Arm und Reich


Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Wer für wenig Geld für irgend jemand hart arbeiten muss, ist in meinen Augen noch immer ein Sklave...

So denke ich grundsätzlich auch.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Ich denk eher der Sklave hat sich zum Lohnknecht gewandelt, mit wie Du schreibst bedeutenden Unterschieden...
Wer für wenig Geld für irgend jemand hart arbeiten muss, ist in meinen Augen noch immer ein Sklave...


Das ist dann eine Ausweitung des Begriffs "Sklave". Der mag zwar rhetorisch sehr nützlich sein, verwischt aber die Klarheit der Begriffe.

Als Lohnknecht hat man gewisse Wahlfreiheit und theoretisch unendliche Aufstiegschancen. Als Sklave nicht. Zudem hat auch der Lohnknecht Rechte. Der Sklave nicht.
Zitat:
Das ist dann eine Ausweitung des Begriffs "Sklave". Der mag zwar rhetorisch sehr nützlich sein, verwischt aber die Klarheit der Begriffe.

Aber das ist doch exakt seine Methode. "Klarheit der Begriffe" ist etwas, was im Mikrokosmos von "Gralsbote" genau nicht existent ist.
Es ist halt sehr viel einfacher, mit plakativen Formeln um sich zu werfen, statt komplexe Sachverhalte zu beschreiben und daraus Schlüsse zu ziehen. Nicht zuletzt kann man so auch die eigene Widersprüchlichkeit sehr viel besser in den eigenen Kosmos integrieren.
Wiedersprüchlichkeit...?
Genauso wiedersprüchlich, wie wenn man mit Gläubigen diskutiert...?
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw
Tobias hat folgendes geschrieben:
Knusprig hat folgendes geschrieben:
blättere eine Seite zurück, und dann kannst du lesen was ich meine.


Da beschreibst du aber kaum ein "System".

Da Supermärkte haftbar sind, wenn sie verdorbenes Essen verkaufen (oder auch nur weitergeben!) gehen sie auf Nummer sicher und werfen die abgelaufenen Produkte sofort weg. Dadurch entsteht freilich der traurige Umstand, dass auch objektiv noch absolut bekömmliche Nahrungsmittel in den Müll wandern, während andere Menschen hungern.

Es handelt sich also um ein ungewolltes Systemnebenprodukt.



Die Supermärkte sind aber keineswegs dazu verpflichtet, den Müll zu überwachen und abzusperren, oder das Essen darin zu präparieren mit etwas Ungenießbarem. Wer sich daran bedient nimmt die eventuelle Lebensmittelvergiftung auf seine Kappe. Die Märkte sind raus aus der Verantwortung.

Im großen Ganzen werden Lebensmittel lieber vernichtet, wenn sie kein Profit versprechen, auch wenn sie immer noch zu gebrauchen sind, und es Menschen gibt die sie gern hätten. Egal ob haltbar oder nicht. Die Ausnahme bestätigt die Regel, siehe Tafel.

Und was auch krass ist: Eingebeulte Dosen a la Ravioli werden ebenfalls einfach entsorgt, da sie mit kleine Delle als unverkäuflich gelten. Haltbarkeit: Ewig.

Oder mal was anderes als Lebensmittel: Zeitungen und Zeitschriften. Was nicht verkauft wird, oder nicht mehr aktuell ist, landet ebenfalls auf den Müll. Es ist einfach krank, das gewisse Dinge einfach produziert werden, ohne dass überhaupt jemand etwas davon hat.

Ob das jetzt ein Systemnebenprodukt ist oder System hat, ist mir gleich. Ich will hier nur auf einen Missstand hinweisen.

Frage: Gewusst dass in gewissen Regionen der Erde, normale Plasteflaschen ein wertvolles Gut sind?