Homosexualität und Rechte?


Hallo,

Das soll keine Debatte über Homosexualität werden aber über die politische Scheinfrage "Rechte", mir ist es egal ob man diese Leute toleriert oder nur mit Traurigkeit bedauernd zur Kenntniss nimmt.

Ich wehre mich aber als politisch denkender Staatsbürger gegen die Forderung nach "Rechten"!

1. StGB § 175 ist schon lange abgeschafft.

2. Jeder Bürger hat das Recht allein oder mit anderen zu wohnen, zu musizieren, Texte zu lesen, zu schmusen, Modellflugzeuge zu bauen, im Chor singen UND/oder eben auch gleichgeschlechtlich im Bett zu liegen.

Sogar heiraten ist zulässig und war es auch immer, ein Standesbeamter verlangte noch nie einen Nachweis der Heterosexualität, der Partner musste nur gegengeschlechtlich sein. Seine Art des Betthobbys war und ist egal.

Also gibt es keine staatsbürgerlichen Rechte von denen homosexuelle Menschen ausgeschlossen sind.

Und deren Lieblingsthema Ehe, da finde ich die ist definiert als rechtlich dokumentierte Verbindung von EINEM Mann mit EINER Frau. Also auch nicht EIN Mann und ZWEI Frauen oder ZWEI Männer und EINE Frau.
Warum sollte diese Klarheit aufgeweicht werden auf ZWEI Männer oder ZWEI Frauen.
Weinberg hat folgendes geschrieben:
...mir ist es egal ob man diese Leute toleriert oder nur mit Traurigkeit bedauernd zur Kenntniss nimmt...

Ich nehme mal an, dass du dann ziemlich fromm bist und eventuell der falschen Meinung, dass die sich deswegen Gott oder dem Nächsten gegenüber versündigen würden. Bitte kläre mich so bald wie möglich auf, falls ich da falsch liege. Jedenfalls, meine Meinung dazu ist, dass die deswegen nichts falsch machen und es nicht deswegen sündhaft ist, weil deren Lebensart eine individuelle ist. Als gläubiger Christ habe ich sogar ein Argument, anzunehmen, dass es unwichtig ist, ob jemand heterosexuell ist oder eine andere Form diesbezüglich ausübt, denn es wird meines Wissens nach von Jesus Christus nie Homosexualität verurteilt oder abgewertet.Nur im alten juristischen jüdischen Gesetz, das Mose mitunter in seinen Büchern auch drinnen hat, wird Homosexualität irgendwie erwähnt, wobei dieses juristische Gesetz für mich nur eine historische und keine ethische Bedeutung hat. Auch, wenn ich es nicht unbedingt als nötig empfinde, dass die kirchlich heiraten, so sollen sie auf jeden Fall meiner Meinung nach keinesfalls rechtlich den Anderen unterstellt werden. Ich denke, es gibt daher keinen Grund, diese Menschen maximal nur mit Traurigkeit bedauernd zu "tolerieren", wir sollen sie nicht als böse oder gestört abtun.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Weinberg hat folgendes geschrieben:
Und deren Lieblingsthema Ehe, da finde ich die ist definiert als rechtlich dokumentierte Verbindung von EINEM Mann mit EINER Frau. Also auch nicht EIN Mann und ZWEI Frauen oder ZWEI Männer und EINE Frau.
Warum sollte diese Klarheit aufgeweicht werden auf ZWEI Männer oder ZWEI Frauen.

Es ist einfach so, dass sich erbliche Rechte aus einem Ehevertrag ergeben,
oder auch ein Besuchsrecht, wenn ein Partner in der Intensivstation liegt und nicht bei Bewusstsein ist.
Ohne eine Ehe bestehen diese Rechte nicht in diesem Ausmaß.
Und das ist doch auch in Ordnung, ihnen diese Rechte zuzugestehen, oder?

Was ich persönlich meine (insbesondere als Trennungspapa, nachdem meine Frau von ein paar Jahren mit beiden kleinen Kindern in eine lesbische Beziehung wechselte) ist, dass man im Falle von Kindern eine Hetero-Beziehung bevorzugen sollte.

Selbstbestimmungsrecht hin oder her.
Noch über dem Wohl der Erwachsenen sollte das Wohl der ihnen anvertrauten (bzw. anzuvertrauenden) Kindern stehen.
Und hierzu hat uns die Natur die Zweigeschlechtlichkeit als Erziehungsverantwortliche vorgegeben.
Soll nicht heißen, dass ich für ein Verbot wäre, sondern lediglich für eine Abwägung zugunsten Vater-Mutter gegenüber Mutter-Mutter oder Vater-Vater.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Also ich für meinen Teil kann auch nicht nachvollziehen, warum man nur als Gegner der Gleichstellung Homosexueller ein guter Staatsbürger sein kann, denn das Grundgesetz und das Bundesverfassungsgericht als seine Auslegungsinstanz sind zu dem Schluss gekommen, dass niemand aus irgendeinem Grund diskriminiert werden darf, sofern nicht höhere Schutzverpflichtungen des Staates (z.B. gegenüber Kindern) entgegenstehen. Zwei Homosexuelle sind ebenso erwachsene Menschen wie zwei Heterosexuelle und wie die ihr Leben gestalten, darin hat sich weder der Staat noch ein Mitbürger einzumischen.

Klar, ob Religionsgemeinschaften eine Partnerschaft segnen, ist deren Sache, aber der Staat hat nicht zu entscheiden, welche Lebensform normal zu sein hat. Auch das Argument, dass schwule Männer ja trotzdem Frauen heiraten könnten und sie deswegen ja nicht von der Ehe ausgeschlossen wären, finde ich eine ziemlich haarsträubende Behauptung.

Ich handhabe es so, dass ich jeden so leben und lieben lasse, wie er oder sie das für richtig hält, solange es keine Zwangslange anderer schafft oder ausnutzt und von mir nicht erwartet wird, mich daran zu beteiligen.

Das ändert freilich alles nichts daran, dass ich überzeugt heterosexuell bin und es auch als den biologisch vorgesehenen Normalfall betrachte, dass die Arterhaltung, egal ob bei Mensch oder Tier, nur so funktioniert, aber damit sage ich weder etwas über Liebe aus - die haben zwei Männer füreinander nicht weniger als ich zu einer Frau - sondern nur über rein biologische Notwendigkeiten, an denen aber auch niemand gewungen ist oder werden könnte, sich gegen seinen Willen zu beteiligen.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Bis zu einem gewissen Grade kann ich die Wünsche bzw. Forderungen homosexueller Paare nachvollziehen. Insbesondere im "Land der Bürokratie" gerät man leicht ins Hintertreffen, wenn sich bestehende Beziehungen nicht durch einen "amtlichen" Beleg nachweisen lassen. Wie im Falle eines Krankenhausaufenthaltes des gleichgeschlechtlichen Lebenspartners, wo entsprechende Nachfragen mit der ärztlichen Schweigepflicht kollidieren.

Solche Gesetzeslücken (dass für die BRD GmbH mangels Geltungsbereich alle Gesetze sowieso ihre Rechtskräftigkeit verloren haben, lasse ich hier mal außen vor) gilt es zu schließen. Dazu bedarf es allerdings keiner Eheschließung. Eine eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft sollte da vollkommen genügen.

Sören hat folgendes geschrieben:
Zwei Homosexuelle sind ebenso erwachsene Menschen wie zwei Heterosexuelle und wie die ihr Leben gestalten, darin hat sich weder der Staat noch ein Mitbürger einzumischen.


Was aber ohnehin schon GG- widrig passiert. Verantwortungsvolle Eltern z.B., die ihre kleinen Kinder vor gesundheitsschädlichen Impfungen bewahren wollen, droht der Entzug des Erziehungsrechtes. Auch dürfen Eltern hierzulande kaum bestimmen, welche Art Schulbildung ihren Kindern beschert werden soll. All das hat bisher kaum jemanden empört. Nun plötzlich, wenn es um die Rechte Homosexueller geht, erinnert man sich dieser allgemeinen Grundrechte. Ich halte das - mit Verlaub gesagt - für scheinheilig. Man misst hier mit zweierlei Maß.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Hallo,
für mich kamen da nur Scheinargumente. Ob Erbschaft, Zeugniss vo Gericht oder in Kliniken, bei Liebenden einer " Ménage-à-trois" bleibt auch bei 3-facher Zustimmung einer rechtlich immer draussen vor.

Daher jede Zusammenlebensform wie auch "Komune" ist zwar rechtlich zulässig, wird aber vom Staat ignoriert, und Ignorierung der Spezialform gleichgeschlechtlich dann eben auch.
Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Solche Gesetzeslücken (dass für die BRD GmbH mangels Geltungsbereich alle Gesetze sowieso ihre Rechtskräftigkeit verloren haben, lasse ich hier mal außen vor) gilt es zu schließen.


Diese Theorie, die übrigens jeder juristischen Grundlage entbehrt, da sie sowohl ignoriert, dass die vom Volk gewählten Landtage (außer Bayern) dem Grundgesetz (und somit seinen Geltungsbereich durch gleichlautenden Beschluss festgelegt haben) zugestimmt haben und die Bundesrepublik der völkerrechtlich anerkannte Staat auf deutschem Boden ist, als auch dass das die einzelne Nennung der Bundesländer für den Geltungsbereich weder relevant noch nötig ist, ist eine Erfindung hauptsächlich von Neonazis und anderen Reichtsdeutschen, die damit erreichen wollen, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 wieder aufersteht und die Polen aus Schlesien und Pommern vertrieben werden können.

Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Dazu bedarf es allerdings keiner Eheschließung. Eine eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft sollte da vollkommen genügen.


Ich hab auch nie behauptet, dass das zwingend so sein müsste. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass für einen Homosexuellen die Möglichkeit, ein Mitglied des anderen Geschlechts zu heiraten, nicht unbedingt DIE Idealvorstellung von einer Partnerschaft ist und deswegen das Argument ziemlich am Thema vorbeigeht.

Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Was aber ohnehin schon GG- widrig passiert. Verantwortungsvolle Eltern z.B., die ihre kleinen Kinder vor gesundheitsschädlichen Impfungen bewahren wollen, droht der Entzug des Erziehungsrechtes. Auch dürfen Eltern hierzulande kaum bestimmen, welche Art Schulbildung ihren Kindern beschert werden soll. All das hat bisher kaum jemanden empört. Nun plötzlich, wenn es um die Rechte Homosexueller geht, erinnert man sich dieser allgemeinen Grundrechte. Ich halte das - mit Verlaub gesagt - für scheinheilig. Man misst hier mit zweierlei Maß.


Der Staat hat das Kindeswohl zu schützen. Dazu gehört die Aufstellung eines Impfkatalogs, der auch nicht nur für Kinder gilt, sondern genauso für Erwachsene. Das Kindeswohl geht dann dem Erziehungsrecht vor. Dass dabei zu viel pauschalisiert und zu wenig der Einzelfall betrachtet und menschlich aufgearbeitet wird, will ich gar nicht bezweifeln. Die Jugendämter bräuchten viel mehr - und vor allem viel qualifizierteres - Personal.

Dass ich mich grade über Paschalverurteilungen von Homosexuellen empöre, liegt einfach daran, dass es erstens pauschal und zweitens sehr anschätzig geschehen ist. Homosexualität ist das Thema dieses Threads, deswegen reden wir drüber.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Sören hat folgendes geschrieben:
ist eine Erfindung hauptsächlich von Neonazis und anderen Reichtsdeutschen, die damit erreichen wollen, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 wieder aufersteht und die Polen aus Schlesien und Pommern vertrieben werden können.


Na klar, jetzt kommt wieder die berüchtigte Nazikeule. Fakt ist, dass Einheimische im Territorium der Bundesrepublik nicht mal über Eigentumsrechte verfügen. Wenn du das nicht glaubst, dann wirf mal einen Blick auf deinen Fahrzeugbrief (solltest du ein neueres Exemplar haben). Der käufliche Erwerb eines Autos (bsw.) macht dich lediglich zum Besitzer - nicht zum Eigentümer. Die hell gehaltene Schrift meiner Randbemerkung diente nur dem Zweck, dass meine Aussage "Diese Gesetzeslücke gilt es zu schließen" nicht so ausgelegt werden kann, dass ich die Existenz gültiger Gesetze nicht andererseits auch in Frage stelle. Als Diskussionsthema war das nicht unbedingt gedacht.

Im Übrigen verbitte ich mir, mit Nazis auf eine Stufe gestellt zu werden, nur weil ich mich in völkerrechtlichen Angelegenheiten etwas besser auskenne als der Durchschnittsbürger. Dieses und anderes Wissen wurde mir nicht in die Wiege gelegt. Es wurde in harten Recherchen erarbeitet und durch die nackte Realität ziemlich offenkundig bestätigt. Obama (yes, we scan) hat ja selbst verlauten lassen, dass Deutschland bis zum Jahre 2099 weiterhin unter Besatzungsrecht stehen soll. Bereits im Juni 2009 schon sprach Obama in Ramstein vor US-Soldaten: “Germany is an occupied country. And it will stay that way”

Und ich weiß ja nicht, ob du, Sören, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als einen Hort von Neonazis einstufst. Jedenfalls wurde in dieser Instanz im Jahre 2006 die Feststellung getroffen, dass die BRD kein Staat ist, und dass im BRD-System grundlegend gegen die Art. 6 und Art. 13 der Menschenrechtskonvention verstoßen wird. Na so was aber auch.

Sören hat folgendes geschrieben:
Der Staat hat das Kindeswohl zu schützen. Dazu gehört die Aufstellung eines Impfkatalogs, der auch nicht nur für Kinder gilt, sondern genauso für Erwachsene. Das Kindeswohl geht dann dem Erziehungsrecht vor.


Und was glaubst du denn, wer diesen Impfkatalog erstellt und welche Interessengruppen darin involviert sind? Ich weiß das. Arbeite nicht erst seit gestern im so genannten Gesundheitswesen. Weiß auch, warum die politische Kaste zu Zeiten des Schweinegrippen-Hypes für sich selbst einen alternativen (weniger gefährlichen) Impfstoff angefordert hat. Für das Fußvolk war dann der - teilweise aus militärischen Restbeständen (>> ! <<) stammende - Giftcocktail Pandemrix gerade gut genug. So sieht sie aus, die Sorgfaltspflicht unseres "Staates".
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Sören hat folgendes geschrieben:
Ich habe nur darauf hingewiesen, dass für einen Homosexuellen die Möglichkeit, ein Mitglied des anderen Geschlechts zu heiraten, nicht unbedingt DIE Idealvorstellung von einer Partnerschaft ist und deswegen das Argument ziemlich am Thema vorbeigeht.


Widerspruch, das ist voll das Thema. Auch ein Mann der meint mit ZWEI Frauen eine Ehe führen zu wollen, eine Frau die sich ZWEI Ehemänner wünscht, also normabweichende Vorstellungen von Familie, die müssen sich damit abfinden nur EINEN Partner heiraten zu können.

Also der Staat ignorierte bisher alle besondere Sexual- oder Parnterschaftsideen. Warum nicht auch in der Zukunft inkl. der Homosexualität, macht wie ihr wollt, aber ohne staatlichen "TÜV"!
Weinberg hat folgendes geschrieben:
Hallo,
für mich kamen da nur Scheinargumente.

Wirklich? Ich finde, das Argument, dass Jesus Christus es scheinbar als völlig unwichtig erachtet hat, welche Sexualform du lebst, erscheint mir schon schlüssig, dass das kein Hindernis sein darf, um auch als vollwertiger Bürger zu gelten, mit den gleichen Rechten wie heterosexuelle Menschen. Ich selbst bin zugegebenermaßen kein großer Hochzeitsfan, aber ich meine, dass auch die heterosexuelle Ehe mehr eine Show-Veranstaltung ist und nicht in allen Fällen allzu ernst genommen werden soll oder wird. Aber wenn der Staat schon jede heterosexuelle Beziehung dementsprechend juristisch schützt, soll er es, meine ich, auch im Fall einer homosexuellen Beziehung gleich tun und nicht das Eine so hochachten und das Andere ignorieren. Wenn, dann von mir aus auch heterosexuelle Beziehungen ignorieren oder Beides gleich ernst nehmen. Ist meine ganz subjektive Ansicht. Bin ja selbst Single, kann da nicht so drüber im Detail urteilen.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!