Arm und Reich


Lieber Gralsbote!

Das ist eine Hypothese, die wahr oder falsch sein kann.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Gebt mal 10 Menschen je 1000 Euro, nach einem Jahr wird bestimmt einer sein Vermögen verdoppelt haben aber mindestens einer total verschuldet sein...
Der eine kann mit dem Geld umgehen der andere nicht...


Unter welchen Bedingungen willst du dieses Experiment machen? Und was ist der genaue Aufbau? Und was willst du eigentlich genau messen?
Astrella hat folgendes geschrieben:
Ich glaube dir geht der Neid der Mitmenschen auf den Keks, denn viele setzen Reichtum mit Dekandez gleich.


Tatsächlich ist ja auch große soziale Ungleichheit in modernen Gesellschaften ein starker Faktor für soziale Unruhe in diesen.

"Neid" mag dabei sicher eine Rolle spielen, aber der Mensch ist nun einmal psychologisch als vergleichendes Wesen angelegt und wenn ein anderer Mensch mehr halt als man selbst sieht man dies als ungenügenden Zustand an. Wie man darauf reagiert kann freilich verschieden sein. Wenn allerdings breite schichten einer Gesellschaft mitbekommen das es völlig egal ist wie sie handeln, sie trotzdem nicht aufschließen können, dann stellt sich bald eine Frustration ein. Erst recht dann, wenn Chancengleichheit und Leiestungsgerechtigkeit die beiden anerkanntesten Verteilungsnormen in diesen Gesellschaften sind.
Da kann ich Tobias Beitrag nur zustimmen.

Irgendwie ist doch die ganze menschliche Entwicklung auf sowas wie "Neid" aufgebaut.
Wenn andere mehr oder Schöneres haben - möchte man das auch. Warum hat der/die das und ich nicht?!
Ich bin auch der Meinung daß viele Menschen die mehr haben damit auch nicht richtig umgehen können, vielleicht auch gar nicht wollen.
Da kommt die menschliche Arroganz dazu, man will doch zeigen was man hat. Nicht nur in materiellen Dingen. Der der viel weiß will auch sein Wissen an den Mann bzw. Frau bringen.
Das kann alles positiv wie auch negativ eingesetzt werden. Die Grenzen sind vermutlich nicht so deutlich und verschwimmen.
Wer aber mag nicht lieber mehr auf der "Haben-Seite" - etwas auf der "hohen Kante", für alle Fälle - als ständig im Minus zu sein? Seine Bedürfnisse nicht annähernd erfüllen zu können - das schafft doch sozialen Unfrieden!
Daß ohne Leistung nichts geht ist auch klar - jedoch ist da die "Wichtigkeit" sehr ungerecht verteilt und die meisten Menschen sind nicht "reif" dafür. Ich glaube daß das auch nie der Fall sein wird ...


Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Zitat:
Irgendwie ist doch die ganze menschliche Entwicklung auf sowas wie "Neid" aufgebaut.


Ist dem so?
Vielleicht unsere jetzige Gesellschaft, aber die GANZE menschlichen Entwicklung?

Zitat:

Wenn andere mehr oder Schöneres haben - möchte man das auch.

Jein. Wenn ich einen gefüllten Kühlschrank habe muss ich keinen Zweiten haben nur weil meine Nachbarn so etwas besitzen.

Zitat:
Der der viel weiß will auch sein Wissen an den Mann bzw. Frau bringen.

Auch da ein Jein.
Prinzipiell habe ich nichts gegen Weitergabe von Wissen.
Muss ja nicht jeder das Rad neu erfinden. Ich finde, dass die Fähigkeit zur Weitergabe von Wissen unsere menschliche Entwicklung mehr definiert als oben angeführter Neid. Ist jetzt aber ab vom Thema

Zitat:
Seine Bedürfnisse nicht annähernd erfüllen zu können - das schafft doch sozialen Unfrieden!


Kommt darauf an, was man unter "Bedürfnisse" versteht.
Für viele Menschen auf diesem Planeten leben wir im Paradies.
Dach überm Kopf, kein Hunger, fließend sauberes Wasser, Strom, ärztliche Versorgung - das ist etwas, was wir kaum noch schätzen weil für uns normal. Als hätte man per se ein Recht darauf.

Zitat:
Daß ohne Leistung nichts geht ist auch klar - jedoch ist da die "Wichtigkeit" sehr ungerecht verteilt und die meisten Menschen sind nicht "reif" dafür. Ich glaube daß das auch nie der Fall sein wird ...


In vielen Bereichen ist es sicher so. Warum das allerdings an der Reife der Menschen liegen soll erschließt sich mir gerade nicht.
Es ist wohl eher ein Phänomen von Angebot und Nachfrage.


LG
Hallo Astrella,

Deine "jeins" bestätigen daß man alles aus/von 'mindestens' zwei Seiten betrachten kann

so wie halt das 'Meiste' ... auf diesem Planeten ...
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Astrella hat folgendes geschrieben:
Rosenrot hat folgendes geschrieben:
Wenn andere mehr oder Schöneres haben - möchte man das auch.


Jein. Wenn ich einen gefüllten Kühlschrank habe muss ich keinen Zweiten haben nur weil meine Nachbarn so etwas besitzen.


Ja, insofern es reines Konsumdenken betrifft, stimme ich Astrella zu. Die Triebfeder des Fortschrittes basiert aber auch auf kreativem Wettbewerb. Also das, was wir selbst erschaffen. Ein wenig Eitelkeit ist dabei nur das Salz in der Suppe. Denn der Mensch strebt - ob er das nun wahrhaben will oder nicht - auch nach Anerkennung. Und solange dieses Streben für die Allgemeinheit positive Früchte trägt, ist dagegen doch nichts einzuwenden.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Die Reichen sehen die Welt aus einer ganz anderer Sicht als die, die nicht zur oberen Liga gehören...
Das Konsumdenken ist schon ganz anders, auch die Sicht und das Erlebnis dazu...
Wenn man etwas erreicht oder erworben hat, will man nach einer gewissen Zeit mehr und grösseres erreichen, um wohl das immer werdende Ego zu befriedigen...
Aber das ist wohl bei den meisten Menschen so, ob im grossen oder kleinen...
Nur fällt das bei den reichen eben mehr auf, und das heisst nicht, dass wir damit angeben wollen, sie tun es weils eben gefällt und Spass macht...
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw
Die Allerreichsten und Mächtigsten aber, werter Gralsbote, tun genau das Gegenteil. Bleiben (relativ bescheiden) im Hintergrund. Tauchen in keiner Forbes-Liste auf. Wie bsw. die Familie Rothschild.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Wenn man zu den Allerreichsten gehört, hat man den Bezug zum Geld so oder so schon längst verloren, auch ich denke manchmal nur an/in Gütern und nicht mehr ans Geld...
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw