Kind aus dem Ausland adoptieren


Hallo

ich habe heute mit einem befreundeten Pärchen gesprochen, welches keine eigenen Kinder bekommen kann. Sie spielen nun mit dem Gedanken ein Kind zu adoptieren. Eigentlich haben sie, wie ich finde, gute Voraussetzungen um ein Kind groß zu ziehen. Sie wohnen in einem recht ruhigen kleinen Dorf in einer 4 Zimmer Wohnung, Kindergarten und Grundschule sind im Dorf. Sie arbeitet Vollzeit und er Halbtags. Aus finanzieller Sicht wäre es aber auch möglich, dass er ganz Zuhause bleibt. Beide sind sehr Kinderlieb. Wenn ich früher meine beiden Mitgebracht habe, sind die beiden regelrecht aufgeblüht. Ich weiss noch wie fertig beide waren, als sich herausstellte, das sie keine Kinder bekommen können - oje. Die Aussichten scheinen aber trotzdem problematisch. Es ist wohl so das auf 3000 Kinder 24000 Bewerberpaare kommen.

Sie haben sich nun Gedanken gemacht, ob es nicht auch möglich wäre, ein Kind aus dem Ausland zu adoptieren. Es gibt ja auf der ganzen Welt viele Kinder, für die eine solche Lösung ein Segen wäre. Dabei schielen die beiden besonders auf Afrika. Sie hatten immer schon ein Faible für Afrika - sind dort auch schon mehrmals gewesen.

Leider weiss ich kaum etwas über Adoption. Geschweige denn über Auslandsadoptionen. Ich weiss nicht einmal ob das nicht generell ausgeschlossen bzw verboten ist. Kennt ihr euch damit vielleicht besser aus? Oder wisst wo man sich seriös erkundigen kann?

Ich habe hier im Hotel als erstes mal mein Lappi ausgepackt und die google bemüht. Und bin dann auch schnell auf Seiten gelandet die Vermittlungen anbieten und sehr hohe Preise im 4 bis 5 Stelligen Bereich verlangen. Da bin ich ja Misstrauisch. Es gibt genug Pfeiffen, die aus der Not anderer schnellen Profit schlagen wollen. Daher hätte ich gerne erst einmal ein paar Tipps wie und wo man sich seriös Informieren kann. Vielleicht hat ja auch jemand eigene Erfahrungen?

Liebe Grüße
Nadja
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Hallo Nadja, gleich vorweg, nein ich habe mich noch nicht intensiv mit diesem Thema beschäftigt, könnte mir aber vorstellen, dass Jugendamt, Kirche, Caritas etc. seriöse Gesellschaften nennen können, die sich ernsthaft darum bemühen gute Eltern für diese armen kleinen Schätzchen zu finden.

Außerdem wollte ich noch sagen, dass ich mich tief verneige und den Hut ziehe vor Menschen die einem Kinde ein Heim geben wollen. Meines Erachtens ist es nicht wichtig, dass ich ein Kind habe, sondern, dass ein Kind jemanden hat der es gut versorgt, ihm Wärme, Verständnis und Liebe gibt und eine gute Erziehung angedeihen lässt.

Habe schon öfter mal gehört, dass Eltern Kinder aus Südamerika, Afrika oder Ostblockländern angenommen haben. Also verboten scheint das auf keinen Fall.

O Gott! Behüte diese Kinder, hilf ihnen gnädiglich, dass sie erzogen und fähig werden, der Menschheit zu dienen. O Gott! Diese Kinder sind Perlen, lass sie heranwachsen in der Muschel Deiner Güte.

Du bist der Großmütige, der Alliebende.


Baha'i-Gebete


Schöne Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
NadjaB hat folgendes geschrieben:

Ich habe hier im Hotel als erstes mal mein Lappi ausgepackt und die google bemüht. Und bin dann auch schnell auf Seiten gelandet die Vermittlungen anbieten und sehr hohe Preise im 4 bis 5 Stelligen Bereich verlangen. Da bin ich ja Misstrauisch. Es gibt genug Pfeiffen, die aus der Not anderer schnellen Profit schlagen wollen. Daher hätte ich gerne erst einmal ein paar Tipps wie und wo man sich seriös Informieren kann. Vielleicht hat ja auch jemand eigene Erfahrungen?


Es gibt Möglichkeiten einer Direktoption mit ausländischen Jugendämtern. Soviel ich weiß, funktioniert dass in Afrika ziemlich gut, zumindest in einigen Staaten.

Hier findet man vielleicht noch Hilfe:

http://ethischeadoptionen.blogspot......tadoption-aus-uganda.html
Hallo

sie haben sich nun erst einmal ans Jugendamt gewendet. Bisher gab es aber nur telefonischen Kontakt. Als erstes muss wohl einiges geprüft werden. Sie werden nun einen Termin zugeschickt bekommen und müssen dann einiges über sich ergehen lassen. So wie sich das anhört wird wohl das ganze Leben durchleuchtet.

Viel viel später wird dann Kontakt mit Jugendämtern in den in Frage kommenden Ländern hergestellt. An der Stelle und wo es dann zum Kontakt mit Kindern kommt, wird man wohl einige Reisen unternehmen müssen. Von daher sieht es schon so aus, als wenn diese Art der Adoption deutlich kostenintensiver wird. Kann man sich wohl vorstellen.


linde hat folgendes geschrieben:

Außerdem wollte ich noch sagen, dass ich mich tief verneige und den Hut ziehe vor Menschen die einem Kinde ein Heim geben wollen. Meines Erachtens ist es nicht wichtig, dass ich ein Kind habe, sondern, dass ein Kind jemanden hat der es gut versorgt, ihm Wärme, Verständnis und Liebe gibt und eine gute Erziehung angedeihen lässt.

Dem kann ich nur Zustimmen.

Liebe Grüße
Nadja
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Hallo Nadja, ich habe eine Schwester aus Korea und einen Bruder aus Vietnam.
Ich schreibe später mehr, aber hab zunächst für meine Kinder einzukaufen und noch einiges für die Arbeit zu tun.

Gruß Martin
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So, mal kurz zwischenrein:
Meine Geschwister kamen über Terre des Hommes, die aber mittlerweile nicht mehr vermitteln.
Am sinnvollsten fände ich es, z.B. ein Mädchen aus einem Land zu adoptieren, wo Mädchen eben nicht viel zählen und daher oft ausgesetzt werden.
Das könnte z.B. in Kalkutta oder Delhi in Indien sein.
Über diese Adoptionen steht >>>HIER<<< ein wenig.
Mehr Zeit habe ich momentan gerade nicht.
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Am sinnvollsten fände ich es, z.B. ein Mädchen aus einem Land zu adoptieren, wo Mädchen eben nicht viel zählen und daher oft ausgesetzt werden.


Hallo Martin,

danke für diesen Gedanken. Um so mehr ich mich mit dieser Sache auseinander setze, desto mehr muss ich feststellen, dass die Entscheidung der beiden, ein ausländisches Kind zu adoptieren, eine hohe Belastung sein wird. Ihr Vorhaben ist ja, neben dem eigenen Kinderwunsch, auch dadurch entstanden, einem Kind zu helfen.

Ich habe nun nachdem ich deinen Beitrag las sofort an Äthiopien gedacht. Dort sind Mädchenbeschneidungen ausserhalb der Städte immer noch Tagesordnung. Mädchen werden minderjährig verheiratet und vieles mehr. Das von dir genannte Indien hat auch katastrophale Zustände. Viele andere Ecken dieser Welt auch.

Wenn ich mich nun damit beschäftige wird mir schon ganz anders. Wenn ich mir nun noch Vorstelle selbst solch eine Entscheidung treffen zu müssen. Vielleicht vor Ort noch die ganzen Kinder zu sehen, vielleicht noch ihre Geschichten zu hören. Ich wüsste nicht wie ich all die anderen Kinder zurücklassen könnte.

Entsetzlich was wir Menschen uns alles antun. Manchmal ist es echt schwer uns nicht zu hassen.

Liebe Grüße
Nadja
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ich kann nur empfehlen,
dass das Kind, das aufgenommen wird,
noch möglichst jung ist,
am besten noch ein Säugling.
Am Besten sollte man hinfliegen und dort alles in die Wege leiten bis hin zu den Formularen für die Ausreisebestimmung.
Und Bakschisch ist leider kaum umgänglich,
aber es sollte sich noch im Rahmen halten,
denn die Kinder eines Heimes haben - wenn man sich die Heime ansieht, von denen Adoptiert wird - kaum etwas davon.
Für Zahlungen immer eine Quittung verlangen und die empfangende Person muss das unter vorzeigen des Personalausweises quittieren.
Nur so halten sich die Zahlungen in solchen Grenzen, dass es o.k. ist.
Falls irgend möglich auch Kontakte knüpfen zu dortigen Verwaltungsleitern oder Bürgermeistern.
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
ich kann nur empfehlen,
dass das Kind, das aufgenommen wird,
noch möglichst jung ist,
am besten noch ein Säugling.


Das wünschen sich ja sowieso fast alle apoptionswilligen Paare. Gibt es hierfür denn Gründe, die sich jetzt besonders auf die Auslandsadoption beziehen?

Liebe Grüße
Nadja
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Wenn man noch keine eigenen Kinder hat, kann man es wagen.
Man sollte aber wissen, dass oftmals die älteren Kinder nur durch kämpfen um Nahrung und Unterkunft überleben konnten.
Dies werden sie nicht so leicht aufgeben.
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