Arm und Reich


Warum sind die Reichen so ? Der Materialismus hat doch keine Zukunft für das eigene geistige Leben . Man kann Sie eigentlich bedauern !
_________________
Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
ich tun will ist Zeit und Raum vorhanden !
Louise L. Hay

Suche nichts-finde alles !
Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr



_________________
Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
ich tun will ist Zeit und Raum vorhanden !
Louise L. Hay

Suche nichts-finde alles !
Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr
[quote=edgar gne]]Warum sind die Reichen so ? Der Materialismus hat doch keine Zukunft für das eigene geistige Leben . Man kann Sie eigentlich bedauern !
[/quote]

Hallo Edgar,

das ist eine interessante Frage, die du da aufwirfst. Ich denke, dem zugrunde liegt die menschliche Gier, die uns allen innewohnt. Sie ist nicht umsonst eine der 7 Todsünden Das heißt aber nicht, dass alle Reichen gierig sind und die Armen nicht. Es hat wieder alles mit dem richtigen Umgang mit Materiellem zu tun.

Gerade in Schwellenländern wie Indien, wo es zur zeit viele Menschen gibt, die es aus der Armut in den neuen Mittelstand schaffen, gibt es unter diesen viele Rücksichtslose, die sich, obwohl sie selbst arm waren, nicht um die Armen scheren und auch nicht darum, ob sie die Natur verschmutzen, oder nur dem Materialismus dienen.

Es ist wie hier, nach den 50er Jahren. Die Menschen sammelten Tupperware und teures Porzellan, häuften Kleidung an und aßen Sonntagsbraten. Und jetzt, da wir in Deutschland keinen Mangel mehr kennen, sind wir dessen überdrüssig und kritisieren den Materialismus.

Erzähl mal einem, der arm ist, dass das gut für seine Seele ist...der Mensch will immer seine Situation verbessern. Nur wenn man schon genug hat und sich selbst entscheidet, dass man da nicht mehr mitmacht, findet ein Umdanken statt. Aber es gibt leider nicht so viele Menschen weltweit, die schon genug haben.
edgar gne hat folgendes geschrieben:




Das ist zwar sicher eine nette moralische Idee, aber ich befürchte es ist lediglich eine Teilwahrheit.

Materieller Reichtum wird heute in der Regel in Geld bemessen. Geld kann man jedoch nicht essen. Selbst wenn die ärmsten Menschen der Welt über mehr Geld verfügen würden hieße dies nicht automatisch das sie auch alle essen könnten. Erhöht sich nämlich die Zahl der potentiellen Kunden bei gleicher Produktion, so steigt der Preis pro Einheit.

Was es also eigentlich braucht ist eine Erhöhung der Nahrungsmittel und eine bessere Verteilung der Nahrungsmittel. Zumindest wenn wir von der reinen Bekämpfung von Hunger sprechen.

Eine andere frage bleibt schließlich ob die aktuelle globale Produktionsweise von Nahrungsmitteln den Bedürfnissen der Menschheit entspricht.
Die Reichen? Wirklich?
Zitat:
Der Amtseid lautet:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“
(Amtseid des Bundeskanzlers, http://de.wikipedia.org/wiki/Amtseid )
Unsere Politiker zählen eher nicht zu den "Reichen". Sie sind aber nur dem deutschen Volk verpflichtet, und so ist das etwa in jedem Land.
Nun sorgt so ein Politiker eben für das Wohl es eigenen Landes, was ihn geradezu verpflichtet, bei der Aushandlung internationaler Verträge nur eben dieses Wohl zu beachten - und schon haben wir Ergebnisse, die einseitig sind. die Interessen schwächerer Länder schädigen und so zur Ursache einer ungleichen Verteilung werden. Stichworte: Welthandel, Zölle, Konditionen, Bevorzugung/Benachteiligung.

Ganz so einfach ist es also nicht, aber wenn ich angeben wollte was dazu beträgt, Armut und Reichtum zu erzeugen bzw. zu bewahren, würde ich eher das anführen als auf eine Gruppe von Menschen zu zeigen. Zumal sich das gut erweitern ließe, wenn wir dazu noch die Verpflichtungen von Bürgermeistern, Landräten etc. betrachten.
_________________
Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
@dtrainer

Verfassungsrechtlich ist es nicht ganz so einfach. Tatsächlich ist das zwar der Wortlaut des Amtseides, aber dieser betont auch das der Bundeskanzler das Grundgesetz wahren muss. In dessen Präambel ist die Rede davon, dass das deutsche Volk mit dem Grundgesetz "als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen" wünscht. Dies lässt schon eine Ausweitung der Fürsorge auf Europa und andere Teile der Welt zu. Hinzu kommen dann natürlich europaweite und globale Institutionen und Paktsysteme.

Grundlegend hast du aber recht: die des Nationalstaats basiert darauf, dass zuerst die Bewohner der eigenen Nation zu versorgen und weiter zu bringen sind und erst dann der Rest der Welt (und im ungünstigen Falle auch auf deren Rücken). Gleichwohl sind die meisten europäischen Nationalstaaten inzwischen durch oben genannte internationale Einbindungen gezähmt und reiner Nationalismus erscheint den meisten Europäern eher als bedrohlich.

Gleichwohl besteht natürlich das Problem das der Bundeskanzler in Deutschland unter ständigem Wahldruck steht also Ergebnisse produzieren muss die einerseits der Elite und andererseits der breiten Masse gut gefallen (beiden wohlgemerkt, mit einer einseitigen Politik wird man kaum Erfolge erzielen). Sonst wird seine Handlungsfähigkeiten zunehmend eingeschränkt bzw. er verliert sie ganz.

Tatsächlich vertrat Bahaullah diesbezüglich jedoch eine klar kosmopolitische Ethik:

"Wir haben erfahren, daß du [Königin Viktoria] die Zügel der Beratung in die Hände der Volksvertreter gelegt hast. Du hast fürwahr gut daran getan, denn so werden das Fundament deiner Staatsgeschäfte gestärkt und die Herzen aller, die unter deinem Schutze stehen, seien sie hoch oder niedrig, zur Ruhe kommen. Den Abgeordneten steht es jedoch an, vertrauenswürdig zu sein und sich als die Vertreter aller, die auf Erden wohnen, zu betrachten. Dies ist es, was der Herrscher, der Allweise, ihnen auf dieser Tafel rät. Und wer sich von ihnen zur Ratsversammlung begibt, der richte seine Augen auf den Höchsten Horizont und spreche: „O mein Gott! Ich bitte Dich bei Deinem herrlichsten Namen, hilf mir zu tun, was die Belange Deiner Diener fördert und Deine Städte erblühen läßt. Du hast wahrlich Macht über alle Dinge!“ Gesegnet ist, wer in eine solche Versammlung um Gottes willen geht und mit makelloser Gerechtigkeit zwischen den Menschen entscheidet. Er gehört fürwahr zu den Glückseligen.

O ihr gewählten Vertreter des Volkes in allen Ländern! Beratet miteinander über das, was der Menschheit nützt und ihre Lage bessert – so ihr zu denen gehört, die achtsam prüfen! Betrachtet die Welt wie einen menschlichen Leib, der bei seiner Erschaffung gesund und vollkommen war, jedoch aus vielerlei Ursachen von schweren Störungen und Krankheiten befallen wurde. Nicht einen Tag lang wurde ihm Linderung zuteil, nein, seine Krankheit verschlimmerte sich noch, weil er in die Hände unfähiger Ärzte fiel, die sich nur von ihren persönlichen Wünschen leiten ließen und sich schmählich irrten. Und wurde einmal ein Organ von einem fähigen Arzt geheilt, so blieb doch der Rest so krank wie zuvor. So unterrichtet euch der Allwissende, der Allweise. "
Der Bundeskanzler dient mir nur als Beispiel. Ich schrieb ja schon, wenn man andere Amtsträger mit einbezieht, sieht das noch negativer aus.

Die nationale Ordnung ist überholt und produziert unnötige Benachteiligungen.
Hallo miteinander...

Warum muss denn Reichtum immer schlecht sein...?
Die einen haben eben mehr Glück als die anderen...
_________________
„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw
Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Warum muss denn Reichtum immer schlecht sein...?


Nein, erst dann wenn er zu Lasten anderer Personen geht oder zu sozialen Unfrieden führt.
@ edgar gne / @ Gralsbote

Um dieser Frage sinnvoll nachzugehen, sollten wir uns zunächst vergegenwärtigen, was unter "Reichtum" zu verstehen ist. Und hier bediene ich mich ausnahmsweise mal einer Wikipedia-Quelle, weil meiner Einschätzung nach sachlich und politisch weitgehend neutral geschrieben:

Zitat:
Reichtum bezeichnet den Überfluss an geistigen oder gegenständlichen Werten. Der Inhalt des Begriffes basiert auf subjektiven und zum Teil höchst emotionalen Wertvorstellungen. In den modernen, eurozentrisch geprägten Industriestaaten wird Reichtum häufig ausschließlich quantitaviv auf Wohlstand und Lebensstandard bezogen, obwohl er sich tatsächlich nicht auf materielle Güter reduzieren lässt. Die Bedeutung geistigen Reichtums wird häufig unterschätzt, u. a. weil er nur schwer messbar ist. Gesellschaftlich gesehen erfordert Reichtum die allgemein akzeptierte Übereinkunft, dass Dinge, Land oder Geld jemandem gehören und dass dieses Eigentum geschützt wird. Das Verständnis von Reichtum unterscheidet sich in verschiedenen Kulturen und ist zum Teil Gegenstand heftiger Debatten.


http://de.wikipedia.org/wiki/Reichtum

Wobei ich hier anmerken muss, dass es einen Überfluss an geistigen Werten eigentlich nicht geben kann, de facto sogar weltweit ein diesbezüglicher Mangel besteht. Das sogenannte Bildungssystem der BRD verstärkt diesen Mangel noch von "Reform" zu "Reform". Ich nenne das gezielte Verblödung Und in der übrigen westlichen Welt sieht das leider nicht viel besser aus. So oder so leiden wir an und unter geistiger Verarmung.

Auf materieller Ebene sollte man auch zwischen reich und wohlhabend unterscheiden. In unserem bestehenden Gesellschaftssystem kann man durch fleißige Arbeit auf hohem Niveau zu persönlichen Wohlstand gelangen, ohne der Gesellschaft dabei erkennbaren Schaden zuzufügen. So mancher Millionär verdankt seinen Erfolg auch einem guten Maß an geistigen Qualitäten und ich bin sehr weit davon entfernt, solche Menschen mit Neid und Missgunst abzustrafen.

Unser bestehendes Gesellschaftssystem ist jedoch so ausgerichtet, dass man allein durch fleißige Arbeit nicht in die Liga der Superreichen aufsteigen kann. Dazu bedarf es noch vieler negativer Eigenschaften wie Skrupellosigkeit, Gier nach Macht, Ignoranz gegenüber elementaren Bedürfnissen und Rechten der mehrheitlichen Bevölkerung, keine ethische Einschränkung bei der Wahl der Mittel und last but not least die Unfähigkeit zur Liebe und Empathie.

Hier wirkt sich Reichtum zerstörerisch auf die Gesellschaft aus und verlangt nach intelligenten Gegenmaßnahmen.

Was nun das (scheinbare) Problem unzureichender Nahrungsversorgung betrifft, so sollte man sich vergegenwärtigen, dass allein in der EU jährlich tonnenweise Nahrungsgüter vernichtet werden, um die Preise "stabil" zu halten. Es wird also (zum Schaden der Umwelt) mehr produziert als benötigt und anderswo wissen die Menschen nicht, wie sie den nächsten Tag überstehen. Eine völlig absurde Welt.
_________________
Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug