Arm und Reich


Lieber Gralsbote!

Lebt man bescheiden, so ist man auch zufrieden mit dem Wenigen, das man hat, was jetzt nicht heissen soll, dass man mit dem gesetzlichen Mindesteinkommen sein Auskommen finden soll, wobei das Wenige bei uns viel mehr ist als das wenige in wirklich armen Ländern.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Es gehört unter vielem Anderen zu den Zielen Baha'u'llahs diese große Kluft zwischen Armut und Reichtum zu beseitigen.
Baha'i sind auf dem Weg zu diesen Zielen.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Sicherlich ist jedem Menschen klar, dass es nicht angehen kann dass es einerseits bittere Armut geben darf, dass sich selbst Menschen die täglich viele Stunden arbeiten nicht ernähren können und andererseits extremer Reichtum herrscht.

Diese Extreme müssen beseitigt werden, sowohl durch Gesetze als auch dadurch, dass der Einzelne seine geistige Verantwortung erkennt.

Ich denke jeder muss seine Verantwortung erkennen, nicht nur der extrem Reiche sondern auch der Arme, der auch nicht tatenlos mit der Unterstützung anderer rechnen sollte, sofern es ihm möglich ist.

Ebenso haben die natürlichen Unterschiede, die auf Talent und Tatkraft des Einzelnen beruhen ihre Berechtigung.

In den "Ansprachen in Paris" von 'Abdu'l-Baha 1911

DIE MITTEL FÜR DEN LEBENSUNTERHALT

ist das alles schön beschrieben.

Liebe Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
linde hat folgendes geschrieben:
Sicherlich ist jedem Menschen klar, dass es nicht angehen kann dass es einerseits bittere Armut geben darf, dass sich selbst Menschen die täglich viele Stunden arbeiten nicht ernähren können und andererseits extremer Reichtum herrscht.
Diese Extreme müssen beseitigt werden, sowohl durch Gesetze als auch dadurch, dass der Einzelne seine geistige Verantwortung erkennt.

Ich bin mir nicht sicher, ob das jedem Menschen so klar ist, sonst wäre die Umverteilung vermutlich ausgeglichener. Richtig! Diese extremen Unterschiede müssen beseitigt werden, sonst ist das verantwortungslos, falls das immer so bleiben sollte.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Ich glaube, es ist halt in der Praxis auch ziemlich schwierig, die Schere zwischen arm und reich etwas mehr zu schließen.
Das ist mir heute früh in die Hände gefallen und ich dachte mir, dass diese Worte sehr gut in diesen Thread passen würden.

Einer der wichtigsten Grundsätze der Lehre Bahá'u'lláhs ist das Anrecht eines jeden menschlichen Wesens auf das nötige tägliche Brot oder die Angleichung der Mittel, die es zum Leben braucht.

46.2
Die Ordnung der menschlichen Verhältnisse muß so sein, dass die Armut verschwindet, dass jeder weitestmöglich seinem Rang und seiner Stellung entsprechend an Behaglichkeit und Wohlergehen beteiligt ist.

46.3
Wir sehen unter uns einerseits Menschen, die mit Reichtümern überhäuft sind, und andererseits jene Unglücklichen, die mittellos verhungern, jene, die eine Anzahl stattlicher Schlösser besitzen, und jene anderen, die nicht wissen, wo sie ihr Haupt hinlegen sollen. Wir finden manche, die sich zahlreiche Gänge kostspieliger und leckerer Speisen leisten, während andere kaum genügend Brosamen finden, um sich am Leben zu erhalten. Während sich einige in Sammet, Pelze und feines Leinen kleiden, haben andere nur unzureichende, ärmliche und dünne Kleidung gegen die Kälte.

46.4
Die Sachlage ist verkehrt und muss geändert werden, doch muß die Heilung sorgfältig erfolgen. Sie ist nicht dadurch zu erreichen, dass man völlige Gleichheit unter den Menschen herstellt.

(Abdu'l-Baha, 1844-1921 in ANSPRACHEN IN PARIS)


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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Re: linde

Bin auf den zweiten Teil von Abdu'l Bahas Erläuterungen gespannt, indem er aufzeigt, wie sich diese Anforderungen praktisch verwirklichen lassen.

LG
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Schön, was „linde“ hier zeigt, aber leider wird dies nie geschehen, weil der Mensch auf das was er hat, nicht verzichten will – kann...
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw
Würde die Armen sich nur aufraffen und sich nehmen was sie brauchen, ohne zu fragen!
Wurde hier in der Gegend schon langen nicht mehr geplündert

Und niemand hungert, weil´s Getreide an die Tiere verfüttert wird. Is ja nicht so, dass es verschenkt wird, wenn die Leute auf einmal kein Fleisch mehr essen. Die Leute hungern, weil Lebensmittel weggeschmissen werden, damit die Preise stabil bleiben. Es werden schon längst so viele Nahrungsmittel produziert, dass wir die ganze Welt satt kriegen würden. Aber im großen Stil Lebensmittel dahin zu verschiffen, wo sie gebraucht werden, und zwar ohne dabei Gewinn zu machen, passt nun mal nicht in die kapitalistische Logik. Schon hübsche Bilder gesehen, wie ganze Wagenladungen von schönen Tomaten auf der Deponie gelandet sind.

Aber jetzt mal im kleinen:
z.B. hier in Deutschland: Lebensmittel im Supermarkt die noch gut sind, werden einfach weggeschmissen, wenn sie zu nahm am Haltbarkeitsdatum sind. Was man in den Containern hinterm Supermarkt findet ist wirklich unglaublich!

In der Schweiz da war ich mal mit nem Freund "containern": Brot, Fleisch, Süßkram, Knabberzeug, Obst und Gemüse. Einfach alles dabei gewesen. Wir haben nen fetten Anhänger voll gekriegt, und wir sind nur bei einem Supermarkt gewesen.

Teilweise wird der Müll abgeschlossen, und bewacht. Es wurden auch schon Leute angezeigt, weil sie ihr Essen so beschafft haben. Die Anzeigen sind nicht weiter verfolgt wurden, aber trotzdem. Der "Müll" ist immer noch Eigentum von jemanden, das durch die Polizei und den Staat geschützt wird.

Jemand wirft weg, was für alle essenziell zum Leben ist. Und der, der es sich nimmt ist ein Verbrecher.

Die Welt ist durch und durch pervers.... Kann man nur hoffen, dass sich alles zum besseren entwickeln wird.
Jeder siebte gilt in Deutschland als einkommensarm oder ist von Armut bedroht...
Mit 15,2 Prozent der Gesamtbevölkerung hat die Armutsquote in Deutschland einen „besorgniserregenden Höchststand“ erreicht...
In Bremen ist fast jeder vierte von der Armut bedroht...
Wer zuwenig Geld hat kann auch nicht ausreichend Gesund Leben und essen wird krank und stirbt...
Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zum Leben zur Verfügung hat.

Dass niemand Hungert, weil Getreide an unsere Tiere verfüttert wird, stimmt nicht...

Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen...
Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 6000 – 15000 Liter Wasser...

Dies kann ohne Übertreibung als die effektivste Form von Nahrungsmittelvernichtung bezeichnet werden...

In den USA fressen die rund 8 Milliarden Schlachttiere 80% der Getreideernte. Bei den Sojabohnen dienen weltweit sogar 90% als Futtermittel...

Klar wird auch viel weggeschmissen was noch essbar wäre – aber da ist der Kunde oftmals selbst Schuld – Früchte die nicht 100% sind - ohne Flecken und Verfärbungen – also makellos, werden nicht gekauft, andere Esswaren die zu nahe am Ablaufdatum sind werden ignoriert...
Wir sind zu heikel geworden, daher schmeißen die Märkte solche Artikel gleich weg...

Leider wird nichts besser, sondern im Gegenteil immer schlechter, weil wir Menschen uns immer mehr fremden, alles wird Anonymer. Es gibt immer mehr Singles...

Wir sind einfach zu viele Menschen auf diesem Planeten...

Daran ist sicher nur die Reinkarnation schuld...
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw