Wunschdenken


Hallo miteinander...
Ich denke, das viele die an ein Leben nach dem Tod glauben, Angst vor dem Nichts haben...
Es ist ein Wunschdenken, das die Angst vor dem Tod nehmen soll...

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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw
Du meinst das Gefühl des nicht-loslassen-könnens? Die peinliche Vorstellung, sich zu unbestimmter oder bestimmter Zeit ins Nichts aufzulösen?

Ich vermute mal, dass die Menschen das sehr unterschiedlich bewerten. Für einige mag das sogar ein erlösender befreiender Gedanke sein.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Der Tod ist wie einschlafen um niemals mehr zu erwachen...
Ich frage mich nur, warum so viele Menschen Angst vor dem Tod haben...
Diejenigen die Angst vor dem Tod haben, bauen sich natürlich ihre eigene Welt auf und geben sich damit zufrieden, dass es nach dem Tod weiter geht - in einer heilen Welt irgendwo in einem fiktiven Paradies...
Ja, für manche Menschen mag das Nichts erlösend sein, aber viele Leben gedanklich bereits in ihrem Jenseits und vergessen, verpassen ihr Leben hier...
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw
Schalom Gralsbote,

ich hätte keine Angst vor dem nichts, denn nichts tut dir nichts, jedoch vor der Vorstellung, dass man ewig in der Hölle schmoren könnte, hätte ich Angst.

Eine Bekannte hatte deshalb sogar eine Angststörung.

Liebe Grüße
Beyouijac
Himmel und Hölle sind nach meiner Meinung, Erfindungen der Religionen um die Menschen gefügig zu machen...
Daher bin ich auch Atheist und geniesse mein Leben ohne Himmel und Hölle...
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw
Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Himmel und Hölle sind nach meiner Meinung, Erfindungen der Religionen um die Menschen gefügig zu machen...
Daher bin ich auch Atheist und geniesse mein Leben ohne Himmel und Hölle...


Und ich bin gläubig und brauche trotzdem weder Himmel noch Hölle, um gefügig gemacht zu werden. Denn letztendlich ist das Ziel der Religion, Sinn in das menschliche Dasein zu bringen, egal, ob man persönlich nun daran glaubt, dass es diesen Sinn tatsächlich gibt, oder nicht.

Es ist aber keinesfalls so, dass religiöse Menschen einfach nicht mit der Vorstellung leben können, nicht mehr zu existieren. Metaphysik lässt sich wissenschaftlich weder be- noch widerlegen, weshalb die Frage, ob es eine unsterbliche Seele gibt, immer eine Glaubensfrage bleiben wird. Und viele Menschen glauben nicht daran, weil sie sich die Nichtexistenz nicht vorstellen könnten, sondern weil sie es einfach nicht für wahrscheinlich halten. Ich beispielsweise halte es nicht für wahrscheinlich, dass es jenseits der physischen Welt nichts gibt. Ich habe aber keine Angst vor dem Tod, im Gegenteil möchte sich mein Forschergeist diese letzte Frage irgendwann selbstverständlich beantworten. Aber beschleunigen muss ich es deswegen nicht
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Ich denke, das viele die an ein Leben nach dem Tod glauben, Angst vor dem Nichts haben...


Lieber Gralsbote,

das beginnt grundsatzphilosophisch schon bei dem Problem, dass man sich "das Nichts" nicht denken kann. In dem Moment, in dem ich dem "Nichts" einen Platz in meiner Gedankenwelt einräume ist es ja schon nicht mehr nonexistent. Oder versuche einmal 50 Sekunden nicht an eine rosa Giraffe zu denken.

Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Es ist ein Wunschdenken, das die Angst vor dem Tod nehmen soll...


Die Evangelien und ihre Berichte über die neue Existenzform, in die Jesus Christus gelangt ist, haben für mich einen sehr starke Aussagekraft und bringen Licht ins Dunkel über das "wie es weitergeht". Das ist schon mehr als Spekulation - es gibt hier ein Anknüpfen des Glaubens an tatsächlich bezeugtes reales Geschehen. Es ist glaubwürdig bezeugt, dass der Tod "nicht das letzte Wort hat" - weil eben einer, Jesus Christus, den Tod überwunden hat und in das neue Leben eingegangen ist. Und das war ganz konkret hier auf dieser Welt erfahrbar.

Der christliche Glaube basiert also im Kern auf transzendenter Realität, die sich in dieser diesseitigen Welt ereignet. Freilich eine Realität, die das menschliche Verstehen übersteigt - aber dennoch, es geht um mehr als um rein transzendente Vorstellungen und Offenbarungen - um mehr als um ein vages und unvorstellbares "geistiges Weiterleben der vom Körper getrennten Seele".

Es geht darum, dass die Transzendenz tief hineingeragt ist in das Diesseits, dass der ferne Gott sehr sehr nahe gekommen ist - und hier in dieser Welt erfahrbar wurde, sozusagen im wahrsten Sinne "begreifbar".

Indem die Jünger die Wunden und den Leib des auferstandenen Jesus berührt haben, ist das neue Leben nach dem Tod keine "vage Denkfigur" mehr, sondern beschriebene Realität - wir kennen es jetzt, soweit es in eben in unser Verstehen hineinpasst. Soweit es in die Evangelien in Worte fassen konnten - der Rest erschließt sich im Glauben.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Oder versuche einmal 50 Sekunden nicht an eine rosa Giraffe zu denken.


Kein Problem. Ich denke dann in diesen 50 Sekunden intensiv an einen grünen Elefanten.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Oder versuche einmal 50 Sekunden nicht an eine rosa Giraffe zu denken.


Kein Problem. Ich denke dann in diesen 50 Sekunden intensiv an einen grünen Elefanten.


Davor ist die "rosa Giraffe" aber zumindest für eine logische Zeiteinheit "aufgeblitzt" . Aber da weiß Busshari als Neurowissenschafter sicher besser Bescheid.
Wenn es ein Leben nach dem Tod geben soll, warum muss das dringend Gott bezogen sein...?
Alle Religionen sind auf Büchern aufgebaut und das macht euren Glauben an einen Gott unglaubwürdig...
Daher denke ich, dass das Leben nach dem Tod eine Illusion ist wie die geistlichen Bücher die ihr lest...
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw