetzt Atheist weil Gott mich ausgeschlossen hat oder habe ich mich freiwillig dazu entschieden?


Der eigentliche Ausschluß - das einzige wirkliche Übel - ist das Verlassen der Liebe. Das geschieht, indem das eigene Gewissen misshandelt wird bis es verkümmert.
Burkl hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:

Bin ich jetzt Atheist weil Gott mich ausgeschlossen hat oder habe ich mich freiwillig dazu entschieden?


Der eigentliche Ausschluß - das einzige wirkliche Übel - ist das Verlassen der Liebe. Das geschieht, indem das eigene Gewissen misshandelt wird bis es verkümmert.


Wie gerne hätte ich mal eine einfache Antwort auf eine einfache Frage. Wie soll ich deine Antwort jetzt interpretieren? Dass mein Gewissen nicht mehr vorhanden ist, weil ich an keinen Gott glaube? Ich trotzdem Gottes Schäfchen bin, weil ich zur Liebe fähig bin? Ich Liebe missinterpretiere und wahre Liebe einen anderen Wesenskern hat?

Bei deinen Antworten kommen bei mir immer mehr Fragezeichen auf, als dass sie aufgelöst werden. So ging es mir früher auch, wenn ich mich mit unseren örtlichen Geistlichen unterhalten habe ...
luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:

Bin ich jetzt Atheist weil Gott mich ausgeschlossen hat oder habe ich mich freiwillig dazu entschieden?


Der eigentliche Ausschluß - das einzige wirkliche Übel - ist das Verlassen der Liebe. Das geschieht, indem das eigene Gewissen misshandelt wird bis es verkümmert.


Wie gerne hätte ich mal eine einfache Antwort auf eine einfache Frage. Wie soll ich deine Antwort jetzt interpretieren? Dass mein Gewissen nicht mehr vorhanden ist, weil ich an keinen Gott glaube? Ich trotzdem Gottes Schäfchen bin, weil ich zur Liebe fähig bin? Ich Liebe missinterpretiere und wahre Liebe einen anderen Wesenskern hat?

Bei deinen Antworten kommen bei mir immer mehr Fragezeichen auf, als dass sie aufgelöst werden. So ging es mir früher auch, wenn ich mich mit unseren örtlichen Geistlichen unterhalten habe ...


Die kürzest mögliche Fassung: Gott ist die Liebe. Wenn du sie suchst dann kannst du niemals "gottlos" sein.
Was ist wenn man Liebe lebt und nicht danach suchen muss? Ist man dann sowieso göttlich oder sind wir dann wieder beim Anfang? Die "Auserwählten", die von Gott gefunden werden, weil sie die Liebe suchen und somit in das unverdiente Glück kommen, von Gott beschenkt zu werden. Sowie die anderen, die Gott nicht finden, weil sie die Liebe schon in sich haben?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Die Erwählten selbst sind nicht "besser", sie sind sich nur mehr bewusst wer Gott ist und wer sie sind. Aber eben nicht aus eigener "Leistung", sondern als unverdientes Geschenk.


Wenn das so ist, dann haben ja die Evangelischen recht, wenn sie sagen, dass bei Gott schon von Anfang an feststeht, wer in die Hölle kommt und wer nicht ..., dass es eben gar nicht mehr auf den freien Willen ankommt.
Wenn es so ist, dann brauche ich mir wirklich keine Sorgen mehr machen, einfach in den Tag hineinleben, weil ja alles schon beschlossen ist.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
luschn hat folgendes geschrieben:
Was ist wenn man Liebe lebt und nicht danach suchen muss? Ist man dann sowieso göttlich oder sind wir dann wieder beim Anfang? Die "Auserwählten", die von Gott gefunden werden, weil sie die Liebe suchen und somit in das unverdiente Glück kommen, von Gott beschenkt zu werden. Sowie die anderen, die Gott nicht finden, weil sie die Liebe schon in sich haben?


Die natürliche menschliche Liebe bedarf sozusagen einer "Fassung", einer Leitung.

Hanna Barbara Gerl-Falkovitz hat das einmal so schön formuliert:
"Denn die Liebe, die aus der Natur, von unten stammt und von sich aus irregehen kann, wird durch die Liebe von oben gehalten, geleitet, geheiligt: im Sakrament."

Das ist letzlich der Grund, warum es auch für gute liebende Menschen der Leitung durch Gott bedarf: Die Tatsache, das wir aus eigener Kraft die Liebe nur schwer umsetzen können. Wir brauchen Leitung und Gemeinschaft. Und darum hat Gott uns Jesus und die Kirche geschenkt.