Gut und Böse - Schuld und Unschuld


Ich las neulich ein paar interessante Gedanken zu den Unterschieden bzw. dem Verhältnis der Begriffsgegensätze Gut-Böse und Schuld-Unschuld.
Dabei ging es um die Bewertung von Taten. Jemand kann ohne schlechtes Gewissen etwas absolut Böses tun, ohne es in diesem Sinne zu beabsichtigen. Jemand kann genauso etwas Gutes beabsichtigen, aber im Ergebnis ist es böse. Auch kann jemand etwas böses beabsichtigen, aber das Ergebnis ist gut. Wie ist die Tat dann zu bewerten, vor allem in Hinsicht auf das Gericht nach dem Tod?
Die Bibel spricht zum Beispiel davon, dass jeder nach seinem Gewissen gerichtet wird. Obiges Beispiel zeigt aber, dass das Gewissen nicht unbedingt in der Lage ist, eine im Ergebnis böse Handlung als solche zu erkennen. Wann ist jemand schuldig und wann unschuldig? Nicht im juristischen, sondern im spirituellen Sinne. Wird nur die Absicht gerichtet und nicht das Ergebnis oder wird das Ergebnis betrachtet und nicht die Absicht?
Ich persönlich finde, dass diese Frage gar nicht pauschal und auch irgendwie nicht wirklich zu beantworten ist. So eine Textstelle wie: Nach dem Gewissen wird gerichtet, erscheint bei näherer Betrachtung auch als ungerecht, da ja ein Schuldiger u. U. gar kein schlechtes Gewissen hat. Zudem ist Gewissen auch kulturell bedingt und anerzogen. Ein Kanibalen-Stamm erachtet das Essen von Menschen ja offenbar nicht als böse Tat, während wir erschaudern.
Ist das Gericht demnach nicht viel eher ein "Hineinfühlen" in das Gegenüber, mehr ein Ver-stehen als eine Verurteilung?
_________________
Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Salam,

Der Heilige Prophet Muhammad(s) sagte in einem Hadis ungefähr das:


Alle Taten werden nach ihren Absichten beurteilt...

Das heißt die Tat selbst wird nicht beurteil,sondern der Absicht hinter der Tat den es gibt viele die Gute Taten tun und wie Heilige Erscheinen aber im innersten Wölfe sind!-Dass heißt das ein Mensch der wie du angebracht hast ein anderen Menschen verspeist und das nicht ohne schlechte Gewissen,dennoch verurteilt wird den Sein Gewissen mag rein sein aber sein Absicht war es den gegenüber zu Töten und zu essen>Heißt ihm zu Schaden.Darüber hinaus sind die Gebote Gottes ja nicht nur auf uns begrenzt oder so sie gelten für alle und obwohl niemand dazu gezwungen werden kann oder darf sich danach zu richten.Sind ihre Gütitg bei Allah und er wird diese Menschen bzw alle Menschen danach richten..

Wasalam
_________________
"religious extremism, be it Christian extremism, Muslim extremism or any other kind, is never a true reflection of the religion".
(Amir al-Mu'minin Khalifatul Masih V Hadrat Mirza Masroor Ahmad(atba) )
Die Absicht kann nicht allein entscheidend sein um eine Tat zu beurteilen, denn die meisten Menschen, die böses tun, denken sie tun es im Namen des Guten.
Busshari hat folgendes geschrieben:
Die Absicht kann nicht allein entscheidend sein um eine Tat zu beurteilen, denn die meisten Menschen, die böses tun, denken sie tun es im Namen des Guten.


Das denke ich auch; habe ein Interview gehört mit einem Pädophilen, der beteuerte, das nur aus übergroßer Liebe zu seiner Tochter getan zu haben. Er war der Meinung, dass die, die ihn richten, ihn eben nicht verstehen.

Ich erlebe es aber auch im täglichen Leben, dass Menschen es nicht schlimm finden, gewisse Übertretungen zu begehen, so sagte mir z.B. ein sehr frommer Mensch, dass es nicht schlimm sei zu lügen, besonders im Zusammenhang mit der Religion.

Da gibt es noch viele Beispiele.
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Busshari hat folgendes geschrieben:
Die Absicht kann nicht allein entscheidend sein um eine Tat zu beurteilen, denn die meisten Menschen, die böses tun, denken sie tun es im Namen des Guten.


Das denke ich auch; habe ein Interview gehört mit einem Pädophilen, der beteuerte, das nur aus übergroßer Liebe zu seiner Tochter getan zu haben. Er war der Meinung, dass die, die ihn richten, ihn eben nicht verstehen.

Ich erlebe es aber auch im täglichen Leben, dass Menschen es nicht schlimm finden, gewisse Übertretungen zu begehen, so sagte mir z.B. ein sehr frommer Mensch, dass es nicht schlimm sei zu lügen, besonders im Zusammenhang mit der Religion.

Da gibt es noch viele Beispiele.


Ich glaube persönlich, dass die Maßstäbe im Jenseits nochmal ganz anders sind als das, was wir uns "hier unten" ausdenken mögen. Unabhängig davon glaube ich an ein Zusammenspiel von Gewissen und Ergebnis, sodass eine gute Tat, sie so nicht geplant war, trotzdem angerechnet wird, eine böse Tat, die gut gemeint war, aber nicht. Etwas anderes wäre es z.B., wenn man wirklich etwas Gutes wollte, das auch von Gott als gut angesehen wird, aber dabei gescheitert ist. Auch in diesem Fall würde ich mir vorstellen, dass der Versuch positiv angerechnet wird. Der Idealfall wären gleichfalls gute Taten aus guter Absicht^^
_________________
"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Also ich denke, dass es darauf ankommt, Anderen Gutes zu tun, wie man sich es von ihnen auch wünscht. Ferner darf man nie irgendwie Andere verurteilen in Sachen, wo man selbst nicht besser ist.
Und ich glaube nicht, dass es Punkte oder Fleißsternchen für gute Taten gibt. Ein Wertung von Taten ist eine allzu menschliche Vorstellung.
Busshari hat folgendes geschrieben:
Und ich glaube nicht, dass es Punkte oder Fleißsternchen für gute Taten gibt. Ein Wertung von Taten ist eine allzu menschliche Vorstellung.


Was wäre deinem Verständnis nach eine übermenschliche Vorstellung?
_________________
Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Woher soll ich das wissen, ich bin doch nur ein Mensch.
Du musst ja einen Gedankengang vorweisen können, der dich zu dem Schluss führt, Taten seien nicht relevant.