PRINZIPIEN DES LEBENS - Streben und Begehren:


Mag schon sein daß ich mich da nicht richtig ausgedrückt habe was die Bezeichnungen betrifft, Atheist oder Agnostiker.

Allerdings glaube ich eher nicht daß ein sog. Atheist als Atheist geboren wird und für alle Zeiten einer bleiben muß.
Oder ob er sich nicht doch im Laufe seines Lebens mit dem was man Gott nennt, auseinander setzt. Irgendwie wird man ja doch damit konfrontiert.
Man verändert sich im Laufe seines Daseins. Man verändert ja auch z. Bspl. seinen Geschmack, seine Vorlieben, die Hobbys usw.
Einmal Atheist - immer Atheist. Wer sagt das? Und wenn er sich für Gott überhaupt nicht interessiert muß er deswegen kein Atheist sein, oder nicht?
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Rosenrot hat folgendes geschrieben:

Allerdings glaube ich eher nicht daß ein sog. Atheist als Atheist geboren wird und für alle Zeiten einer bleiben muß.


Erst einmal: Die Bezeichnung "sogenannt" ist ...hm... ein wenig unglücklich.
Der ganze Satz ist es eigentlich. Ersetze mal das Wort Atheist durch Gläubiger und du siehst vielleicht was ich meine.

Zitat:
Oder ob er sich nicht doch im Laufe seines Lebens mit dem was man Gott nennt, auseinander setzt.


Joa. Auch ein Atheist stellt seine Weltaunschauung ab und zu auf den Prüfstand, warum auch nicht. Nur ist das Nichtglauben keine Sache des Wollens, sondern schlicht einem Mangel an Überzeugungskraft von Argumenten geschuldet.

Zitat:
Irgendwie wird man ja doch damit konfrontiert.


Womit?

Zitat:
Man verändert sich im Laufe seines Daseins. Man verändert ja auch z. Bspl. seinen Geschmack, seine Vorlieben, die Hobbys usw.
Einmal Atheist - immer Atheist. Wer sagt das?


Niemand. Gibt es genauso wie im umgekehrten Fall. Ich war früher gläubig.

Zitat:
Und wenn er sich für Gott überhaupt nicht interessiert muß er deswegen kein Atheist sein, oder nicht?


Sondern?
Ein Atheist ist nur jemand, der seine Position missionarisch zu verbreiten versucht?
Rosenrot hat folgendes geschrieben:
Allerdings glaube ich eher nicht daß ein sog. Atheist als Atheist geboren wird und für alle Zeiten einer bleiben muß.


Ich z.B. wurde als Atheist "erzogen". Doch im Laufe der Jahre hat sich in mir die Erkenntnis herauskristallisiert, dass es jenseits der materiellen Raumzeit eine Art geistige Parallelwelt geben muss. Den eigentlichen Ursprung jeglicher Existenz. Auf diese Weise formte sich dann auch mein Glaube an Gott.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Hallo Rosenrot,
<ich glaube gar nicht mal daß sog. Atheisten oder Agnostiker gar nicht an eine Göttlichkeit glauben wollen - sie können es ganz einfach nicht.
Es ist auch gar nicht einfach an etwas zu glauben wofür es keine sichtbaren/nachweisbaren Beweise gibt>


In unserer aktuellen Welt herrscht eine materielle Gesinnung vor. Weil die Massen durch die Medien – welche das Begehren und den Eigennutz fördern – in diese Richtung verleitet werden.
Dazu kommt, daß das Wissen von (oder der Glaube an) eine/r Wiedergeburt aus der Christlichen Religion von den Kirchen entfernt wurde. So leben die Massen eben nach dem Motto – ich lebe nur EIN mal, da muß ich für mICH herausholen, was rauszuholen ist, und nach mir die Sintflut – weil die Masse eben durch ihre Sinneswahrnehmung im Denken gesteuert wird.

<Sichtbar nur für denjenigen der glaubt. >
Tut mir leid, doch selbst für Gläubige wird das Göttliche noch nicht „sichtbar“. Aber wer nach den Regulierungen oder Anweisungen der Religionen ernsthaft lebt, der kann nach und nach im Geiste das Göttliche erkennen.

<Wobei ich der Ansicht bin daß sich diese schöpfende Kraft auch immer wieder selbst weiterentwickelt.>
Diese schöpferische Kraft, ist der Geist im Menschen, und dieser entwickelt sich durch das Bewusstwerden durch Lebenserfahrung und den dadurch zu gewinnenden Erkenntnissen – von Geburt zu Geburt – weiter. Das ist ein fortlaufender Entwicklungsprozess.

Bibel: „Fleisch gesinnt wird zu Fleisch, Geist gesinnt wird zu Geist“.

So ist der Mensch am Anfang seiner Entwicklung sicher ein Atheist (Fleisch gesinnt = Körper und Persönlich – ICH). Darum wird er auch wieder als „Fleisch“ (Körper) geboren. Wenn er dann aber im Verlauf der Zeit, in ? – Geburten, immer mehr zu der Erkenntnis kommt, daß er lebendiger Geist ist, der wird letztendlich nicht mehr als Körper geboren, sondern wird in seinem Bewusstsein zu diesem Geist, und kehrt in die göttliche Einheit zurück – von der er gekommen ist.
Grüße,
Demetrius

P.S. Eine Frage: Glauben oder kennen die Bahaii das Prinzip der Wiedergeburt?
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Tut mir leid, doch selbst für Gläubige wird das Göttliche noch nicht „sichtbar“. Aber wer nach den Regulierungen oder Anweisungen der Religionen ernsthaft lebt, der kann nach und nach im Geiste das Göttliche erkennen.


Mit "sichtbar" meinte ich auch eher "das Schauen" auf die farbliche Vielfalt, die Feinheiten der Pflanzen, die unterschiedlichsten "Gewänder" in der Tierwelt usw. ...
mit "wachen" Augen kann einem die "göttliche Wunderwelt" nicht entgehen
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Das Problem liegt meines Erachtens auch darin, dass viele Menschen nicht in der Lage sind, Sichtbares / Gesehenes wirklich zu erkennen. Vor allem dann nicht, wenn das Auge dabei nicht mit dem Herzen kommuniziert.

Reduktionisten erkennen in diesem Organ lediglich einen Motor, der Blut in den Kreislauf pumpt. Das ist aber genau so als würde man einem Tennisspieler unterstellen, er wäre zu nichts anderem als Tennis zu spielen in der Lage.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Rosenrot,
<Mit "sichtbar" meinte ich auch eher "das Schauen" auf die farbliche Vielfalt, die Feinheiten der Pflanzen, die unterschiedlichsten "Gewänder" in der Tierwelt usw. ...
mit "wachen" Augen kann einem die "göttliche Wunderwelt" nicht entgehen >

Richtig! Das göttliche Prinzip zeigt sich in der materiellen Natur, und im ganzen Universum. Aber doch muß ich sagen, daß dieses Prinzip nicht mit den körperlichen Augen zu erkennen ist, sondern nur aus dem Herzen, durch das Geistige Auge. (Wäre das Prinzip mit den körperlichen Augen zu erkennen, dann hätte das die Wissenschaft doch längst erkennen müssen – hat sie aber nicht, trotz aller technischen Mittel).

Marcolo 8,
Interessant ist, daß in der heutigen Zeit nicht mehr gesagt wird: „Hör auf Dein Herz“, sondern „Hör auf Dein Bauchgefühl“. Es scheint, daß Herz nicht mehr gefragt ist, oder das Herz ist bei denen in den Bauch gerutscht.
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Hallo Demetrius,

Zitat:
Interessant ist, daß in der heutigen Zeit nicht mehr gesagt wird: „Hör auf Dein Herz“, sondern „Hör auf Dein Bauchgefühl“. Es scheint, daß Herz nicht mehr gefragt ist, oder das Herz ist bei denen in den Bauch gerutscht.


Das hängt wohl damit zusammen, dass die Fähigkeit, etwas intuitiv zu erfassen in unserer schnelllebigen Zeit mehr gefragt ist, als liebevolle Zuwendung. Ersteres ist im dritten, Letzteres im vierten Chakra energetisch lokalisiert. Ich halte übrigens beides für wichtig.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Zitat:
Vor allem dann nicht, wenn das Auge dabei nicht mit dem Herzen kommuniziert.


Wohl dem, der noch beide Organe hat.
Ein Blinder oder jemand an einer Herz-Lungenmaschine dürfte demnach echt schlechte Karten haben Göttliches zu erkennen.
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Moment! Ich muss mich erstmal kurz reinsteigern!
Hallo Marcolo 8,
<Das hängt wohl damit zusammen, dass die Fähigkeit, etwas intuitiv zu erfassen in unserer schnelllebigen Zeit mehr gefragt ist, als liebevolle Zuwendung. Ersteres ist im dritten, Letzteres im vierten Chakra energetisch lokalisiert. Ich halte übrigens beides für wichtig.>
Ja, an die Chakras habe ich nicht gedacht. Das passt! Die Aktivierung, und letztendlich das stufenweise Beherrschen dieser Chakras durch den Geist, bewirkt ja die Bewusstwerdung.
Der Buddha nennt das die Beherrschung der höheren Kräfte. Frei Zitiert: „Wer das beherrscht, rauf und runter beherrscht, wie es ihm beliebt beherrscht, der liebe Mönche, wird ein Mönch genannt“.
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