Warum ist der Westen Europas so ungläubig?


Warum sind die Menschen im Westen Europas so ungläubig? Wie groß geht die Schere auseinander zwischen materiellem Reichtum und geistiger Armut?

Gott findet hier praktisch KEINE Erwähnung. Es wird gerne über belanglose und inhaltslose Sachen geredet, oder man stürzt sich übermäßig in die Arbeit oder man sieht zu sich mit übermäßigem "Vergnügen" zu unterhalten. All das um sich abzulenken und um nicht bei sich zu sein und mal über den tieferen Sinn nachzudenken.

Vor kurzem ist eine Frau aus dem Büro wortlos GEFLÜCHTET, als ich ein Thema über Gott ansprach.

Wie kann man als gläubiger Mensch in einer ungläubigen Welt leben die sich in Sinnlosigkeiten wirft?
Hallo Stuhl, erstmal willkommen hier im Forum.

Zitat:
Warum sind die Menschen im Westen Europas so ungläubig? Wie groß geht die Schere auseinander zwischen materiellem Reichtum und geistiger Armut?
Gott findet hier praktisch KEINE Erwähnung. Es wird gerne über belanglose und inhaltslose Sachen geredet, oder man stürzt sich übermäßig in die Arbeit oder man sieht zu sich mit übermäßigem "Vergnügen" zu unterhalten. All das um sich abzulenken und um nicht bei sich zu sein und mal über den tieferen Sinn nachzudenken.
Vor kurzem ist eine Frau aus dem Büro wortlos GEFLÜCHTET, als ich ein Thema über Gott ansprach.
Wie kann man als gläubiger Mensch in einer ungläubigen Welt leben die sich in Sinnlosigkeiten wirft?


Tja, gute Frage, mittlerweile kann ich sie in etwa nachvollziehen.

Doch vor Jahren hätte ich damit absolut nichts anfangen können, war ich doch selbst eine "Ungläubige". Hätte diese Frage absolut überheblich gefunden.
Erst als ich Menschen traf die mir vorgelebt und nicht vorgeredet haben, die mir aufgezeigt haben, dass ich "Gottlose" und "Ungläubige" möglicherweise gläubiger bin als manch einer der sich so nennt, die viel, viel Geduld mit mir hatten, so dass ich an ihrem Vorbild und Leben den Sinn des Lebens erkennen konnte und mich nicht mehr ablenken musste, konnte sich bei mir etwas ändern.
Diese Menschen haben mich angenommen und akzeptiert wie ich bin, hatten Verständnis für mich und meine Meinungen.

Ich bin diesen Menschen bis in alle Ewigkeit dankbar. Heute brauche ich mich nicht mehr mit sinnlosen Dingen abzugeben. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich plötzlich gespürt habe wie sich wahre inndere Freude anfühlt im Gegensatz zu oberflächlichem Spaß.
Man kann auf alles verzichten, wenn man etwas Besseres, Höheres gefunden hat. Dafür braucht es vielleicht Menschen die uns einfühlsamdabei behilflich sind.

Liebe Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Stuhl hat folgendes geschrieben:
Wie kann man als gläubiger Mensch in einer ungläubigen Welt leben die sich in Sinnlosigkeiten wirft?


Lieber Stuhl,

indem man als gläubiger Mensch selbst den Sinn, den dieses Leben hat, vorlebt.
Es gibt ja diese Sehnsucht nach sinnerfülltem Leben, die jeder Mensch hat, und die nur Gott stillen kann. Insofern ist es "objektiv" so, dass Menschen davon angezogen werden, was Gott ermöglicht. Es ist aber eben nicht immer sinnvoll in einer Welt, die mittlerweile oft fern ist von der Religion, Menschen unmittelbar mit Schriften und Textstellen von Religionen sozusagen "gebetsmühlartig" zu konfrontieren. Das wird nicht viel bringen. "Der beste Prediger ist Bruder Beispiel" - und er ist letzlich der einzige, der Menschen wirklich zum Nachdenken bringt. Oder wie der heilige Franziskus gesagt hat: "Verkündige das Evangelium - wenn notwendig auch durch Worte."
Der Westen Europas ist weniger ungläubig als vielmehr unglaubwürdig.

Wobei das Eine das Andere bedingt. Nur stellt sich da die Frage: Was ist rechter Glaube ? Welche Götzen werden heute in der Moderne angebetet? Und welche dunklen Mächte stehen dahinter? Wer unternimmt Anstrengungen, uns von der Quelle der Erkenntnis (Gottesnähe) wegzuführen? Wie erkennt man falsche Propheten? ...
Burkl hat folgendes geschrieben:
Oder wie der heilige Franziskus gesagt hat: "Verkündige das Evangelium - wenn notwendig auch durch Worte."


Ein guter Spruch, der in sich selbst aber zeigt, dass man die Kraft der Worte nicht unterschätzen sollte.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Stuhl hat folgendes geschrieben:
Wie groß geht die Schere auseinander zwischen materiellem Reichtum und geistiger Armut?


Ich würde jemanden, der an Gott glaubt, nicht automatisch als geistig reich bezeichnen.

Stuhl hat folgendes geschrieben:
Es wird gerne über belanglose und inhaltslose Sachen geredet, oder man stürzt sich übermäßig in die Arbeit oder man sieht zu sich mit übermäßigem "Vergnügen" zu unterhalten.


Was belanglos und inhaltslos ist, liegt auch im Auge des Betrachters. Manche Menschen halten religiöses Gequatsche für belanglos.

Stuhl hat folgendes geschrieben:
All das um sich abzulenken und um nicht bei sich zu sein und mal über den tieferen Sinn nachzudenken.


Ich denke auch Religionen liefern nicht unbedingt einen tieferen Sinn. Das Menschen sich mit materiellen Gütern ablenken wollen, halte ich für ein Klischee.

Stuhl hat folgendes geschrieben:
Vor kurzem ist eine Frau aus dem Büro wortlos GEFLÜCHTET, als ich ein Thema über Gott ansprach.


So wie du hier redest, würde ich das auch tun, vor allem im Büro.

Stuhl hat folgendes geschrieben:
Wie kann man als gläubiger Mensch in einer ungläubigen Welt leben die sich in Sinnlosigkeiten wirft?


Ein Leben ohne Gott kann sehr schön und sinnerfüllt sein. Warum auch nicht.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
Busshari hat folgendes geschrieben:
Ich würde jemanden, der an Gott glaubt, nicht automatisch als geistig reich bezeichnen.


Dem stimme ich zu.

Busshari hat folgendes geschrieben:
Ein Leben ohne Gott kann sehr schön und sinnerfüllt sein. Warum auch nicht.


Es wäre aber ebenso möglich, dass sich ein Leben ohne Gott als illusionär herausstellt. Für den Fall, dass Gott als Ursache allen Seins sich zu erkennen gäbe. Die Wissenschaft ist weit davon entfernt, diese (meine) Antithese beweiskräftig zu widerlegen. Es herrscht da eher eine Patt-Situation gegensätzlicher Betrachtungen.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Die Wissenschaft ist weit davon entfernt, diese (meine) Antithese beweiskräftig zu widerlegen. Es herrscht da eher eine Patt-Situation gegensätzlicher Betrachtungen.



Kannst du folgende Thesen widerlegen:

Gott hat sich unglaublich besoffen, als er sich übergeben musste, hat er das Universum ausgekotzt.

Wolken werden nicht vom Wind bewegt, sondern von unsichtbaren rosa Einhörnern bewegt?

Keiner kann diese Antithesen widerlegen, Pattsituation. Diese Thesen dazu ebenfalls genau so wahr oder falsch, wie deine Gottes-Hypothese.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
Busshari hat folgendes geschrieben:
Kannst du folgende These widerlegen: Wolken werden nicht vom Wind bewegt, sondern von unsichtbaren rosa Einhörnern bewegt?


Ich denke, wir beide könnten das mithilfe der Aerodynamik widerlegen. Das wäre wohl kein allzu großes Problem.

Busshari hat folgendes geschrieben:
Gott hat sich unglaublich besoffen, als er sich übergeben musste, hat er das Universum ausgekotzt.


Versteh mich bitte nicht falsch - aber das ist einfach nur absurd. Allerdings vermute ich, dass dir das selbst klar ist und es sich hierbei nur um eine unglücklich gewählte Metapher handelt. Dass Gott für unseren vergleichsweise beschränkten Verstand nicht fassbar ist, sollte nicht dazu verleiten, alle möglichen Abläufe in unserer materiellen Welt auf Gottes Ebene zu übertragen. Ich vermute, hier liegt der entscheidende Denkfehler.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Ich denke, wir beide könnten das mithilfe der Aerodynamik widerlegen. Das wäre wohl kein allzu großes Problem.


Nein, das sind magische, immaterielle Einhörner, die fliegen ja auch nicht, die schweben. Sie sind nicht den Gesetzen der Physik unterworfen.

Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Versteh mich bitte nicht falsch - aber das ist einfach nur absurd. Allerdings vermute ich, dass dir das selbst klar ist und es sich hierbei nur um eine unglücklich gewählte Metapher handelt.


Es handelt sich um eine bewusst gewählte absurde Theorie. Widerlegen kannst du sie trotzdem nicht. Sie hat den gleichen "Wahrheitswert", wie deine Theorie über Gott - oder irgendjemandes Theorie.

Man kann das ganze aber auch ernster machen: Man hat Fossilien von 25 Elefantenarten gefunden, nur drei Arten existieren heute. Gott wollte also ein Tier mit Rüssel und großen Ohren, war aber so dämlich, dass er 25 Mal scheiterte und die Viecher immer wieder ausstarben. Widerlege diese Theorie. Kannst du nicht. Und genau so argumentierst du und das ist Blödsinn.

Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Dass Gott für unseren vergleichsweise beschränkten Verstand nicht fassbar ist, sollte nicht dazu verleiten, alle möglichen Abläufe in unserer materiellen Welt auf Gottes Ebene zu übertragen.


Ich finde die Theorien anderer Menschen über Gott ebenso absurd.
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Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.