Wo kann man Gott nahe kommen?


Zitat:
Danke, liebe Linde


Aber gerne, liebe Rose!

Und hier habe ich noch etwas gefunden:

»Wir sind dem Menschen näher als seine Halsschlagader«¹
¹ Qur'án 50:17

Daraus lese ich, dass ER uns immer und jederzeit nahe ist.
Doch ist mir das jederzeit so klar?

Vor ein paar Tagen schrieb ich in einer Kirche das Bahai-Zitat in ein ausliegendes Buch, in der Hoffnung, dass es den Menschen die dort ihre vielen Bitten eintragen, helfen möge:

Nicht einen Augenblick seid ihr alleine
Keine Sekunde seid ihr verlassen
Die Herrlichkeit Gottes ist mit euch.


Möge mir diese Zusicherung auch immer bewusst sein.

Liebe Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Die andere Frage - Will Gott dem Menschen nahe kommen?

Unserem christlichen Glauben nach muss sich nicht der Mensch bemühen Gott nahe zu kommen. Sondern Gott ist dem Menschen ganz nahe gekommen, indem er in Jesus selbst ein Mensch wird, sich berühren lässt und andere berührt - von Herz zu Herz.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Gott ist dem Menschen ganz nahe gekommen, indem er in Jesus selbst ein Mensch wird, sich berühren lässt und andere berührt - von Herz zu Herz.


Dieses Ereignis liegt aber schon gut 2000 Jahre zurück. Wer heute aufgeschlossenen Herzens und offenen Auges die Schönheit unseres Planeten betrachtet, dem offenbart sich Gott in allem Lebendigen; in jedem Baum, in jeder Pflanze, in jedem klaren Wasserbach, im Gesang der Vögel, im Summen der Bienen, in jeder Welle der Ozeane und in der erhabenen Stille der Tiefe.

So spiegelt sich ein Teil des Schöpfers in der Schöpfung selbst wider, deren Teil wir sind. Und so wie man den Dichter nahe kommt, indem man sein Werk betrachtet und in Ehren bewahrt, so kommt man Gott nahe, indem man in Ehrfurcht vor dem Werk des Schöpfers seine schützende Hand über Mutter Erde hält.

Soweit wir dazu fähig sind.
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Wer heute aufgeschlossenen Herzens und offenen Auges die Schönheit unseres Planeten betrachtet, dem offenbart sich Gott in allem Lebendigen; in jedem Baum, in jeder Pflanze, in jedem klaren Wasserbach, im Gesang der Vögel, im Summen der Bienen, in jeder Welle der Ozeane und in der erhabenen Stille der Tiefe.
So spiegelt sich ein Teil des Schöpfers in der Schöpfung selbst wieder, deren Teil wir sind.

Stimmt genau!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Dieses Ereignis liegt aber schon gut 2000 Jahre zurück.


Und ist die Einfallspforte des Ewigen in das Zeitliche. Gott hat sozusagen durch Jesus sozusagen einen "Anker in der Zeit" gelegt.

Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
Wer heute aufgeschlossenen Herzens und offenen Auges die Schönheit unseres Planeten betrachtet, dem offenbart sich Gott in allem Lebendigen; in jedem Baum, in jeder Pflanze, in jedem klaren Wasserbach, im Gesang der Vögel, im Summen der Bienen, in jeder Welle der Ozeane und in der erhabenen Stille der Tiefe.


Das ist keine Frage - durch die Vernunft leuchtet ein, dass die sichtbare Wirklichkeit einen Schöpfer haben muss. Ja, aber nicht "wie er ist". Dazu benötigt es einer Mitteilung Gottes. Das ist die Offenbarung - er muss etwas von sich sagen, sich mitteilen, um zu zeigen "wie er ist" - jedenfalls das, was von ihm in unser Verstehen hineinpasst. Und da ist das größtmögliche eine menschliche Person, was wir fassen können. Deshalb teilt er sich auch als Mensch mit in Jesus. Er teilt nicht "etwas von sich" mit, sondern sich selbst.
Wie kommt man Gott nahe?

Ich kann es einfach nicht besser ausdrücken als es die Bahai-Schriften ausdrücken, deshalb hier noch einmal Zitate:

"Nähe zu Gott wird durch Hingabe an Ihn, ... durch den Dienst an der Menschheit möglich; sie wird durch Einheit mit der Menschheit und durch Güte zu allen erreicht; sie hängt ab vom Forschen nach Wahrheit, vom Erwerb lobenswerter Tugenden, dem Dienst für den Weltfrieden und persönlicher Heiligung."
Göttliche Lebenskunst


Und im Vorwort zu den 7 Tälern ist zu lesen:

"Dieses Ziel, die Gottnähe, erlangt der Mensch je nach Veranlagung mittels Gebet und Meditation, verdienstvollen Taten,... Gottesliebe..."

Schöne Grüße Linde

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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
linde hat folgendes geschrieben:
"Nähe zu Gott wird durch Hingabe an Ihn, ... durch den Dienst an der Menschheit möglich; sie wird durch Einheit mit der Menschheit und durch Güte zu allen erreicht; sie hängt ab vom Forschen nach Wahrheit, vom Erwerb lobenswerter Tugenden, dem Dienst für den Weltfrieden und persönlicher Heiligung."

Göttliche Lebenskunst


Das ist ein schönes Zitat, liebe linde. Das glauben wir als Christen auch, dass das so ist.
Und wir leben diese Hingabe an Gott nicht aus eigener Kraft, weil wir glauben, dass wir selbst durch die größte Anstrengung die unendliche Distanz zwischen uns und Gott niemals überwinden werden können - er ist zu erhaben, zu groß, zu unerreichbar, um ihm durch eigene Taten wirklich nahe zu kommen.
Das konnte nur Gott tun - die Brücke zwischen Gott und Mensch schlagen. Und diese Brücke ist Jesus. Und warum er das getan hat? Gott könnte dieser Welt ja auch fern bleiben und nur Boten oder "Spiegelungen" von sich senden und uns so uns immer wieder sagen, was wir tun sollen. Ja - sicher könnte er das, und das wäre auch schon viel. Liebe will ist allerdings Nähe, absolute Nähe. Und da wir glauben, dass Gott die Liebe ist, ist es auch eine Konsequenz davon, dass er uns sehr nahe sein will, sozusagen "in Fleisch und Blut" übergehen will, sich ganz tief mit uns vereinigen will. Und diese Vereinigung zwischen Gott und Mensch ist Jesus. Und die Anteilhabe an diesem Christus, in dem der Unterschied zwischen Gott und Mensch aufgehoben ist, ist Christentum.

"Gott wurde Mensch, damit der Mensch göttlich werde."

Ignatius von Antiochien
Burkl hat folgendes geschrieben:
Das ist keine Frage - durch die Vernunft leuchtet ein, dass die sichtbare Wirklichkeit einen Schöpfer haben muss. Ja, aber nicht "wie er ist". Dazu benötigt es einer Mitteilung Gottes. Das ist die Offenbarung - er muss etwas von sich sagen, sich mitteilen, um zu zeigen "wie er ist" - jedenfalls das, was von ihm in unser Verstehen hineinpasst. Und da ist das größtmögliche eine menschliche Person, was wir fassen können. Deshalb teilt er sich auch als Mensch mit in Jesus. Er teilt nicht "etwas von sich" mit, sondern sich selbst.

Die für uns wahrnehmbare Schöpfung ist natürlich nur ein Teilaspekt des Wesens des Schöpfers. Was er aber anhand der Jesus-Geschichte mitteilt, ist das Um und Auf des Herzens sowie in Folge dessen auch das Übernehmen der Verantwortung aller Taten und Unterlassungen und vor Allem das Festhalten am Guten. Die Figur Jesus in der Geschichte verdeutlicht ganz klar das Grundprinzip der Gerechtigkeit und Wertschätzung Gottes uns gegenüber und lädt zu einem Leben ein, das wir ehrlich und verantwortungsbewusst meistern sollen.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Wo können wir Gott nicht nahe kommen? „Plötzlich aber der Tatsache gewahr zu werden, daß euer eigener Geist Buddha ist und nichts zu erreichen, keine einzige Handlung zu vollbringen ist, das ist der höchste Weg.“ (Huang-Po, Der Geist des Zen)
Ich komme gott nahe wenn ich mich zurück ziehe und ganz still werde es hatt so jder seinen eigenén weg gott nahe zu kommen

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