Liebevoller Umgang mit Kindern und allen


Ihr Lieben, heut war der Baha-Text:

Thema: Keinen Menschen kränken

O Heerschar Gottes! Hütet euch, eine
Seele zu kränken, ein Herz zu betrüben
oder einen Menschen mit euren Worten zu
verletzen, sei er euer Bekannter oder ein
Fremdling, Freund oder Feind.

Abdu'l Baha

das schaffe ich nicht.
Du?
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Deine Zwischenmenschlichen Beziehungen spiegeln Deine Beziehung zu Dir selbst.
kleeblatt hat folgendes geschrieben:
das schaffe ich nicht.
Du?



Das ist garnicht so einfach zu verstehen und ich schaffe es auch nicht (immer).

Ich kenne Menschen (auch sehr nahestehende), für die es schon eine Kränkung ist, wenn man ihnen widerspricht. Oder sie sind betrübt, weil man nicht tut, was sie wollen. Oder sie fühlen sich wegen jeder Kleinigkeit verletzt.

Wenn ich selbst nicht gut drauf bin, weil ich z.B. wieder einmal unter meinen chronischen Schmerzen besonders leide, bin ich auch viel empfindlicher. Und obwohl ich versuche immer freundlich und höflich zu sein, passiert es schon einmal, dass ich verbal aus der Hüfte schieße, wenn sich jemand rücksichtslos verhält.

Wir sollten schon auf diese Forderung achten und unser bestes geben. Aber wir sind auch Menschen mit Schwächen und Gefühlen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Aussagen dieser Art dazu führen, dass manche Bahá'í-Freunde lieber garnichts sagen. Das kommt mir manchmal ignorant vor. Und besonders höflich ist es auch nicht, keine Antwort zu geben.

P.S.:
Kinder nerven mich auch manchmal, wenn sie kreischen wie verrückt oder z.B. wie neulich im Bus ständig mit dem Fuß gegen die Wand hauen, ohne dass die ignorante Mutter was dazu sagt.

Nach 10 Minuten bin ich geplatzt und habe nach hinten gerufen:
"Kannst Du bitte endlich mit dem Geklopfe aufhören. Himmel Donnerkeil!"
Dann war Ruhe.
Hallo Kleeblatt, also für mich sind diese Texte zuerstmal Ziel und Wegweiser.

Sicherlich kann keiner sie 100 % befolgen. Von 'Abdu'l-Bahá einmal abgesehen.

Für mich ist aber wichtig, sie als Ziel nie aus den Augen zu verlieren und Schritt für Schritt in diese Richtung zu gehen.

Es gibt Zitate, mit denen ich wesentlich mehr Schwierigkeiten habe als speziell mit diesem hier.

Liebevoller Umgang mit Kindern, und natürlich auch anderen, ist mir ganz wichtig. Auch dem kleinsten Kind will ich schon großen Respekt und Achtung entgegenbringen. Wahrscheinlich ist mir das deshalb so wichtig, weil ich es als Kind nicht so erlebt habe.

'Abdul-Bahá sagte auch zu einer Mutter
(Ist sicherlich auch für Väter und andere Erziehende wichtig):

Wann immer eine Mutter sieht, dass ihr Kind etwas gut gemacht hat, soll sie es loben, ihre Anerkennung äußern und sein Herz erfreuen. Und wenn sich der kleinste unerwünschte Zug zeigt, soll sie dem Kind raten, die Mittel der Vernunft gebrauchen und erforderlichenfalls das Kind auch durch sanften mündlichen Tadel strafen. Es ist jedoch nicht erlaubt, ein Kind zu schlagen oder es verächtlich zu machen, denn der Charakter des Kindes wird durch Prügel oder Beschimpfung verdorben.

Ich weiß, wie schwierig es ist, sich aus Erniedrigungen und daraus resultierendem Mangel an Selbstwertfefühl, wieder einigermaßen zu befreien.


Liebe Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
[Quote="Linde"]Ich weiß, wie schwierig es ist, sich aus Erniedrigungen und daraus resultierendem Mangel an Selbstwertfefühl, wieder einigermaßen zu befreien.
[quote]

Da kann ich Dir die Hand geben, liebe Linde - ich weiß das auch aus eigener Erfahrung. Darum habe ich mich auch immer besonders bemüht, auf die Gedanken und Gefühle meiner Kinder einzugehen.

Ich finde es wunderbar, dass hier unsere Religion Vorgaben gibt, wie man es am besten machen soll.

Liebste Grüße,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Also ich als Musikschullehrer finde viele Kinder auf unterschiedliche Weise toll und natürlich alle unendlich liebenswert, wie sie auch sind. Daher habe ich für Kinder und generell Mitmenschen warme Gefühle übrig und keineswegs arge Aggressionen.