Wunschdenken


Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Alle Religionen sind auf Büchern aufgebaut und das macht euren Glauben an einen Gott unglaubwürdig...


Die christliche Religion ist auf dem Zeugnis über eine konkrete Person aufgebaut - Jesus Christus. Im Kennenlernen - und dann immer mehr vor allem im Liebenlernen - dieser Person erschließt sich die Wahrheit über Gott, die Welt und den Menschen.
Die Bibel ist nicht Mittelpunkt des Glaubens, sondern Mittel, um diesen Jesus kennenzulernen.
Klar, nur weil dies alles in der Bibel steht muss es auch stimmen...
Die Bibel ist für mich nur eine Geschichtensammlung Phantasiereichen Autoren aus der Vergangenheit - eigentlich nichts anderes wie die Märchen der Gebrüder Grimm...
Wie kann man nur an ein Buch glauben - das ja auch immer wieder verändert wurde...?
Das allein macht auch ein Leben nach dem Leben unglaubwürdig - wenigstens aus religiöser sicht...
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw
@all!

Ich weiss, dass ich mehr bin als mein Körper. als mein Intellekt, als meine Gedanken und als meine Emotionen. Ich bin der Geist, der Spirit oder das Atma. Das bin ich nicht nur aus Glaubensgründen, das bin ich, weil ich das fühle, denn ich bin Seele, die Erfahrungen sammelt mit einem menschlichen Körper, und die verbunden ist mit der Weltseele, dem Paramchaitanya.

Um das zu erkennen, muss man einen reinen Wunsch haben, nämlich den Wusch nach Selbstverwirklichung, denn sonst ist es schwierig das zu fühlen.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Gralsbote, ich glaube an ein Leben nach dem Tode dieses Körpers, der ich manchmal zu sein glaube.

Wie dieses Leben aber auch immer sein wird, das kann niemand wissen.
Letztlich sind alle der Heiligen Schriften ja von Menschen geschrieben worden, bevor diese gestorben sind.

Ich glaube daran:
Dass es eine einheitliche Erfahrung nach dem Tode des Körpers nicht gibt.
Dass die Hölle - ja selbst der Himmel - nichts anderes als Illusionen sind.
Aber es ist zugleich unsere Freiheit, uns Illusionen zu schaffen.
Das wahre Sein jedoch ist für mich die Transzendenz, in der die Individualität zugunsten der Totalität überwunden wird.

Ich glaube daran:
Dass es kein "Du musst" und "Du darfst nicht" nach dem Tode des Körpers gibt.
Dies schließt ein, es gibt kein...
"...Du musst in die Hölle..."
"...Du darst nicht in den Himmel..."
"...Du musst wieder geboren werden..."
"...Du darfst nicht wieder geboren werden..."
Dies alles wären Produkte einer unmündigen Wesenheit.

Wer aber es bevorzugt, unmündig zu sein, der darf sich wiederum freiwillig solcherlei Beschränkungen auferlegen.

Ich selbst habe mich schon in früher Kindheit nahezu Nacht für Nacht außerhalb meines Köpers befunden.
Und wenn mich auch dieser Zustand in diesem Alter sehr ängstigte, denn ich wusste nichts damit anzufangen,
so hat er mir doch gezeigt, dass ich nicht diese Körper bin (wenn ich das auch gelegentlich vergesse).
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Gralsbote schrieb:
Zitat:
Ich denke, das viele die an ein Leben nach dem Tod glauben, Angst vor dem Nichts haben...
Es ist ein Wunschdenken, das die Angst vor dem Tod nehmen soll...


Diese Denkweise ist mir so sehr vertraut, habe ich doch lange genug als Atheist und enttäuschter Christ mit solchen Sätzen um mich geworfen.

Allerdings wäre es auch eine Überlegung wert, ob es nicht auch sein könnte, dass es Wunschdenken ist, wenn ich mir vormache, dass es danach nichts mehr gibt und ich mir deshalb keine Sorgen machen brauche, dass ich evtl. für mein Tun und Handeln zur Verantwortung gezogen werden könnte.

Aber nicht Angst sollte mein Handeln bestimmen sondern die Liebe.

Schöne Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Ich glaube daran:
Dass es kein "Du musst" und "Du darfst nicht" nach dem Tode des Körpers gibt.
Dies schließt ein, es gibt kein...
"...Du musst in die Hölle..."
"...Du darst nicht in den Himmel..."
"...Du musst wieder geboren werden..."
"...Du darfst nicht wieder geboren werden..."
Dies alles wären Produkte einer unmündigen Wesenheit.


Ich glaube auch nicht an ein "du musst". In den zehn Geboten heißt es ja auch "du sollst"
Ich meine, dass das Leben nach dem Tod für jeden von uns individuell ist. Aber dass die Seele weiterlebt, das ist für mich seit Langem Gewissheit.
Es geht für alle weiter, egal, ob sie jetzt daran glauben mögen oder nicht. Ich empfinde das auch nicht als "Wunschdenken", denn es wäre für alle 'einfacher', wenn es kein Weiterleben nach dem Tod gäbe. Doch was wäre das für ein Leben, wenn es sich nur noch um materielle Dinge drehen würde? Wie sollte ich dann mit Dingen umgehen, die ich erlebte, die man aber mit materiellen Mitteln nicht erklären kann?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Linde hat folgendes geschrieben:
Aber nicht Angst sollte mein Handeln bestimmen sondern die Liebe.


Das möchte ich auch nochmals ganz dick unterstreichen!
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Das wahre Sein jedoch ist für mich die Transzendenz, in der die Individualität zugunsten der Totalität überwunden wird.

Was meinst du genau damit?
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
"Sich nicht damit abfinden können, dass es einfach mal vorbei ist" ist immer eine schöne Aussage um Menschen wie mich, die nach einem Leben nach dem Tode glauben, als Hasenfüße abzustempeln.


Aber ich sage euch, es hat schon einen Grund, warum der Großteil an ein Weiterleben nach dem Tode glaubt: Intuitive Gewissheit. Aber nehmen wir mal Abstand von dieser Spekulation und gehen das Problem mal logisch an:

Was ist denn dieses NICHTS, das angeblich auf uns wartet, nachdem Leben?- Genau! -NICHTS. Es ist also nicht erfahrbar.
Nun bin ich aber eben aus diesem NICHTS aus unerfindlichen Gründen hervorgekommen, obwohl NICHTS, eben nichts hervorbringen kann. Und ich stehe da und kann sagen: "Ich bin"
Dann eines schönen Tages gehe in dieses NICHTS zurück. Aber wie kann ich davon ausgehen, dass ich eben nicht wieder aus diesem NICHTS komme? Genau! -Gar nicht.

Denn wenn etwas einmal erst passiert ist, kann ich unmöglich davon ausgehen, dass es nie wieder passiert.
Ich bin schon einmal aufgetaucht aus dem NICHTS, also kann es nicht sein, dass es nicht noch einmal passiert.

Auch wenn Milliarden Universen geboren und wieder vergangen sind, werde ich dies im NICHTS als nichts wahrnehmen. Und so wird sich mein nächstes Leben ohne Unterbrechung nach diesem hier fortsetzen. ES SEI DENN, es gibt nur das Diesseitige Leben.

Versteht ihr was ich meine? Ich existiere, und das ist alles was ich mit Sicherheit sagen kann. Wie kann ich aber behaupten, dass ich jetzt existiere und eines Tages nicht mehr existiere, obwohl ich doch nur meine Existenz kenne? Das ist ein schlichtweg unlogischer Gedanke. Die einzige Nichtexistenz besteht darin, dass jemand stirbt und für mich nicht mehr erfahrbar ist. Er für mich nicht mehr existiert.

Nur weil ich eben jetzt dieses Leben kenne, kann ich nicht davon ausgehen, dass meine Existenz nur auf dieses Leben beschränkt ist.
Was vor diesem Leben war weiß ich nicht. Aber ich weiß auch nicht, was ich heute morgen 3:40Uhr geträumt habe, oder was ich zu meinem dritten Geburtstag bekommen habe.- Aber dennoch gehe ich davon aus, dass ich bei beidem existiert habe.

Der Tod oder das NICHTS erschafft gar nichts.
Des Leben/Gott ist unendlich und Ewig. Und wir sind Teil davon.

Ihr, die ans NICHTS glaubt, wollt einfach, dass das Leben auf ewig aufhört, sowie manche sich das bei der Arbeit wünschen. Denn ihr habt Angst vor dem Leben, aber habt noch mehr Schiss vor´m Selbstmord.

Kleiner Spaß am Rande: ich glaube beide Sichtweisen lassen sich nicht nur auf Angst reduzieren.

LG,

Knusprig
Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Wenn es ein Leben nach dem Tod geben soll, warum muss das dringend Gott bezogen sein...?
Alle Religionen sind auf Büchern aufgebaut und das macht euren Glauben an einen Gott unglaubwürdig...
Daher denke ich, dass das Leben nach dem Tod eine Illusion ist wie die geistlichen Bücher die ihr lest...


Lieber Gralsbote!

Eine Illusion ist nicht das Leben nach dem Tod, sondern das Leben im Diesseits, das durch die Konditionierungen des Verstandes geschaffen wird. Allerdings sind wir nicht dieser Verstand, dieses Ego und dieses Superego, wir sind der Geist beziehungsweise der Spirit, der uns im Leben im Diesseits als Zeuge fungiert, und der uns beim jüngsten Gericht zeigt, was wir im Sinne Gottes richtig und falsch gemacht haben, und der uns dann die richtige Richtung anzeigt, in die wir, so hoffe ich, alle gehen werden.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!