Ist Conchita Wurst eine Narzisstin?!


dtrainer hat folgendes geschrieben:
Ginge es - wie es der Name "Song Contest"vermuten läßt, nur um die Bewertung der Lieder, könnte man ja schlicht diese präsentieren, ohne überhaupt die Nationen zu erwähnen, und erst bei der Auszählung dann sagen, was woher kommt.

Das fände ich ein sehr gute Idee. Ich persönlich bewerte immer zuerst die Qualität des Musikstücks, dann die Stimme und zuletzt die Präsentation. Die Nation ist mir völlig Wurst.

Es lässt sich aber nicht realisieren, weil es sich kaum verheimlichen lässt, aus welchem Land Komponist und Interpret kommen.

Das Ganze ist doch mehr ein Nationen-Wettstreit. Und das finde ich schade. Auch der Kommentator geht mir manchmal auf den Keks, wenn er einerseits sagt, dass sich wieder einmal die Balkanländer gegenseitig die Punkte geben und andererseits sich aufregt, wenn unsere Nachbarländer Deutschland keine Punkte geben. Worum geht es jetzt? Um die Musik oder um Eitelkeiten?

Im Fußball ist es doch ähnlich. Wenn jetzt die Weltmeisterschaft wieder losgeht, wächst wieder der Patriotismus. Und wenn die deutsche Nationalmannschaft Weltmeister werden sollte, dann ist es nicht Deutschland, das eine großartige Leistung vollbracht hat, sondern es sind die Spieler und das Team drumherum.
achim56 hat folgendes geschrieben:

Das fände ich ein sehr gute Idee. Ich persönlich bewerte immer zuerst die Qualität des Musikstücks, dann die Stimme und zuletzt die Präsentation. Die Nation ist mir völlig Wurst.
Es lässt sich aber nicht realisieren, weil es sich kaum verheimlichen lässt, aus welchem Land Komponist und Interpret kommen.

Mir auch. Aber das war ja auch nur mal so überlegt, ich sagte ja achon dazu, das diese Absicht wohl nicht vorliegt. Im Radio wäre das aber durchaus machbar.
Es ist wohl beabsichtigt, die Nationen mit ein zu beziehen, aber dann macht es kaum Sinn zu kritisieren, wenn das mal eben als Protest sichtbar wird. Das Ganze ist ja auch ein "alter Zopf",kam aus den Anfängen des Fernsehens und könnte eine Renovierung ganz gut vertragen.
Nehmen wir es doch nicht allzu wichtig, es ist halt nur eine Showveranstaltung, mehr nicht. Es ist eher die Ausnahme, daß ein Gewinner dann auch eine wichtige Rolle in der Musik spielt.
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Es ist eher die Ausnahme, daß ein Gewinner dann auch eine wichtige Rolle in der Musik spielt.

Udo Jürgens, ABBA und Celin Dion sind solche Ausnahmen. Sie wurden Weltstars und ihre Kunst gehört zum Olymp der Musikwelt.
Eule hat folgendes geschrieben:
Musik ist eine Geschmackssache, jedoch habe ich über den ESC-Sieger so meine Bedenken. Das Lied traf nicht meinen Geschmack und die erschaffene Kunstfigur Conchita Wurst finde ich krank an der Psyche.


"Conchita" ist ein mir sehr sympathischer junger homosexueller Mann, der gerne Frauenkleider trägt und mit Conchita eine Kunstfigur geschaffen hat.
Ich finde nicht, dass das dazu berechtigt, Thomas Neuwirth als krank an der Psyche zu bezeichnen, ganz abgesehen davon, dass heutzutage schon sehr viele Menschen psychische Probleme haben, und ich das keineswegs als irgend eine Art von "Schande" betrachte, im Gegenteil, es sind in der Regel sehr sensible und liebe Menschen, die seelisch belastet sind.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo an alle,

mal ein paar Gedanken zwischendurch:

Ich denke, Conchita Wursts Sieg beim Eurovision Songcontest, vor allem die 12 Punkte von der russischen Bevölkerung, zeigen mir eines: Der Eurovision ist eine Veranstaltung, die verstärkt von Lesben, Schwulen und Transgendern geschaut wird. Man könnte meinen, es ist die lesbischwule/queere Bundesliga (heißt nicht, dass Heterosexuell es nicht schauen oder umgekehrt LSBT nicht Fußball schauen).
Das gleiche gilt denke ich in Russland. Wer die letzten Monate aufmerksam beobachtet hat, wie Lesben und Schwule und Transgender in Russland gejabt werden und wie der Staat diese Hexenjagd dch Gesetze unterstützt, sieht schnell, dass dieser Sieg, diese 12 Punkte von den russischen Votern nicht nur eine Wahl für die musikalische Leistung war, sondern vor allem auch ein Hilfeschrei, der irgendwo zwischen Angst und Selbstbewusstsein, bewusstem Verstecken und Stolz aussagt: "wir sind auch hier! Bitte ignoriert uns nicht! Bitte nehmt uns war!"

Es ist schön, dass Conchita Wurt einen Beitrag dazu leisten konnte, LSBT-Menschen und ihre Nöte sichtbar zu machen. Zugleich ist es schade, dass wir so etwas nötig haben. Ich hoffe, dass eines Tages alle Formen von physischem, psychischem und spirituellem Missbrauch und Gewalt verschwinden.

Yahia
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https://youtu.be/XJ9E4sbnW-k
Yahia hat folgendes geschrieben:
Ich denke, Conchita Wursts Sieg beim Eurovision Songcontest, vor allem die 12 Punkte von der russischen Bevölkerung, zeigen mir eines: Der Eurovision ist eine Veranstaltung, die verstärkt von Lesben, Schwulen und Transgendern geschaut wird.

Also meines Wissens hat Russland dem Lied nur fünf Punkte gegeben. Und ich glaube, dass das Voting in jedem Land zu 50% aus Zusehern und zu 50% aus einer Fachjury bestand.
Man kann jetzt viel darüber spekulieren, wer hauptsächlich für das Lied und wer hauptsächlich für den Künstler gestimmt hat. Es bleibt ein Geheimnis.

Auch wenn es hier in Deutschland einige Schwule (Thomas Herrmanns, Hape Kerkeling) und Lesben (?) gibt, die sich als Eurovisions-Fachmann erwiesen haben, sagt das noch lange nicht, dass die Sendung verstärkt von dieser Gruppe gesehen wird. Ich wage einmal die Behauptung, dass 90% aller Zuseher in der Welt weder lesbisch noch schwul sind.

Auch wenn es die Homosexuellen gerne hätten, aber so eine Macht haben sie dann doch nicht. Ganz abgesehen davon würde ich keine Hand dafür ins Feuer legen, dass bei diesem Voting prinzipiell alles mit rechten Dingen zugeht.

Vielleicht ist es aber tatsächlich so, dass das Außergewöhnliche gewonnen hat. So wie damals 2006 die finnische Gruppe mit den hässlichen Fratzen und dem ebenso fürchterlichen Song. Das wäre aber ein Armutszeugnis und würde Tom Neuwirth auch nicht gerecht. Ich bin der Meinung, es sollte nur die Qualität des Liedes und der Stimme entscheiden. Nicht das ganze Affentheater drumherum mit butterstampfenden vollbusigen Polinen oder akrobatischen Trambolineinlagen.
Hallo,

zunächst muss ich Dänemark als Gastgeber dieses Eurovision Song Contests loben. Sie haben sich große Mühe gegeben. Europa vereint singen zu hören erfüllt mein Herz mit großer Freude.

Musik ist eine Geschmackssache, jedoch habe ich über den ESC-Sieger so meine Bedenken. Das Lied traf nicht meinen Geschmack und die erschaffene Kunstfigur Conchita Wurst finde ich krank an der Psyche.

Eure Meinung ist mir wichtig und würde mich interessieren.

LG
Eule [/quote]
Eule hat folgendes geschrieben:
Das Lied traf nicht meinen Geschmack und die erschaffene Kunstfigur Conchita Wurst finde ich krank an der Psyche.

Hallo Eule! Ich denke, der Ausdruck "krank an der Psyche" ist meiner Meinung nach sehr mit Vorsicht zu genießen, da es ziemlich demoralisierend ankommen kann. Sonst denke ich, dass Geschmäcker verschieden sein dürfen!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Eule hat folgendes geschrieben:
Musik ist eine Geschmackssache, jedoch habe ich über den ESC-Sieger so meine Bedenken. Das Lied traf nicht meinen Geschmack und die erschaffene Kunstfigur Conchita Wurst finde ich krank an der Psyche.

Ich persönlich habe keinen Fernseher,
Ich weiß auch nicht, wie das Ganze ausgegangen ist.
Ich finde es nur anmaßend - Sorry Eule - Menschen,
einen Menschen (ich habe gerade nach C.Wurst gegooglet), nur weil er von der Norm abweichend ist,
"krank in der Psyche" zu nennen.

Damit kämen wir zurück in die Zeit des Faschismus.
Die Welt ist bunt!

Dass es mehr als nur die Zwei Geschlechter gibt,
ist glücklicherweise mittlerweile auch anerkannt.

Vielen Kindern, mit unklaren Geschlecht bleiben dadurch (hoffentlich)
Körperverstümmelungen erspart, nur weil es anderen Menschen in ihrer Spießigkeit nicht ins Bild passt.

Wir müssen auch mal eines Bedenken:
Würde immer alles nur nach der Norm gehen,
so hätte keinerlei Evolution stattgefunden,
denn diese kann sich nur durch etwas "Abnormes",
welches sich nachträglich als Vorteilhaft erweist, entwickeln.

Das Göttliche würde ich definieren,
als das bedingungslose "JA" zu allem Sein.

Und je näher wir dem kommen, desto mehr verwirklichen wir das Göttlich in uns.


Lieber PapaLoooo!

Wieso sollten Homosexuelle und Lesben ein Fortschritt in der Evolution sein? Sie pflanzen sich nicht fort, wenn sie nach ihrer sexuellen Neigung leben.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Conchita Wurst kann sehr gut singen und ich denke, deshlab wurde sie beim Grand Prix gewählt.