Wer bist du ?


Hallo zusammen,

ich selbst habe derzeit das Probleme zu mir selbst zu finden.
Deshalb hätte ich gerne ein paar Beiträge dazu um einen kleinen
Einblick in das Selbstbild eines Menschen zu erhalten.
Und nein, ich möchte nicht das sich Jemand über Seine/Ihre Arbeit,
Hobbys und dergleichen definiert.

Ich möchte gerne wissen wer Ihr seid, als Individuum.
Was schätzt Ihr am Leben, was sind eure Ängste ?
Ist es überhaupt möglich sich selbst zu definieren oder
braucht man dafür die Hilfe von nahen außenstehenden ?


Über offene, aber vor allem ehrlichen Antworten
würde ich mich sehr freuen

Alles Liebe, Minato
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"Das Leben ist dazu da, um gelebt zu werden und nicht um ‘begriffen’ zu werden, oder in sich vorgegebenen Mustern zu fügen."

(Bruce Lee)
Wow, das hört sich ja sehr interessant an. Da bin ich aber echt gespannt auf die Antworten.

Ja, wenn man die Menschen im "Normalfall" frägt wer sie sind, dann erfährt man dass sie Arzt, Krankenschwester, Busfahrer oder Verkäuferin sind und welche Hobbys sie haben.

Aber wer sind sie?

Mein Beruf und mein Hobby, das bin ich nicht nur.

Bin ich glücklich oder traurig, und warum?

Habe ich Vertrauen und Mut oder bin ich verzagt und hoffnungslos?

Bin ich selbst vertrauenswürdig, ehrlich, einfühlsam oder gemeinschaftsfähig?

Ich denke, das ist, was ich wirklich bin.

Ich hoffe, ich finde die Zeit mir mehr Gedanken darüber zu machen und diese dann hier als Beitrag einzustellen.

Alles Gute, Minato!
Schöne Grüße an alle
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Minato hat folgendes geschrieben:
Ich möchte gerne wissen wer Ihr seid, als Individuum.
Was schätzt Ihr am Leben, was sind eure Ängste ?
Ist es überhaupt möglich sich selbst zu definieren oder
braucht man dafür die Hilfe von nahen außenstehenden ?

Hallo Minato,
das ist eine Frage, über die man tief nachdenken muss. Wenn ich schreiben würde, was ich am Leben schätze oder wovor ich Angst habe, wäre das für Dich auch nicht nützlicher, als wenn ich über meine Arbeit oder Hobbys berichte.

Ich bin das Ergebnis meiner Gene, meiner Anlagen, meiner Erziehung, Erfahrungen, Gedanken und Taten. Mein Wesen zu beschreiben wäre sehr subjektiv und nur eine Momentaufnahme.

Es ist bestimmt nützlich, zu erfahren, wie Außenstehende mich sehen. Aber auch das ist nur subjektiv und bestenfalls eine zweite Meinung.

Religiös betrachtet bin ich körperlich ein Tier und gleichzeitig ein geistiges und gottähnliches Wesen. Ich sehe den Sinn meines Lebens darin, mich dem Göttlichen immer mehr zu nähern und das Beste aus mir zu machen.

Weil Gott und die Unendlichkeit für den menschlichen Verstand nicht erfassbar sind, ist es auch nicht möglich, die Grenzen des eigenen Wesens zu ergründen. Man sieht vielleicht Tendenzen, Stärken, Schwächen. Aber das eigene Individuum vollständig zu begreifen ist wohl unmöglich. Wieviel mehr trifft dies auf unseren Nächsten zu, den wir allzugern und allzuschnell bewerten und mit einem Gütesiegel versehen.

"Wer sich selbst erkennt, hat Gott erkannt".
(Bahá'u'lláh)
Lieber Minato!

Ich bin Sahaja Yogi. Ich agiere mit der Unschuld eine Kindes. Ich habe Zugriff auf das reine Wissen. Ich bin mein eigener Meister. Ich bin der Geist. Ich bin frei von jeglicher Schuld. Ich verzeihe jedermann/frau und mir selbst. Und ich vereinige all diese Qualitäten in meinem Kronenchakra.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Hmm gute frage wer bin ich wirklich ich würde mich Alls auf der suche bezeichnen mehr kann ich so noch nicht dazu sagen
Also ich bin im Wesentlichen die Seele, die unsichtbar ist und über freien Willen verfügt, die den Körper hier mitunter wie ein Gefährt nützt, gemäß gewissen Kausalketten bin ich jetzt gerade in diesem Körper hier, aber letztendlich ist die Geistseele ein Funke Gottes, der nie entstanden ist und auch nie vergehen kann. Ich meine, vor meinem jetzigen Gefährt habe ich mitunter andere Gefährte genützt, und das wird, glaube ich, auch hernach so sein.
Ich bin Schüler und Beobachter des Lebens und meiner eigenen Gedanken .

Ich studiere die Analogie zwischen der Materie und der geistigen Welt ,

durch die Göttliche Philosophie .

Kein Trost ist stärker
und kein Glück süßer ,
als das geistige Erfassen
der Göttlichen Lehren .

'Abdu'l-Bahá



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Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
ich tun will ist Zeit und Raum vorhanden !
Louise L. Hay

Suche nichts-finde alles !
Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr
Legastheniker, Allergiker, Asthmatiker, Visionist, Pfleger, mehrfach fast tot, Prügelknabe, Klassencloun, Lautsprecherbauer, Discothekengänger, Tänzer, Exhibitionist, Scincefiction-fanm Freidenker, Querkopf und Aussenseiter hmmm mehr fällt mir grade nicht ein.

Zu wem mich das macht lässt sich schwer sagen
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ஜ ♥ ஜ www.tempel.in ღ ஜ ღ
Müsste ich eine Charakteristik meiner eigenen Empfindung des Lebens abliefern, so tauchte als erstes jenes Gefühl auf, an dessen Entstehung ich mich nicht entsinne, der Empfindung, ich müsse meine Gefühle verstecken.
Denn das Leben hat mich schockiert, bis zur Panik verängstigt, bis in die Verzweiflung vereinsamt, oft gefoltert im Nichtwissen und in der Unsicherheit allein gelassen.
Körperliche und seelische Schmerzen haben mich verbrämt, der unoffenbarte Sinn des Lebens oftmals in kläglicher Resignation die Bettdecke über den Kopf ziehen lassen. In offenem Unverständnis habe ich mich Zeit meines Lebens an Gott gewandt, da mir dies als die einzige Möglichkeit für die letztendliche Rettung aus der tiefen Qual erschien, in der ich mich meistens befand.
Der größte Schmerz von allem in diesem Leben war die Verlassenheit von diesem Gott, ohne den ich nicht zu leben vermochte, und das völlige Unverständnis, warum dieser mich immer wieder im Stich lässt.
Es gab Zeiten, in denen mir jeder Gedanke, egal wohin ich diesen auch wendete, körperlich und seelisch so weh getan hat, dass mir niemals etwas anderes übrig geblieben ist, als gedankenleer im sinnentleerten Jetzt, im endlosen Nichts, zu verweilen und der unerträglichen Langeweile, dem Überflüssigsein meiner eigenen Existenz und der totalen Desorientierung den Platz zu lassen, den sie beanspruchten.
Demgegenüber trat zu anderen Zeiten ein ungeheurer Stolz ob meines Mutes und meines nicht wirklich freiwillig geschenkten Vertrauens diesem Gott gegenüber auf und meines persönlichen Daseins, denn die Früchte meines Denkens und Handelns haben mir immer wieder gezeigt, dass mein Weg zwar ungewöhnlich, aber dennoch so ertragreich zu bestimmten Zeiten ist, dass ich nichts anderes behaupten kann, als dass es so schiene- obwohl mein Mitgefühl jedem Menschen das Leiden ersparen möchte- , als wäre das Leid und der Schmerz tatsächlich vonnöten, um in den Genuss der Früchte zu gelangen, der mir und anderen ein solcher Weg beschert.
Mit zwölf Jahren konnte ich nicht anders, als mein Leben in Gottes Hände zu geben und bis heute hat sich das nicht geändert, denn mir war von jeher ein Vertrauen in die Welt und die Weltsysteme und in die Menschen versagt, da ich in allem Menschenwerk die Unfähigkeit zu vollkommener Harmonie zu jeder Zeit erkannte und deren Angst, die sich hinter all den Illusionen verbarg und auch in mir, so dass ich- möglichst frei von jeder Vorstellung- mein Denken, Fühlen und Handeln nur Gott übergeben konnte, denn der schien mir immer als der Einzige, der zu echter Harmonie fähig ist, leider oft im Gegensatz zu allem, was mir andere Menschen und Denksysteme vermitteln wollten.
Doch die große Isolation, Verdammnis und Einsamkeit, in die mich diese Überzeugung getrieben hat, die Demütigung, das Unverständnis meiner Mitmenschen und ihre Kälte, haben mich in dieser Einsamkeit nicht nur einsam, sondern in größter Unsicherheit und extremen Schmerzen zurückgelassen.
Ich denke, es ist eine sehr große Herausforderung, alleine gegen die Welt eine Überzeugung zu pflegen, die niemand ganz teilt außer dem Gott, der sie geschaffen hat, dessen Existenz aber sehr lange unsicher bleibt.
Was einen Menschen wie mich tatsächlich entschädigt, und zwar tausendfach, ist die Bestätigung in einem höchstpersönlichen Leben, das zwar nicht reibungslos verläuft, ganz im Gegenteil, aber von oben betrachtet doch so vollkommen geführt, erdacht und geleitet ist, dass ich, trotz aller extremen Schmerzen, nicht anders kann, als bewundernd, staunend und unbegreifend das Werk zu betrachten, das sich in immer neuen Überraschungen vor mir ausbreitet, so wie die Natur ein unbegreifliches Wunder für immer darstellt.

So dass der Wechsel zwischen höchstem Leiden und der allertiefsten Dankbarkeit unvermeidlich erscheint, obwohl mir bis heute die Hoffnung nicht entglitten ist, dass es möglich sei, ein Leben ohne Schmerz zu führen, wenn erst ein gewisses Maß an Verständnis und entsprechendem Denken und Handeln eingetreten ist.
...

1. Teil - Biographie

1 Bücher
2 Eltern
3 Komplexe
4 Krankheiten
5 Selbstmordversuch
6 Kinder und der Tod
7 Männer
...

http://rahelmaniou.blog.de/
Hallo Minato,
Minato hat folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,

ich selbst habe derzeit das Probleme zu mir selbst zu finden.
Deshalb hätte ich gerne ein paar Beiträge dazu um einen kleinen
Einblick in das Selbstbild eines Menschen zu erhalten.

Über offene, aber vor allem ehrlichen Antworten
würde ich mich sehr freuen


Naja, du gibst von dir selber gar nichts preis, unter dem Vorwand, nicht zu dir selber finden zu können, möchtest aber von anderen Offenheit und Ehrlichkeit.
Ich glaube nicht, dass du rein gar kein Selbstbild hast, sonst würdest du dich nicht mit dir auseinandersetzen. Dann bleibt die Frage, was du dir vom Selbstbild, das andere von sich haben, versprichst. Wo hilft dir das weiter?

Zitat:
Und nein, ich möchte nicht das sich Jemand über Seine/Ihre Arbeit, Hobbys und dergleichen definiert.


Nun, ob du das möchtest oder nicht, du kannst wohl nicht verhindern, dass einige Menschen sich über ihre Arbeit und Hobbies definieren. Besonders der Beruf ist in den westlichen Gesellschaften das Definitionskriterium Nr. 1, eng verbunden mit dem Einkommen.
Hobbies und Beruf kann man auch jenseits dieses Sachverhaltes nicht völlig ausklammern, weil zumindest das Hobby aber meist auch der Beruf, sofern er freiwillig gewählt ist, viel über die Neigungen eines Menschen aussagt. Die Frage ist natürlich, ob sein Selbstbild seine Talente berücksichtigt und wie er sie selber wertet.

Zitat:
Ich möchte gerne wissen wer Ihr seid, als Individuum.

Ich würde auch gerne wissen, wer du bist. Was sind deine Ängste, was schätzt du am Leben? Ich glaube, seine Ängste kann wohl jeder beschreiben und auch das, was ihm am Leben Freude macht oder machen würde. Damit weiß man schon einmal eine ganze Menge über sich.

Zitat:
Ist es überhaupt möglich sich selbst zu definieren oder
braucht man dafür die Hilfe von nahen außenstehenden ?


Im Allgemeinen würde ich schon sagen, dass das Selbstbild eines Menschen stark davon geprägt ist, wie seine Eltern ihn sehen und was sie ihm davon vermitteln.
Später geben die Reaktionen der Außenwelt mir auch ein Feedback, aber das ist ja ebenfalls von deren Selbstbild geprägt und nicht unbedingt objektiv oder immer richtig. Da muss man dann wohl auf die Häufigkeit der jeweiligen Hinweise achten, um daran ableiten zu können, ob die Anderen mit ihrer Einschätzung richtig liegen.
Hilfreich ist es bestimmt, die allgemeinen gesellschafts- und kulturübergreifenden Maßstäbe von gut, richtig und wünschenswert mit den eigenen Eigenschaften abzugleichen, wenn man eine Orientierung wünscht, um sich selber einschätzen zu können.
Definieren wird man sich wohl immer im Vergleich mit anderen Menschen und aus der daraus resultierenden Annahme oder Abgrenzung von deren Werten sein Selbstbild erstellen.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)