Ist der auferstandene Leib physisch oder geistig?



An welche Art von Auferstehung glaubst du?
Ich glaube an eine Auferstehung mit einem nicht fleischlichen Körper, der genauso aussieht, aber optimiert ist
66%
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Ich glaube an Auferstehung mit einem feinstofflichen (subatomaren) Körper, der aber auch irgendwann stirbt
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Ich glaube an eine fleischliche Auferstehung mit meinem jetzigen Körper
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Stimmen insgesamt : 6

dtrainer hat folgendes geschrieben:
Wir werden es ja erleben. Frag mich nochmal, sagen wir, in >40 Jahren... :


Und eigentlich erleben wir es schon jetzt. Wir sind ja jetzt schon auf dem Weg dorthin, durch die Taufe (ich nehme an du bist getauft?) ist dieser "Auferstehungskeim" ja schon in uns. Wir sind eigentlich schon mittendrin in dem Prozess der Auferstehung.

Ein Zitat von Papst Franziskus:

"Wie konkret die Auferstehung des Leibes vor sich gehen wird, übersteigt die menschliche Vorstellungskraft und ist deshalb nur im Glauben zugänglich. Doch halten wir eines fest: Wir befinden uns bereits auf dem Weg zur Auferstehung."
Das ist nicht ein Thema "Christentum vs.Baha'i", sondern "Ist der auferstandene Leib physisch oder geistig?".

In diesem Sinne sage ich, das Leben nach dem Tod ist geistiger Natur. Den Körper brauchen wir hier, nicht dort. Insofern engt der Titel schon ein.

Und jetzt würde ich mich freuen, wenn aus dem Dialog ein Gespräch Vieler würde.
Burkl hat folgendes geschrieben:


Da kann ich mich eben nicht "entspannen", wenn die leibliche Auferstehung geleugnet wird - da da geht es an die Substanz des christlichen Glaubens.

"Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nichtig, dann seid ihr noch in euren Sünden. Folglich sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. Wenn wir nur in diesem Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, sind wir bemitleidenswerter als alle Menschen. Nun aber ist Christus auferweckt worden von [den] Toten als Erstling der Entschlafenen." (1 Kor 15,17-20)


Aber gerade in diesem Kapitel des Korintherbriefs finde ich Hinweise, dass nicht der ursprüngliche Körper aufersteht:
z.B. Vers 37
Und was du säst, du säst nicht den Leib, der werden soll, sondern ein nacktes Korn, es sei von Weizen oder von einem der anderen Samen.
Oder Vers 44
es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib. Wenn es einen natürlichen Leib gibt, so gibt es auch einen geistigen.
ziraki hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:


Da kann ich mich eben nicht "entspannen", wenn die leibliche Auferstehung geleugnet wird - da da geht es an die Substanz des christlichen Glaubens.

"Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nichtig, dann seid ihr noch in euren Sünden. Folglich sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. Wenn wir nur in diesem Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, sind wir bemitleidenswerter als alle Menschen. Nun aber ist Christus auferweckt worden von [den] Toten als Erstling der Entschlafenen." (1 Kor 15,17-20)


Aber gerade in diesem Kapitel des Korintherbriefs finde ich Hinweise, dass nicht der ursprüngliche Körper aufersteht:
z.B. Vers 37
Und was du säst, du säst nicht den Leib, der werden soll, sondern ein nacktes Korn, es sei von Weizen oder von einem der anderen Samen.
Oder Vers 44
es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib. Wenn es einen natürlichen Leib gibt, so gibt es auch einen geistigen.


Das ist im Prinzip schon die "gnostische Versuchung". Die Gnosis war bereits die erste Irrlereh, die die Auferstehung ins rein geistige verlagern wollte.

Die Einheitsübersetzung übersetzt übrigens:

"Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib. Wenn es einen irdischen Leib gibt, gibt es auch einen überirdischen." (1 Kor 15,44)

Da steht nichts von "geistigem Leib". Es steht dort "überirdisch". Und es steht dort "Leib". Also weit entfernt von "geistiger Auferstehung", wie es deine Religion interpretiert.
Ich habe aus der Elberfelder 1905 zitiert.
Altgriechisch kann ich leider nicht, aber z.B. in der Schlachter steht auch geistiger Leib.
Ich habe jetzt noch einmal im Detail nachgelesen. Im griechischen Orginal steht in 1 Kor 15,44 "sôma pneumatikon". Also sozusagen ein "pneumatischer" Leib. "Soma" ist der Begriff auch für den irdische Körper.

http://12koerbe.de/euangeleion/paul-krt.htm#X-XV

Das Pneuma (griechisch πνεῦμα, heute pnéwma ausgesprochen, „der Geist“, „Hauch“, „die Luft“, vergleiche etwa Pneumologie oder Pneumatik) weist Bezüge zum Geist auf, ist aber nicht gleichbedeutend. Das Wort Pneuma wird meist im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist Gottes verwendet.

Also wird hier neue Auferstehungsleib insofern "geistig" sein als seine Entstehung ein Produkt des verwandelnden Wirkens des Heiligen Geistes ist. Aber eben auch das Neue ist "soma" - es ist ein Leib, nicht ein Leben als "nur Seele", oder die oft gehörte Figur der griechischen Philosophie, dass sich die Seele sozusagen des sie beschwerenden Leibes entledigt.

Eher ist es in der Auferstehung so, dass der Heilige Geist, das Pneuma, in der Auferstehung dem Körper zusagen seine "irdische Schwere" nimmt. Das wiederum passt sehr gut zu den Schilderungen über den auferstandenen Jesus, für dessen Leib nach der Auferstehung nicht mehr materielle Barrieren wie Wände von Häusern vorhanden waren.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Da steht nichts von "geistigem Leib". Es steht dort "überirdisch". Und es steht dort "Leib". Also weit entfernt von "geistiger Auferstehung", wie es deine Religion interpretiert.


Ich verstehe einen überirdischen Leib auch als geistigen Leib.
Überirdisch ist für mich nicht materiell, ansonsten könnten wir ja Jesus mit unseren Augen wahrnehmen.
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Burkl hat folgendes geschrieben:
Eher ist es in der Auferstehung so, dass der Heilige Geist, das Pneuma, in der Auferstehung dem Körper zusagen seine "irdische Schwere" nimmt. Das wiederum passt sehr gut zu den Schilderungen über den auferstandenen Jesus, für dessen Leib nach der Auferstehung nicht mehr materielle Barrieren wie Wände von Häusern vorhanden waren.


Das sehe ich für den geistigen Leib auch so, auch ihm ist die irdische Schwere genommen, auch er kann durch Wände gehen, wie man es auch bei den NDEs hört.
Ich glaube nach wie vor, dass, als die Jünger und Zeitzeugen damals Jesus begegneten, sie eine Erscheinung hatten, die dann wieder in die geistige Welt aufgestiegen ist. Ansonsten könnten wir Jesus auch heute noch körperlich wahrnehmen. So könnte ich mir die Berichte der Evangelien erklären. Aber wer bin ich
Abdu'l Baha erklärt, dass es sich um ein rein geistiges Geschehen handelte.
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Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Überirdisch ist für mich nicht materiell, ansonsten könnten wir ja Jesus mit unseren Augen wahrnehmen.


Aber das Besondere ist ja, dass sich das Überirdische hier in dieser materiellen Welt gezeigt hat und im wahrsten Sinne berührbar war.

Seine Jünger konnten das ja, vor seiner Himmelfahrt - sie sahen ihn mit eigenen Augen, berührten ihn mit eigenen Händen. Fühlten seine Wunden, ließen sich berühren, aßen mit ihm, gingen mit ihm Wege.

Er blieb sozusagen in seinem "Zwischenzustand" stehen um uns all das zu zeigen - um uns zum Glauben zu führen. Ein Zwischenzustand zwischen Erde und Himmel, in dem man Ihn nicht festhalten konnte. "Halte mich nicht fest!", sagt er zu Maria Magdalena, denn ich bin noch nicht zum Vater gegangen. Diese unmittelbare Auferstehungserfahrung war nur für die Jünger gedacht, damit sie die Kraft haben, ihren Glauben und ihr Zeugnis an die ganze Welt weitergeben zu können.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Aber das Besondere ist ja, dass sich das Überirdische hier in dieser materiellen Welt gezeigt hat und im wahrsten Sinne berührbar war.


Das können andere Erscheinungen auch. Es gibt genug Berichte von Menschen, die Kontakte mit Verstorbenen hatten, die sie durchaus anfassen konnten, die sich dann aber vor ihren Augen aufgelöst haben.
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Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten