Gut und Böse - Schuld und Unschuld


Busshari hat folgendes geschrieben:
Ayaad hat folgendes geschrieben:
Dein Bespiel mit den "Kinderlieb" hat schon was aber sie ist nicht mehr als eine versuch die Richtigkeit mein Theorie zu untergraben.


Mein Beispiel war es nicht und den Ausdruck, den du benutzt, finde ich, auch wenn er in Anführungszeichen steht, mehr als unangebracht.





Salam,

Sorry wenn es nicht dein Bespiel war... „Pädophilie“ ist wenn ich mich nicht irre Griechisch und bedeutet auf deutsch nicht anderes als „Kinderliebe“...Aber wenn du es sagst das es unangebracht ist dann muss wohl so sein,ne?

Busshari hat folgendes geschrieben:


Hitler und Kollegen haben nie von sich geglaubt, dass sie böse seien. Sie glaubten sie wären in der Endschlacht zwischen gut und böse die guten. Jemanden zu schaden ist per se noch nicht böse, denn auch um gutes zu tun, muss man manchmal anderen Menschen schaden und wer glaubt es sei gut und der andere schlecht, glaubt auch jedes Recht zu haben, den anderem zu schaden, wenn es nötig ist



Absicht hat mit dem Glauben der Person zu tun...Wenn ich zum bespiel mit dem Glauben ich tue was gute jemand anderen Schlage war mein Absicht dennoch schlecht...
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"religious extremism, be it Christian extremism, Muslim extremism or any other kind, is never a true reflection of the religion".
(Amir al-Mu'minin Khalifatul Masih V Hadrat Mirza Masroor Ahmad(atba) )
Ayaad hat folgendes geschrieben:

Salam,

Sorry wenn es nicht dein Bespiel war... „Pädophilie“ ist wenn ich mich nicht irre Griechisch und bedeutet auf deutsch nicht anderes als „Kinderliebe“...Aber wenn du es sagst das es unangebracht ist dann muss wohl so sein,ne?


Wiki hilft:

http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie
Zitat:
Willst du noch was zu den anderen Punkten sagen?


Hallo Busshari, ja, wollte ich schon, doch ich weiß nicht ob und wann ich es auf die Reihe kriege und meine vielen Gedanken dazu in Worte fassen kann, neben all meinen vielen Aufgaben und Vorhaben. Ich habs ständig im Hinterkopf, bin aber im Moment ziemlich gefordert.

Liebe Grüße
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Also ich meine, dass ich dann Böses tue, wenn ich mit voller Absicht die unendliche Wertschätzung Gottes/des Nächsten verneine und dann keine Rücksicht auf meinen Nächsten nehme.
Beweggrund ist die URSACHE des Handelns.

Es geht um den BEWEGGRUND! Wie der Name schon sagt, der GRUND, warum ICH mich bewege - Handle in Tat, Wort und Gedanken.

Der Mensch kann aus einem guten Beweggrund handeln = zum Wohle des Anderen, und er kann aus einem schlechten Beweggrund handeln = zum Eigennutz.
Es wird im spirituellen also nicht die eigentliche Handlung bemessen, sondern der GRUND, warum jemand handelt.

Beispiel beim Tun: Ich kann ein Kind bestrafen - Du hast MIR zu gehorchen (Eigennutz), oder Du mußt etwas lernen (Nutzen des Kindes). Ich kann einen Kuchen backen, um die Gäste zu erfreuen (selbstlos), und ich kann den gleichen Kuchen backen, um gelobt zu werden (Egoismus). Ich kann anderen Helfen (auch spenden, gutes tun) um des Helfens (für die Allgemeinheit) willen (selbstlos), und ich kann genau so helfen, um gelobt zu werden (ach wie gut bin ICH (STOLZ auf sein gut sein)) oder um mein Karma zu verbessern (Egoismus).

Beispiel beim Reden: Ich kann mit jemandem schimpfen, um ihn zu kränken (schlechter Beweggrund). Ich kann mit jemanden schimpfen, um ihn auf seinen Fehler hinzuweisen (guter Beweggrund). Ich kann jemanden Loben, damit er mICH sympathisch findet (Ego). Ich kann jemand loben, um ihn zu bestärken (selbstlos). Ich kann etwas falsches über einen Anderen erzählen, das ihm schadet (schlechter Beweggrund). Ich kann etwas richtiges über einen erzählen, um ihn zu unterstützen (guter beweggrund).

Beispiel beim Denken: Ich kann missgünstig über jemanden denken (schlechter Beweggrund). Ich kann wohlwollend über jemanden denken (guter Beweggrund). Ich kann jemandem Glück wünschen (guter Beweggrund) und ich kann jemanden Pech wünschen (schlechter Beweggrund).

Kurz: Alles, was den Anderen schädigen und mich hervortun soll - in Tat, Wort oder Gedanke - (Handeln aus Wut, Haß, Neid, Eifersucht, Mißgunst) erzeugt ein schlechtes Karma. Alles, was dem Anderen oder der Allgemeinheit nützen oder helfen soll, ohne etwas für sICH zu erwarten, erzeugt ein gutes Karma.

Der Beweggrund ist von Anderen NICHT zu erkennen, und die Masse weiß nicht einmal SELBST warum sie dieses Denkt, Redet oder Tut.

Darum sollen wir auch nicht Richten, damit wir nicht gerichtet werden!

Doch das Ziel ist GRUNDLOS zu handeln, was von Lao-Tse als Tun ohne Tun bezeichnet wird (was nur selten erreicht wird).
Denn für sein Ego handeln (Egoismus), bringt ein schlechtes Karma, und für die Anderen Handeln (selbstlos), bringt ein gutes Karma. Aber eben IMMER ein KARMA. Doch ein Karma zu erzeugen - ob gut oder schlecht - bedeutet auch IMMER eine Wiedergeburt.

Nur wer GRUNDLOS handelt, wird nicht mehr wieder geboren.

Bhagavad Gita:
2.19 Wer glaubt, das Lebewesen töte oder werde getötet, befindet sich in Unwissenheit. Wer in Wissen gründet, weiß, daß das Lebewesen weder tötet noch getötet wird.
18.17 Wer nicht vom falschen Ich motiviert und wessen Intelligenz nicht verstrickt ist, ist selbst wenn er in dieser Welt Menschen tötet, kein Mörder, noch wird er durch seine Handlungen gebunden.
5.19 Menschen, deren Geist in Gleichmut und Ausgeglichenheit ruht, haben die Fessel von Geburt und Tod abgestreift. Sie sind unbefleckt wie das Brahman, und daher sind sie bereits im Brahman verankert.
6.27 Der yogi, dessen Geist fest auf Mich gerichtet ist, erreicht das höchste Glück. Weil er sich mit dem Brahman identifiziert, ist er befreit; sein Geist ist von Frieden erfüllt, seine Leidenschaften sind zur Ruhe gekommen, und er ist frei von allen Sünden.

Mit freundlichen Grüßen
Demetrius

©Demetrius Degen
14.03.2014
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Guten Abend,

das liest sich ja alles ganz nett und einleuchtend.

Aber nur auf den ersten Blick!

1.) ist der Beweggrund nicht eindeutig zu klären. Er hängt zum großen Teil von der Zeit und von der Kultur ab, in der die Handlung erfolgt. Ein Kanibale hatte für seine Zeit und Kultur gute Beweggründe, so zu handeln.

2.) ist selbst beim heute geltenden Wertesystem oftmals nicht auszumachen, was nun Altruismus und was Eigennutz ist.
Ich behaupte sogar, daß auch im besten Altruismus eine Portion Eigennutz
steckt, denn er gibt dem Handelnden ein gutes Gewissen und ein gutes Gefühl.
Der Teufel steckt auch hier im Detail und eine Handlung kann eigentlich immer nur situations- und zeitbezogen bewertet werden.
Wir wissen heute, daß es in fast jeder Religion Auslegungen und Handlungen gegeben hat, die heute als falsch angesehen werden.
Damit könnte man es eigentlich gut sein lassen, wenn es nicht immer wieder Ultraorthodoxe gäbe, die noch an diesen Auslegungen festhalten.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Ayaad hat folgendes geschrieben:
Absicht hat mit dem Glauben der Person zu tun...Wenn ich zum bespiel mit dem Glauben ich tue was gute jemand anderen Schlage war mein Absicht dennoch schlecht...


Was denkst du denn, wer hat die bessere Absicht: Derjenige, der sieht, dass ein unschuldiger verprügelt wird, oder derjenige, der den Angreifer mit Gewalt daran hindert einen unschuldigen zu verprügeln?
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
LIebe Busshari!

Gewalt ist niemals die richtige Antwort. Die bessere Absicht ist wohl dem Schwächeren zu helfen, indem man diesen in Gedanken, Worten und Tun verteidigt.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Was würdest du denn in so einer Situation konkret machen? Auf den Angreifer einreden? Und wenn er nicht auf dich hört und wenn die einzige Option Gewalt ist?
Liebe Busshari!

Das kommt auf die Situation drauf an.

Die Grenze, die ich ziehe, falls es zu körperlichen Abwehrszenarien kommt, ist die, dass ich eine Notwehr niemals überschreite und niemals versuche den Angreifer zu verletzen.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!