Getrennter Katholik - wie mit der Einsamkeit umgehen


Burkl hat folgendes geschrieben:
Liebe Minou,

als "vermessen" würde ich es nicht automatisch bezeichnen, wenn jemand nicht glaubt.


Lieber Burkl,

das ist vielleicht nicht das richtige Wort, ich wollte damit ausdrücken, dass, wenn uns Gottes Wort angeboten wird, wir es nicht einfach aus weltlichen Motiven einfach ablehnen, sondern es zumindest ernsthaft prüfen sollten.
Mir fällt jetzt auch kein wirklich geeignetes Adjektiv dazu ein.


Burkl hat folgendes geschrieben:
Obwohl das Evangelium an Alle gerichtet ist, gibt es also durchaus eine Auswahl, die Gott trifft - nicht jedem ist es gegeben unmittelbar zu Christus kommen zu können.


Das wiederum kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Gott schon im vorhinein eine Auswahl trifft, wer zu ihm finden kann und wer nicht.
Ich denke, dass der göttliche Funke in allen Menschen ist und es an den Menschen liegt, diesen Funken wachsen zu lassen oder ihn auszulöschen.

Lieben Gruß,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Liebe Minou,

als "vermessen" würde ich es nicht automatisch bezeichnen, wenn jemand nicht glaubt.


Lieber Burkl,

das ist vielleicht nicht das richtige Wort, ich wollte damit ausdrücken, dass, wenn uns Gottes Wort angeboten wird, wir es nicht einfach aus weltlichen Motiven einfach ablehnen, sondern es zumindest ernsthaft prüfen sollten.
Mir fällt jetzt auch kein wirklich geeignetes Adjektiv dazu ein.


Gottes Wort ist das eine, eines Menschen Wort das andere. Und bisher gibt es nur Worte von Menschen, die wir prüfen können.
luschn hat folgendes geschrieben:

Gottes Wort ist das eine, eines Menschen Wort das andere. Und bisher gibt es nur Worte von Menschen, die wir prüfen können.


Oder aber es gibt die Verbindung von Beidem: Das göttliche Wort, das menschliche Gestalt angenommen hat.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

(Joh 1,1 2 6)
Minou hat folgendes geschrieben:

Das wiederum kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Gott schon im vorhinein eine Auswahl trifft, wer zu ihm finden kann und wer nicht.


Das habe ich auch so nicht gesagt. Lies diesbezüglich bitte auf der vorigen Seite nach:
Zitat:

"Erwählung" bedeutet nach christlichem Verständnis das unverdiente Glück ihm in den Sakramenten der Kirche besonders innig nahe kommen zu dürfen. Aber: Für die Anderen, um sich an sie auszuteilen und die Liebe in der Welt zu vergrößern. Insofern sind die "Vielen" für die Jesus gestorben sind "Alle" - auch die außerhalb der Kirche, die die Liebe suchen und leben wollen aber aus unterschiedlichen Gründen nicht zu seinem Tisch kommen können
.
Burkl hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:

Gottes Wort ist das eine, eines Menschen Wort das andere. Und bisher gibt es nur Worte von Menschen, die wir prüfen können.


Oder aber es gibt die Verbindung von Beidem: Das göttliche Wort, das menschliche Gestalt angenommen hat.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

(Joh 1,1 2 6)


Und auch das sind Worte eines Menschen ...
Burkl hat folgendes geschrieben:
Minou hat folgendes geschrieben:

Das wiederum kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Gott schon im vorhinein eine Auswahl trifft, wer zu ihm finden kann und wer nicht.


Das habe ich auch so nicht gesagt. Lies diesbezüglich bitte auf der vorigen Seite nach:
Zitat:

"Erwählung" bedeutet nach christlichem Verständnis das unverdiente Glück ihm in den Sakramenten der Kirche besonders innig nahe kommen zu dürfen. Aber: Für die Anderen, um sich an sie auszuteilen und die Liebe in der Welt zu vergrößern. Insofern sind die "Vielen" für die Jesus gestorben sind "Alle" - auch die außerhalb der Kirche, die die Liebe suchen und leben wollen aber aus unterschiedlichen Gründen nicht zu seinem Tisch kommen können
.


Es ist die gleiche Aussage. Es gibt einen "erwählten" Kreis, der unverdient in das Glück kommt, Gott zu erfahren. Gott trifft die Entscheidung, wer zu den Erwählten gehört und wer nicht. Oder ich lese zu wenig zwischen den Zeilen.
Zitat:
Es gibt einen "erwählten" Kreis, der unverdient in das Glück kommt, Gott zu erfahren. Gott trifft die Entscheidung, wer zu den Erwählten gehört und wer nicht. Oder ich lese zu wenig zwischen den Zeilen


Die christliche Erwählung bedeutet eben für die Anderen zum Mittler zu Gott zu werden. Alle haben daher Anteil am Heil, das Jesus bringt. Als Überbringer oder eben als Beschenkte, die die erfahrene Gnade vielleicht auch zu deren Erwählung führt. Alle haben daher Anteil an Gottes Heil.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Die christliche Erwählung bedeutet eben für die Anderen zum Mittler zu Gott zu werden. Alle haben daher Anteil am Heil, das Jesus bringt. Als Überbringer oder eben als Beschenkte, die die erfahrene Gnade vielleicht auch zu deren Erwählung führt. Alle haben daher Anteil an Gottes Heil.


Bitte nicht böse sein, aber ich verstehe nicht, wie die 'nicht Erwählten' zu Mittlern zu Gott werden ...
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Die christliche Erwählung bedeutet eben für die Anderen zum Mittler zu Gott zu werden. Alle haben daher Anteil am Heil, das Jesus bringt. Als Überbringer oder eben als Beschenkte, die die erfahrene Gnade vielleicht auch zu deren Erwählung führt. Alle haben daher Anteil an Gottes Heil.


Bitte nicht böse sein, aber ich verstehe nicht, wie die 'nicht Erwählten' zu Mittlern zu Gott werden ...


Indem die Gläubigen am einzigen Mittler zwischen Gott und Mensch in den Sakramenten der Kirche Anteil haben. Jedes Glied der Kirche ist dazu berufen ein "anderer Christus" zu werden - vor Allem durch die Eucharistie, in der Christus im wahrsten Sinne "einverleibt" wird. Im Vorhof des Heiligtums zu stehen bringt auch Anteil am Heil. Größer und schöner ist es im Heiligtum selbst sein zu dürfen - und dort will ja Jesus jeden Menschen haben.

Die Heilswirkung der Kirche betrifft Alle, die guten Willens sind, weil in jeder Eucharistie durch die Selbsthingabe des einen wirklich Guten alles Gute der Welt gleichsam mit hinein genommen ist. Also ist jeder Empfänger des Heilswirkung - die "Rollen" sind verschiedene.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Indem die Gläubigen am einzigen Mittler zwischen Gott und Mensch in den Sakramenten der Kirche Anteil haben. Jedes Glied der Kirche ist dazu berufen ein "anderer Christus" zu werden - vor Allem durch die Eucharistie, in der Christus im wahrsten Sinne "einverleibt" wird. Im Vorhof des Heiligtums zu stehen bringt auch Anteil am Heil. Größer und schöner ist es im Heiligtum selbst sein zu dürfen - und dort will ja Jesus jeden Menschen haben.


Ich denke, ich weiß jetzt, was Du meinst. Trotzdem sind "Die Anderen", nicht direkt Erwählten von der unmittelbaren Gnade Gottes ausgeschlossen.
Kann es wirklich sein, dass die Texte des NT das so hergeben?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten