Was für einen Sinn hat das Leben eigentlich?


Hallo dtrainer,

es ist ein grosser Unterschied, ob sich jemand rein auf einen metaphysischen Glauben, der in Vergangenheit und wohl auch in Zukunft immer mehr eingeengt wird, verläßt, oder ob jemand auf Basis von wissenschaftlichen Daten auf die mögliche nahe zukünftige Entwicklung (z.B. Bewusstseinsforschung) spekuliert.
Ich meine, mal gelesen zu haben, dass man es bereits in Versuchen geschafft hat, eine relativ einfache Entscheidung eines Teilnehmers bis zu sieben Sekunden (!) vorherzusagen.
Natürlich sind das trainierte Teilnehmer, aber es zeigt den Weg auf.
Und auch wenn noch viele Teile des Puzzles fehlen, auch bei etlichen fehlenden Teilen kann man oft schon ein Bild erkennen.
Ein Glaube, der sich auf die Fortentwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse stützt, ist meines Erachtens vollkommen anders zu bewerten als ein Glaube, der sich im Nirwana metaphysischer Gedankenspiele verliert.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Pjotr,
Nochmal: Glaube gegen Glaube, ohne mich. Werte wie du willst, glaube wie du wllst, aber erwarte bitte nicht daß ich das übernehme.
Gruß
Hallo dtrainer,
habe ich das irgendwo verlangt?
Mein Glaube an den wissenschaftlichen Fortschritt läßt sich allerdings irgendwann eventuell schon in naher Zukunft verifizieren oder falsifizieren. Deiner nicht!

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Wie kann Gott mich erschaffen, um ihn anzubeten, wenn noch nicht einmal klar ist, was mit der weiteren Entwicklung der Lebewesen geschieht?
Und was ist mit meinem sogenannten "freien Willen"?


Hallo Pjotr,

Das Eine schließt m.E. das Andere nicht aus. Seitens meines Glaubens gibt es da keine Probleme. Wenn jemand aber nicht an die unsterbliche Seele glaubt, ist es schwer, hier für ihn Erklärungen abzugeben.

Alles Liebe,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Minou,
mir ist schon klar, dass es da aus metaphysischer Sicht keinerlei Probleme gibt.
Aber darf man sich damit zufrieden geben, wenn schon menschliche Logik in Religionen Widersprüche aufdeckt.
Klar, man kann fast alles mit fadenscheinigen Begründungen "wegerklären"
(z.B. warum der schon so oft von religösen Splittergruppen prophezeite Weltuntergang doch nicht gekommen ist).
Was Glaube ist, sollte Glaube bleiben. Sobald versucht wird, den Glauben rational (=beweiskräftig) mit der vorhandenen Wirklichkeit in Übereinstimmung zu bringen, geht das schief.
Hinzu kommt noch die Unschärfe unserer Sprache, die noch mehr Mißverständnisse hervorbringt.
Z.B., wenn dtrainer und ich von "Glauben" schreiben, meinen wir eigentlich zwei gänzlich unterschiedliche Dinge.
Einmal wird hier der metaphysische Glaube gemeint, der keinerlei Begründung bedarf ausser der eigenen Zustimmung. Zum anderen aber wird eine begründete Annahme gemeint, die mindestens durch ein physikalisches Gesetz oder durch ein Fossil, oder durch eine Gensequenz usw. bewiesen werden kann. Je mehr Übereinstimmungen gefunden werden, desto beweiskräftiger wird die entsprechende Annahme.
Z.B. wurde die Evolutionstheorie durch die Genanalysen hervorragend bestätigt.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Pjotr,
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Aber darf man sich damit zufrieden geben, wenn schon menschliche Logik in Religionen Widersprüche aufdeckt.

Nein, das darf man natürlich nicht - gehört unbedingt verboten.
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Klar, man kann fast alles mit fadenscheinigen Begründungen "wegerklären"

Danke. Alles was man gegen deine unsinnigen Forderungen nach "Beweisen" anführen könnte, ist also "fadenscheinig". Aha.
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Einmal wird hier der metaphysische Glaube gemeint, der keinerlei Begründung bedarf ausser der eigenen Zustimmung. Zum anderen aber wird eine begründete Annahme gemeint,

Soso. Woher willst du das eigentlich wissen? Röntgenblick oder so?

Ich muß meinen Glauben vor keinem Menschen rechtfertigen, was aber nicht bedeutet daß er grundlos wäre. Du greifst ständig zu herabsetzenden Begriffen, was deutlich macht daß du Glauben nicht akzeptierst und am liebsten abschaffen würdest.

Muß man das tun um Atheist sein zu können? Versteig dich bitte nicht zu Aussagen, die du rein aus der Luft greifst. Das führt nicht zu einer sinnvollen Debatte, zeigt nur auf was du deinen Gesprächspartnern unterstellst.
Nur so als Anregung: es gibt rein gar nichts, was grundlos wäre. Das gilt auch dann, wenn du so tust als wäre Geist weniger wert als Materie...
Gruß
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
hallo dtrainer,
ich denke, wir missverstehen uns mal wieder gründlich.

"Fadenscheinig" sind für mich Begründungen, wie sie z.B. oft gegen die Evolutionstheorie (z.B. bei den Kreationisten) von Religionsanhängern vorgebracht werden. Oder z.B. dass immer noch Gläubige an eine Existenz von Adam und Eva mit Hinweis auf die Bibel glauben, usw.

Von einem Religionsanhänger verlange ich keine "Beweise" für seinen Glauben. Aber ich bin auch nicht bereit, die Widersprüche (Zitat: "man kann die scheinbaren Widersprüche in der Bibel alle erklären") so einfach hinzunehmen.
Wie du persönlich deinen Glauben begründest, ist mir vollkommen egal. Ich habe nicht deine Erfahrungen, folglich kann ich deine Entscheidung zum Glauben nur bedingt nachvollziehen.
Wichtig ist, es ist eine Entscheidung, die sich stark an metaphysischen Inhalten orientiert. Jede Religion ist in ihren metaphysischen Inhalten unangreifbar. Anders sieht das aber schon bei den Wertekonzepten aus.
Und ganz besonders gilt das für Essens-, Kleidungs- und Allgemeinen Verhaltens-Vorschriften aus.

Warum sollte ich jemand, der glaubt, herabsetzen?
Du hast selbst oft genug geschrieben, dass man die Grenze zwischen Glauben und Wissenschaft genau beachten soll.
Ich hab auch nie geschrieben, dass ich Atheist bin. (gg, Gläubiger allderdings auch nicht).
Es gibt zur Zeit nur keinen Beweis dafür, dass die Annahme eines Prinzip "Gott" irgendetwas an den physikalischen Gesetzmässigkeiten im Universum ändern würde oder direkten Einfluss darauf hat.

Zitat:
Nur so als Anregung: es gibt rein gar nichts, was grundlos wäre. Das gilt auch dann, wenn du so tust als wäre Geist weniger wert als Materie...


Natürlich nicht! Schließlich existiert unser Universum. Aber warum es existiert, bleibt wahrscheinlich noch sehr lang eine unbeantwortete Frage (gg ausser natürlich im metaphysischen Bereich).
Was Geist ist und was Materie ist und wie sie miteinander zusammenhängen, lässt sich heute noch nicht schlüssig erklären.
Tatsache ist jedoch, dass jede hier erkennbare Äusserung des "Geistes" sich physikalischer Gesetze bedient.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Pjotr,
Zitat:
Was Geist ist und was Materie ist und wie sie miteinander zusammenhängen, lässt sich heute noch nicht schlüssig erklären.

..aber abwerten kann man schon mal, je nach Gerschmack, das Eine oder das Andere...
*grins*
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

"Fadenscheinig" sind für mich Begründungen, wie sie z.B. oft gegen die Evolutionstheorie (z.B. bei den Kreationisten) von Religionsanhängern vorgebracht werden. Oder z.B. dass immer noch Gläubige an eine Existenz von Adam und Eva mit Hinweis auf die Bibel glauben, usw.

Von einem Religionsanhänger verlange ich keine "Beweise" für seinen Glauben. Aber ich bin auch nicht bereit, die Widersprüche (Zitat: "man kann die scheinbaren Widersprüche in der Bibel alle erklären") so einfach hinzunehmen.

Nichts von alledem kam von mir. Du hast aber direkt über mich geschieben.
Wenn etwas mißverständlich ist, dann das.

Gruß
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Hallo dtrainer,

gg, wird der "Geist" (so wie er sich heute manifestiert) dadurch weniger wert, wenn er mit der Materie eng verflochten ist?

Pjotr Kala
Hallo Pjotr,
Nein, wird er nicht. Ich bin es aber nicht, der Begriff "Metaphysik" abwertend verwendet.

Im übrigen hat das keiner bestritten, daß Geist und Materie verbunden sind.
Gruß