Ist der auferstandene Leib physisch oder geistig?



An welche Art von Auferstehung glaubst du?
Ich glaube an eine Auferstehung mit einem nicht fleischlichen Körper, der genauso aussieht, aber optimiert ist
66%
 66%  [ 4 ]
Ich glaube an Auferstehung mit einem feinstofflichen (subatomaren) Körper, der aber auch irgendwann stirbt
16%
 16%  [ 1 ]
Ich glaube an eine fleischliche Auferstehung mit meinem jetzigen Körper
16%
 16%  [ 1 ]
Stimmen insgesamt : 6

@Nityananda @ziraki,

Was in der Bhagavad Gita der Krishna ist, das ist in der Bibel der Christus. Beide stehen für den universellen GEIST. Dieser Geist IST das Leben, und hat ALLES WISSEN vom SELBST (Seele).
Das, was Gott genannt wird, ist die EINHEIT von diesem Geist und der Seele.
Dieser Geist nimmt (wenn man so will im Auftrag Gottes) wieder einen Körper an und wird in der Welt geboren. Das sind dann seltene Geburten (in jedem Zeitalter). Jesus war im Zeitalter Fische, und zur Zeit beginnt ein neues Zeitalter - Wassermann.
Der Buddha hatte wahrscheinlich seine LETZTE Geburt, und in diesem Leben die Vollendung erreicht.

Es sind aber immer ANDERE Menschen, mit unterschiedlichem Aussehen, Zu- und Abneigungen und Erfahrungswerten, die genau so UNBEWUSST geboren werden, wie jeder andere Mensch auch. Doch kommen sie ALLE durch Ihre Lebenserfahrung, zur GLEICHEN Erkenntnis – weil diese Erkenntnis schon IN ihnen war, (oder in diesem Leben vollendet wurde) aber doch in diesem Leben wieder BEWUSST gemacht werden mußte.
Diese Bewusstwerdung MUSS also JEDER im aktuellen Leben durchleben, sonst könnte keiner den WEG ZEIGEN! Diese Vollendeten werden NICHT vollendet geboren, aber sie bringen das Wissen mit, das sie in früheren Leben schon erreicht hatten.
Weil sie aber in einer bestimmten Gesellschaft geboren werden, können sie diese Erkenntnisse auch der jeweiligen Auffassungsfähigkeit des Volkes anpassen. Und wie in der Bhagavad Gita gesagt wird, die verkommenen Religionen wieder RICHTIG stellen. (was ja auch der Buddha gemacht hat).

Aktuell sind auch wieder alle Religionen verkommen und werden in allen Variationen nach Bedarf falsch ausgelegt. Bei dieser Zersplitterung, ist es der Jugend fast nicht mehr möglich Wahrheit von Unwahrheit zu unterscheiden. Also, müßte mal wieder einer kommen! :- ))

Grüße,
Demetrius
_________________
Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Hallo @achim56,

Dein Auszug aus „Bahai“, bezieht sich wirklich nicht auf die Wiedergeburt. Diese Rückkehr bezeichnet das, was ich bei @Nityananda @ziraki schon erläutert habe.

<Bahá'u'lláh lehrt uns, dass der Mensch sich unendlich entwickeln und vervollkommnen, aber niemals die Stufe der Manifestation Gottes erreichen kann. >
Na gut, darüber könnten wir streiten – machen wir aber nicht.

Da Du nur von EINEM Leben ausgehst, ist das wohl auch verständlich. Ich bin mir aber sicher, daß ich schon einiges an Erkenntnis (aus früheren Leben) mitgebracht habe. Doch das kann ich auch nicht beweisen, und da nützen auch alle weiteren Erklärungen nichts.

Dann mal alles Gute,
Demetrius
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achim56 hat folgendes geschrieben:
Welcher Kirche? Es gibt ja nicht einmal unter den Christen Einigkeit in diesem Punkt.


Lieber Achim,

Das ist eine interessante Sache, was heißt "Kirche". "Kirche" hat im Kern aber eine mystische Dimension - es ist Teilhabe am mystischen Leib des auferstandenen Christus. Wo diese Teilhabe beginnt und endet weiß letzlich nur Gott. Es hat auf jeden Fall etwas damit zu tun, ob ein Mensch sich in die Liebe Gottes hineinziehen lässt - die, und das ist christlicher Glaube, in Jesus Christus menschliche Gestalt angenommen hat.

Es gibt ganz viele orthodoxe und evangelische Christen, die ganz große Heilige sind. Ein Dietrich Bonhoeffer zum Beispiel. Was kann man dann da tun, außer die Größe und Heiligkeit dieses Menschen zu bewundern.

Als Katholik glaube ich, dass "Kirche" in der katholischen Kirche insofern voll verwirklicht ist, als dort alle Gnadenmittel vorhanden sind. Wir haben die sieben Sakramente und den Petrusdienst. Aber wie wir alle wissen haben es Menschen so an sich, die geschenkhafte Gnade nicht zu nützen, ja sogar zu verwerfen. Insofern heißt mehr Möglichkeiten zu haben im Gegenzug auch viel mehr Verantwortung zu haben. Aber nehmen wir Katholiken es wahr? Jeder muss das für sich tun, sein Gewissen befragen.

Ein Zitat vom Hl. Josemaria Escirva, er sagte öfters: „Mich schmerzt die Kirche.“

Ja - das tut sie - von Anfang an, weil sie selbst immer wieder auch untreu ist. Das Wunder ist nicht die Kirche, sondern die Gnade Gottes, die genau dort wirken will, wo schwache Menschen sind.

achim56 hat folgendes geschrieben:

Wie Du selbst geschrieben hast, ist das Christentum ohne diese Dogmen leer und wertlos.


achim56 hat folgendes geschrieben:
Es sind doch Seine Lehren und Sein Wirken, was die Menschheit zum Guten verändert hat. Doch nicht irgendwelche Dogmengläubigkeit.


Vielleicht ist das ein gutes Bild:

Dogmen sind wie Laternen, die den richtigen und sicheren Weg ausleuchten. Nur Betrunkene halten sich aber daran fest.

achim56 hat folgendes geschrieben:

Die Kirchen tun so viel Gutes auf seelsorgerischem, kulturellem und sozialem Gebiet, weil die Menschen in ihr den Auftrag Jesu Christi ernst nehmen: "Liebe deinen nächsten wie dich selbst." Sie tun dies doch weil Jesus das vorgelebt hat und von uns verlangt. Es sind doch Seine Lehren und Sein Wirken, was die Menschheit zum Guten verändert hat. Doch nicht irgendwelche Dogmengläubigkeit.

Papst Franziskus geht ja sogar noch einen Schritt weiter und nimmt sich den Heiligen Franz von Assisi zum Vorbild, der ja zu Lebzeiten auf erhebliche Widerstände beim Vatikan stieß.


Ja, das ist gut, dass Papst Franziskus, den Hl. Franz von Assisi so in den Mittelpunkt rückt - gerade er zeigt: Es geht im Christentum im Kern nicht um gute Taten und Worte. Die sind eigentlich schon "Folge". Das erste ist die mystische Vereinigung mit Gott durch Jesus Christus.

Es besteht immer die Gefahr in "große Worte" zu verfallen und z.B. die "Moralität" in den Mittelpunkt zu rücken. Christentum ist keine Summe aus Vorschriften und Handlungsanweisungen, sondern Verwandlung des Menschen von seinem inneren Wesenskern her durch die Vereinigung mit dem lebendigen Jesus Christus.

Da kommt mir jetzt ein Rat in den Sinn, den der heilige Franziskus von Assisi seinen Mitbrüdern gab: „Verkündet das Evangelium und, sollte es nötig sein, auch mit Worten!“ Verkünden mit dem Leben: Zeugnis geben.
Zitat:
@demetrius
Was in der Bhagavad Gita der Krishna ist, das ist in der Bibel der Christus.
Beide stehen für den universellen GEIST. Dieser Geist IST das Leben, und hat ALLES WISSEN vom SELBST (Seele).
Das, was Gott genannt wird, ist die EINHEIT von diesem Geist und der Seele.
Dieser Geist nimmt (wenn man so will im Auftrag Gottes) wieder einen Körper an und wird in der Welt geboren. Das sind dann seltene Geburten (in jedem Zeitalter). Jesus war im Zeitalter Fische, und zur Zeit beginnt ein neues Zeitalter - Wassermann.

Das ist lediglich eine monistische Sichtweise. Die Bhagavad-Gita vertritt jedoch keine monistische Philosophie sondern eine theistische Philosophie.
1. Gott ist eine Person = die höchste und allmächtige spirituelle Person. Diese Höchste Person ist eins mit allem (mit all Ihren Energien die von Ihr ausgehen) und gleichzeitig doch verschieden von allem, da Sie der höchste persönliche Ursprung von allem ist.
2. Die individuellen Lebewesen sind nicht der Körper sondern ewige spirituelle, individuelle Personen.
3. Durch philosophische Spekulation kann man die höchste, allmächtige spirituelle Person nicht verstehen. Nur demjenigen dem sich diese höchste Person offenbart kann Sie verstehen.
4. Man kann sich dieser Höchsten Person nur durch dienende Hingabe (Bhakti) nähern.

Gruss
Danke, Nityananda, für diesen Überblick.

Diese Darstellung kann ich für mich auch voll übernehmen. Interessant, wie viel Übereinstimmung es doch gibt zwischen den Kernaussagen der Religionen.

LG
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
[quote="Nityananda"][quote]

Zitat:
Das ist lediglich eine monistische Sichtweise. Die Bhagavad-Gita vertritt jedoch keine monistische Philosophie sondern eine theistische Philosophie.

Theismus (von, theós, „Gott“) bezeichnet den Glauben an Götter, wobei der Monotheismus den Glauben an (genau) einen Gott bezeichnet und der Polytheismus den Glauben an mehrere Götter.

Welchen Theismus meinst Du denn?
Ich glaube an nur einen Gott, und die Gita (und Bibel) kennt auch nur einen Gott.
Bibel: Am Anfang war das Wort. Das Wort war in Ihm, und in Ihm war das Wort.
Man kann auch sagen: Am Anfang war der Ozean. Alles Wasser war in Ihm und in Ihm war alles Wasser.
Der Gott ist also Wasser (Geist - veränderlich) in Ihm (Selbst - feststehend).
Als EINHEIT schlichtweg OZEAN (Gott).

Der Monismus ist die philosophische oder metaphysische Position, wonach sich alle Vorgänge und Phänomene der Welt auf ein einziges Grundprinzip zurückführen lassen.
Ist auch nur EIN GOTT!
Ich weiß also nicht, worauf Du hinaus willst?

Wenn es um Religion geht, da ist auch auf Wikipedia fast nur Theoretisches „Gefasel“ und Spitzfindigkeiten. Darum sollen wir ja auch auf diese Schriftgelehrten nicht „hören“.


Zitat:
1. Gott ist eine Person = die höchste und allmächtige spirituelle Person. Diese Höchste Person ist eins mit allem (mit all Ihren Energien die von Ihr ausgehen) und gleichzeitig doch verschieden von allem, da Sie der höchste persönliche Ursprung von allem ist.

Gott ist BEIDES! Sowohl Person, als auch Prinzip.
Die Person kann man (Glauben) LIEBEN, und ein Prinzip kann man (Wissen) ERKENNEN. Darum ist dieser Gott auch sowohl durch die Liebe, als auch durch Erkenntnis zu erreichen oder zu verwirklichen. Am Ende wird Glaube und Wissen EINS – So wie Seele (Liebe) und Geist (Erkenntnis) im Göttlichen eins sind.
Wissen und Glauben – die zwei Pole: http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch03.htm

Zitat:
2. Die individuellen Lebewesen sind nicht der Körper sondern ewige spirituelle, individuelle Personen.

Habe ich auch nicht behauptet! Person (Persona) = die Maske. Die persönliche und körperliche ICH-Vorstellung ist eine Illusion des Geistes. Du nennst es spirituell, ich nenne es geistig. Ich mache da keinen Unterschied.
Buddha: „Durch GEIST – KÖRPERLICHKEIT entsteht ein BEWUSSTSEIN (vom ICH). Durch die Sinneswahrnehmung des Körpers, wird im Bewusstsein des Menschen, der Körper und die Person für sICH gehalten. Dadurch ist der Mensch UNBEWUSST, und denkt und handelt nur noch für sICH! (EGO).
In ALLEN Religionen geht es darum, den Geist von dieser Illusion (wie auch immer) zu befreien. Damit er wieder ERKENNT, was er WIRKLICH ist.

Zitat:
3. Durch philosophische Spekulation kann man die höchste, allmächtige spirituelle Person nicht verstehen. Nur demjenigen dem sich diese höchste Person offenbart kann Sie verstehen.

Durch Spekulationen von Theoretikern bestimmt nicht! Aber durch eigenständige Erkenntnis und Verständnis! Um aber EIGENE Erkenntnis zu gewinnen, muß der Mensch kurz gesagt, sein EGO abbauen (seine persönliche ICH-Vorstellung).
Wem offenbart sich denn die Höchste Person? Doch nur DEM, der NICHT mehr an sICH denkt!
Also, der Mensch muß sich erst einmal im Geiste SELBST dahin entwickeln (Bewusstwerdung), DAMIT sich dieser Gott Ihm überhaupt offenbaren KANN.
Der Mensch schließt sICH doch SELBST vom Gott ab oder aus – indem er nur an sICH denkt, und nur seinem Eigennutz und Ego hinterherläuft!

Zitat:
4. Man kann sich dieser Höchsten Person nur durch dienende Hingabe (Bhakti) nähern.

1 Bhakti Yoga, (Yoga der Hingabe), 2 Karma Yoga (Auf die Früchte seiner Aktivitäten verzichten) 3 Raja Yoga (Weg der Erkenntnis).
1 Wenn ein Mensch sich im Geiste BEDINGUNGSLOS diesem Gott hingibt, dann kann er nicht mehr an sICH denken. 2 Gleiches gilt, wenn ein Mensch auf sein Handeln nichts mehr für sICH erwartet.
3 Gleiches gilt, wenn ein Mensch sich im Geiste von seinen begehren für sICH und der Anhaftung an die Welt befreit (dazu braucht er keinen Gottesglauben – nur den Willen zur Freiheit). Das ist der schwierigste Weg, aber auch der Schnellste.
Wenn der Mensch sICH von seinem persönlichen ICH (EGO) (auf welche Art auch immer) im Geiste befreit hat, DANN kommt der Herr – oder die höchste Person – oder der Gott. Vorher nicht!

Ansonsten gibt es zwischenzeitlich massig Yoga – Arten – bis zum Lachyoga – die mit dem Sinn des Yoga längst nichts mehr zu tun haben.

Gruss
Demetrius
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
"Der Mensch ist nach Gottes Ebenbild gemacht, und doch ist das Wesen Gottes für den menschlichen Geist unfaßbar, denn das endliche Begreifen läßt sich nicht auf das unendliche Geheimnis übertragen. Gott begreift alles in Sich, Er Selbst kann nicht begriffen werden. Das Umfassende ist größer als das Umfaßte. Das Ganze ist größer als seine Teile."
('Abdul-Bahá)


Es gibt nur den einen Gott, der sich der Menschheit im Laufe der Geschichte unter verschiedenen Namen offenbarte. Der Mensch hat keinen direkten Zugang zu Gott, er benötigt die Offenbarer als Verkünder göttlicher Wahrheiten und als Brücke. Gott selbst ist eine unerforschliche Wesenheit, die durch den Menschen nicht erfasst und beschrieben werden kann.

Das Wesen Gottes kann somit in der stofflichen Welt nicht in Erscheinung treten. Die Erkenntnis Gottes ist nur über seine Offenbarer möglich. Ihre Rolle wird oft verglichen mit einem vollkommenen Spiegel, der das Licht der Sonne der Wahrheit für den Menschen sichtbar widerspiegelt.
achim56 hat folgendes geschrieben:
Das Wesen Gottes kann somit in der stofflichen Welt nicht in Erscheinung treten.


Gibt es wirklich etwas, dass dem allmächtigen Gott unmöglich sein sollte?

achim56 hat folgendes geschrieben:
Der Mensch hat keinen direkten Zugang zu Gott,


"Durch ihn haben wir beide in dem einen Geist freien Zugang zum Vater." (Eph 2,18 )
Wieso denn Gott? Wir sind es, die Begrenzungen unterliegen. Würde ER, wie in manchen Märchen, unter uns auftauchen, wir würden nur das von ihm erkennen, was uns möglich ist. Alles darüber würde uns , wenn wir es überhaupt wahrnehmen, als rätselhaft, gar verrückt, erscheinen.

Es sind unsere Begrenzungen, die uns nur einen Teil der Wirklichkeit wahrnehmen lassen.
Zitat:
"Durch ihn haben wir beide in dem einen Geist freien Zugang zum Vater." (Eph 2,18 )

Genau...
(Fettung von mir)
Zitat:
Würde ER, wie in manchen Märchen, unter uns auftauchen, wir würden nur das von im erkennen, was uns möglich ist. Alles darüber würde uns , wenn wir es überhaupt wahrnehmen, als rätselhaft, gar verrückt, erscheinen.


Ja, lieber dtrainer - genau das ist passiert: Der menschgewordene Gott wurde von uns für rätselhaft, gar verrückt erklärt - und verworfen.

Und nein, es ist kein Märchen. Es ist Teil der realen Geschichte dieser Welt.